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	<title>Kapitalbindung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T09:59:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kapitalbindung&amp;diff=293395&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nina: keine sinnvolle Zwischenüberschrift, siehe WP:WSIGA#Überschriften und Absätze</title>
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		<updated>2025-12-22T18:49:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;keine sinnvolle Zwischenüberschrift, siehe &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:WSIGA&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:WSIGA (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:WSIGA#Überschriften und Absätze&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapitalbindung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[betriebswirtschaftliche Kennzahl]] für die in einem [[Unternehmen]] nicht sofort freisetzbaren [[Vermögensgegenstand|Vermögensgegenstände]] des [[Anlagevermögen|Anlage-]] und [[Umlaufvermögen]]s. Gegensatz ist die &amp;#039;&amp;#039;Kapitalfreisetzung&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kapital]] ist dann gebunden, wenn es nicht sofort [[Liquidität|liquide]] in Geld ausgezahlt werden kann, wenn seine [[Liquidierbarkeit]] eingeschränkt ist. In Unternehmen spielt die Kapitalbindung eine wichtige Rolle, weil das den Unternehmen zur Verfügung stehende [[Eigenkapital|Eigen-]] und [[Fremdkapital]] verzinst werden muss und daher auch [[Zinsaufwand]] (Fremdkapital) oder eine Gewinnverwendung ([[Dividende]] beim Eigenkapital) auslöst. Das vorhandene gebundene Gesamtkapital verursacht dann [[Ausgabe (Rechnungswesen)|Ausgaben]], die durch [[Einnahme]]n aus dem betrieblichen Produktionsprozess finanziert werden müssen. Damit ist die Kapitalbindung eine [[Stromgröße]]. Die Frage der Kapitalbindung taucht im Unternehmen erst auf, wenn [[Investition]]en getätigt werden, also wenn etwa Produktionsmaschinen angeschafft oder selbst hergestellt werden. Zudem führt auch jede Bestandshaltung im Umlaufvermögen ([[Lagerhaltung]]) zu einer Kapitalbindung. Die Kapitalbindung bleibt so lange bestehen, bis das Investitionsobjekt aus dem [[Betriebsvermögen]] ausscheidet oder die gelagerten Produkte verkauft wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kapitalbindungsdauer ==&lt;br /&gt;
Die Kapitalbindungsdauer drückt die aus einer getätigten Investition verursachten Ausgaben aus, die noch nicht durch erwartete Einnahmen gedeckt sind. Bei abnutzbarem Anlagevermögen (Produktionsmaschinen) verringert sich die Kapitalbindung im Zeitablauf durch die [[Abschreibung]]en, die über die erzielten [[Umsatzerlös]]e wiedergewonnen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Schmidt, [https://books.google.de/books?id=5PfqG2KgUxQC&amp;amp;pg=PA80&amp;amp;dq=kapitalbindung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=8gkLU-PrC4GNtAaY84HgAQ#v=onepage&amp;amp;q=kapitalbindung&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Kostenrechnung&amp;#039;&amp;#039;], 2008, S. 80.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch verringert sich die Kapitalbindung während des Investitionszeitraums. Die durchschnittliche Kapitalbindung &amp;lt;math&amp;gt;DKB&amp;lt;/math&amp;gt; ist das [[Arithmetisches Mittel|arithmetische Mittel]] aus dem Restwert einer Investition zu Beginn eines Geschäftsjahres &amp;lt;math&amp;gt;R_b&amp;lt;/math&amp;gt; und deren Restwert &amp;lt;math&amp;gt;R_e&amp;lt;/math&amp;gt; zum Ende des Geschäftsjahres:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;DKB = \frac {R_b + R_e}{2}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gleichung unterstellt, dass Investitionsgüter vollständig abgeschrieben werden und kein Restwert mehr verbleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf ähnliche Weise errechnet sich die Kapitalbindungsdauer beim Umlaufvermögen. Eine wichtige Kennzahl ist hier die &amp;#039;&amp;#039;Cash-to-Cash-Cycle Time&amp;#039;&amp;#039;, die sich als Summe verschiedener betrieblicher Teilprozesse ergibt. Dabei werden die [[Durchlaufzeit]]en (DLZ) eines [[Rohstoff]]s vom Eingangslager über die Produktionszeit (einschließlich Zwischenlagerungen) bis hin zum Ausgangslager addiert und die Laufzeit der Kundenforderung bis zu deren Bezahlung berücksichtigt. Von dieser Summe wird die DLZ der Lieferantenverbindlichkeiten abgezogen, die Differenz ist die &amp;#039;&amp;#039;Cash-to-Cash-Cycle Time&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kummer&amp;quot;&amp;gt;Sebastian Kummer, [https://books.google.de/books?id=-BxDuVIUQKQC&amp;amp;pg=PA62&amp;amp;dq=Cash-to-Cash-Cycle+Time&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=rSwLU_GFBsXftAabq4DQBA#v=onepage&amp;amp;q=Cash-to-Cash-Cycle%20Time&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Beschaffung, Produktion und Logistik&amp;#039;&amp;#039;], Band 1, 2009, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen der Kapitalbindung ==&lt;br /&gt;
