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	<title>Kariben - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T17:47:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kariben&amp;diff=18738&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Finian: /* Historische Misshandlung und Begriffsverwirrung */</title>
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		<updated>2025-12-27T19:52:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Historische Misshandlung und Begriffsverwirrung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carib indian family by John Gabriel Stedman.jpg|miniatur|Karibenfamilie von [[John Gabriel Stedman]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kariben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Bezeichnung für mehrere [[indigene Völker]] [[Südamerika|Süd-]] und [[Mittelamerika]]s. Zwischen dem 8. und 15. Jahrhundert wanderten Kariben in die Gebiete ein, die von Spaniern später [[Karibik]] genannt wurden, und bedrängten auf den [[Antillen]]-Inseln die schon früher eingewanderten [[Taíno]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kariben ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Kariben&amp;#039;&amp;#039; bezieht sich im engeren Sinn auf ein Volk, das heute noch an der Südküste der Karibik in [[Venezuela]], [[Guyana]], [[Suriname]] und [[Brasilien|Nordbrasilien]] lebt. Die Eigenbezeichnung ist &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kalihna&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Galibi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Ihre Sprache gehört zu der nach ihnen benannten im nördlichen Südamerika weiter verbreiteten [[Carib-Sprachen|Karibischen Sprachfamilie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kalinago ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Kariben&amp;#039;&amp;#039; wird aber auch für das Volk verwendet, das die Spanier auf den ersten Entdeckungsreisen auf den [[Kleine Antillen|Kleinen Antillen]] angetroffen hatten, die Insel-Kariben oder Kalinago. Diese sprachen eine gänzlich andere Sprache, die, wie die Sprache der Taíno, zur [[Arawak-Sprachen|Arawak-Sprachfamilie]] gehört. Sie waren das Ergebnis einer Vermischung von [[Arawak]]s und von Kariben (Kalihna/Galibi), die vom Festland auf die Inseln vorgedrungen waren. Die Arawaks bezeichneten die Kariben als &amp;quot;caniba&amp;quot;, wovon sich der Begriff &amp;quot;[[Kannibalismus]]&amp;quot; ableitet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://postkoloniales-woerterbuch.uni-koeln.de/index.php?n=Main.Kannibale |titel=Kannibale {{!}} Postkoloniales Wörterbuch |abruf=2024-08-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Insel-Kariben leben heute etwa 3.500 auf der Karibikinsel [[Dominica]], wo 1903 von den Briten ein [[Indianerreservat|Reservat]] eingerichtet wurde. Ihre Sprache starb um 1920 aus.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Carib Indians dying out in Dominica&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The Tribune&amp;#039;&amp;#039; ([[Nassau (Bahamas)|Nassau]]) vom 10. Mai 1973, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf St. Vincent leben Nachfahren der Kalinago, die sich als Kalinago Tribe verstehen. Sie stammen von den Kalinago (Yellow Caribs) ab, die die Deportation nach [[Baliceaux]] (siehe unten) überlebten. Im Unterschied zu den Garifuna (Black Caribs) durften die Kalinago nach St. Vincent zurückkehren, verloren jedoch den Anspruch auf ihr Stammesland. So besitzt New Sandy Bay, ihr Hauptort im Nordosten der Insel, lediglich 11,6 Hektar kommunalen Landbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stammessprache ist wie auf Dominica nicht mehr existent. Es gibt Bemühungen, sie wieder zu beleben, bisher ohne Ergebnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Garifuna ==&lt;br /&gt;
