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	<title>Karl-Heinz Schnellinger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SK Sturm Fan: Sohre verlinkt</title>
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		<updated>2026-04-29T21:46:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sohre verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Fußballspieler&lt;br /&gt;
| bildname                   = Karl-Heinz Schnellinger.jpg&lt;br /&gt;
| bildunterschrift           = Karl-Heinz Schnellinger (1968)&lt;br /&gt;
| langname                   =&lt;br /&gt;
| geburtstag                 = [[31. März]] [[1939]]&lt;br /&gt;
| geburtsort                 = [[Düren]]&lt;br /&gt;
| geburtsland                = [[Deutsches Reich]]&lt;br /&gt;
| sterbedatum                = [[20. Mai]] [[2024]]&lt;br /&gt;
| sterbeort                  = [[Mailand]]&lt;br /&gt;
| sterbeland                 = [[Italien]]&lt;br /&gt;
| größe                      = 180 cm&lt;br /&gt;
| position                   = [[Abwehrspieler#Fußball|Abwehr]]&lt;br /&gt;
| jugendvereine_tabelle      =&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1949–1956|SG Düren 99}}&lt;br /&gt;
| vereine_tabelle            =&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1956–1958|[[SG Düren 99]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1958–1963|[[1. FC Köln]]|131 (8)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1963–1965|[[AS Rom]]|29 (1)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1963–1964|[[Mantova FC|AC Mantua]]|33 (2)|leihe=ja}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1965–1974|[[AC Mailand]]|222 (0)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1974–1975|[[Tennis Borussia Berlin]]|19 (0)}}&lt;br /&gt;
| nationalmannschaft_tabelle =&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1957|[[Deutsche Jugend-Fußballnationalmannschaft|DFB-Jugendauswahl]]|4 (0)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1957|[[Deutsche Fußballnationalmannschaft der Amateure|Deutschland Amateure]]|1 (0)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1958–1971|[[Deutsche Fußballnationalmannschaft|Deutschland]]|47 (1)}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl-Heinz Schnellinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. März]] [[1939]] in [[Düren]]; † [[20. Mai]] [[2024]] in [[Mailand]]) war ein deutscher [[Fußball]]spieler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abwehrspieler war einer der ersten deutschen [[Profi]]s, die ins Ausland wechselten. In [[Fußball in Italien|Italien]] gewann er mit der [[AC Mailand]] von 1965 bis 1974 alle bedeutenden internationalen Titel. Zuvor hatte er in der Saison 1961/62 mit dem [[1. FC Köln]] die [[Deutsche Fußballmeisterschaft 1961/62|deutsche Meisterschaft]] gewonnen, an der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1962|Weltmeisterschaft 1962]] in Chile als herausragender deutscher Akteur teilgenommen, so dass ihn die deutschen Sportjournalisten zum [[Fußballer des Jahres (Deutschland)|Fußballer des Jahres]] 1962 wählten.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Horn: Lexikon der internationalen Fußballstars. Verlag Die Werkstatt. Göttingen 2004. S. 232&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der [[Deutsche Fußballnationalmannschaft|deutschen Nationalmannschaft]] nahm er an vier [[Fußballweltmeisterschaft|Weltmeisterschaften]] ([[Fußball-Weltmeisterschaft 1958|1958]], [[Fußball-Weltmeisterschaft 1962|1962]], [[Fußball-Weltmeisterschaft 1966|1966]], [[Fußball-Weltmeisterschaft 1970|1970]]) teil und erreichte zweimal das Halbfinale sowie einmal das Finale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere im Verein ==&lt;br /&gt;
=== Zeit in Deutschland ===&lt;br /&gt;
