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	<title>Karbidlampe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T10:44:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karbidlampe&amp;diff=177427&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wegner8: Änderung 265516189 von ~2026-17883-97 rückgängig gemacht: Gibt es Messungen?</title>
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		<updated>2026-03-23T07:42:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/265516189&quot; title=&quot;Spezial:Diff/265516189&quot;&gt;265516189&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-17883-97&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-17883-97&quot;&gt;~2026-17883-97&lt;/a&gt; rückgängig gemacht: Gibt es Messungen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carbide lamp on a bicycle.jpg|mini|Fahrrad-Karbidlampe der Firma [[Fahrzeuglampenfabrik Hermann Riemann|Riemann]]|alternativtext=]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Carbide lamp lit.jpg|mini|Acetylenflamme mit Reflektor]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Coalmine.Hvalba.5.jpg|mini|Karbidlampe, [[Steinkohlenbergbau]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karbidlampe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gaslampe]], in welcher [[Ethin]] (Trivialname: Acetylen) als Brennstoff in [[Chemische Bindung|chemisch gebundener]] Form –&amp;amp;nbsp;in der Regel als [[Calciumcarbid]]&amp;amp;nbsp;– bereitgestellt und erst kurz vor seinem Gebrauch freigesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
1892 erfand [[Thomas Willson]] eine Methode zur wirtschaftlichen Produktion von Calciumcarbid, aus dem wiederum [[Ethin]] (Trivialname: Acetylen) gewonnen werden konnte. Danach wurde die Beleuchtung mit Karbidlampen in Gebäuden ab 1894 und bei Fahrrädern und anderen Fahrzeugen ab 1896 eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste [[Grubenlampe|Gruben-Karbidlampe]] wurde am  18. Oktober 1899 von Frederic E. Baldwin in [[New York City|New York]] zum Patent angemeldet. Dieses wurde am 28. August 1900 veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{patent|Land=US|V-Nr=656874|Titel=Acetylene-Gas Lamp}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
Der Körper der Lampe besteht aus zwei übereinander angeordneten Behältern. Im unteren Behälter der Lampe befindet sich [[Calciumcarbid]], auf das aus dem oberen Behälter [[Wasser]] tropft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{CaC_2 + 2 \ H_2O \longrightarrow C_2H_2 + Ca(OH)_2}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;small&amp;gt;[[Calciumcarbid]] reagiert mit [[Wasser]] zu [[Ethin]] und [[Calciumhydroxid]].&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das generierte Gas Ethin verlässt den unteren Behälter durch eine kurze Rohrleitung, die in einem Brenner endet, der vor einem [[Hohlspiegel]] aus Metall fixiert ist. Das entweichende Gas wird am Brenner entzündet. Die grelle Flamme wird vom Spiegel fokussiert und zur Beleuchtung genutzt. Die Düse bestand früher aus Metall oder [[Speckstein]], später aus Keramik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Rückstand verbleibt im unteren Behälter überwiegend [[Calciumhydroxid]] (gelöschter Kalk). Wird die Flamme durch Luftzug gestört oder brennt sie durch irregulär hohen Druck zu groß oder ist die Düse verunreinigt, kann viel [[Ruß]] entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Fahrzeug- und Signallampen ===&lt;br /&gt;
[[File:Hermann Riemann Fahrradlampen 1900.jpg|thumb|hochkant|Lampenhersteller Hermann Riemann auf der Pariser Weltausstellung 1900]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Karbidlampe.webm|mini|Fahrradlampe mit Leuchtmittel Azetylen (Karbidlampe).]]&lt;br /&gt;
Karbidlampen waren als [[Fahrzeugbeleuchtung|Fahrzeuglampen]] an Fahrrädern und Motorfahrzeugen sowie bei der Eisenbahn sehr verbreitet. Insbesondere dort wurden sie bis in die 1950er Jahre hinein  als Beleuchtung der Nachtzeichen der [[Formsignal]]e eingesetzt. Sie wurden danach zunehmend von der wartungsarmen elektrischen Beleuchtung verdrängt. Noch bis Ende der 1970er Jahre benutzten bei der [[Deutsche Reichsbahn (1945–1993)|Deutschen Reichsbahn]] Rangierer und Wagenmeister tragbare – im Vergleich zu batteriebetriebenen Lampen sogar wesentlich hellere – Karbidlampen, während die Formsignale mit [[Propan]]gas aus [[Gasflasche|Flaschen]] beleuchtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Bühnenscheinwerfer wurden früher mit zurechtgeschnittenem Branntkalk bzw. Karbid betrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul McCartney]]: &amp;#039;&amp;#039;Lyrics. 1956 bis heute.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. mit einer Einleitung von [[Paul Muldoon]]. Aus dem Englischen übersetzt von Conny Lösche. C. H. Beck, München 2021, ISBN 978-3-406-77650-2, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenbeleuchtung ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Gasbeleuchtung#Karbidlampen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bergbau ===&lt;br /&gt;
Eine lange Tradition hatten Karbidlampen als [[Grubenlampe]]n eines jeden [[Bergmann|Kumpels]] auch im [[Untertagebau|Bergbau unter Tage]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Höhlenforschung ===&lt;br /&gt;
