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	<title>Karausche - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Die Karausche in der Literatur */ Leerzeichen vor Zahl eingefügt, Halbgeviertstrich</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Die Karausche in der Literatur: &lt;/span&gt; Leerzeichen vor Zahl eingefügt, Halbgeviertstrich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Fischart Karausche, zum gleichnamigen See in Schwerin siehe [[Große Karausche]].}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Karausche&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Carassius carassius&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Carl von Linné|Linnaeus]], 1758)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Carassius&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Karpfenfische&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Cyprinidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Karpfenfischähnliche&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Cyprinoidei&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Karpfenartige&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Cypriniformes&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_LinkName  = Otophysi&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Otophysa&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Bild             = Männliche Karausche.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Crucian Carp.jpg|mini|Karausche in Laichfarben]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Натюрморт с карасями, вишней и укропом.jpg|mini|In Russland gefangene Karauschen]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karausche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Carassius carassius&amp;#039;&amp;#039;), auch Schusterkarpfen genannt, ist eine Fischart aus der Familie der [[Karpfenfische]] (Cyprinidae). Sie ist nah mit dem [[Giebel (Fisch)|Giebel]] und dem [[Goldfisch]] verwandt. Andere Namen sind: Schneiderkarpfen, Bauernkarpfen, Steinkarpfen, Moorkarpfen, Gareisle, Guratsch, Burretschel und Kotbuckel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Der Name „Karausche“ entstand aus den älteren belegten Formen [[Frühneuhochdeutsche Sprache|frühneuhochdeutsch]] (Pl.) &amp;#039;&amp;#039;karutzchen, carusen&amp;#039;&amp;#039; und [[Mittelniederdeutsche Sprache|mittelniederdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;karūsse, karūsche, karutze&amp;#039;&amp;#039;, die ihrerseits aus dem [[Polabische Sprache|polabisch]]-[[Pomoranische Sprache|pomoranischen]] (Elb-Ostsee- oder nord[[Wenden|wendischer]] Zweig der [[Westslawische Sprachen|westslawischen Sprachen]]) &amp;#039;&amp;#039;*karuś, *karus&amp;#039;&amp;#039; entlehnt wurden. Diese Form bildete sich aus dem [[urslawisch]]en &amp;#039;&amp;#039;*karas&amp;#039;&amp;#039;, das in ähnlicher Form bis heute in vielen slawischen Sprachen vorkommt, wie den westslawischen Namen [[Polnische Sprache|polnisch]] &amp;#039;&amp;#039;karaś&amp;#039;&amp;#039;, [[Niedersorbische Sprache|nieder-]] und [[Obersorbische Sprache|obersorbisch]], [[Tschechische Sprache|tschechisch]] und [[Slowakische Sprache|slowakisch]] &amp;#039;&amp;#039;karas&amp;#039;&amp;#039;. Von ihr kommt eine ältere frühneuhochdeutsche Form &amp;#039;&amp;#039;karaß&amp;#039;&amp;#039; (mit -a- als zweitem Vokal, statt -u- oder daraus [[Diphthongierung|diphthongiert]] -au-) zurück, die aber in der jüngeren deutschen Literatursprache verschwand und durch die Variante polabopomoranischer Herkunft ersetzt wurde. Die Herkunft des urslawischen Namens ist unbekannt. Vielleicht kommt der überlieferte Name einer [[Wüstung]] im [[Barnim]], nordöstlich von Berlin &amp;#039;&amp;#039;Carutz&amp;#039;&amp;#039; (1307), &amp;#039;&amp;#039;Karüsz&amp;#039;&amp;#039; (1467), &amp;#039;&amp;#039;Karrautz&amp;#039;&amp;#039; (1595) auch von polabisch &amp;#039;&amp;#039;karuś&amp;#039;&amp;#039;, eventuell von einem Gewässernamen abgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel [https://www.dwds.de/wb/Karausche Karausche] im [[DWDS]], Etymologiekapitel von [[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)|Wolfgang Pfeifer]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Karausche lebt in fast ganz [[Europa]] mit Ausnahme von [[Irland]], [[Schottland]] und [[Wales]], weiten Teilen der [[Iberische Halbinsel|Iberischen Halbinsel]] und dem Westen [[Frankreich]]s. Die Populationen in England&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniel L. Jeffries, Gordon H. Copp, Gregory E. Maes, Lori Lawson Handley, Carl D. Sayer, Bernd Hänfling |Titel=Genetic evidence challenges the native status of a threatened freshwater fish (Carassius carassius) in England |Sammelwerk=Ecology and Evolution |Band=7 |Nummer=9 |Datum=2017-05 |Seiten=2871–2882 |Sprache=en |DOI=10.1002/ece3.2831 |PMC=5415527 |PMID=28479988}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Spanien sind auf Besatz durch den Menschen zurückzuführen. In [[Italien]] kommt die Karausche nur im Gebiet des [[Po (Fluss)|Po]] vor, in [[Dänemark]] nur auf der Halbinsel [[Jütland]]. Sie fehlt auch in den [[Seealpen]] und im [[Oberrhein]]. Auf dem [[Balkanhalbinsel|Balkan]] fehlt sie in weiten Teilen [[Griechenland]]s sowie in den an die [[Adriatisches Meer|Adria]] grenzenden Gebieten. In den an das [[Marmarameer]] grenzenden Gebieten ist sie auch in [[Kleinasien]] vertreten. Das europäische Russland bewohnt sie bis zum [[Ural]] und erreicht mit dem Unterlauf des [[Ob]] auch Nordwestasien.&lt;br /&gt;
Die Karausche ist in Mittel- und Osteuropa bodenständig. Dabei existieren zwei seit 2 Millionen Jahren isolierte genetische Linien. Eine befindet sich im Donaubecken, die andere in den Flusssystemen, die die Ostsee entwässern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=K. Håkan Olsén, Madeleine Bonow |Titel=Crucian carp (Carassius carassius (L.)), an anonymous fish with great skills |Sammelwerk=Ichthyological Research |Datum=2022-09-29 |ISSN=1341-8998 |Sprache=en |DOI=10.1007/s10228-022-00892-z}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Karausche ist dem [[Karpfen]] ähnlich, aber hochrückiger; diese Ähnlichkeit drückt sich auch in den oben angeführten Beinamen wie Schneiderkarpfen, Bauernkarpfen, Steinkarpfen oder Moorkarpfen aus. Sie hat keine [[Barteln]] und besitzt im Vergleich zum [[Giebel (Fisch)|Giebel]] oder naturfarbenen [[Goldfisch]]en ein feineres Schuppenkleid. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu diesen beiden Arten ist die Anzahl der Schuppen in der [[Seitenlinienorgan|Seitenlinie]]. Die Karausche hat dort normalerweise zwischen 32 und 34, aber maximal 31–36 Schuppen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Maurice Kottelat, Jörg Freyhof |Titel=Handbook of european freshwater fishes |Verlag=Publications Kottelat |Ort=Cornol |Datum=2007 |ISBN=978-2-8399-0298-4 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Oberseite ist bräunlich mit grünlichem Glanz, die Flanken sind heller, die Unterseite hell, gelblich bis schmutzigweiß. Häufig besitzt sie eine leicht rötliche Flossenfärbung. Die Rückenflosse ist [[konkav und konvex|konvex]] und die Schwanzflosse ist nur geringfügig eingekerbt. Karauschen sind langsamwüchsig, können bis zu 64 Zentimeter lang werden und ein Gewicht von 3 Kilogramm erreichen. Je nach Umwelt- und Ernährungsbedingungen treten zwei Wuchsformen auf. In großen Seen bildet sich häufig eine hochrückige Form (Tellerkarausche), während in Kleingewässern eine als Steinkarausche bezeichnete Kümmerform auftreten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Flosse#Flossenformel|Flossenformel:]] [[Flosse#Rückenflosse|Dorsale]] 3–4/14–21, [[Flosse#Afterflosse|Anale]] 3/5–8, [[Flosse#Brustflossen|Pectorale]] 1/12–13, [[Flosse#Bauchflossen|Ventrale]] 2–3/7–8&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sterba&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Günther Sterba]] |Titel=Süßwasserfische der Welt |Verlag=Weltbild |Ort=Augsburg |Datum=2002 |ISBN=3-89350-991-7}} &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:CarassiusCarassiusHabitat.JPG|mini|Karauschen[[habitat]] in einem verkrauteten flachen Weiher am [[Nederrijn]]]]&lt;br /&gt;