Im Alter von zehn Jahren trat Schnellinger der [[SG Düren 99]] bei, für deren Seniorenmannschaft er in der Saison 1957/58 in der 2. Liga West auflief und in 21 Spielen sechs Tore erzielte.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutscher Sportclub für Fußballstatistiken (DSFS): Fußball in Westdeutschland 1952–1958. Berlin 2012. S. 240.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde im Frühjahr 1957 für die [[Deutsche Jugend-Fußballnationalmannschaft|Jugendnationalmannschaft]] nominiert und nahm im April 1957 am [[UEFA-Juniorenturnier]] in Spanien teil. Dort bildete er mit [[Fritz Pott]] das deutsche Verteidigerpaar. Spätestens nach seinem Länderspiel am 12. Oktober 1957 im Dress der [[Deutsche Fußballnationalmannschaft der Amateure|Amateurnationalmannschaft]] gegen England an der Seite von Verteidigerkollege [[Willi Gerdau]] wurde er von [[Helmut Schön]], dem damaligen Assistenten von Bundestrainer [[Sepp Herberger]], für höhere Aufgaben empfohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1958|Weltmeisterschaft 1958]] wechselte Schnellinger, der seine schulische Ausbildung in der [[Obersekunda]] zugunsten des Fußballs aufgab und eine kaufmännische Lehre erfolgreich absolvierte&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.spiegel.de/kultur/individualisten-koennen-wir-nicht-gebrauchen-a-32044e9c-0002-0001-0000-000045439753 „Individualisten können wir nicht gebrauchen“]&amp;#039;&amp;#039;, Der Spiegel, 8. Juni 1970&amp;lt;/ref&amp;gt;, zum [[1. FC Köln]], wo er in der Abwehr eine feste Größe war. Unter Trainer [[Péter Szabó (Fußballspieler)|Péter Szabó]] debütierte er am 2. November 1958, beim Auswärtsspiel gegen [[Rot-Weiß Oberhausen]], in der [[Fußball-Oberliga West|Oberliga West]].&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Kropp: Deutschlands große Fußballmannschaften, Teil 10: 1. FC Köln. AGON Sportverlag. Kassel 1997. ISBN 3-928562-96-7, S. 122/123.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der 0:1-Niederlage bildete er mit [[Georg Stollenwerk]] im [[WM-System]] das Verteidigerpaar. Am Rundenende hatte er 19 Oberligaspiele absolviert, und Köln erreichte mit der Vizemeisterschaft den Einzug in die Endrunde um die [[deutsche Fußballmeisterschaft]]. In seiner ersten Endrunde bestritt er 1959 alle sechs Spiele; der Südmeister [[Eintracht Frankfurt]] erwies sich aber als zu stark, er gewann auch die deutsche Meisterschaft. Von 1960 bis 1963 gewann Schnellinger mit der Elf von Präsident [[Franz Kremer]] vier Meisterschaften in der Oberliga West in Folge. Sein erstes [[Deutsche Fußballmeisterschaft 1959/60|Endspiel um die deutsche Meisterschaft]] erlebte er am 25. Juni 1960 mit einer 2:3-Niederlage gegen den Hamburger SV.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Querengässer: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Fußballmeisterschaft.&amp;#039;&amp;#039; Teil 2: &amp;#039;&amp;#039;1948–1963&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;AGON Sportverlag statistics.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 29). AGON Sportverlag, Kassel 1997, ISBN 3-89609-107-7, S. 123.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit den „Geißböcken“ gewann er 1962 unter Trainer [[Zlatko Čajkovski]] die [[deutsche Fußballmeisterschaft 1961/62]] – im Endspiel besiegte Köln den [[1. FC Nürnberg]] mit 4:0. 1963 stand Köln erneut im [[Deutsche Fußballmeisterschaft 1962/63|Endspiel]], verlor aber mit 1:3 gegen [[Borussia Dortmund]]. Den [[Ehrentreffer]] für den FC erzielte Schnellinger. 1962 wurde er von den Sportjournalisten zu [[Deutschlands Fußballer des Jahres]] gewählt. Bei der Wahl zu [[Ballon d’Or|Europas Fußballer des Jahres]], bei der nur selten Abwehrspieler auf den vorderen Plätzen zu finden sind, belegte er 1962 den dritten Platz, 1963 wurde er Sechster. Nach der letzten Runde der alten erstklassigen Fußball-Oberliga 1962/63 – Schnellinger hatte 131 Oberligaspiele mit acht Toren, sowie 30 Endrundenspiele (1 Tor) für den 1. FC Köln von 1958 bis 1963 absolviert&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Karn, Reinhard Rehberg: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs.&amp;#039;&amp;#039; Band 9: &amp;#039;&amp;#039;Spielerlexikon 1963–1994. Bundesliga, Regionalliga, 2. Liga.&amp;#039;&amp;#039; AGON Sportverlag, Kassel 2012, ISBN 978-3-89784-214-4, S. 451.&amp;lt;/ref&amp;gt; – wurde er Profi in der Serie A in Italien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnellinger war über ein Jahrzehnt einer der weltbesten Abwehrspieler und kann zu den Großen des Fachs gezählt werden. Er war kopfballstark, hatte läuferisches Vermögen, eine gute Grundtechnik für den Spielaufbau, Klasse im defensiven Zweikampf und war ein guter Taktiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der englische Rechtsaußen [[Stanley Matthews]] 1965 im Alter von 50 Jahren sein Abschiedsspiel plante, lud er europäische Spitzenspieler ein. Zum direkten Gegenspieler wählte er sich Schnellinger, den er für den besten linken Verteidiger hielt. Die Auswahl vom Kontinent schlug die [[Englische Fußballnationalmannschaft|englische Nationalelf]] mit 6:4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit in Italien ===&lt;br /&gt;
Schnellinger wechselte im Anschluss an die Vize-Meisterschaft 1963 für eine Ablösesumme von 1,12 Millionen [[D-Mark|DM]] in die italienische [[Serie A]] zur [[AS Rom]]. Aus der Transfersumme erhielt er ein Handgeld in Höhe von 300.000 DM und wurde zunächst für eine Spielzeit an die [[Mantova FC|AC Mantova]] ausgeliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dirk Unschuld, Frederic Latz: Mit dem Geißbock auf der Brust. Alle Spieler, alle Trainer, alle Funktionäre des 1. FC Köln. Verlag Die Werkstatt. Göttingen 2013. ISBN 978-3-7307-0047-1. S. 323&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Schnellinger in [[Mantua]] unter Trainer [[Luigi Bonizzoni]] eine starke Saison gespielt und sich in die Serie A eingeführt hatte, kehrte er zum AS Rom zurück, wo er unter Trainer [[Juan Carlos Lorenzo]] im September [[Coppa Italia 1963/64|1964]] die [[Coppa Italia]] gewann und in der [[Serie A 1964/65|Saison 1964/65]] Zehnter der Serie A wurde. Bald wurde der Spitzenclub [[AC Mailand]] auf den Blondschopf (Spitzname: Carlo il Biondo / Der blonde Karl, außerdem nannte man ihn dort „[[Volkswagen]]“ aufgrund seiner Verlässlichkeit) aufmerksam und verpflichtete ihn. Bei &amp;#039;&amp;#039;Milan&amp;#039;&amp;#039; spielte er mit [[Gianni Rivera]], [[Kurt Hamrin]], [[Pierino Prati]], [[Giovanni Trapattoni]] oder [[Roberto Rosato]] zusammen, entwickelte sich im „Land des [[Catenaccio]]“ taktisch weiter und galt als einer der besten Verteidiger weltweit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Lombardei|lombardischen]] Traditionsclub gewann Schnellinger 1967 die Coppa Italia, 1968 den [[Serie A#Meistertitel|&amp;#039;&amp;#039;Scudetto&amp;#039;&amp;#039;]] und den [[Europapokal der Pokalsieger 1967/68|Europapokal der Pokalsieger]] durch ein 2:0 über den [[Hamburger SV]]. Ein Jahr später schlug Milan das Team von [[Ajax Amsterdam]] mit 4:1 im Finale des [[Europapokal der Landesmeister 1968/69|Europapokals der Landesmeister]]. Damit hatte erstmals eine Mannschaft beide großen europäischen Fußballwettbewerbe gewonnen. 1969 kam der [[Weltpokal (Vereinsfußball)|Weltpokal]] hinzu. 1972 und 1973 holte die AC Mailand zweimal die Coppa Italia sowie 1973 zum zweiten Mal den [[Europapokal der Pokalsieger 1972/73|Europapokal der Pokalsieger]], doch Schnellinger wurde im Finale gegen [[Leeds United]] (1:0) nicht eingesetzt. [[Europapokal der Pokalsieger 1973/74|1974]] stand er zum letzten Mal in einem europäischen Cup-Endspiel, allerdings gewann dies der [[1. FC Magdeburg]], Pokalsieger der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieder in Deutschland ===&lt;br /&gt;
