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	<title>Kapnikarea-Kirche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-11-24T23:05:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Church ermou street.jpg|mini|Die Kirche von Osten gesehen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Athén, Kapnikarea, alaprajz.jpg|mini|Grundrisszeichnung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:3, Παναγία της Καπνικαρέας (photosiotas).jpg|mini|Blick von Südosten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:6, Παναγία της Καπνικαρέας (photosiotas).jpg|mini|Kapelle der heiligen Barbara]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Holy Church of Kapnikarea. 11th cent.jpg|mini|Westfront der Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:05Παναγία Καπνικαρέα7.jpg|mini|hochkant|Propylon]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapnikarea-Kirche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|Εκκλησία της Παναγίας Καπνικαρέας}}) ist eine [[Byzantinisches Reich|mittelbyzantinische]] [[Kreuzkuppelkirche]] aus dem 11. Jahrhundert in [[Athen]]. Sie ist der [[Gottesgebärerin|Muttergottes]] geweiht und liegt auf dem Platz Platia Kapnikareas an der Odos Ermou.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benennung ==&lt;br /&gt;
Die Kirche soll früher, in Erinnerung an ihre angebliche Erbauerin Prinzessinenkirche ({{elS|Παναγία της Βασιλοπούλας}}) genannt worden sein. Im 19. Jahrhundert, nach der [[Griechische Revolution|Griechischen Revolution]] war der Name &amp;#039;&amp;#039;Muttergottes von Prentza&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|Παναγία  του Πρέντζα}}) gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den heutigen Namen gibt es verschiedene Erklärungen. So soll der Name entstanden sein als die [[Osmanisches Reich|Osmanen]] 1689 in Athen Feuer legten. Die Ikone der Muttergottes war nach dem Brand rußgeschwärzt ({{elS|κατακαπνισμένη}}), blieb jedoch wie durch ein Wunder unbeschädigt. Eine andere Erklärung besagt, dass der Name von Kamoucharea abgeleitet wurde. Dieser soll auf den wertvollen Seidenstoff Kamouchas ({{elS|καμουχάς}}) Bezug nehmen, mit dem entweder die heilige Ikone behängt war oder der in der Umgebung der Kirche gefertigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die plausibelste Erklärung führt ihren Namen auf den Namen oder Beruf des Stifters ({{elS|καπνικάριος}} &amp;#039;Kapnikarios&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Eintreiber der Herdsteuer&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Mark C. Bartusis: &amp;#039;&amp;#039;Kapnikarios&amp;#039;&amp;#039; In Alexander P. Kazhdan (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Oxford Dictionary of Byzantium&amp;#039;&amp;#039;, [[Oxford University Press]], 2005 ([https://www.oxfordreference.com/display/10.1093/acref/9780195046526.001.0001/acref-9780195046526-e-2762 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;) zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Laut Überlieferung wurde die Kirche auf den Grundmauern eines antiken Tempels errichtet, der einer weiblichen Göttin, wahrscheinlich [[Athene]] oder [[Demeter]], geweiht war. Eine andere Legende besagt jedoch, dass an dieser Stelle zuvor eine ältere von der Kaiserin [[Aelia Eudocia]] errichtete Kirche stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kreuzkuppelkirche, die der [[Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem|Mariä Opferung]] geweiht war, wurde während des dritten Viertels des 11. Jahrhunderts erbaut. Als man etwa bis zur Höhe des [[Zahnschnitt]] gelangt war, stellte man den Bau zunächst ein. Kurze Zeit später wurde der Bau fortgesetzt und gleichzeitig die [[Saalkirche]], die der [[Barbara von Nikomedien|heiligen Barbara]] geweiht wurde, im Norden angebaut. Die Kapnikarea diente sehr wahrscheinlich als [[Katholikon]] eines [[Kloster]]s. Im frühen 12. Jahrhundert wurde eine [[Portikus|offene Säulenhalle]] im Westen angebaut. Als Zugang wurde im Süden ein kleiner [[Propylon|Torbau]] errichtet. Die Säulenhalle wurde später