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	<title>Karl-Rudolf Koch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-21T08:36:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl-Rudolf_Koch&amp;diff=852791&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M2k~dewiki: /* Biografie */ BKL</title>
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		<updated>2024-10-24T18:57:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Biografie: &lt;/span&gt; BKL&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl-Rudolf Koch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Juli]] [[1935]] in [[Hilchenbach]], Kreis Siegen) ist ein deutscher [[Geodät]] und Professor an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität|Universität Bonn]]. Seit Juli 2000 ist er [[Emeritus|emeritiert]]; als sein Nachfolger wurde [[Wolf-Dieter Schuh]] von der TU Graz berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fachkreisen ist er vor allem durch seine wissenschaftlichen Beiträge zur [[Ausgleichsrechnung]] und zur [[Satellitengeodäsie]] bekannt. Er ist seit etwa 1980 Inhaber zahlreicher [[Ehrung]]en und einiger [[Ehrendoktor]]ate (u.&amp;amp;nbsp;a. Stuttgart 1999).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Karl-Rudolf Koch studierte [[Geodäsie]] an der Uni [[Bonn]] und war anschließend als Vermessungs[[Referendariat|referendar]] und [[Hochschulassistent]] in Bonn tätig. Nach der Promotion 1965 und Habilitation 1967 erhielt er eine Forschungsstelle in den [[USA]]: zunächst an der [[Ohio State University]] in Columbus, anschließend am [[National Geodetic Survey]] (NGS) in Rockville, Maryland. An der NGS, wo man an verschiedenen [[Satellitentechnik]]en arbeitete, war Koch bis 1983 immer wieder tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1970 kehrte er aus den USA als außerordentlicher Professor für [[Physikalische Geodäsie]] nach Bonn zurück und wurde 1978 Direktor ([[Lehrstuhl|Ordinarius]]) des Instituts für &amp;#039;&amp;#039;[[Theoretische Geodäsie]]&amp;#039;&amp;#039; als Nachfolger des Institutsgründers [[Helmut Wolf (Geodät)|Helmut Wolf]]. Zu den neuen Agenden Kochs gehörten – anders als an ähnlichen Instituten z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Österreich]] oder Süddeutschland üblich – auch Lehraufgaben in der [[Ausgleichungsrechnung]] und [[Statistik]]. Diese Tätigkeit sollte ihn für lange Zeit faszinieren und zum Erfinder einiger innovativer Methoden machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Geodätische Kommission]] (DGK) nahm ihn 1979 als &amp;#039;&amp;#039;ordentliches Mitglied&amp;#039;&amp;#039; auf, ebenso wie die [[ESA]] für die Projektgruppe [[Satellitenaltimetrie|Radaraltimeter]], wo er bis 1987 als Berater tätig war. In dieser Zeit ging er zeitweilig als [[Gastprofessor]] nach Amerika und Asien ([[Curitiba]]/Brasilien, Calgary, Haifa und [[Wuhan]]). Bei der ESA koordinierte er 1989–1993 in Anschluss an seine Mitarbeit in der [[Altimetrie]] die Auswertung der Altimeterdaten des [[Geodätischer Satellit|geodätischen]] und [[Fernerkundung]]s-Satelliten [[European Remote Sensing Satellite]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine große Aufgabe übernahm Koch 1987 bis 1997 als Direktor des [[Deutsches Geodätisches Forschungsinstitut|Deutschen Geodätischen Forschungsinstituts]] (DGFI) mit seinen zwei Abteilungen in [[München]] (DGFI&amp;amp;nbsp;I., aus dem u.&amp;amp;nbsp;a. [[Christoph Reigber]] und [[Harald Schuh (Geodät)|Harald Schuh]] hervorgingen), und dem früheren [[Institut für Angewandte Geodäsie]] (IfAG) in [[Frankfurt am Main]]. Besonders in der Satellitengeodäsie konnte Koch seiner Arbeitsgruppe einen Spitzenplatz in der globalen geodätischen Forschung sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Organisator wurde an der Universität Bonn der [[Wissenschaftler]] Koch nach und nach zum Wegbereiter auf den Gebieten der Ausgleichungsrechnung und angewandten Statistik: Als um 1975 die Forschung zu den Verfahren der [[Parameterschätzung]] stagnierte, konnte er mit seinen Arbeiten den Bezug zur [[Mathematische Statistik|mathematischen Statistik]] herstellen. Was er zur [[semantisch]]en Modellierung beitrug, sehen Fachleute als „[[Quantensprung]]“ in der modernen Geodäsie – und auch in der [[Geoinformatik]], die zunehmend mit den Problemen der [[Datenqualität]] zu tun bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtigste Forschungsthemen ==&lt;br /&gt;
Als Folge von Kochs wissenschaftlichen Erfolgen, die er durch wiederholte Mitarbeit an [[Seminar]]en und in internationalen [[Forschungsprojekt]]en bekannt machte, wurde das weiterhin von ihm geführte &amp;#039;&amp;#039;Institut für Theoretische Geodäsie&amp;#039;&amp;#039; zur Bonner „Pilgerstätte“ für Forscher aus aller Welt. Es zählt unter Geodäten zu den führenden deutschen Instituten der [[Höhere Geodäsie|Höheren Geodäsie]] – neben den (allerdings auf anderen Gebieten der [[Erdmessung]] tätigen) Instituten in [[Hannover]] und [[München]]. Auch auf dem Gebiet der [[Digitale Signalverarbeitung|digitalen Signalverarbeitung]] hat Koch [[Grundlagenforschung|Grundlegendes]] geleistet und mit seinem langjährigen Mitarbeiter Michael Schmidt das Lehrbuch „Deterministische und stochastische Signale mit Anwendungen in der digitalen Bildverarbeitung“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl-Rudolf Koch, Michael Schmidt |Titel=Deterministische und stochastische Signale&amp;amp;#8239;: mit Anwendungen in der digitalen Bildverarbeitung |Verlag=Dümmler |Ort=Bonn |Datum=1994 |ISBN=3-427-78911-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am intensivsten bearbeitete Koch den Themenbereich [[Potentialtheorie]] und [[Erdschwerefeld]]. 