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	<title>Kapitalmarkttheorie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T12:26:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kapitalmarkttheorie&amp;diff=42593&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gunnar.Kaestle: spezifischere Wikilink-Auswahl</title>
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		<updated>2024-12-21T13:58:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;spezifischere Wikilink-Auswahl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapitalmarkttheorie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man in der [[Mikroökonomie]] mehrere [[Theorie]]n, die sich mit dem Zusammenhang zwischen [[Risiko]] und [[Ertrag]] von [[Finanzprodukt]]en auf dem [[Geldmarkt|Geld-]] und [[Kapitalmarkt]] befassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Kapitalmarkttheorien gehen davon aus, dass die separate Betrachtung der [[Rendite]]n einzelner Finanzprodukte wenig aussagefähig ist. Vielmehr gehört das [[Unternehmen]], das ein [[Wertpapier]] [[Emission (Wirtschaft)|ausgegeben]] hat ([[Emittent (Finanzmarkt)|Emittent]]), zu einem Gesamtmarkt. Auf diesem Gesamtmarkt existieren zwischen Renditen einzelner Emittenten [[Interdependenz]]en, die es zu analysieren gilt. Das liegt daran, dass die Rendite sowohl durch den Emittenten beeinflusst wird ([[unsystematisches Risiko]]) als auch durch die Entwicklung des Gesamtmarktes ([[systematisches Risiko]]). Die meisten Kapitalmarkttheorien gehen davon aus, dass sich der Kapitalmarkt im [[Allgemeines Gleichgewichtsmodell|Gleichgewicht]] befindet. Empirisch lassen sich jedoch so genannte [[Kapitalmarktanomalie]]n beobachten, die dieser Annahme widersprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassische Kapitalmarkttheorie ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;klassische Kapitalmarkttheorie&amp;#039;&amp;#039; ist aus der [[Portfoliotheorie]] entwickelt worden und analysiert, welche Wertpapierkurse oder Wertpapierrenditen sich im [[Marktgleichgewicht]] auf einem vollkommenen Kapitalmarkt einstellen. Die klassische Kapitalmarkttheorie beruht auf dem Prinzip, dass es eine [[Linearität (Mathematik)|lineare]] Beziehung zwischen Risiko und Rendite gibt, wonach höhere Renditen nur durch höheres Risiko erzielt werden können. Sie geht von der Existenz eines [[Vollkommener Kapitalmarkt|vollkommenen Kapitalmarktes]] aus. Danach handelt jeder [[Marktteilnehmer]] vollkommen [[Rationalität|rational]], besitzt [[vollkommene Information]]en und strebt [[Nutzenmaximierung]] an. Es bestehen keine räumlichen, zeitlichen oder persönlichen [[Präferenz (Wirtschaftswissenschaften)|Präferenz]]en. Alle [[Handelsobjekt]]e sind [[Homogenität (Wirtschaft)|homogen]] und von gleicher [[Qualität]], es gibt keine [[Transaktionskosten]], [[Steuer]]n oder [[Marktschranke]]n. Marktteilnehmer ist der [[Homo oeconomicus]] als rational-objektiver [[Anleger (Finanzmarkt)|Anleger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klassische Kapitalmarkttheorie geht davon aus, dass allen Marktteilnehmern jederzeit alle Informationen zur Bewertung eines Finanzprodukts zur Verfügung stehen. Durch diese ergibt sich ein fundamentaler oder gleichgewichtiger, fairer [[Gleichgewichtspreis|Preis]] für ein Finanzprodukt. Preisschwankungen sind nicht prognostizierbare, zufällige Abweichungen von diesem Wert. Diese klassische Kapitalmarkttheorie entwickelte [[Harry Markowitz]] im Jahre 1952 als [[Portfolio Selection]].&amp;lt;ref&amp;gt;Harry Markowitz: &amp;#039;&amp;#039;Portfolio Selection&amp;#039;&amp;#039;, in: Journal of Finance, Vol. 7, 1952, S. 77 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[James Tobin]] wandte 1958 das Markowitz-Modell bei der Entwicklung seiner [[Geldnachfrage]]theorie an.