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	<title>Karl August Milde - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T12:12:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Harvey Kneeslapper am 30. November 2023 um 19:49 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Karl August Milde (IZ 37-1861 S 184 n Foto v L Haase).jpg|mini|Karl August Milde, Grafik nach einem Foto von Leopold Haase]]&lt;br /&gt;
[[File:Grab Karl August Milde.jpg|thumb|Das Grab von Karl August Milde und seiner Ehefrau Emilie geborene Schallowetz im Familiengrab an der Kirche [[St. Mauritius (Breslau)|St. Mauritius]] in Breslau]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl August Milde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. September]] [[1805]] in [[Breslau]]; † [[24. August]] [[1861]] in [[Bad Salzbrunn]]) war ein deutscher [[Unternehmer]] und [[Preußen|preußischer]] [[Politiker]]. Er war Präsident der [[Preußische Nationalversammlung|preußischen Nationalversammlung]] und erster [[Handelsminister]] Preußens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Unternehmer ==&lt;br /&gt;
Milde war Sohn des [[Kattun]]fabrikanten Karl Johann Milde (1779–1865) und dessen Frau Dorothea (1781–1868). Ausgebildet wurde er unter anderem an dem neuen [[Gewerbeinstitut Berlin]]. Zusammen mit dem Chemiker [[Friedlieb Ferdinand Runge]] unternahm er Reisen nach [[Frankreich]], der [[Schweiz]] und [[Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland|Großbritannien]], um die dortigen gewerblichen Verhältnisse zu studieren. Nach einer kurzen Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1826 ging Milde zurück nach Großbritannien, um dort in einem industriellen Betrieb zu arbeiten. Im westeuropäischen Ausland wurde er zu einem überzeugten konstitutionellen [[Liberalismus|Liberalen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1830 kehrte Milde nach Breslau zurück und übernahm das Familienunternehmen. Er baute daraus die erste größere maschinelle Baumwollspinnerei in Breslau und [[Schlesien]] auf. Der Betrieb war in seiner Branche einer der bedeutendsten im [[Deutscher Zollverein|Deutschen Zollverein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik im Vormärz ==&lt;br /&gt;
In Breslau begann er 1831 seine politische Tätigkeit als [[Stadtverordneter]]. Zwischen 1841 und 1847 war Milde Mitglied des schlesischen [[Provinziallandtag (Preußen)|Provinziallandtags]]. In diesem Rahmen sprach er sich für ein Anknüpfen an die [[Preußische Reformen|preußischen Reformen]] in Hinblick auch auf politische Partizipationsrechte aus. Auf dem Landtag von 1841 vertrat er die Forderungen der Stadt Breslau nach der Einberufung eines gesamtpreußischen Parlaments, wie es das Gesetz vom 22. Mai 1815 vorgesehen hatte. Auch nach Drohungen der Regierungen blieb Milde in dieser Sache standhaft. Auf dem Provinziallandtag von 1845 stellte er gar den Antrag die [[Preußische Geheimpolizei|geheime politische Polizei]] abzuschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Vereinigter Landtag|Vereinigten Landtags]] von 1847 gehörte Milde zu den führenden Persönlichkeiten der liberalen Opposition. Unter anderem wurde sein Antrag zur Einführung des [[Interpellation]]srechts angenommen. Insbesondere tat er sich als Kenner des gewerblichen Lebens hervor und schlug die Gründung eines besonderen Ministeriums für Ackerbau, Handel und Industrie vor. In Hinblick auf den Gesetzentwurf über die Verhältnisse der Juden argumentierte er, dass man nicht über Glaubens- und Gewissensfreiheit debattieren brauche, solange den Juden nicht alle bürgerlichen und politischen Rechte eingeräumt seien. Zunächst müsse es darum gehen, das [[Preußisches Judenedikt von 1812|Emanzipationsgesetz von 1812]] in ganz Preußen einzusetzen. Letztlich ging es Milde allerdings um eine vollständige [[Assimilation (Soziologie)|Assimilation]]. Die Juden müssten zu Preußen und Deutschen gemacht werden. Er lehnte den Begriff eines christlichen Staates ab und forderte, dass „das Judentum im Staat aufgehe.“&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Ribhegge: &amp;#039;&amp;#039;Preußen im Westen. Kampf um den Parlamentarismus in Rheinland und Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; Münster 2008 (Sonderausgabe für die Landeszentrale für politische Bildung NRW), S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit der Revolution von 1848/49 ==&lt;br /&gt;