Kurz darauf ([[Fußball-Bundesliga 1974/75|Saison 1974/75]]) unterschrieb Karl-Heinz Schnellinger beim [[Fußball-Bundesliga|Bundesliga]]-Aufsteiger [[Tennis Borussia Berlin]]. Dies galt als Transfer-Coup, zum einen wegen seiner bisherigen Karriere, zum anderen, weil er bisher kein Spiel in der Bundesliga bestritten hatte. Schnellinger wurde [[Mannschaftskapitän|Kapitän]]. Der 36-Jährige war jedoch weniger leistungsfähig und bestritt nur 19 Partien für die Berliner&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web | url = https://www.rsssf.org/players/schnellingerdata.html | title = Karl-Heinz Schnellinger – Matches and Goals in Bundesliga | author = Matthias Arnhold | date = 2013-04-18 | accessdate = 2013-06-18 | publisher = Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation | language = en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Mit 89 Gegentreffern hatte TeBe die schwächste Abwehr der Liga und konnte den sofortigen Abstieg nicht verhindern. Schnellinger beendete seine aktive Laufbahn und ließ sich in [[Italien]] nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach der Karriere ===&lt;br /&gt;
In Italien lebte er in [[Segrate]] nahe Mailand. Er hatte drei Töchter und italienische Schwiegersöhne. Beruflich war er nach seiner sportlichen Karriere als Generalvertreter für [[Einbauküche]]n in Mailand tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;„Geburtstage“, Sport-Bild vom 31. März 1993, S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt; Karl-Heinz Schnellinger starb am 20. Mai 2024 im Alter von 85 Jahren im Krankenhaus San Raffaele in Mailand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sportmediaset.mediaset.it/calcio/lutto-nel-mondo-del-calcio-ci-ha-lasciatokarl-heinz-schnellinger-bandiera-rossonera_82433875-202402k.shtml |titel=Lutto nel mondo del calcio: ci ha lasciato Karl-Heinz Schnellinger, bandiera rossonera |werk=sportmediaset.mediaset.it |datum=2024-05-20 |sprache=it |abruf=2021-05-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.spiegel.de/sport/fussball/karl-heinz-schnellinger-ist-tot-ehemaliger-fussballnationalspieler-und-held-des-jahrhundertspiels-gestorben-a-3dc76821-2ef1-4572-960d-b41aa043532c |titel=Früherer Fußballnationalspieler Karl-Heinz Schnellinger ist tot |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2024-05-21 |sprache=de |abruf=2024-05-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erik Eggers |Titel=Nachruf auf Karl-Heinz Schnellinger: »Ausgerechnet Schnellinger« |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2024-05-21 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/sport/fussball/karl-heinz-schnellinger-ist-tot-jahrhundertspieltor-und-ausgerechnet-schnellinger-sind-fussballkultur-a-876ab37f-108a-432a-99f1-d4b2b6b8d407 |Abruf=2024-05-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere in der Nationalmannschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Argentina germania 1966.JPG|mini|[[Jorge Solari|Solari]], [[Óscar Mas|Mas]], [[Hans Tilkowski|Tilkowski]], Schnellinger und [[Willi Schulz|Schulz]] (Deutschland – Argentinien, WM 1966, England)]]&lt;br /&gt;
Schnellinger bestritt sein erstes [[Länderspiel]] für eine [[Deutscher Fußball-Bund|DFB]]-Auswahl am 31. März 1957 in [[Oberhausen]], an seinem 18. Geburtstag, bei einem 4:1-Sieg der [[Deutsche Jugend-Fußballnationalmannschaft|DFB-Jugendauswahl]] gegen die Auswahl Englands. Danach absolvierte er noch drei Länderspiele beim [[UEFA-Juniorenturnier]] in Spanien. Die Spiele gegen die Auswahl Ungarns am 14., Polens am 16. und Spaniens am 18. April 1957 endeten unentschieden (2:2, 2:2, 1:1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Deutsche Fußballnationalmannschaft der Amateure|Amateur-Nationalmannschaft]] kam er einzig am 12. Oktober 1957 in [[London Borough of Redbridge|Ilford]] beim 3:2-Sieg gegen die Auswahl Englands zum Einsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;Kicker Almanach 1987 – S. 115 und 381 (Heimann/Jens – Copress Verlag