geschlossen und so in einen Exo[[narthex]] umgewandelt. Außerdem wurde im Norden ein Glockenturm angebaut. Nach anderer Interpretation der Bausubstanz wurde die Kirche der heiligen Barbara erst während der [[Herzogtum Athen|spätfränkischer Zeit]] (15. Jahrhundert) errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Griechischen Revolution, in den Jahren 1826 und 1827 wurde die Kirche und vor allem der nördliche Anbau stark beschädigt. Vor 1836 ließ der Kommandant Ioannis Prentzas ({{elS|Ιωάννης Πρέντζας}}) die Kirche wieder aufbauen und weihte ihr eine alte [[Ikone]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 wurde der Abriss der Kirche durch den Architekten [[Leo von Klenze]], der den Verlauf der Hermesstraße (Ermou) plante, vorgesehen, aber [[Ludwig I. (Bayern)|Ludwig von Bayern]] konnte seinen Sohn [[Otto (Griechenland)|Otto]], den König von Griechenland, von der kunsthistorischen Bedeutung der Kirche überzeugen. Auch ein Wiederaufbau an anderer Stelle wurde erwogen. Schließlich wurde die Straße um die Kirche herum angelegt. Ein weiteres Mal sollte sie 1863 abgerissen werden, dies konnte jedoch durch die Intervention der Gemeinde verhindert werden. Nach 1836 wurde der Eingang im Süden zugemauert. Nachdem die ursprünglichen Malereien Anfang des 20. Jahrhunderts verloren waren, wurden der Narthex, der Exonarthex und die Kapelle der heiligen Barbara von einem unbekannten Künstler mit Fresken versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 wurde die Kapnikarea der [[Nationale und Kapodistrias-Universität Athen]] überantwortet. Sie diente nach der Renovierung ab 1935 als Universitätskirche. Ab 1942 schmückte [[Fotis Kontoglou]] die Wände der Kirche mit Fresken. Er begann zunächst mit der Apsis. Kontoglous Studenten führten seine Arbeit später weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Erdbeben am 24. Februar 1981 bei den [[Alkyoniden (Inselgruppe)|Alkyoniden]] wurde die strukturelle Integrität des Bauwerks geschwächt. Ein weiteres [[Erdbeben von Athen 1999|Erdbeben in Athen am 7. September 1999]] verursachte Risse im [[Tambour (Architektur)|Turm]] der Kirche. Bei der Bohrung des Tunnels für die U-Bahn der Linie 3 der [[Metro Athen]] entstanden Brüche im südlichen und nordöstlichen Teil des Bodens der Kapnikarea. Seit April 2003 verkehrt die U-Bahn täglich 17 m unter der Kirche. 2009 wurde untersucht, welchen Einflüssen die Kirche ausgesetzt ist und wie sie restauriert und vor weiterem Schaden bewahrt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Ioannis Kassaras, Nicholas Voulgaris Anna Maria Metheniti, Anthony Swain: &amp;#039;&amp;#039;Vulnerability investigation of Kapnikarea chapel (Athens) using microtremor. Preliminary results.&amp;#039;&amp;#039; Patras 2010 ([https://www.researchgate.net/publication/258031882_VULNERABILITY_INVESTIGATION_OF_KAPNIKAREA_CHAPEL_ATHENS_USING_MICROTREMOR_PRELIMINARY_RESULTS Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2009 restauriert das Ephorat der Altertümer von Athen in Zusammenarbeit mit der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen die Fresken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Äußeres ===&lt;br /&gt;
Bei dem rechteckigen Hauptbau von etwa 12,50 × 9,30 m handelt es sich um eine Viersäulenkirche mit eingeschriebenem Kreuz. Sie wurde in [[Cloisonné-Mauerwerk]], bei dem die Steine durch dünne rote Ziegel an allen Seiten voneinander getrennt sind, errichtet. Außerdem gibt es ein umlaufendes Zahnschnitt-[[Gesims|Sims]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die achtseitige Kuppel besteht aus acht Bögen, die von acht Marmorsäulen mit Kapitellen getragen werden. Im Osten verfügt sie über drei dreiseitige Apsiden. Die Fenster sind von einfachen oder doppelten Bögen aus Ziegel überspannt. Die zweiteiligen Fenster in den Giebeln der Langseiten an den äußeren Apsiden und das dreiteilige Fenster der mittleren Apsis haben als Mittelpfosten Marmorsäulen mit Kapitellen, die mit herzförmigem Blattwerk verziert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nordosten sieht man noch