Die Karausche bevorzugt flache, stark bewachsene Seen, Weiher und Teiche. Sie meidet kalte, schnell fließende Gewässer und ist in den Auen größerer Flüsse wie Rhein, Donau und Oder zu finden. Selbst in kleinsten sauerstoffarmen, verschlammten Dorftümpeln ist sie zu finden und kann dabei abhängig vom angereicherten Glykogengehalt über mehrere Wochen fast ohne Sauerstoff überleben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/weltmeister-im-luftanhalten-die-karausche/ &amp;#039;&amp;#039;Weltmeister im Luftanhalten: die Karausche.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;wissenschaft.de&amp;#039;&amp;#039; vom 1. Oktober 2004. Die Fische können mehrere Tage nahezu ohne Sauerstoff auskommen (&amp;#039;&amp;#039;[[Science]]&amp;#039;&amp;#039; Bd. 306, S. 77, 2005).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Karauschen können oft noch unter extremen Bedingungen wie in sauren Moorgewässern bei niedrigem Sauerstoffgehalt und sehr geringem Nahrungsangebot kleine Populationen bilden. Der im Blut der Karauschen enthaltene Alkoholanteil ermöglicht ihnen, ein vollständiges Durchfrieren von Gewässern zu überleben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Otfried Wüstemann |Titel=Die Karausche – Fisch des Jahres 2010 |Sammelwerk=Unser Harz – Zeitschrift für Heimatgeschichte, Brauchtum und Natur |Nummer=8 |Datum=2010 |Seiten=170–171}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die große Widerstandsfähigkeit der Karausche hat dazu geführt, dass sie eine gewisse Bedeutung als Versuchsfisch erlangt hat. Niedrige Kümmerformen können sich bei Verbesserung der Lebensbedingungen zu normalen hochrückigen Formen entwickeln. Dabei reagiert sie mit ihrer Wuchsform auch auf Umwelteinflüsse wie [[Prädator|Prädation]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lars B. Pettersson, P. Anders Nilsson, Christer Brönmark |Titel=Predator recognition and defence strategies in crucian carp, Carassius carassius |Sammelwerk=Oikos |Band=88 |Nummer=1 |Datum=2000-01 |Seiten=200–212 |Sprache=en |DOI=10.1034/j.1600-0706.2000.880122.x}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Osteuropa haben sie lokal eine größere Bedeutung, vor allem in Gewässern, wo sie eine von nur wenigen existierenden Arten bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karauschen ernähren sich von Kleintieren, wie den [[Larve]]n der [[Zuckmücken]] und [[Eintagsfliegen]], und Pflanzen. Um Perioden ohne Zugang zu Nahrung zu überleben, legen Karauschen einen Zuckervorrat in Form von [[Glykogen]] im Leber- und Muskelgewebe an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Laichzeit bilden Mai und Juni. Das Weibchen legt etwa 150.000 bis 300.000 1–1,5 Millimeter große Eier, die an Wasserpflanzen kleben bleiben. Je nach Wassertemperatur schlüpfen die Larven nach drei bis sieben Tagen. Nach drei bis vier Jahren werden sie mit einer Länge von etwa 8 bis 15 Zentimeter geschlechtsreif.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdungssituation ==&lt;br /&gt;
Die [[Weltnaturschutzunion]] IUCN stuft die Karausche in der [[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Liste gefährdeter Arten]] insgesamt gesehen als „nicht gefährdet“ (&amp;#039;&amp;#039;Least Concern&amp;#039;&amp;#039;) ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN&amp;quot;&amp;gt;{{IUCN |Year=2009 |ID=3849 |ScientificName=Carassius carassius |YearAssessed=2008 |Assessor=Freyhof, J. &amp;amp; Kottelat, M. |Download=7. März 2010 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings wird ein allmählicher und anhaltender Bestandsrückgang in einzelnen Gewässern festgestellt, speziell im Flusssystem der Donau und allgemein in Zentraleuropa. Die Ursache dafür könnte Konkurrenzdruck und Hybridisierung durch den eingeführten auch als [[Silberkarausche]] bekannten Giebel (Carassius gibelio) oder ausgesetzte Goldfische sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=B. Hanfling, P. Bolton, M. Harley, G. R. Carvalho |Titel=A molecular approach to detect hybridisation between crucian carp (Carassius carassius) and non-indigenous carp species (Carassius spp. and Cyprinus carpio) |Sammelwerk=Freshwater Biology |Band=50 |Nummer=3 |Datum=2005-03 |ISSN=0046-5070 |Seiten=403–417 |Sprache=en |DOI=10.1111/j.1365-2427.2004.01330.x}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland steht die Karausche auf der Roten Liste gefährdeter Arten in der Kategorie&amp;amp;nbsp;2: stark gefährdet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jörg Freyhof |Titel=Rote Liste der im Süßwasser reproduzierenden Neunaugen und Fische (Cyclostomata &amp;amp; Pisces), fünfte Fassung |Sammelwerk=Naturschutz und Biologische Vielfalt |Band=70 |Nummer=1 |Seiten=291–316}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Gefährdungsursache