&amp;lt;ref&amp;gt;James Tobin: &amp;#039;&amp;#039;Liquidity Preference as a Behavior Towards Risk&amp;#039;&amp;#039;, in: Review of Economic Studies, Vol. 26, 1958, S. 65 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei erweiterte er die klassische Theorie um die Möglichkeit einer [[Risikofreier Zinssatz|risikofreien Kapitalanlage]]. Ein negatives Gewicht für diese Anlageform würde, analog zu [[Leerverkauf|Leerverkäufen]] bei [[Aktie]]n, einer Kreditaufnahme entsprechen. Eine Weiterentwicklung dieser Modelle erfolgte später in verschiedenen Stufen. [[William F. Sharpe]] definierte 1964 das Risiko einer Kapitalanlage ausschließlich als deren statistische [[Volatilität]], also das Ausmaß der Schwankungen der [[Börsenkurs]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;William F. Sharpe: &amp;#039;&amp;#039;Capital Asset Prices: A Theory of Market Equilibrium Under Conditions of Risk&amp;#039;&amp;#039;, in: Journal of Finance, Vol. 19, September 1964, S. 425 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[John Lintner]] befasste sich 1965 mit der Bewertung risikobehafteter Finanzprodukte,&amp;lt;ref&amp;gt;John Lintner: &amp;#039;&amp;#039;The Valuation of Risk Assets and the Selection of Risky Investments in Stock Portfolios and Capital Budgets&amp;#039;&amp;#039;, in: Review of Economics and Statistics, Vol.47, Februar 1965, S. 13 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Jack Treynor]] trug mit dem nach ihm benannten [[Treynor-Quotient]]en&amp;lt;ref&amp;gt;Jack Treynor: &amp;#039;&amp;#039;How to rate management of investment funds&amp;#039;&amp;#039;, in: Harvard business review 43.1, 1965, S. 63 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; zum weiteren Verständnis des [[Capital Asset Pricing Model]] (CAPM) bei. [[Jan Mossin]] vervollständigte 1966 das nunmehr entstandene CAPM.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Mossin: &amp;#039;&amp;#039;Equilibrium in a Capital Asset Market&amp;#039;&amp;#039;, in: Econometrica, Vol. 34, Oktober 1966, S. 768 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Eugene Fama]] entwickelte 1970 den Begriff der [[Markteffizienzhypothese|Markteffizienz]]. Demnach ist ein Markt effizient, wenn seine [[Marktpreis]]e alle verfügbaren [[Information]]en reflektieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Eugene Fama: &amp;#039;&amp;#039;The Behavior of Stock Market Prices&amp;#039;&amp;#039;, in: Journal of Business, Januar 1965, S. 34 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Robert C. Merton]] erweiterte 1973 die CAPM durch die Mitarbeit am [[Black-Scholes-Modell]] zur Bewertung von [[Finanzoption]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert C. Merton: &amp;#039;&amp;#039;A intertemporal Capital Asset Pricing Model&amp;#039;&amp;#039;, in: Econometrica, September 1973, S. 867 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die von [[Stephen Ross]] 1976 entwickelte [[Arbitragepreistheorie]] fordert im Gegensatz zum CAPM kein Marktgleichgewicht mehr, sondern lediglich einen [[Arbitragefreiheit|arbitragefreien]] Wertpapiermarkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephen Ross: &amp;#039;&amp;#039;The Arbitrage Theory of Capital Asset Pricing&amp;#039;&amp;#039;, in: Journal of Economic Theory, Dezember 1976, S. 343 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das CAPM ist das wichtigste Preisbildungsmodell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neoklassische Kapitalmarkttheorie ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;neoklassische Kapitalmarkttheorie&amp;#039;&amp;#039; gilt in der Wissenschaft als bedeutendster Ansatz zur Bestimmung von Wertpapierkursen an den Finanzmärkten und baut auf der 1944 durch [[John von Neumann]] und [[Oskar Morgenstern]] entwickelten [[Erwartungsnutzentheorie]]&amp;lt;ref&amp;gt;Oskar Morgenstern/John von Neumann: &amp;#039;&amp;#039;Theory of Games and Economic Behavior&amp;#039;&amp;#039;, 1944, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt; auf, bei der rational handelnde Akteure den [[Erwartungswert]] ihrer Risikonutzenfunktion maximieren. Sie bildet die Grundlage rationalen Handelns bei [[Entscheidung unter Risiko|Entscheidungen unter Risiko]]. Sie postuliert, dass, wenn die Präferenz eines entscheidenden Akteurs bezüglich riskanter Handlungsalternativen die Axiome der Vollständigkeit, Stetigkeit und Unabhängigkeit erfüllt, eine Nutzenfunktion existiert, deren Erwartungsnutzen die Präferenz abbildet.