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	<title>Karl Barthel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;PequodOnStationAtLZ: added picture</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;added picture&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
[[File:Karl Barthel 1932.jpg|thumb|right|Karl Barthel ca. 1932]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Barthel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. März]] [[1907]] in [[Lohmen (Sachsen)]]; † [[21. Februar]] [[1974]] in [[Jena]]) war ein deutscher Politiker der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] und später der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]. Er war in der [[Weimarer Republik]] thüringischer [[Landtag Thüringen|Landtagsabgeordneter]] sowie [[Mitglied des Reichstages]]. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war Barthel Bürgermeister von Jena. Seine Haft im [[KZ Buchenwald]] verarbeitete er im Werk „Die Welt ohne Erbarmen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Barthel war Sohn des in der [[Dresden|Dresdner]] Neustadt „&amp;#039;&amp;#039;unansässigen&amp;#039;&amp;#039;“ [[Reepschläger|Seilers]] und [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|sozialdemokratischen]] Kandidaten zur [[Reichstagswahl 1898]] Clemens Barthel im [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreich]]. Karl Barthel besuchte die [[Volksschule]] in [[Copitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weimarer Republik ===&lt;br /&gt;
Er war als Hilfsarbeiter in verschiedenen Metallbetrieben tätig und begann als Werkzeugmacher in den [[Ernemann]]werken. Er wurde 1922 Mitglied des [[Deutscher Metallarbeiter-Verband|Deutschen Metallarbeiter-Verbandes]] (DMV) und trat ein Jahr später dem [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1918)|Kommunistischen Jugendverband Deutschlands]] (KJVD) bei. Im Zuge der [[Wirtschaftskrise]] und der [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923#Hyperinflation des Jahres 1923|Hyperinflation]] 1924 verlor Barthel seine Beschäftigung. 1926 trat Barthel der KPD bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 nahm er an einer Zentralschulung des KJVD an der [[Reichsparteischule Rosa Luxemburg|Reichsparteischule der KPD]] teil und wurde KJVD-Bezirksleiter in [[Sachsen|Ostsachsen]]. Von Conrad Blenkle und Fritz Rau wurde er ins Landesparteisekretariat der KPD nach [[Suhl]] in [[Thüringen]] entsandt. Deren Leiter [[Hans Tittel]] war Anhänger [[Heinrich Brandler]]s. Um die „rechten Abweichler“ entfernen zu können, forderte die Partei von der Thüringer KPD eine Entschließung zu den Beschlüssen des IV. [[Rote Gewerkschafts-Internationale|RGI]]-Kongresses in Moskau. Bei der Abstimmung über die Vorschläge war [[Walter Ulbricht]] anwesend. Wegen „Abweichung von der Parteilinie“ konnten dann die „&amp;#039;&amp;#039;Brandleristen&amp;#039;&amp;#039;“, die später vielfach Mitbegründer der [[Kommunistische Partei-Opposition|KPD-O]] wurden, ausgeschlossen werden. [[Ernst Thälmann]] lobte daraufhin den „Vorbildcharakter“ der KJVD Thüringen unter Karl Barthel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abgeordneter ====&lt;br /&gt;
Im Dezember 1929 wurde Barthel jüngster Abgeordneter der KPD-Fraktion des thüringischen [[Landtag (Weimarer Republik)|Landtags]]. 1930 lernte er in der [[Freie Schulgemeinde Wickersdorf|Freien Schulgemeinde Wickersdorf]] seine Frau, die spätere Chemikerin Leni Streng kennen. Nach einer kurzen Zeit in der Redaktion der Zeitung „Freiheit“ ([[Düsseldorf]]) war Barthel im November 1931 in [[Kassel]] und wurde vom [[Zentralkomitee]] der KPD auf Vorschlag Thälmanns und [[John Schehr]]s als politischer Sekretär Hessen-[[Waldeck]]s zum Nachfolger von [[Walter Krämer (Politiker)|Walter Krämer]] bestimmt. In der [[Liste der Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik (6. Wahlperiode)|VI. Wahlperiode]] gehörte er zu den 89 Abgeordneten der KPD im [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] und war hier ebenso der bis dato jüngste Abgeordnete des Parlaments. Er heiratete im November 1932 Leni Streng. Am 7. Februar 1933 nahm er nach eigenen Angaben an der [[Illegale Tagung der KPD im Sporthaus Ziegenhals|letzten Sitzung des ZK]] im [[Sporthaus Ziegenhals]] zu der Ernst Thälmann anwesend war teil und war nach dem [[Reichstagsbrand]] drei Wochen später, wie alle KPD-Abgeordneten, illegalisiert. Walter Ulbricht beauftragte ihn als Instrukteur [[Niederschlesien|Nieder-]] und [[Oberschlesien]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