Die Kapitalbindung ist Grundlage für die Ermittlung des [[Kapitalbedarf]]s in einer Unternehmung. Der Kapitalbedarf beginnt mit einer leistungswirtschaftlichen Auszahlung (Kapitalbindung) und endet mit einer entsprechenden Einzahlung (Kapitalfreisetzung).&amp;lt;ref&amp;gt;Burkhard Pauluhn, [https://books.google.de/books?id=c_zdxO4twIUC&amp;amp;pg=PA96&amp;amp;dq=kapitalbindung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=8gkLU-PrC4GNtAaY84HgAQ#v=onepage&amp;amp;q=kapitalbindung&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Die Verrechnung des Kapitalbedarfs im leistungswirtschaftlichen Bereich des Unternehmens&amp;#039;&amp;#039;], 1978, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt; Insofern ist jede Investition die zielgerichtete Bindung von Kapital.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus W. Terhorst, [https://books.google.de/books?id=Ro5MrvVIZAgC&amp;amp;pg=PA108&amp;amp;dq=kapitalbindung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=UBwLU_aHCIaStAbI1oCoAw#v=onepage&amp;amp;q=kapitalbindung&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Investition&amp;#039;&amp;#039;], 2009, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Je kürzer die Kapitalbindung, umso geringer sind die Zinsaufwendungen für den erforderlichen Kapitalbedarf, weil durch die erzielten Einnahmen Kapital freigesetzt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus W. Terhorst, &amp;#039;&amp;#039;Investition&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein höherer [[Kapitalumschlag]] senkt daher entsprechend die Kapitalbindung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptziel der Investitions- und Produktionsprozesse im Unternehmen sollte die Minimierung der Kapitalbindungsdauer sein. Deshalb können Maßnahmen zur Überwachung der Kapitalbindung und deren Optimierung ergriffen werden. Die [[Just-in-time-Produktion]] zielt letztlich darauf ab, die Kapitalbindung des Materiallagers zu senken.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Wünsche, [https://books.google.de/books?id=3cnALkk1DA0C&amp;amp;pg=PA116&amp;amp;dq=kapitalbindung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=8gkLU-PrC4GNtAaY84HgAQ#v=onepage&amp;amp;q=kapitalbindung&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Finanzwirtschaft der Bilanzbuchhalter&amp;#039;&amp;#039;], 2007, S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kapitalbindung kann ebenfalls durch Verkürzung der Produktions- und Absatzprozesse, aber auch durch [[Outsourcing]] erzielt werden. [[Lean Production]] dient dabei zur Verkürzung der Produktionsprozesse. Die [[Geldumschlag|&amp;#039;&amp;#039;Cash-to-Cash-Cycle Time&amp;#039;&amp;#039;]] lässt sich verringern, wenn das Lieferantenzahlungsziel verlängert und/oder das Kundenzahlungsziel verkürzt werden und die Durchlaufzeiten im Eingangslager, in Produktion und im Ausgangslager reduziert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kummer&amp;quot; /&amp;gt; Diese Zieldefinition setzt allerdings eine Effizienz steigernde Innovation voraus, welche für disruptive Innovationen so nicht gelten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christensen, Clayton M. |Titel=The innovator&amp;#039;s dilemma : when new technologies cause great firms to fail |Verlag=Harvard Business School Press |Ort=Boston, Mass. |Datum=1997 |ISBN=0-87584-585-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonderer Druck zur Verringerung der Kapitalbindung lastet auf Unternehmen, die aufgrund ihrer Produktionsweise umfangreiche Produktionsanlagen vorhalten müssen. Eine hohe Kapitalbindung ist deshalb insbesondere in anlagenintensiven Branchen vorhanden. Mit zunehmender Zeitspanne, in der das Kapital gebunden ist, sinkt die [[Fungibilität]] des Kapitals. Geringere Kapitalbindungsprobleme gibt es bei lagerintensiven Unternehmen mit schneller [[Lagerumschlagshäufigkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kapitalbindung im Bankwesen ==&lt;br /&gt;
Kapitalbindung ist auch ein banktechnischer Begriff, mit dem die Dauer der Bereitstellung von Finanzmitteln entweder bei Geldanlagen oder Kreditaufnahmen umschrieben wird. Die Laufzeit eines [[Kredit]]es oder einer [[Spareinlage]] bestimmt die Dauer der Kapitalbindung. Die &amp;#039;&amp;#039;Zinsbindung&amp;#039;&amp;#039; spiegelt hingegen die Dauer der Zinsfestschreibung wider und kann daher maximal der Kapitalbindung entsprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;Henner Schierenbeck/Reinhold Hölscher, &amp;#039;&amp;#039;Bank Assurance&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 23 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kapitalfreisetzungseffekt]]&lt;br /&gt;
* [[Fristenkongruenz]]&lt;br /&gt;
* [[Umschlagskennzahl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4405269-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftliche Kennzahl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Investitionsrechnung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nina</name></author>
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