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	<title>Kappmannsgrund - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T23:11:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kappmannsgrund&amp;diff=2769708&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;XPosition: +Coord. auf ungefähre Mitte von Kappmannsgrund</title>
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		<updated>2022-05-15T17:37:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Coord. auf ungefähre Mitte von Kappmannsgrund&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kappmannsgrund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im Südosten von Großgartach – heute Teilort der Gemeinde [[Leingarten]] im [[Landkreis Heilbronn]] – ist südlich der Heilbronner Straße ein Wohngebiet und ein [[Archäologie|archäologischer]] Fundplatz für Gegenstände aus [[Urgeschichte|prähistorischer]] Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funde ==&lt;br /&gt;
;1960er Jahre&lt;br /&gt;
Ab Ende der 1960er Jahre, im Bauabschnitt II des Baugebiets,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Fundberichte aus Baden-Württemberg 2&amp;#039;&amp;#039; (1975), S. 20. Nach: &amp;#039;&amp;#039;heilbronnica 5. Beiträge zur Stadt- und Regionalgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Heilbronn 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden im Bereich der  Hafnerstraße, Stettiner Straße, Klingenberger Straße, Sudetenstraße und Eldoradostraße in Kanalisationsgräben zahlreiche Gruben einer vorgeschichtlichen Siedlung angeschnitten, mit einer großen Zahl [[Linearbandkeramische Kultur|bandkeramisch]] verzierter [[Keramik]]scherben und zahlreichen unverzierten Scherben von [[Kumpf|Kümpfen]] und Vorratsgefäßen mit Knubben und Henkelösen neben einigen wenigen Scherben der [[Rössener Kultur]]. Außerdem fand man gebrannte Lehmbrocken mit Stangenabdrücken, einige Bruchstücke von [[Mahlstein|Mahl-]] und Reibsteinen aus [[Sandstein]], kleine angeschliffene Stücke von [[Hämatit|Roteisenstein]], Scheiben eines Steinbeils aus [[Amphibolgruppe#Calcium-Amphibole|Hornblendenschiefer]], einige Klingen und Klingenbruchstücke und einen Schaber mit Resten von [[Schäftung (Vor- und Frühgeschichte)|Schäftungspech]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man entdeckte [[Glätter]] aus [[Bein (Werkstoff)|Bein]] und die Hälfte eines aus einem Röhrenknochen zugeschliffenen Beils, Hornzapfen einer [[Wildziege|Bezoarziege]] und eine Muschelschale neben Bruchstücken von Gefäßen aus der [[Urnenfelderkultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2009&lt;br /&gt;
2009, vor Beginn der Bauarbeiten im Bauabschnitt III des Baugebiets,&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Hees (s. Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde die Fläche [[Archäologie|archäologisch]] untersucht. Dabei fand man einzelne [[Bandkeramische Kultur|bandkeramische]] [[Keramik]]scherben aus dem frühen [[Jungsteinzeit|Neolithikum]] (5500–5000 v. Chr.). Die meisten Fundstücke stammten aber aus einer Siedlung der mittelneolithischen &amp;#039;&amp;#039;[[Großgartacher Kultur]]&amp;#039;&amp;#039; (4800–4600 v. Chr.), neben Keramikscherben [[Feuerstein|Silexgeräte]], [[Dechsel]], Beilfragmente aus Stein und Tierknochen. Entdeckte [[Pfostengrube]]n ergaben einen 9 Meter breiten und über 22 Meter langen Hausgrundriss. Nach der Lage von Lehmentnahmegruben und Pfostenlöchern kann man mindestens zwei weitere Häuser im Fundbereich vermuten. Die kleine Siedlung setzte sich nach Westen fort, wie frühere Funde zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Reste einer Siedlung aus der Urnenfelderzeit (1300–800 v. Chr.) wurden ergraben: fünf Vorratsgruben, vier Abfallgruben und einige Pfostenlöcher. Neben Keramikscherben aus der Zeit um das Jahr 1000 v. Chr. fand man [[Hüttenlehm]], Tierknochen und Schalen von Flussmuscheln in den Gruben, daneben Fragmente von [[Bronze]]nadeln und einem Bronzemesser. Abseits der Siedlung lag eine kleine Gräbergruppe mit vier [[Brandgrab|Brandgräbern]]. In zwei Gräbern befand sich eine [[Bestattungsurne|Urne]] mit [[Leichenbrand]] und eine kleine Schale. Eine der Urnen stand auf dem Fragment eines Mahlsteins und bei den beiden anderen Gräbern lag der Leichenbrand ohne Urne in einer flachen Grube, einmal zusammen mit einem bronzenen Armring und einem Nadelfragment in der Asche. Vier Gefäße standen daneben, und das Ganze war mit Scherben eines großen Vorratsgefäßes bedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Funde stammen aus der [[Latènezeit|Spätlatènezeit]] (190 v. Chr. bis Christi Geburt): eine kleine Gruppe aus zwei [[Grubenhaus|Grubenhäusern]] und drei Abfallgruben, außerdem eine zweite aus drei Grubenhäusern und drei Vorratsgruben 200 Meter entfernt. Eine dritte, heute überbaute Gruppe ist durch Altfunde bekannt. Vor allem Keramikreste wurden gefunden, handgearbeitete Grob- und Feinkeramik, wenig [[Graphit]]tonkeramik und einzelne Scherben von [[Töpferscheibe|Drehscheibenware]]. Neben Tierknochen und Hüttenlehm fand man zahlreiche Bruchstücke von großen [[Briquetage]]-Gefäßen. Drei [[Handspindel|Spinnwirtel]] und Fragmente von zwei bronzenen Armringen stammen aus einem Grubenhaus. Drei aufgefundene Mahlsteinfragmente bestehen aus [[Vulkanit|Vulkangestein]]. Die kleine, unbefestigte [[Streusiedlung]] lag zwischen der zwei Kilometer entfernten [[Kelten|keltischen]] [[Viereckschanze]] &amp;#039;&amp;#039;Röthe&amp;#039;&amp;#039; im Ortsteil Schluchtern – möglicherweise das zugehörige „Machtzentrum“&amp;lt;ref&amp;gt;Olivier Büchsenschütz und Caroline von Nicolai: &amp;#039;&amp;#039;Gut geschützt im Viereck. Leben auf dem Lande in spätkeltischer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Welt der Kelten.&amp;#039;&amp;#039; Thorbecke Verlag, Ostfildern 2012, S. 386f. ISBN 978-3-7995-0752-3&amp;lt;/ref&amp;gt; – und den beiden drei Kilometer entfernten [[Viereckschanzen bei Nordheim (Württemberg)|Viereckschanzen bei Nordheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin Hees: &amp;#039;&amp;#039;Leingarten, Kreis Heilbronn. Archäologische Untersuchungen im Neubaugebiet Kappmannsgrund.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2009&amp;#039;&amp;#039;. Theiss-Verlag, Stuttgart 2010, S. 84–87. ISBN 978-3-8062-2364-4&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Tanja Ochs |Titel=Überraschungen aus der Steinzeit |Sammelwerk=[[Heilbronner Stimme]] |Datum=2009-10-17 |Online=[http://www.stimme.de/1670217 bei stimme.de] |Abruf=2012-10-12}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Anja Krezer |Titel=Ein Klumpen entpuppt sich als Knochen |Sammelwerk=Heilbronner Stimme |Datum=2009-05-08 |Online=[http://www.stimme.de/1525459 bei stimme.de] |Abruf=2012-10-12}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=49.14079|EW=9.13080|type=landmark|region=DE-BW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz im Landkreis Heilbronn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leingarten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;XPosition</name></author>
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