==== Verhaftung und Urteil ====&lt;br /&gt;
Am 28. November 1933 wurde Barthel in [[Breslau]] beim Treff mit dem dortigen KJVD-Bezirksleiter von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] verhaftet und befand sich im Polizeipräsidium [[Edmund Heines]]’. Drei Wochen später wurde er nach einer fingierten Fluchtmöglichkeit, die er nicht wahrnahm, in ein Privathaus der [[Sturmabteilung|Marine-SA]] verschleppt und schwer misshandelt. Nach eigener Mitteilung bestätigte er nur die von seinem Treffpartner gemachten Aussagen. Am 28. März 1934 wurde Barthel als „&amp;#039;&amp;#039;Polizeischutzhäftling&amp;#039;&amp;#039;“ in die Breslauer Untersuchungshaftanstalt Graupestraße verbracht und Ende November zu zweieinhalb Jahren [[Zuchthaus]] sowie fünf Jahren [[Ehrverlust]] verurteilt. Er wurde zunächst ins Zuchthaus [[Wołów|Wohlau]], dann ins [[KZ Lichtenburg]] und schließlich ins [[KZ Buchenwald]] überstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== KZ Buchenwald ====&lt;br /&gt;
Barthel gehörte zu den ersten Häftlingen des KZ Buchenwald und war an dessen Aufbau beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lagis-hessen.de/pnd/123506948 Hessische Biographie: Barthel, Karl] im [[Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier musste im Konzentrationslager Zwangsarbeit in den [[Schutzstaffel|SS]]-Wirtschaftsgebäuden leisten. Hier konnte er über SS-Angehörige sein Manuskript, das 1946 als „&amp;#039;&amp;#039;Die Welt ohne Erbarmen&amp;#039;&amp;#039;“ erschien, zu seiner Frau schmuggeln. 1944 wurde Barthel für 14 Tage in den [[Marstall Weimar]] verbracht, wo er im selben Gebäude wie der KZ-Kommandant [[Karl Otto Koch]] inhaftiert war. Er teilte später mit, das auf Basis der Gestapo-Erkenntnisse der dortigen gewalttätigen Verhöre noch einmal viele KPD-Funktionäre getötet wurden. Barthel selbst wurde ohne Verhör zurück ins KZ gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freunde Barthels im KZ waren die, als „[[Protektorat Böhmen und Mähren|Protektoratstschechen]]“ 1939 eingelieferten, späteren Minister der [[Tschechoslowakei]] und Vorsitzenden der [[Československá strana národně socialistická|ČSS]] [[Alois Neuman]] und Dr. Plojar, die sich gegenseitig halfen. Beim Bombenangriff der [[United States Air Force|US Air Force]] am 24. August 1944 versorgte Barthel, da er den Schlüssel zum Getränkekeller der SS verwaltete, zahlreiche Verwundete mit Wasser, so [[Rudolf Breitscheid]] und die italienische Prinzessin [[Mafalda von Savoyen]], die jedoch beide ihren Verletzungen erlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== SBZ und DDR ===&lt;br /&gt;
Nach der amerikanischen Besetzung durch die Amerikaner vom 1. bis zum 16. April 1945 Thüringens, wurde dieses am 1. Juli 1945 an die [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|sowjetische Militärverwaltung]] übergeben. Diese ernannte am 14. Juli 1945 Barthel zum Bürgermeister von [[Jena]] und stellte ihn damit an die Seite des sozialdemokratischen Oberbürgermeisters [[Heinrich Troeger]]. Barthel sah sich in dieser Zeit Vorwürfe des Fehlverhaltens während seiner Haftzeit und seiner Tätigkeit als Bürgermeister ausgesetzt. Im April 1946 wurde Barthel abberufen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Thilo Vogelsang]]: [https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1977_4_14_vogelsang.pdf &amp;#039;&amp;#039;Oberbürgermeister in Jena 1945/46. Aus den