In der [[Speläologie|Höhlenforschung]] waren früher fast nur Karbidlampen im Einsatz. Auch als elektrische Leuchten zur Verfügung standen, blieb die Karbidlampe wegen ihrer größeren Lichtausbeute und der niedrigeren Betriebskosten sowie wegen des geringeren Gesamtgewichts und ihrer Robustheit noch weit verbreitet. Erst in den letzten Jahren wurde sie zunehmend durch [[LED-Scheinwerfer|LED-Lampen]] verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moderne Karbidlampen unterscheiden sich von den althergebrachten in der Bauform: Die Lampe ist in der modernen Version in die Einzelkomponenten Entwickler und Brenner aufgeteilt, welche mittels eines Schlauches miteinander verbunden sind. Meistens wird der Entwickler am Gurt befestigt, während man den Brenner auf dem Helm montiert, wodurch der Höhlenforscher die Hände zum Arbeiten und Fortbewegen frei hat. Die meisten Karbidentwickler verfügen über eine Belüftungsöffnung, um einen Druckausgleich herzustellen. Beim [[Schluf]]en kann es durch die horizontale Lage zu Wasserverlust kommen. Um diesem entgegenzuwirken, lassen sich einige Modelle mittels einer Schraube verschließen und als Innendrucksystem betreiben. Allerdings lassen sich solche Entwickler schlechter regulieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorteile von Karbidlampen in der Höhlenforschung ====&lt;br /&gt;
* hohe Zuverlässigkeit, da wenige und kaum fehleranfällige Komponenten verwendet werden&lt;br /&gt;
* Möglichkeit der Reparatur: die meisten Fehler können vor Ort mit einfachen Mitteln beseitigt werden.&lt;br /&gt;
* Gasgenerator und Flamme geben Wärme ab, Wärmequelle in kalten, alpinen Höhlen (dies ist gerade bei Notfällen mit ungeplant langer Verweildauer im Hohlraum von Vorteil)&lt;br /&gt;
* Rundumlicht&lt;br /&gt;
* der warme Farbton wird von manchen Personen als angenehmer empfunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nachteile von Karbidlampen in der Höhlenforschung ====&lt;br /&gt;
* [[Ruß]]bildung verschmutzt den Hohlraum&lt;br /&gt;
* [[Calciumcarbid]] Gefahrstoff, [[Acetylen]] explosiv, sehr giftige Rückstände, da im Karbid stets [[Calciumphosphid]] enthalten, Derivate ebenfalls giftig&lt;br /&gt;
* Wasserverlust der Karbidlampe beim [[Schluf|Schlufen]] möglich&lt;br /&gt;
* unangenehme Geruchsentwicklung (durch Verunreinigungen des Karbids) in kleinen und schlecht belüfteten Höhlen&lt;br /&gt;
* im Extremfall kann das unverbrannte Gas auch eine [[Narkose]]wirkung entwickeln (so geschehen im [[Mordloch]], Baden-Württemberg)&lt;br /&gt;
* das Licht kann durch Luftzug, Wasser oder Fehlbedienung des Entwicklers erlöschen – wenn dies in einem ungünstigen Moment passiert, wird es ohne „mitlaufendes“ Licht gefährlich&lt;br /&gt;
* Gefahr, dass Seile oder andere Ausrüstungsgegenstände entzündet bzw. durchgeschmolzen werden&lt;br /&gt;
* durch Wasserzutritt kann der Calciumcarbidvorrat unbeabsichtigt brennbares Gas und Hitze entwickeln&lt;br /&gt;
* Gasgenerator und Brennerdüse müssen gelegentlich gereinigt werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Karsten Porezag]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Des Bergmanns Geleucht&lt;br /&gt;
   |Band=Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Offenes Geleucht: Karbidlampen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |Verlag=Verlag Glückauf&lt;br /&gt;
   |Ort=Essen&lt;br /&gt;
   |Datum=1982&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-7739-0382-0}}&lt;br /&gt;
* Karl Heupel, Dieter Stoffels: &amp;#039;&amp;#039;Grubenlampen aus Schweden. Schwerpunkt Karbidlampen. Mit Informationen über Handschellen und besondere Lampen aus Skandinavien.&amp;#039;&amp;#039; Elfriede Verlag, Wilnsdorf 2004, ISBN 3-931667-03-0.&lt;br /&gt;
* Thomas Zollinger: &amp;#039;&amp;#039;Karbidgrubenlampen, made in Switzerland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bergknappe.&amp;#039;&amp;#039; Freunde des Bergbaus in Graubünden, Nr. 1/2006, S. 8–11.&lt;br /&gt;
* Peter W. Card: &amp;#039;&amp;#039;Early Cycle Lighting.&amp;#039;&amp;#039; The Crowood Press, Ramsbury 2007, ISBN 978-1-86126-964-5, Abschnitt: &amp;#039;&amp;#039;1896-1905. The Age of Acetylene Gas.&amp;#039;&amp;#039; (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Carbide lamps|Karbidlampen}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.scherning.de/Lampen/Erik_Karbid.htm Funkerlampe der Schweizer Armee, hergestellt von Usine Decker SA], (Erik Leger)&lt;br /&gt;
* [http://www.job-stiftung.de/index.php?id=9,125,0,0,1,0 Karbidlampe: Versuchsanleitung und Video] (Eduard-Job-Stiftung für Thermo- und Stoffdynamik)&lt;br /&gt;
* [http://karl-heupel.de/index.php?id=22&amp;amp;L=0 Informationen zur Karbidlampe] (Karl Heupel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4273318-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gas- oder Petroleumleuchte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brenngastechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speläologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grubenlampe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wegner8</name></author>
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