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	<title>Karl Babor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T12:38:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Babor&amp;diff=1624102&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Leben */ - doppelten link</title>
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		<updated>2026-02-15T17:58:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; - doppelten link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Babor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. August]] [[1918]] in [[Wien]]; † [[21. Jänner]] [[1964]] bei [[Addis Abeba]]) war ein österreichischer [[SS-Hauptsturmführer]] und [[Lagerarzt]] in mehreren [[Konzentrationslager]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Karl Babor, [[Promotion (Doktor)|promovierter]] Mediziner, trat November 1935 der [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 296.670) und der illegalen [[NSDAP]] bei,&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/515036&amp;lt;/ref&amp;gt; er beantragte am 28. Juni 1938 die reguläre Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai aufgenommen ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 6.242.838).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/951048&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab November 1941 war er Lagerarzt im [[KZ Groß-Rosen]] und war dort, ebenso wie der Lagerarzt [[Friedrich Entress]], an der Tötung [[Typhus|fleckfiebererkrankter]] Häftlinge mittels [[Phenol]]- und [[Cyanwasserstoff|Blausäure]]injektionen beteiligt. Sowohl Babor als auch Entress erhielten für „Verdienste bei der Bekämpfung der Fleckfieberepidemie“ das [[Kriegsverdienstkreuz]] 2. Klasse.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Thomas Werther: &amp;#039;&amp;#039;Fleckfieberforschung im Deutschen Reich 1914 - 1945. Untersuchungen zur Beziehung zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik unter besonderer Berücksichtigung der IG Farben&amp;#039;&amp;#039;, Inauguraldissertation an der Philipps-Universität Marburg, Wiesbaden 2004, S. 131 [https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2008/0157/pdf/dtw.pdf (pdf; 1,1&amp;amp;nbsp;MB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Mitte Juni 1942 waren Babor und [[Waldemar Wolter]] Assistenzärzte in der „Biochemischen Versuchsstation“ im [[KZ Dachau]]. Dort wurden unter der Leitung von [[Heinrich Schütz (Mediziner)|Heinrich Schütz]] an Häftlingen [[Sepsis]]versuche durchgeführt, um die Wirksamkeit von [[Biochemie|biochemischen]] Heilmethoden gegenüber [[Sulfonamide]]n bei Infektionen zu testen. Insgesamt wurden zwischen Mitte und Ende 1942 vier Versuchsreihen durchgeführt. Bei den äußerst schmerzhaften und inhumanen Versuchen, bei denen Häftlingen auch der eigene Eiter injiziert wurde, starben mindestens 28 Häftlinge.&amp;lt;ref&amp;gt;Angelika Ebbinghaus, Karl Heinz Roth: &amp;#039;&amp;#039;Medizinverbrechen vor Gericht – Die Menschenversuche im Konzentrationslager Dachau&amp;#039;&amp;#039;, in: Ludwig Eiber, Robert Sigl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dachauer Prozesse – NS-Verbrechen vor amerikanischen Militärgerichten in Dachau 1945 - 1948&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2007, S. 149ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Babor war danach im [[KZ Natzweiler-Struthof]] als Lagerarzt während der ersten dortigen Menschenversuche durch [[Eugen Haagen|Haagen]], [[Otto Bickenbach|Bickenbach]] und [[August Hirt|Hirt]] eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof und seine Außenkommandos an Rhein und Neckar 1941–1945.&amp;#039;&amp;#039; Metropol, Berlin 2010, ISBN 978-3-940938-58-9. S. 404.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 10. Dezember 1943 wurde Babor nach Oranienburg in eine höhere Funktion in das Hauptamt D im Amt D III zuständig für Sanitätswesen und Lagerhygiene im [[WVHA]] der [[Inspektion der Konzentrationslager]] versetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Yves Ternon]], Socrate Helman: &amp;#039;&amp;#039;Histoire de la médecine SS. Ou le mythe du [[Rassenhygiene|racisme biologique]].&amp;#039;&amp;#039; Casterman, Paris 1969, S. 212&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab August 1944 war er Truppenarzt beim I. Bataillon des SS Panzer-Grenadier-Regiments 6 „[[Theodor Eicke]]“ der [[SS-Division Totenkopf|3. SS-Panzer-Division „Totenkopf“]]. November 1944 wurde er zum Hauptsturmführer befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende geriet er in französische Kriegsgefangenschaft. Anfang der 1950er Jahre wanderte Babor nach [[Äthiopien]] aus und eröffnete eine Privatpraxis in Addis Abeba. Nachdem in Österreich wegen seiner Beteiligung an Konzentrationslagerverbrechen eine Fahndung lief, wurde Babor am 21. Januar 1964 in einem Fluss nahe Addis Abeba mit einer Schussverletzung tot aufgefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hamburger Abendblatt]]: &amp;#039;&amp;#039;Tot aufgefunden&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 18 vom 22. Januar 1964, Seite 1&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Angelika Ebbinghaus, Karl Heinz Roth: &amp;#039;&amp;#039;Medizinverbrechen vor Gericht – Die Menschenversuche im Konzentrationslager Dachau&amp;#039;&amp;#039;, in: Ludwig Eiber, Robert Sigl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dachauer Prozesse – NS-Verbrechen vor amerikanischen Militärgerichten in Dachau 1945 - 1948&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2007, S. 159.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leiche Babors wurde im Menelik-Krankenhaus in Addis Abeba identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor hatte [[Simon Wiesenthal]] auf Babors medizinische Experimente an Häftlingen im KZ Groß-Rosen hingewiesen. Am 3. Januar 1964 berichtete die niederländische Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Het Vrije Volk]]&amp;#039;&amp;#039; darüber, wobei Wiesenthal im selben Artikel in einem Interview ehemalige Häftlinge des KZ Groß-Rosen aufrief, sich zu diesem Fall als Zeugen zu melden. Babor selbst gab am 9. Januar 1964 gegenüber einem deutschen Journalisten zu, SS-Hauptsturmführer gewesen zu sein, bezeichnete aber die gegen ihn gerichteten Vorwürfe als &amp;#039;&amp;#039;versuchten Rufmord&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.arbeiter-zeitung.at/cgi-bin/archiv/flash.pl?year=1964&amp;amp;month=1&amp;amp;day=23&amp;amp;page=1&amp;amp;html=1 Arbeiter-Zeitung], 23. Jänner 1964; Seite 1: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Wiener KZ-Arzt Karl Babor ist tot!&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8.&lt;br /&gt;
* Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 1997, ISBN 3-596-14906-1.&lt;br /&gt;
* [[Angelika Ebbinghaus]], [[Karl Heinz Roth]]: &amp;#039;&amp;#039;Medizinverbrechen vor Gericht – Die Menschenversuche im Konzentrationslager Dachau&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Ludwig Eiber]], Robert Sigl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dachauer Prozesse – NS-Verbrechen vor amerikanischen Militärgerichten in Dachau 1945 - 1948&amp;#039;&amp;#039;, Wallstein Verlag, Göttingen 2007, ISBN 978-3-8353-0167-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2022-08-18}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Babor, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lagerarzt im KZ Groß-Rosen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lagerarzt im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lagerarzt im KZ Natzweiler-Struthof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Arzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1964]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Babor, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer SS-Hauptsturmführer (1944) und Lagerarzt in mehreren Konzentrationslagern&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. August 1918&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Januar 1964&lt;br /&gt;
|STERBEORT=bei [[Addis Abeba]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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