wird der Verlust und die Degradation pflanzenreicher Kleingewässer, vor allem auch durch die Landwirtschaft, verantwortlich gemacht. Die Karausche gehört auch zum Nahrungsspektrum des Kormorans, der maßgeblich an der Dezimierung letzten natürlichen Restbestände am mittleren Oberrhein ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=LFVBW |url=https://www.lfvbw.de/images/naturschutz/Gesamtbericht_Karausche_2017web.pdf |titel=Gesamtbericht Karausche |werk=Lfvbw.de |hrsg=Landesfischereiverband Baden Württemberg |datum=2017 |format=PDF |sprache=de |abruf=2022-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Niedersachsen versuchen deshalb Sportfischer und Freizeitangler, die Karausche durch gezielten Besatz wieder zu verbreiten. Ihren Platz auf der Roten Liste verdankt die Karausche der anhaltenden Zerstörung oder nachhaltigen Veränderung ihrer ebenfalls bedrohten Lebensräume: kleine Tümpel und Standgewässer, Altarme und Auen, Gewässertypen, die von Angelvereinen in Niedersachsen in den letzten Jahren vermehrt neu geschaffen oder renaturiert wurden. In solchen Kleingewässern können die ausgesetzten Fische jetzt wieder selbstständig laichen und sich vermehren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.dafv.de/index.php/home/nachrichten-und-pressemitteilungen/artenschutzprojekt-karausche-erfolgreich-fortgesetzt |text=„Artenschutzprojekt Karausche erfolgreich fortgesetzt“ Pressemitteilung des Deutschen Angelfischerverbands e.&amp;amp;nbsp;V. vom 13. Oktober 2014 |wayback=20150705104452}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Verband Deutscher Sportfischer]], der sie zum [[Fisch des Jahres (Deutschland)|Fisch des Jahres]] 2010 gekürt hat, weist darauf hin, dass ihre Bestände durch die Zerstörung der natürlichen Lebensräume in [[Deutschland]] und [[Österreich]] zurückgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.vdsf.de/fishoftheyear/2010.html |text=Verband Deutscher Sportfischer (VDSF) |wayback=20100228175622}} zur Karausche&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Karausche 2022.jpg|alt=Karausche bei einer Bestandsaufnahme in Karlsruhe im Rahmen eines Artenschutzprojektes der Fischereibehörde Karlsruhe|mini|Karausche bei einer Bestandsaufnahme in Karlsruhe im Rahmen eines Artenschutzprojektes der Fischereibehörde Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Angeln auf Karauschen ==&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2004 wurde eine Karausche von 3,5&amp;amp;nbsp;kg im [[Pichlinger See]] bei [[Linz]] in [[Österreich]] mit einem [[Boilie|Vanilleboilie]] als Köder gefangen. Große Karauschen werden auch aus dem Fluss [[Niers]], dem [[Poelvennsee]] nahe der holländischen Grenze gemeldet. Berühmt wurden die „Karauschen von Westerdeichstrich“ bei [[Büsum]], die dort in großen Gewichten gefangen werden. In Osteuropa und in Russland erreichen Karauschen die größten Endgewichte, in Russland sogar bis 5&amp;amp;nbsp;kg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karauschen sind ökologisch sehr anpassungsfähig, man findet sie in kleinen, flachen, stark verkrauteten und verschlammten Teichen, die sich im Sommer stark erwärmen, in Moortümpeln, Torfstichen, isolierten Waldseen, Dorfteichen, aber auch in Parkteichen und großen Seen, wo abgetrennte, stille Buchten mit ausgedehnten Seerosenfeldern den Karauschen ideale Lebensraum bieten können. In Kleinstgewässern, wo Karauschen und [[Schleie]]n die einzigen Fischarten sind, [[Verbuttung|verbutten]] die Bestände häufig. Nur wenn [[Hecht]]e ebenfalls im Lebensraum der Karauschen vorkommen, können sich gesunde Bestände entwickeln, da die Raubfische die Futterkonkurrenz der Karauschen untereinander reduzieren und die Population regulieren. In gleichförmigen flachen stehenden Gewässern ziehen Karauschenschwärme oft in Gesellschaft mit gleichaltrigen [[Karpfen]] auf Nahrungssuche umher. Die natürliche Nahrung der Karauschen sind Mücken- und Köcherfliegenlarven, kleine Schnecken und Muscheln. Große Karauschen sind oft nachtaktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fangverbote ===&lt;br /&gt;
