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	<title>Kap-Kairo-Plan - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-02-12T07:48:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Punch Rhodes Colossus.png|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[The Rhodes Colossus]]&amp;#039;&amp;#039;, Karikatur zum Kap-Kairo-Plan]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cape to Cairo.svg|mini|Überblick über die geplante Verbindung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kap-Kairo-Plan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Kap-Kairo-Linie&amp;#039;&amp;#039;) ist ein unvollendetes Projekt mit dem Ziel, [[Afrika]] von Süden nach Norden mit einer Eisenbahnverbindung zu durchziehen. Dieser Plan wurde am Ende des 19. Jahrhunderts im Zeitalters des [[Imperialismus]] ins Leben gerufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gernot Dallinger, Hans-Georg Golz, Heike Krüger, Mathias Münter-Elfner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schlaglichter der Weltgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1992, ISBN 3-89331-146-7, S.&amp;amp;nbsp;354.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hauptsächlich geht der Plan auf [[Cecil Rhodes]] zurück, der die benachbarten Besitzungen des [[Britisches Weltreich|Britischen Empires]] durch eine durchgehende Linie von [[Kapstadt]] in [[Südafrika]] nach [[Kairo]] in [[Ägypten]] verbinden wollte. Viele Abschnitte der Bahn konnten in Betrieb genommen werden. Jedoch fehlt ein großer Teil zwischen dem [[Sudan]] und [[Uganda]]. Im Rahmen dieses Projektes folgte auch die Einkreisung der [[Burenrepubliken]] durch die Kolonien [[Botswana]] und [[Rhodesien]] und der [[Zweiter Burenkrieg|Burenkrieg]] im heutigen Südafrika. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für den Bau ==&lt;br /&gt;
Der [[Britische Kolonien|britische Kolonialismus]] in Afrika ist stark mit dem Kap-Kairo-Plan verbunden. Cecil Rhodes war entschieden für den Plan, die südlichen Staaten des Kontinents für das Britische Empire zu sichern. Zudem träumte er von einer durchgängigen Verbindung von britischen [[Dominion]]s. Die Eisenbahnstrecke sollte den Besitz vereinen, die Verwaltung erleichtern, das Militär befähigen, schnell an Krisenorten einzutreffen oder Kriege zu führen, die Besiedlung unterstützen und den Handel fördern. Gleichwohl war es eine enorme technische Herausforderung, den gesamten afrikanischen Kontinent von Norden nach Süden zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frankreich]] hatte in den späten 1890er Jahren eine konkurrierende Strategie. Es wollte seinen afrikanischen Besitz vom [[Senegal]] nach [[Dschibuti]] in West-Ost-Richtung vernetzen. Doch [[Äthiopien]] und der südliche Teil des Sudans waren nicht in seinem Besitz. Deshalb entsandte Frankreich 1897 eine Expedition mit dem Ziel, ein [[Protektorat]] im südlichen Sudan zu errichten und eine Route durch Äthiopien zu finden. Dieses Vorhaben scheiterte aber, als eine britische Flottille der französischen Expedition an dem Kreuzungspunkt beider Routen auf dem [[Nil]] begegnete. Im weiteren Verlauf kam es zur [[Faschoda-Krise]], allerdings hatte keine der beiden Nationen Interesse an einem ernsthaften Konflikt und es kam zu einer gütlichen Einigung auf diplomatischen Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für die Nichtvollendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Afrika Kolonisation Farben.png|mini|250px|Karte von 1913, die die Aufteilung Afrikas durch die europäischen Mächte zeigt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die britischen Ambitionen mussten nicht nur die Hürden des Kontinents und dessen Klima überwinden, sondern auch die störenden Interessen anderer Mächte. Neben Frankreich versuchte auch [[Portugal]] erfolglos, seine Kolonien [[Angola]] und [[Mosambik]] zu verbinden. Ferner hatte sich [[Deutschland]] ein großes Stück Land in [[Deutsch-Ostafrika|Ostafrika]], das eine Nord-Süd-Verbindung somit verhinderte, gesichert. Doch konnte diese Lücke zumindest politisch mit der deutschen Niederlage im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] geschlossen werden. Der Großteil des ehemaligen deutschen Territoriums fiel als Mandatsgebiet [[Tanganjika]] an Großbritannien. Zwischen den Weltkriegen verhinderten ökonomische Fragen die Vollendung, obwohl das Britische Empire die politische Macht dazu besaß. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] machten die Unabhängigkeitsbewegungen und die [[Dekolonisation]] eine Vollendung unmöglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Verbindungen ==&lt;br /&gt;
=== Der nördliche Abschnitt ===&lt;br /&gt;