München) – ISBN 3-7679-0245-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. April 1958 (zwei Tage nach seinem 19. Geburtstag) gab der Verteidiger als Spieler aus der [[II. Division 1957/58|2. Liga West]], seinen Einstand in der [[Deutsche Fußballnationalmannschaft|A-Nationalmannschaft]]. „Schnellinger hat seine Prüfung glänzend bestanden. Bei ihm gibts kein Zögern, kein Zaudern. Kompromisslos zerstört er alle Angriffe“, schrieb die Presse nach dem Spiel gegen die [[Tschechoslowakische Fußballnationalmannschaft|Tschechoslowakei]] (3:2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herberger nahm Schnellinger nach einer Saison in der [[II. Division 1957/58|II. Division West]] mit 21 Einsätzen und sechs Toren für die SG Düren 99 noch im gleichen Jahr mit zur [[Fußball-Weltmeisterschaft 1958|Weltmeisterschaft]] nach [[Schweden]], wo Schnellinger internationale Erfahrung sammeln sollte, und setzte ihn in zwei Spielen ein: in der Vorrunde gegen die Tschechoslowakei (2:2) und im eher unbedeutenden Spiel um den Dritten Platz gegen [[Französische Fußballnationalmannschaft|Frankreich]] (3:6). Für die Dauer von 64 Jahren, bis zur [[Fußball-Weltmeisterschaft 2022|WM 2022]], als er von [[Youssoufa Moukoko]] abgelöst wurde, war er der jüngste deutsche Spieler, der bei einer Weltmeisterschaft zum Einsatz kam. Angetan hatte es dem Debütanten vor allem Fritz Walter, den er bewunderte und zu dem er aufschaute. Der „große Fritz“ war für den Jungen aus Düren der Idealfußballer. Sein Entdecker war der damalige Herberger-Assistent Helmut Schön, der auf Schnellinger in der Mittelrheinauswahl aufmerksam wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Sohre. S. 133.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1962 fuhr Karl-Heinz Schnellinger unter anderen Voraussetzungen zur [[Fußball-Weltmeisterschaft 1962|WM]] nach [[Chile]]. Als amtierender Deutscher Meister war er nun eine feste Größe in Herbergers System. Obwohl die deutsche Elf nicht über das Viertelfinale hinauskam, hinterließ er einen starken Eindruck, denn die deutsche Abwehr musste in vier Spielen nur zwei Gegentreffer hinnehmen. Deutschlands Journalisten wählten ihn daraufhin zum „[[Deutschlands Fußballer des Jahres|Fußballer des Jahres]]“ und er gehörte dem All-Star-Team der Weltmeisterschaft an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1966|WM 1966]] in [[England]] standen neben Schnellinger mit [[Helmut Haller]] und [[Albert Brülls]] zwei weitere Italien-Legionäre im deutschen Kader, was der Mannschaft, die durch Jungstars wie [[Franz Beckenbauer]], [[Wolfgang Overath]] und [[Lothar Emmerich]] komplettiert wurde, mehr Qualität brachte. Deutschland zählte zu den stärksten Mannschaften des Turniers, nicht zuletzt wegen ihrer Abwehr, die bis zum Finaleinzug nur zwei Gegentreffer kassieren musste. Doch das Endspiel im legendären [[Wembley-Stadion (1923)|Wembley-Stadion]] ging nach einer dramatischen Partie mit 2:4 n.&amp;amp;nbsp;V. an Gastgeber [[Englische Fußballnationalmannschaft|England]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Juli 1966 erhielt er das [[Silbernes Lorbeerblatt|Silberne Lorbeerblatt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Unterrichtung des Bundestages durch die Bundesregierung vom 29. September 1973 – Drucksache 7/1040 – Anlage 3 Seiten 54 ff., hier Seite 59.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei seiner vierten [[Fußball-Weltmeisterschaft 1970|WM 1970]] in [[Fußball in Mexiko|Mexiko]] organisierte Schnellinger die deutsche Abwehr. Sein einziges Tor, das er in 47 Spielen für die Nationalelf erzielte, war der Ausgleichstreffer im Halbfinale gegen [[Italienische Fußballnationalmannschaft|Italien]]. Am 17. Juni 1970 im WM-Halbfinalspiel Deutschland gegen Italien im [[Aztekenstadion]] von [[Mexiko-Stadt]] vor über 100.000 Zuschauern lag die Mannschaft Helmut Schöns seit der 8. Minute 0:1 zurück. Es lief bereits die 91. Minute. [[Jürgen Grabowski]] flankte von links. Karl-Heinz Schnellinger grätschte mit rechts: 1:1. Den deutschen Kommentator [[Ernst Huberty]] verleitete das zu dem Kultausspruch „Ausgerechnet Schnellinger…“, weil Schnellinger seit Jahren in Italien spielte. Es folgte eine spektakuläre und bis heute berühmte Verlängerung. Italien siegte 4:3 n.