Erinnerungen von Dr. Heinrich Troeger&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Institut für Zeitgeschichte]], Jahrgang 25, 1977, Heft 4, abgerufen am 23. April 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; und leitete im Anschluss bis Dezember 1964 als Direktor die [[Stadtwerke]] Jenas. Barthel wurde mit der [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED|Zwangsvereinigung von SPD und KPD]] Mitglied der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1951 bis 1955 absolvierte Barthel ein [[Fernstudium]] an der [[Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR]] in [[Babelsberg]]. Bis Februar 1953 führte Barthel als [[Parteisekretär|Sekretär]] den [[Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten|Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes]]-Bezirksvorstand bzw. die [[Verfolgter des Naziregimes|Verfolgter-des-Naziregimes]]-Bezirkskommission [[Gera]]. 1957 bis 1962 war Barthel Vorsitzender des Kreisausschusses der [[Nationale Front (DDR)|Nationalen Front]] in Jena.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: [https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3b-1424.html?ID=4032 &amp;#039;&amp;#039;Barthel, Karl&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 30. April 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1964 legte er die Prüfung als [[Ingenieur]] der [[Wasserwirtschaft]] ab. Barthel wurde 1967 mit dem [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Gold ausgezeichnet. Er verstarb 1974 mit 66 Jahren in Jena.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* Vaterländischer Verdienstorden in Gold, 1967&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Welt ohne Erbarmen. Bilder und Skizzen aus dem K.Z.&amp;#039;&amp;#039;, mit Holzschnitten von Hans Schneider. [[Greifenverlag]]: Rudolstadt 1946.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rot färbt sich der Morgen. Erinnerungen&amp;#039;&amp;#039;. Greifenverlag: Rudolstadt 1958.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Oberschloss Kranichfeld. Geschehnisse im KZ-Außenlager Kranichfeld. Erinnerungen von ehemaligen Häftlingen und Kranichfeldern.&amp;#039;&amp;#039; Kreisbibliothek Weimar-Land, Weimar 1963.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor=[[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]&lt;br /&gt;
| Titel=Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945&lt;br /&gt;
| Auflage = 2., überarbeitete und stark erweiterte&lt;br /&gt;
| Verlag=Dietz&lt;br /&gt;
| Ort=Berlin&lt;br /&gt;
| Jahr=2008&lt;br /&gt;
| ISBN=978-3-320-02130-6&lt;br /&gt;
| Online=[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3b-1424.html?ID=4032 Online]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123506948}}&lt;br /&gt;
* [http://www.etg-ziegenhals.de/Karl_Barthel.html Kurzbiografie] beim Freundeskreis „Ernst Thälmann“ e.&amp;amp;nbsp;V., Ziegenhals-Berlin&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|123506948}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=123506948|titel=Barthel, Karl|datum=2022-09-13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123506948|LCCN=no2016090359|VIAF=42747132}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Barthel, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KJVD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Jena)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Land Thüringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandskämpfer im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Barthel, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher KPD- und SED-Funktionär, MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. März 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lohmen (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Februar 1974&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Jena]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PequodOnStationAtLZ</name></author>
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