Seit 1856 besitzt Ägypten ein Eisenbahnsystem, das [[Alexandria]] mit Kairo verbindet und das heutzutage weiter bis [[Assuan]] im Süden geht und in [[Normalspur]] errichtet wurde. Nachdem eine [[Fähre]] den [[Nassersee|Nasserstausee]] überquert, beginnt im sudanesischen [[Wadi Halfa]] eine [[Kapspur]]-Strecke bis [[Khartum]]. Dieser Teil der Strecke wurde 1897 von [[Horatio Herbert Kitchener]] nach der Niederschlagung des [[Mahdi-Aufstand]]s in Betrieb genommen. Der südlichste Punkt ist das [[Südsudan|südsudanesische]] [[Wau (Südsudan)|Wau]]. Eine Verlängerung und Verbindung mit dem [[Uganda|ugandischen]] und/oder [[Kenia|kenianischen]] Eisenbahnnetz ist angedacht. Ein umfangreicher Teil der sudanesischen Strecke verfällt derzeit aufgrund von politischen Unruhen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Aufbau einer Schienenverbindung von [[Schienenverkehr in Äthiopien|Äthiopien]] nach [[Schienenverkehr im Südsudan|Südsudan]] in Normalspur und von [[Schienenverkehr in Kenia|Kenia]] oder [[Schienenverkehr in Uganda|Uganda]] nach Südsudan in Normalspur ist derzeit mit chinesischer Hilfe wieder in konkreter Planung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Strecke in Uganda ===&lt;br /&gt;
Die ostafrikanischen Eisenbahnstrecken verlaufen historisch von den Häfen am [[Indischer Ozean|Indischen Ozean]] Richtung Westen. Diese Abschnitte wurden unter deutscher und britischer Herrschaft parallel ausgebaut. Die nördlichste Eisenbahn war die [[Uganda-Bahn]], die mit der von den Kolonialmächten begonnenen Strecke verbunden wurde, sodass heutzutage eine durchgängige Eisenbahnverbindung zwischen der [[Uganda|ugandischen]] Hauptstadt [[Kampala]], der [[kenia]]nischen Stadt [[Mombasa]]  und der [[Tansania|tansanischen]] Großstadt [[Daressalam]] existiert. Bis zum Zerbrechen der [[Ostafrikanische Gemeinschaft|Ostafrikanischen Gemeinschaft]] 1977 operierten diese Länder in der &amp;#039;&amp;#039;[[Ostafrikanische Eisenbahn|Ostafrikanischen Eisenbahn]]&amp;#039;&amp;#039;. Heutzutage werden die Strecken von verschiedenen nationalen Firmen betrieben. Die Spurweite beträgt [[Meterspur|1000&amp;amp;nbsp;mm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die TAZARA-Verbindung ===&lt;br /&gt;
Durch Arbeiter der [[Volksrepublik China]] konnte 1976 nach sechsjähriger Arbeit eine 1.860 Kilometer lange Strecke in [[Kapspur]] (1067&amp;amp;nbsp;mm) von Daressalam nach [[Kapiri Mposhi (Ort)|Kapiri Mposhi]] in [[Sambia]] fertiggestellt werden. Die [[TAZARA]]-Strecke wurde gebaut, um den [[Binnenstaat]] Sambia mit seinen mineralischen Ressourcen mit den Häfen am Indischen Ozean ohne Verbindungen durch Südafrika oder zu dieser Zeit portugiesisch kontrollierte Gebiete zu vernetzen. Jedoch war dieser Abschnitt im Kap-Kairo-Plan nicht beabsichtigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der südliche Abschnitt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Victoria Falls aerial view September 2003.jpg|mini|Überführung über die [[Victoriafälle]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der südliche Abschnitt der geplanten Bahnstrecke wurde noch zur Zeit der britischen Herrschaft vollendet. Die Arbeiten hieran begannen in Kapstadt und verliefen nach [[Kimberley (Südafrika)|Kimberley]] und anschließend durch den Osten [[Botswana]]s nach [[Bulawayo]]. Von dieser Stelle verlief sie weiter nordwärts zum [[Sambesi]]. Dieser Teil wird heute von der [[National Railways of Zimbabwe]] betrieben. Die [[Victoria Falls Bridge]] wurde 1905 fertiggestellt und wird darauf von einer sambischen Eisenbahngesellschaft betrieben. Die Strecke führt weiter nach Kapiri Mposhi, wo sie in die TAZARA übergeht. Sie wurde ebenfalls in Kapspur errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Wettlauf um Afrika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* George Tabor: &amp;#039;&amp;#039;The Cape to Cairo Railway &amp;amp; River Routes&amp;#039;&amp;#039;. London 2003.&lt;br /&gt;
* Paul Theroux: &amp;#039;&amp;#039;Dark Star Safari: Overland from Cairo to Cape Town&amp;#039;&amp;#039;. Houghton Mifflin, Boston 2004, ISBN 978-0-618-44687-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|The Cape to Cairo railway}}&lt;br /&gt;
* [http://www.digitalis.uni-koeln.de/Baltzer/baltzer9-17.pdf Zeitgenössischer Zeitungsartikel zum Kap-Kairo-Plan] (PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [http://www.ub.bildarchiv-dkg.uni-frankfurt.de/Bildprojekt/Lexikon/php/suche_db.php?suchname=Eisenbahnen,afrikanische Europäische Kolonialmächte im Vergleich]&lt;br /&gt;
* [http://www.ub.bildarchiv-dkg.uni-frankfurt.de/Bildprojekt/Lexikon/php/suche_db.php?suchname=Kap-Kairobahn Kap-Kairobahn] in [[Deutsches Kolonial-Lexikon#Deutsches Kolonial-Lexikon (1903)|Deutsches Kolonial-Lexikon (gedruckt 1920, beschreibt aber für dieses Stichwort den Stand 1913)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Britische Kolonialgeschichte (Afrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wettlauf um Afrika]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schienenverkehr (Afrika)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grundausstattung</name></author>
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