&amp;amp;nbsp;V., und noch heute spricht man vom „[[Jahrhundertspiel]]“. Deutschland wurde schließlich WM-Dritter (1:0-Sieg über [[Uruguayische Fußballnationalmannschaft|Uruguay]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Februar 1971 absolvierte Schnellinger beim 1:0 über [[Albanische Fußballnationalmannschaft|Albanien]] sein letztes Länderspiel und beendete nach 13 Jahren und 47 Spielen, davon 17 bei Weltmeisterschaften, in der Nationalelf seine Karriere.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web | url = https://www.rsssf.org/miscellaneous/schnellinger-intl.html | title = Karl-Heinz Schnellinger – International Appearances | author = Matthias Arnhold | date = 2004-12-04 | accessdate = 2013-06-18 | publisher = Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation | language = en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfolge ==&lt;br /&gt;
=== Nationalmannschaft ===&lt;br /&gt;
* [[Fußballweltmeisterschaft|Vierter der Weltmeisterschaft]]: [[Fußballweltmeisterschaft 1958|1958]]&lt;br /&gt;
* [[Fußballweltmeisterschaft|Vize-Weltmeister]]: [[Fußballweltmeisterschaft 1966|1966]]&lt;br /&gt;
* [[Fußballweltmeisterschaft|Dritter der Weltmeisterschaft]]: [[Fußballweltmeisterschaft 1970|1970]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereine ===&lt;br /&gt;
* [[Deutscher Fußball-Meister|Deutscher Meister]]: [[Deutsche Fußballmeisterschaft 1961/62|1962]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der italienischen Fußballmeister|Italienischer Meister]]: [[Serie A 1967/68|1968]]&lt;br /&gt;
* [[Coppa Italia|Italienischer Pokalsieger]]: [[Coppa Italia 1963/64|1964]], [[Coppa Italia 1966/67|1967]], [[Coppa Italia 1971/72|1972]], [[Coppa Italia 1972/73|1973]]&lt;br /&gt;
* [[Europapokal der Pokalsieger (Fußball)|Europapokalsieger der Pokalsieger]]: [[Europapokal der Pokalsieger 1967/68|1968]], [[Europapokal der Pokalsieger 1972/73|1973]]&lt;br /&gt;
* [[UEFA Champions League|Europapokalsieger der Landesmeister]]: [[Europapokal der Landesmeister 1968/69|1969]]&lt;br /&gt;
* [[Weltpokal (Vereinsfußball)|Weltpokalsieger]]: [[Liste der Weltpokal-Spiele#1969|1969]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönliche Auszeichnungen ===&lt;br /&gt;
* [[Deutschlands Fußballer des Jahres]]: 1962&lt;br /&gt;
* Einstufung als Weltklasse in der [[Rangliste des deutschen Fußballs]]: [[Rangliste des deutschen Fußballs/1960er#1960|1960]], [[Rangliste des deutschen Fußballs/1960er#Sommer 1961|Sommer 1961]], [[Rangliste des deutschen Fußballs/1960er#Winter 1961/62|Winter 1961/62]], [[Rangliste des deutschen Fußballs/1960er#Winter 1962/63|Winter 1962/63]], [[Rangliste des deutschen Fußballs/1960er#Sommer 1963|Sommer 1963]], [[Rangliste des deutschen Fußballs/1960er#Sommer 1966|Sommer 1966]], [[Rangliste des deutschen Fußballs/1970er#Sommer 1970|Sommer 1970]], [[Rangliste des deutschen Fußballs/1970er#Winter 1970/71|Winter 1970/71]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statistik ==&lt;br /&gt;
Für die Angaben für Vereinsspiele sind nur deutsche Vereine berücksichtigt.&lt;br /&gt;
* 47 Länderspiele; 1 Tor für Deutschland&lt;br /&gt;
* 1 Amateur-Länderspiel&lt;br /&gt;
* [[Fußball-Bundesliga|Bundesliga]]&lt;br /&gt;
: 19 Spiele Tennis Borussia Berlin&lt;br /&gt;
* [[Fußball-Oberliga West|Oberliga West]]&lt;br /&gt;
: 131 Spiele; 8 Tore 1. FC Köln&lt;br /&gt;
* Endrunde um die deutsche Meisterschaft&lt;br /&gt;
: 30 Spiele; 1 Tor 1. FC Köln&lt;br /&gt;
* [[DFB-Pokal]]&lt;br /&gt;
: 3 Spiele 1. FC Köln&lt;br /&gt;
* Westpokal&lt;br /&gt;
