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	<title>Karien - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Querstedt am 18. März 2025 um 10:12 Uhr</title>
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		<updated>2025-03-18T10:12:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Turkey ancient region map caria.JPG|mini|hochkant=1.5|Ungefähre Lage Kariens in Kleinasien]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Καρία|Karía}}, {{laS|Caria}}) ist eine antike Landschaft im Südwesten [[Kleinasien]]s in der heutigen [[Türkei]] und war im [[Antike|Altertum]] ein zeitweise selbständiges Königreich. Als Randgebiet im Osten der griechischen Welt, das vielfältigen und unterschiedlichen Kultureinflüssen ausgesetzt war, zeichnet sich Karien als ein Mischkulturgebiet aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Karia&amp;#039;&amp;#039; leitet sich [[Etymologie|etymologisch]] aus dem [[Hethiter|Hethitischen]] ab und bedeutet &amp;#039;&amp;#039;„Land der Karer“&amp;#039;&amp;#039; (zu diesem Volk siehe [[Karer]]). &amp;#039;&amp;#039;Karia&amp;#039;&amp;#039; war jedoch nicht nur eine Bezeichnung für das Land, welches das karische Volk jeweils besetzte, sondern auch für andere griechische Ortschaften, so zum Beispiel für die östliche Burg von [[Megara]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{RE|X,2|1943||Karia 1|Ludwig Bürchner}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region bestand zum größten Teil aus Berg- und Hügelland, in dem es nur vereinzelt Ebenen gab. Diese Gebirge waren von kleineren Flüssen durchzogen, deren wichtigster der [[Großer Mäander|Mäander]] und dessen Zuflüsse [[Çine Çayı|Marsyas]] und [[Akçay (Großer Mäander)|Harpasos]] waren. Im Südosten verliefen zudem der [[Xanthos (Fluss)|Xanthos]] und der [[Dalaman Çayı|Indos]]. Die Küste war ebenfalls sehr gebirgig, während sich die wenigen Ebenen auf die Flussmündungen beschränkten. Dies sorgte für einen erschwerten Zugang zum Landesinneren. Der Küste waren auch zahlreiche Inseln vorgelagert, deren wichtigste [[Farmakonisi|Pharmakussa]], [[Patmos]], [[Lepsia]], [[Leros]], [[Kalymnos|Kalymna]], [[Kos]], [[Nisyros]], [[Tilos|Telos]], [[Chalkia (Insel)|Chalkia]], [[Syme (Insel)|Syme]], [[Rhodos]] und [[Rhodussa]] waren. Wegen der sehr zerklüfteten Landschaft entwickelten sich zunächst nur isolierte kleinere Dörfer und erst später größere Städte. Die bedeutendsten Siedlungen waren im Verlauf der Jahrhunderte [[Priene]], [[Myus]], [[Herakleia am Latmos|Herakleia]], [[Milet]], [[Bargylia]], [[Myndos]], [[Halikarnassos]], [[Knidos]], [[Daidala]], [[Magnesia am Mäander|Magnesia]], [[Tralleis]], [[Nysa am Mäander|Nysa]], [[Alabanda]], [[Stratonikeia (Karien)|Stratonikeia]], [[Mylasa]], [[Labraunda]], [[Kaunos]], [[Keramos (Karien)|Keramos]] und [[Aphrodisias]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{RE|X,2|1943|1944|Karia 1|Ludwig Bürchner}} &amp;#039;&amp;#039;Meyers Großes Konversations-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1905–1909, Bd. 10, S. 625; &amp;#039;&amp;#039;Pierer’s Universal-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Altenburg 1857–1865, Bd. 9, S. 303.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Norden grenzte die Region an [[Lydien]], wobei das Gebirge [[Messogis]] wahrscheinlich die Grenze darstellte. Im Osten lag [[Phrygien]] und im Süden [[Lykien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Bergen war [[Landwirtschaft]] nicht im größeren Stil möglich. Sie beschränkte sich daher auf die wenigen Ebenen und Flussmündungen. Dort wurde [[Getreide]], [[Wein]] und [[Speisefette und Speiseöle|Öl]] angebaut sowie [[Tierhaltung]] betrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Meyers Großes Konversations-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1905, Bd. 10, S. 625.