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	<title>Karl-Fischer-Titration - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T14:24:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-10-22T13:57:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:2|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:KF Titrator.jpg|mini|Ein Karl-Fischer-Titrator]]&lt;br /&gt;
Unter der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl-Fischer-Titration&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch einfach &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;KFT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt) versteht man die quantitative Wasserbestimmung durch [[Titration]]. Das Verfahren wurde 1935 vom deutschen Chemiker [[Karl Fischer (Chemiker)|Karl Fischer]], bei der [[Lazăr Edeleanu]] GmbH, entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;K. Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Neues Verfahren zur maßanalytischen Bestimmung des Wassergehaltes von Flüssigkeiten und festen Körpern&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Angewandte Chemie (Zeitschrift)|Angewandte Chemie]]&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1935&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;48&amp;#039;&amp;#039;, 394–396; {{DOI|10.1002/ange.19350482605}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es fand Eingang in praktisch alle [[Arzneibuch|Arzneibücher]]. Gelegentlich werden auch die anglisierten Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Karl Fisher Titration&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Fisher Titration&amp;#039;&amp;#039; verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theorie ==&lt;br /&gt;
Das Verfahren ist für die quantitative Bestimmung von [[Wasser]] spezifisch. In der ursprünglichen Form besteht es in der [[Titration]] von Wasser mit einer wasserfreien [[methanol]]ischen Lösung, die [[Iod]], [[Schwefeldioxid]] und überschüssiges [[Pyridin]] als [[Pufferlösung|Puffer]] enthält. In modernen Reagenzlösungen dienen statt Pyridin andere weniger unangenehme und gefährliche Komponenten zur Pufferung. [[Helga Hoffmann (Chemikerin)|Helga Hoffmann]] und [[Eugen Scholz]] führten 1982 hierfür [[Imidazol]] als schnelles und zuverlässiges Reagenz ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=R. Hergenroder | Titel=Karl-Fischer-Titration: 80 Jahre auf der Suche nach dem Molekül des Lebens | Sammelwerk=Analytical Mettler Toledo| Band=1 | Nummer= | Datum=2020 | Seiten=1-3 | DOI=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die maximale [[Kinetik (Chemie)|Reaktionsgeschwindigkeit]] stellt sich zwischen [[pH-Wert |pH]] 5,5 und 8 ein. Dementsprechend nutzt man [[Basen (Chemie)|basisch]]e Komponenten wie Imidazol für saure Proben und [[Säure|saure]] Komponenten wie [[Salicylsäure]] für basische Proben. Im Handel sind Ein- und Zweikomponentenreagenzien erhältlich. Methanol kann durch andere [[Alkohole]] ersetzt werden, welche die [[Titer (Chemie)|Titer]]stabilität verbessern.&lt;br /&gt;
Die [[Stöchiometrie]] (Molverhältnis H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O:I&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) hängt von der Art des [[Lösungsmittel]]s ab. Alkoholhaltige Lösungsmittel führen zu einer Stöchiometrie von H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O:I&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; 1:1, während nicht alkoholhaltige Lösungsmittel eine Stöchiometrie von 2:1 ergeben. Auch die Wassermenge in der Probe beeinflusst das Molverhältnis. Dies tritt jedoch erst ab ca. 1&amp;amp;nbsp;mol/l des Lösungsmittels auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische Reaktion ==&lt;br /&gt;