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Bamberg/Adolf Gerhard Coenenberg: &amp;#039;&amp;#039;Betriebswirtschaftliche Entscheidungslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Kapitalmarkttheorien ==&lt;br /&gt;
Die [[Optionspreistheorie]] ist als eine spezielle Theorie der [[Spekulation (Wirtschaft)|Spekulation]] zu verstehen, deren erstes brauchbares Modell bereits im Jahre 1900 [[Louis Bachelier]] vorstellte.&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Bachelier: &amp;#039;&amp;#039;Théorie de la Spéculation&amp;#039;&amp;#039;, in: Annales scientifiques de l’École Normale Supérieure. Sér. 3, Bd. 17, 1900, S. 21 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Betriebswirtschaftslehre]] lieferte das Instrumentarium für eine dritte Analysestufe, die Theorie der Mikrostruktur von Finanzmärkten (&amp;#039;&amp;#039;Mikrostrukturtheorie&amp;#039;&amp;#039;), die speziell zur Untersuchung von intraorganisatorischen Prozessen einer [[Multilaterales Handelssystem|Handelsplattform]] Anwendung findet. Die Mikrostrukturtheorie zählt zu den neueren Entwicklungen der Kapitalmarkttheorie und untersucht vor allem Elemente des Handelsprozesses, Verhaltensweisen der Akteure ([[Händler]]), deren Vorgehensweisen bei der Informationsgewinnung, die Informationsverarbeitung, die [[Preisbildung]] und den Einfluss der Handelsorganisation auf die Akteure.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Franke: &amp;#039;&amp;#039;Neuere Entwicklungen auf dem Gebiet der Finanzmarkttheorie&amp;#039;&amp;#039;, in: WiSt Heft 8, 1993, S. 389&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kapitalmarktunvollkommenheit ==&lt;br /&gt;
Sowohl die Klassiker als auch die neoklassische Kapitalmarkttheorie gehen zunächst vom idealtypischen Zustand vollkommener Kapitalmärkte aus. In der Realität liegt jedoch aufgrund von [[Transaktionskosten]], [[Informationsasymmetrie]]n, begrenzt [[Rationalität|rationalem]] Verhalten, [[Liquidation]]skosten und nicht [[Risikodiversifizierung|risikodiversifizierten]] [[Portfolio]]s eine [[Kapitalmarktunvollkommenheit]] vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrei Shleifer: &amp;#039;&amp;#039;Inefficient Markets: An Introduction to Behavioral Finance&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 1857 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Single-Index-Modell]]&lt;br /&gt;
* [[Kapitalmarktrecht]]&lt;br /&gt;
* [[Risiko-Rendite-Paradoxon]]&lt;br /&gt;
* [[Fama-French-Dreifaktorenmodell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Manfred Steiner (Wirtschaftswissenschaftler)|Manfred Steiner]], Christoph Bruns: &amp;#039;&amp;#039;Wertpapiermanagement.&amp;#039;&amp;#039; 7. Aufl. Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2000, ISBN 3-7910-1542-7.&lt;br /&gt;
* Hans-Markus Callsen-Bracker, Hans Hirth: &amp;#039;&amp;#039;Risikomanagement und Kapitalmarkt.&amp;#039;&amp;#039; Callsen-Bracker, Berlin 2009, ISBN 978-3-941797-00-0.&lt;br /&gt;
* Jean-Pierre Danthine, John B. Donaldson: &amp;#039;&amp;#039;Intermediate Financial Theory.&amp;#039;&amp;#039; 2nd Edition. Elsevier Academic Press, Amsterdam 2005, ISBN 0-12-369380-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4137411-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kapitalmarkttheorie| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gunnar.Kaestle</name></author>
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