1969 formulierte er die geodätische [[Randwertaufgabe]] bei bekannter Erdoberfläche; 1972 konnten er und A. J. Pope die Existenz und [[Eindeutigkeit]] der Lösung nachweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=K. R. Koch, A. J. Pope |Titel=Uniqueness and existence for the geodetic boundary value problem using the known surface of the earth |Sammelwerk=Bulletin Géodésique |Band=106 |Datum=1972 |Seiten=467–476 |DOI=10.1007/BF02522053}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Institutskollege [[Erik Grafarend]] ergänzte diese Forschungen um die freien Randwertaufgaben und das schiefachsige Randwertproblem. 1969–1971 wurde Koch durch aktuelle Fragen der [[Satellitentriangulation|geometrischen]] und der [[Dynamische Satellitengeodäsie|dynamischen Satellitengeodäsie]] zu potentialtheoretischen Lösungsansätzen angeregt, die eine [[Schwerefeld]]-Bestimmung aus Messungen von optischen [[Satellitenkamera]]s und von [[Dopplersatellit]]en mit zusätzlich eingeführten [[Schwereanomalie]]n ermöglichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang entstand sein wohl wesentlichster Beitrag zur [[Geoidbestimmung]], den er in den 1970er Jahren unter dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Potential der einfachen Schicht]]&amp;#039;&amp;#039; (engl.: {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;simple layer potential&amp;#039;&amp;#039;}}) erarbeitete; erste Publikationen dazu entstanden 1969–1971 gemeinsam mit Foster Morrison und mit [[Bertold Witte|Bertold U. Witte]]. Auf diese Methode dünner Flächenbelegungen stieß Koch, als damals die Satellitengeodäsie begann, an der zunehmenden Datenflut aus Messungen der [[Umlaufbahn]]en zu leiden und die [[Computer]] sozusagen nicht nachkamen. Damit konnten die Bonner Forscher die bis dahin vorherrschende Methodik der [[Legendre-Polynom|Kugelfunktions]]-Entwicklungen des [[Schwerepotential]]s („harmonische Koeffizienten“, siehe auch [[Massefunktion]]en) durch eine sehr effektive, [[robust]]e, wenngleich an den Modellrändern unstetige Rechenmethode ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kürze gesagt: Man braucht(e) mit Kochs Methode nicht mehr langwierige Rechentage, um aus 100.000 Daten 50.000 Massefunktionen des [[Erde|Erdkörpers]] zu berechnen, sondern konnte &amp;#039;&amp;#039;direkt&amp;#039;&amp;#039; auf sogenannte [[Flächenbelegung]]en an den Stellen der größten Schwereanomalien ansetzen. Diese „Belegung“ der Erdoberfläche mit [[fiktiv]]en, dünnen [[Masse (Physik)|Massen]] ist neben ihrer rechenbezogenen [[Wirtschaftlichkeit]] auch sehr [[Anpassungsfähigkeit|flexibel]], weil sie keinen geometrisch starren Raster bei der [[Modellierung]] des Erdschwerefeldes voraussetzt.&lt;br /&gt;
Mit denselben flexiblen Herangehensweisen wurden einige Jahre später auch die ersten genauen Messdaten der [[Satellitenaltimetrie|Satelliten-Altimetrie]] in verbesserte Erdmodelle eingebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zuletzt wegen dieser innovativen Methode der Satellitengeodäsie, die gleichermaßen die Geoidbestimmung und die schwierige [[Himmelsmechanik]] erdnaher Raumsonden „vor ihrer Zeit“ lösbar machte, erhielt Koch 1972 einen Ruf an die in der [[Geoid]]-Forschung und (geo)[[Physikalische Geodäsie|physikalischen Geodäsie]] führenden [[TU Wien]]. Die Nachfolge des plötzlich verstorbenen Wiener [[Professor#Ordentliche Universitätsprofessuren|Ordinarius]] [[Karl Ledersteger]] trat Koch jedoch nach längeren Verhandlungen nicht an, weil ihm Bonn bessere finanzielle Konditionen bieten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks und Quellen ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121013820}}&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-bonn.de/Aktuelles/Presseinformationen/2005/361.html zur Bonner Institutsgeschichte]&lt;br /&gt;
* [http://gib.geod.uni-bonn.de/downloads/schriftenreihe/Koch-Nr-93.pdf 50 Jahre Institut für Theoretische Geodäsie, Univ.Bonn 2005] (PDF-Datei; 1,42&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121013820|LCCN=n/80/116785|VIAF=71481717}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Koch, Karl-Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geodät]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdmessung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Statistiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Stuttgart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1935]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Koch, Karl-Rudolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Geodät&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Juli 1935&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hilchenbach]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M2k~dewiki</name></author>
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