: 11 Spiele; 3 Tore 1. FC Köln&lt;br /&gt;
* [[UEFA Champions League|Europapokal der Landesmeister]]; [[UEFA Europa League|UEFA-Pokal]]&lt;br /&gt;
: 4 Spiele 1. FC Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hardy Grüne]], Lorenz Knieriem: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs.&amp;#039;&amp;#039; Band 8: &amp;#039;&amp;#039;Spielerlexikon 1890–1963.&amp;#039;&amp;#039; AGON Sportverlag, Kassel 2006, ISBN 3-89784-148-7, S. 345.&lt;br /&gt;
* Dirk Unschuld, Frederic Latz: Mit dem Geißbock auf der Brust. Alle Spieler, alle Trainer, alle Funktionäre des 1. FC Köln. Verlag Die Werkstatt. Göttingen 2013. ISBN 978-3-7307-0047-1. S. 322/323.&lt;br /&gt;
* Willy Thelen: &amp;#039;&amp;#039;Karl-Heinz Schnellinger – gib mir den Ball&amp;#039;&amp;#039;. Copress, München 1966.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Champions. 100 große Fußballer und ihre Erfolge.&amp;#039;&amp;#039; Gondrom-Verlag, Bindlach 2004, ISBN 3-8112-2342-9, S. 164 ff.&lt;br /&gt;
* Michael Horn: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der internationalen Fußballstars&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2004, ISBN 3-89533-466-9, S. 232–233.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Sohre]]: &amp;#039;&amp;#039;Fußballzauber. Die Sternstunden der großen Spieler&amp;#039;&amp;#039;. Limpert Verlag, Bad Homburg 1983, {{Falsche ISBN|3-7853-1515-9}}, S. 131–138.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Weltfussball|karl-heinz-schnellinger}}&lt;br /&gt;
* Hartmut Scherzer: [https://www.zeit.de/online/2009/14/schnellinger-70-geburtstag &amp;#039;&amp;#039;Ein vergessener Großer des deutschen Fußballs&amp;#039;&amp;#039;. Porträt zum 70. Geburtstag]; [[Die Zeit]], 1. April 2009 (abgerufen am 20. Mai 2014)&lt;br /&gt;
* {{DFB.de|karl-heinz-schnellinger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Deutschlands Fußballer des Jahres}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1023361078|VIAF=316739321}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schnellinger, KarlHeinz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballnationalspieler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:UEFA-Champions-League-Sieger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sieger des Fußball-Europapokals der Pokalsieger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Meister (Fußball)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italienischer Meister (Fußball)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Coppa-Italia-Sieger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer an einer Fußball-Weltmeisterschaft (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (1. FC Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (AC Mailand)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (AS Rom)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (Mantova FC)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (SG Düren 99)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (Tennis Borussia Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutschlands Fußballer des Jahres]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Silbernen Lorbeerblattes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in Italien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2024]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußball-Weltpokal-Sieger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schnellinger, Karl-Heinz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Fußballspieler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. März 1939&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Düren]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Mai 2024&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mailand]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SK Sturm Fan</name></author>
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