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Region war jedoch von großer Bedeutung für den Handel. In der Mäanderebene an der Küste war der Endpunkt einer Verkehrsstraße aus dem Landesinneren, die sich entlang des Flusslaufes etabliert hatte. Entlang der Küste verlief daneben eine große Seestraße, die den [[Orient]] mit dem [[Ägäisches Meer|Ägäischen Meer]] verband und von der vor allem die Küstenstädte profitierten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{RE|X,2|1944||Karia 1|Ludwig Bürchner}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Karien&amp;#039;&amp;#039; könnte einer zwischen 1800 und 1200 v. Chr. in alten [[Assyrer|assyrischen]] und hethitischen Texten als &amp;#039;&amp;#039;Karkissa&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten Region, die westlich des hethitischen Kernlandes lag, entsprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;Soweit nicht anders angegeben bezieht sich die folgende Darstellung auf: Artikel bei Livius.org (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach erwähnte erst [[Homer]] die Karer erneut.&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]]&amp;#039;&amp;#039; 2, 867 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach [[Herodot]]s Beschreibung aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. seien diese von den [[Ägäische Inseln|Ägäischen Inseln]] aus in Kleinasien eingewandert. Die Karer selbst hätten sich allerdings als alteingesessene Bewohner Südwestkleinasiens bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Herodot, &amp;#039;&amp;#039;[[Historien des Herodot|Historien]]&amp;#039;&amp;#039; 1, 171.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Sprachwissenschaft]]liche Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass die [[karische Sprache]] mit dem Hethitischen verwandt war und deshalb die Einwanderung aus dem Landesinneren gekommen sein musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1200 und 800 v. Chr. wanderten vermehrt Griechen ein und mischten sich mit den einheimischen Karern, woraus eine Mischkultur entstand. Wenig später geriet die Region unter die Kontrolle des lydischen Königs [[Alyattes II.]], bevor sie um 547/46 v. Chr. an das [[Achämenidenreich]] fiel. In diesem war es fast immer relativ unabhängig integriert. Die Verwaltungshauptstadt der [[Satrap]]ie wurde Halikarnassos. Zwischen 469/466 und 412 v. Chr. war ein Teil des Landes von den Griechen besetzt, bevor die persische Oberhoheit wiederhergestellt wurde. Im vierten Jahrhundert konnte die Dynastie der [[Hekatomnos|Hekatomniden]] relative Selbständigkeit wahren und unter Hekatomnos&amp;#039; jüngstem Sohn [[Pixodaros]] ihren Einfluss schließlich sogar nach [[Lykien]] ausdehnen. Im Jahre 334 v. Chr. wurde die Region von [[Alexander der Große|Alexander dem Großen]] erneut erobert. Nach dessen Tod wechselte sie in den Kriegen zwischen den [[Diadochen]]reichen oft den Herrscher, bis sie schließlich in den Jahren zwischen 129 und 42 v. Chr. sukzessive an das [[Römisches Reich|Römische Reich]] fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Blümel (Epigraphiker)|Wolfgang Blümel]]: &amp;#039;&amp;#039;Inschriften aus Nordkarien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Inschriften griechischer Städte aus Kleinasien]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 71). Bonn, Habelt 2018, ISBN 978-3-7749-4157-1&lt;br /&gt;
* {{RE|X,2|1943|1947|Karia 1|[[Ludwig Bürchner]]}}&lt;br /&gt;
* [[Hans Lohmann (Archäologe)|Hans Lohmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Türme, Burgen und Compounds. Ein Beitrag zur Siedlungskunde von Karien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Asia Minor Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 105). Dr. Rudolf Habelt, Bonn 2024, ISBN 978-3-7749-4453-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Caria|Karien}}&lt;br /&gt;
* {{LiviusNeu|place|caria|||Caria|}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gottwein.de/latine/map/as02_car.php Genaue Karte von Karien]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Antike Landschaften (Kleinasien)}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4029668-4|VIAF=248957259}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karien| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Territorium (Alter Orient)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Geographie (Kleinasien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Querstedt</name></author>
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