Aus einer Vermischung von Insel-Kariben und West-[[Afrika]]nern entstanden die [[Garifuna]], die „Schwarzen Kariben“. Nach dem verlorenen sogenannten Zweiten [[Karibenkrieg]] (1775/1776) wurden 4336 Kariben (1779 Frauen, 1555 Kinder und 1002 Männer) im Jahre 1796, vor allem im Juli und August, von den Briten auf die Insel Baliceaux in den [[Grenadinen]] deportiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Taylor: &amp;#039;&amp;#039;The Black Carib wars. Freedom, survival and the making of the Garifuna&amp;#039;&amp;#039;. Signal Books, Oxford 2012, S. 142.&amp;lt;/ref&amp;gt; Etwa die Hälfte von ihnen erlag in den folgenden Monaten, vom September 1796 bis zum Januar 1797, einer [[Epidemie]],&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Taylor: &amp;#039;&amp;#039;The Black Carib wars. Freedom, survival and the making of the Garifuna&amp;#039;&amp;#039;. Signal Books, Oxford 2012, S. 143.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei der bis heute ungewiss ist, um welche Krankheit es sich handelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Taylor: &amp;#039;&amp;#039;The Black Carib wars. Freedom, survival and the making of the Garifuna&amp;#039;&amp;#039;. Signal Books, Oxford 2012, S. 144.&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast alle Überlebenden, insgesamt 2248 Garifuna, wurden von den Briten im März 1797 von Baliceaux auf die Insel [[Roatán]] vor der Küste von [[Honduras]] gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Taylor: &amp;#039;&amp;#039;The Black Carib wars. Freedom, survival and the making of the Garifuna&amp;#039;&amp;#039;. Signal Books, Oxford 2012, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprechen bis heute die [[Garifuna (Sprache)|Arawak-Sprache Garifuna]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Massensterben auf Baliceaux, von den Kalinago und den Garifuna zuweilen als „Genozid“ bezeichnet, entgingen ca. 300 Garifuna, die sich in den dichten Gebirgswäldern St. Vincents verborgen hatten. Sie siedelten später im Massarica Valley, dessen Hauptort [[Greiggs]] ist, mit heute etwa 1.400 Einwohnern. Viele von ihnen sind Garifuna.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den methodischen Schwierigkeiten, Garifuna und Kalinago zu definieren, zur Quellenlage und zur Verlässlichkeit der statistischen Angaben siehe Charles Gullick: &amp;#039;&amp;#039;The Changing Vincentian Carib Population&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Current Developments in Anthropological Genetics&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 3: &amp;#039;&amp;#039;Black Caribs. A Case Study in Biocultural Adaptation&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von Michael Crawford. Plenum Press, New York, 1984, ISBN 0-306-41567-4, S. 37–50.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Sprache ist erloschen. Es gibt Bemühungen, sie wieder zu beleben, bisher ohne Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Misshandlung und Begriffsverwirrung ==&lt;br /&gt;
[[Alexander von Humboldt]] schreibt, dass Kolumbus die Furcht vor den Kariben mit dem angeblichen weitverbreiteten [[Kannibalismus]] begründete. Er wollte, dass auch die Kariben beim [[Papst]] als gottlose Untermenschen eingestuft werden, damit er eine Erlaubnis für ihre Versklavung bekam.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Alexander von Humboldt | Titel=Reise in die Aequinoctialgegenden des neuen Continents, Teil 2 | Verlag=Jazzybee Verlag | Ort=Altenmünster | Jahr=2016 | ISBN=9783849682095 | Seiten=463}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob die Kariben tatsächlich kannibalistische Praktiken ausübten, ist umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christopher Taylor: &amp;#039;&amp;#039;The Black Carib wars. Freedom, survival and the making of the Garifuna&amp;#039;&amp;#039;. Signal Books, Oxford 2012, ISBN 978-1-908493-04-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kalinago people|Kariben|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Karibe}}&lt;br /&gt;
* [http://iaiweb1.iai.spk-berlin.de/DB=1/SET=17/TTL=1/CMD?ACT=SRCHA&amp;amp;IKT=1016&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;TRM=galibi Literatur über die Galibi] im Katalog des [[Ibero-Amerikanisches Institut|Ibero-Amerikanischen Instituts]] in [[Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Bahamas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indigenes Volk in Südamerika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indigenes Volk in Mittelamerika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indigenes Volk in Brasilien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Finian</name></author>
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