Nach den Landesfischereiverordnungen der deutschen Bundesländer [[Bayern]] (AVBayFiG Anlage Schonzeiten), [[Berlin]] (LFischO Anlage 1&amp;lt;ref&amp;gt;https://gesetze.berlin.de/perma?d=jlr-FischOBEV3Anlage1&amp;lt;/ref&amp;gt;), [[Hessen]] (§ 1) und [[Rheinland-Pfalz]] (§ 20/2) darf dort der Fang auf Karauschen nicht ausgeübt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Karausche in der Literatur ==&lt;br /&gt;
Der russische Schriftsteller [[Michail Jewgrafowitsch Saltykow-Schtschedrin|Saltykow-Schtschedrin]] hat der Karausche in seinem Märchen &amp;quot;Die idealistische Karausche&amp;quot; (1884)  ein literarisches Denkmal gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;«Карась-идеалист»&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese will in Verkennung der Tatsache, dass sie selbst Kleinlebewesen frisst und ihrerseits wiederum den Mönchen zur Fastenspeise dient, ihre Nachbarin, die skeptische [[Barbe]], von ihrer idealen Weltsicht überzeugen – bis eines Tages der Hecht sie über ihren Diskursen aus Versehen verschlingt. Die Karausche gilt in Russland seither als Sinnbild des weltfremden [[Gutmensch]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Ein Beispiel bei Eberhard Reissner: &amp;#039;&amp;#039;Das russische Drama der achtziger Jahre.&amp;#039;&amp;#039; München. Berlin. Washington D.C. : Sagner i.K. 1992, S. 119. [https://library.oapen.org/bitstream/id/4cb0bcad-bda6-461f-b40b-cadf817f272f/1003760.pdf Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theatergeschichtliche Berühmtheit erlangte die Karausche durch [[Witold Gombrowicz]]s bekanntestes Bühnenwerk, &amp;#039;&amp;#039;Yvonne, die Burgunderprinzessin&amp;#039;&amp;#039; (1935). Die Titelheldin wird darin durch ein absurdes [[Attentat]] mithilfe einer grätenreichen Karauschenmahlzeit ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fr.de/kultur/theater/mateja-koleznik-inszeniert-yvonne-die-burgunderprinzessin-wir-moerderischen-angsthasen-91071898.html |titel=Mateja Koleznik inszeniert „Yvonne, die Burgunderprinzessin“: Wir mörderischen Angsthasen |sprache=de |abruf=2023-01-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Uwe Hartmann |Reihe=Steinbachs Naturführer |Titel=Süßwasserfische |Auflage=2 |Verlag=Ulmer |Ort=Stuttgart |Datum=2003 |ISBN=3-8001-4296-1}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Günther Sterba]] |Titel=Süßwasserfische der Welt |Verlag=Weltbild |Ort=Augsburg |Datum=2002 |ISBN=3-89350-991-7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Petru Bănărescu]] |Datum=1961 |Titel=Einige Fragen zur Herkunft und Verbreitung der Süßwasserfischfauna der europäisch- mediterranen Unterregion |Sammelwerk=Archiv für Hydrobiologie |Band=57 |ISSN=0003-9136 |Seiten=57, 73, 76, 85}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Petru Bănărescu |Titel=Fauna Republicii Populare Romîne, Pisces-Osteichthyes |Fundstelle=daraus: Umbridae |Ort=Bukarest |Datum=1964 |Seiten=285–291 |Sprache=ro}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Petru Bănărescu |Datum=1961 |Titel=Tiergeographische Betrachtungen über die Fischfauna des Donaubeckens |Sammelwerk=Verhandlungen des Internationalen Verein Limnologie |Band=14 |ISSN=0368-0770 |Seiten=386–389 |DOI=10.1080/03680770.1959.11899300}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Otfried Wüstemann |Titel=Die Karausche – Fisch des Jahres 2010 |Sammelwerk=Unser Harz – Zeitschrift für Heimatgeschichte, Brauchtum und Natur |Nummer=8 |Datum=2010 |Seiten=170–171}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Carassius carassius|Karausche}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Fishbase|g=Carassius|s=carassius}}&lt;br /&gt;
* [https://biodiv-atlas.de/fische/#!/species/40067/details &amp;#039;&amp;#039;Carassius carassius&amp;#039;&amp;#039;] im Fischartenatlas der [[Gesellschaft für Ichthyologie|Deutschen Ichthyologischen Gesellschaft e.V.]] (Verbreitungsdaten aus Deutschland und Österreich, weitere Informationen)&lt;br /&gt;
* [https://www.pivi.de/arten/fische/karpfenfische/karausche/ Karausche] auf pivi.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Fisch des Jahres in Deutschland&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Fisch des Jahres in Österreich&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4554088-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karpfenfische]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speisefisch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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