Entscheidend für das Verfahren ist, dass Schwefeldioxid und Iod nur in Anwesenheit von Wasser miteinander reagieren. Bei Abwesenheit von Alkoholen ergibt sich folgende Reaktion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; \mathrm{2 \, H_2O + SO_2 + I_2 \longrightarrow SO_4^{2-} + 2 \, I^- + 4 \, H^+}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist [[Methanol]] in der Lösung vorhanden, so bildet es mit [[Schwefeldioxid]] einen sauren [[Ester]], der durch die Base (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Imidazol]], im Folgenden als „RN“ bezeichnet) neutralisiert wird:&amp;lt;ref&amp;gt;Eugen Scholz: &amp;#039;&amp;#039;Karl-Fischer-Titration&amp;#039;&amp;#039;. Springer-Verlag 1984, ISBN 3-540-12846-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; \mathrm{CH_3OH + SO_2 + RN \longrightarrow (RNH) \cdot (CH_3OSO_2)}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Titration, bei der als Maßlösung [[Iod]] in Methanol eingesetzt wird, wird das [[Dimethylsulfit|Methylsulfit-Anion]] in Anwesenheit von Wasser durch das Iod  zum [[Dimethylsulfat|Methylsulfat-Anion]] oxidiert. Das gelbbraune Iod wird dabei zum farblosen Iodid reduziert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; \mathrm{(RNH) \cdot (CH_3OSO_2) + I_2 + H_2O + 2 \, RN \longrightarrow (RNH) \cdot (CH_3OSO_3) + 2 \, (RNH) \cdot I}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei diesem Vorgang wird Wasser verbraucht, die Reaktion kann also nur so lange ablaufen, bis das gesamte in der Probe enthaltene Wasser verbraucht ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist kein Wasser mehr vorhanden, wird zudosiertes Iod nicht mehr reduziert. Dessen braune Farbe dient der visuellen Endpunktsindikation.&amp;lt;ref&amp;gt;Anmerkung: Der in der [[Iodometrie]] übliche Nachweis des Iod-Überschusses als [[Iodprobe|Iod-Stärke-Komplex]] ist im wasserfreien Milieu nicht durchführbar.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Praxis werden bevorzugt [[elektrometrisch]]e Indikationen (speziell [[Biamperometrie]]) verwendet, da sie empfindlicher und genauer sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Coulometrie|coulometrischen]] Karl-Fischer-Titration wird das für die Reaktion erforderliche Iod durch [[anodische Oxidation]] von Iodid erzeugt. Die hierfür eingesetzten Geräte haben zwei Elektrodenpaare:&lt;br /&gt;
* eine [[Arbeitselektrode]], an der Iod erzeugt wird (hier wird auch die „verbrauchte“ Ladung gemessen)&lt;br /&gt;
* eine Messelektrode, an der gemessen wird, ob das erzeugte Iod durch die oben beschriebenen Reaktionen abgebaut wird oder in der Lösung verbleibt (Endpunkt).&lt;br /&gt;
Für diese Geräte sind spezielle coulometrische Reagenzien erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volumetrisches Verfahren ==&lt;br /&gt;
Ein Vorteil des volumetrischen Verfahrens im Vergleich zum coulometrischen Verfahren ist der geringere apparative Aufwand. &lt;br /&gt;
Eine Anwendung des volumetrischen Verfahrens ist auch dann möglich, wenn die Probe gefärbt ist. Hier wird der Endpunkt der [[Titration]] UV/VIS-spektrofotometrisch detektiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Tavčar, E., Turk, E., Kreft, S.: &amp;#039;&amp;#039;Simple Modification of Karl-Fischer Titration Method for Determination of Water Content in Colored Samples.&amp;#039;&amp;#039; Journal of Analytical Methods in Chemistry, Vol. 2012, Article ID 379724, {{DOI|10.1155/2012/379724}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* P. A. Bruttel, R. Schlink: &amp;#039;&amp;#039;Wasserbestimmung durch Karl-Fischer-Titration&amp;#039;&amp;#039; [http://kf.metrohm.com/Tutorials/ Metrohm AG].&lt;br /&gt;
* Katrin Schöffski: &amp;#039;&amp;#039;Die Wasserbestimmung mit Karl-Fischer-Titration&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Chemie in unserer Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2000&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;34&amp;#039;&amp;#039;, 170–175. {{doi|10.1002/1521-3781(200006)34:3&amp;lt;170::AID-CIUZ170&amp;gt;3.0.CO;2-2}}.&lt;br /&gt;
* Eugen Scholz: &amp;#039;&amp;#039;Karl-Fischer-Titration. Methoden zur Wasserbestimmung&amp;#039;&amp;#039;, Anleitung zur chemischen Laboratloriumspraxis 20, Springer Verlag 1984.&lt;br /&gt;
* DIN EN ISO 15512: &amp;#039;&amp;#039;Kunststoffe — Bestimmung des Wassergehaltes&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenangaben ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titration]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensmittelanalytik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;-haznK</name></author>
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