Reste des ursprünglichen Mauerwerks in Cloisonné-Mauerwerk der nördlichen Kapelle. Beim späteren Wiederaufbau wurde weniger Sorgfalt bewiesen und große Blöcke und zum Teil unbearbeitete Steine verwendet. Sie hat ebenfalls eine achtseitige Kuppel bei der die Bögen von acht Marmorsäulen mit Kapitellen getragen werden. Wahrscheinlich um dem Gewicht der Kuppel standzuhalten, wurde die Mauerstärke vom Altarraum bis zum Exonarthex etwa verdoppelt. An der Nordseite hat die Kapelle zwei große Fenster und zwei Türen, eine, die in den Altarraum führt, und eine, die zum Exonarthex führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Exonarthex im Westen hat ein [[Joch (Architektur)|vierjochiges]] Dach. Die Front wurde symmetrisch aufgeteilt, weshalb die vier Jochs nicht symmetrisch zu den Kirchenschiffen stehen. Auch hier wurde die Cloisonné-Technik verwendet. Außerdem findet man [[Kufi|Pseudokufische]] Verzierungen. Das Dach des Propylon im Süden wird von zwei [[Kannelierung|unkannelierte]] Säulen mit Kapitellen getragen. Das Mosaik über der Tür zeigt die [[Gottesgebärerin|Muttergottes mit dem Jesuskind]] und stammt aus der Neuzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Χριστιανική Ναοί 14.jpg|mini|Exonarthex]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Χριστιανική Ναοί 11.jpg|mini|Das Innere der Kreuzkuppelkirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:07Παναγία Καπνικαρέα.jpg|mini|Christus Pantokrator]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kampnikarea interior 03 left side.jpg|mini|Das Innere der Kirche der heiligen Barbara]]&lt;br /&gt;
=== Inneres ===&lt;br /&gt;
Durch das Propylon betritt man den Exonarthex. Das südliche und die beiden nördlichen Joche haben jeweils ein [[Tonnengewölbe]], während das Dach des Jochs, das mit dem Mittelschiff der Kreuzkuppelkirche zusammenfällt, von einem [[Gewölbe#Kreuzgewölbe|Kreuzgewölbe]] getragen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kuppel der Kreuzkuppelkirche wird von vier unkannelierten Säulen, eine mit korinthisierendem und drei mit korinthischen Kapitellen, getragen. Hierfür wurden christliche Kapitelle aus dem 5. Jahrhundert wiederverwendet. In der Kuppel ist wie in allen orthodoxen Kirchen Christus [[Pantokrator]] abgebildet. Die marmorne [[Chorschranke]] ersetzte 1961/1962 die hölzerne aus dem Jahre 1937/1938. Sie soll die ursprüngliche mittelbyzantinische Schranke imitieren, von der ein Einzelfeld gefunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kapelle der heiligen Barbara ist mit der Kreuzkuppelkirche verbunden und man kann sie von dort direkt betreten. Eine aus Holz geschnitzte [[Ikonostase]] trennt den [[Naos (Architektur)|Naos]] vom [[Chor (Architektur)|Chorraum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Richard Speich: &amp;#039;&amp;#039;Südgriechenland I&amp;#039;&amp;#039;, [[Kohlhammer Verlag|Verlag W. Kohlhammer]], 1978, ISBN 3-17-004690-X, S. 125–126&lt;br /&gt;
* Nikolaos Gkioles: &amp;#039;&amp;#039;The Church of Kapnikarea in Athens: Remarks on its history, typology and form&amp;#039;&amp;#039;, 2006 ([https://www.researchgate.net/publication/47394446_The_Church_of_Kapnikarea_in_Athens_Remarks_on_its_history_typology_and_form Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kapnikarea}}&lt;br /&gt;
* [http://odysseus.culture.gr/h/2/eh251.jsp?obj_id=833 Kapnikarea-Kirche] auf den Seiten des griechischen Ministeriums für Kultur und Tourismus (englisch, griechisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=37.9763692|EW=23.7285966|type=landmark|name=Kapnikarea-Kirche|region=GR-I}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Muttergotteskirche|Athen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Athen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreuzkuppelkirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marienkirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude der Kirche von Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Byzantinisches Kirchengebäude]]&lt;/div&gt;</summary>
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