Milde wurde nach dem Beginn der [[Deutsche Revolution 1848/1849|Revolution von 1848]] zum Mitglied der [[Nationalversammlung]] gewählt. Neben [[Peter Reichensperger]] war er der Führer der liberalen Rechten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ribhegge, S. 146&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Versammlung wählte ihn zu ihrem Präsidenten. Dieses Amt fühlte er kompetent aus, ohne es zur Durchsetzung seiner politischen Meinung einzusetzen. Nach dem Ende des Kabinetts von [[Ludolf Camphausen]] holte [[David Hansemann]] Milde in die Regierung von [[Rudolf von Auerswald]], um so die politische Rechte einzubinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hansemann griff die frühere Anregung von Milde auf und machte ihn im Juni 1848 zum Minister eines neu gebildeten Handelsministeriums. Große Wirkung konnte er nicht entfalten, da die Minister bereits im September 1848 zurücktraten. Immerhin gehörte er zu den Mitinitiatoren der Pläne der Regierung zur [[Preußische Staatseisenbahnen|Verstaatlichung der Eisenbahnen]]. Ziel war es mit staatlichen Investitionen strukturschwache Gebiete zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=wo8wk-ewHSoC&amp;amp;pg=PA55&amp;amp;dq=%22karl+august+milde%22&amp;amp;sig=stpMNi-_zbEb3KtRkCfE-pcBTWA Dieter Ziegler: Eisenbahnen und Staat im Zeitalter der Industrialisierung. S. 47]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch gründete Milde in dieser Zeit die [[Dresdner Zeitung (1848–1850)|Dresdner Zeitung]] mit dem Ziel, die konstitutionelle Monarchie und das Königtum gegen die „überfließenden Angriffe der Demokratie und der Anarchie“ zu verteidigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=Lkbis9QMGowC&amp;amp;pg=PA40&amp;amp;lpg=PA40&amp;amp;dq=milde+handelsminister&amp;amp;source=web&amp;amp;ots=2wQTbdQssW&amp;amp;sig=6sQHcWYnb3uax7cJ3dzFYMl_fHw&amp;amp;hl=de Roland Berbig: Theodor Fontane im literarischen Leben. S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zur endgültigen Auflösung gehörte Milde der Nationalversammlung weiter an. Im Jahr 1849 gehörte er der ersten Kammer des [[Preußischer Landtag|preußischen Landtags]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eisenbahnunternehmer und Abgeordneter ==&lt;br /&gt;
In den frühen 1850er Jahren stellte Milde ein Immediatsgesuch zum Bau einer Eisenbahn von [[Posen]] nach [[Glogau]]. Im Jahr 1858 wurde er neben seiner bisherigen wirtschaftlichen Tätigkeit Direktor der [[Warschau-Wiener Eisenbahn]]. Zwischen 1849 und 1859 war Milde Mitglied der [[Handelskammer Breslau]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Milde war von 1851 bis 1861 Mitglied des [[Preußisches Abgeordnetenhaus|preußischen Abgeordnetenhauses]]. Er gehörte zunächst dem [[Zentrumspartei|Zentrum]], später der Linken sowie der [[Fraktion Vincke]] an. Damit vertrat er in der [[Reaktionsära]] wieder die Opposition. In dem beginnenden [[Preußischer Verfassungskonflikt|Verfassungskonflikt]] hatte er in der Militärfrage jedoch eine andere Auffassung als die der übrigen liberalen Opposition.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor seinem Tod erhielt er noch die [[Ehrendoktor]]würde der [[Universität Breslau]]. Die Hochzeit seiner Tochter Luise Milde (1841–1923) mit dem Staatsrechtslehrer [[Hermann von Schulze-Gävernitz]] (1824–1888) im Jahre 1863 erlebte er nicht mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|23|721|722|Hermann Johann Friedrich v. Schulze-Gaevernitz|Dorothee Gottwald|118152343}} Siehe auch: [[s:Hermann von Schulze-Gävernitz|Wikisource]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|17|504|505|Milde, Karl August|Hans Jaeger|117041483}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|21|733|737|Milde, Karl August|[[s:Karl Wippermann|Karl Wippermann]]|ADB:Milde, Karl August}}    &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Karl August Milde.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Illustrirte Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 37 (1861), S. 184 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://preussenprotokolle.bbaw.de/bilder/BAND_42 Acta Borussica Band 4/II, S. 613]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117041483|VIAF=40145574}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Milde, Karl August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Textilunternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Schienenverkehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesminister (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Ersten Kammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Ersten Vereinigten Landtages für die Provinz Schlesien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Provinziallandtages von Schlesien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1805]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1861]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Milde, Karl August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. September 1805&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. August 1861&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Salzbrunn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Harvey Kneeslapper</name></author>
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