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	<title>Kanzleisprache - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kanzleisprache&amp;diff=1137952&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;LennBr am 23. April 2024 um 02:04 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kanzleisprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird allgemein dasjenige [[Idiom (Spracheigentümlichkeit)|Idiom]] bezeichnet, das für amtliche [[Schriftsatz (Recht)|Schriftsätze]] der [[Hofstaat|höfischen]] sowie im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] auch [[Freie und Reichsstädte|stadtstaatlichen]] [[Kanzlei]]en Verwendung findet. Der Begriffsgebrauch ist seit dem 18. Jahrhundert nachweisbar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{DtRechtswörterbuch|Kanzleisprache|SpalteAb=|SpalteBis=}} Hier auch Belegstellen im Einzelnen für den erst im 18. Jahrhundert vereinzelt belegten Begriff der „Kanzleisprache“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung des Begriffs ==&lt;br /&gt;
* In allgemeinster Definition bezeichnet der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Kanzleisprache&amp;#039;&amp;#039; den besonderen administrativen Schriftsprachgebrauch unabhängig von Ort und Zeit (aber eingeschränkt auf eine örtlich konzentrierte Verwaltung), also zum Beispiel auch den spezifischen Stil der [[Palastbürokratie]] antiker Königreiche und Stadtstaaten.&lt;br /&gt;
* In engerer Definition bezieht sich der Terminus nur auf den besonderen Sprachstil der herrschaftlichen Kanzleien Europas in Mittelalter und Neuzeit, oft eingeengt auf die nichtlateinische/nichtgriechische Schriftsprache.&lt;br /&gt;
* Oft wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Kanzleisprache&amp;#039;&amp;#039; in engster Definition auf die besonderen Ausformungen im deutschen Sprachraum bezogen, wo historisch im oberdeutschen Raum die [[Maximilianische Kanzleisprache]], das am Hof in [[Prag]] verwendete [[Prager Kanzleideutsch]], die Kanzleisprache in Wien, die [[Wiener Kanzleisprache]], die [[oberdeutsche Schreibsprache]] sowie die [[Eidgenössische Landsprach]] eine wichtige Rolle spielten. Eine noch größere Bedeutung für die Herausbildung der [[Neuhochdeutsch|neuhochdeutschen Sprache]] hatten aber die im mitteldeutschen Raum verwendeten Formen aus [[Meißen]] und [[Dresden]] &amp;#039;&amp;#039;([[sächsische Kanzleisprache]])&amp;#039;&amp;#039;. In dieser Bedeutung wird das deutsche Wort auch in anderen Sprachen verwendet. Die sächsische Kanzleisprache verwendete [[Martin Luther]] bei seiner Bibelübersetzung von 1522.&lt;br /&gt;
* Daneben findet der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Kanzleisprache&amp;#039;&amp;#039; auch als ([[Pejoration|pejoratives]]) [[Synonymie|Synonym]] von [[Verwaltungssprache|Amtsdeutsch]] (selten) Verwendung.&lt;br /&gt;
* Von der Kanzleisprache zu unterscheiden ist der Begriff der [[Geschäftssprache]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zdeněk Masařík: &amp;#039;&amp;#039;Die frühneuhochdeutsche Geschäftssprache in Mähren.&amp;#039;&amp;#039; Brünn 1985 (= &amp;#039;&amp;#039;Opera Universitatis Purkynianae Brunensis: Facultas Philosophica&amp;#039;&amp;#039;, Band 259).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Standardisierende Wirkung ==&lt;br /&gt;
Die Kanzleisprache spielt bei der Herausbildung von Sprach- und Schriftstandards der jeweils verwendeten Sprache eine wichtige Rolle. Die standardisierende Wirkung der Kanzleisprache beruht zum einen auf der Ausstrahlung des Herrschaftszentrums, sei sie machtpolitisch, diplomatisch oder durch die besondere kulturelle Vorbildlichkeit des jeweiligen Hofes begründet. Zum anderen ergibt sie sich in vielen Fällen durch die Bevorzugung überregionaler Ausgleichsformen durch die Kanzleischreiber, sei es durch bewusste Sprachwahl oder durch die Beteiligung von Sprechern bzw. Schreibern aus verschiedenen [[dialekt]]alen Regionen der verwendeten Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Amtssprache]]&lt;br /&gt;
* [[Standarddeutsch]]&lt;br /&gt;
* [[Standardsprache]]&lt;br /&gt;
* [[Verwaltungssprache]]&lt;br /&gt;
* [[Ruthenische Sprache]] (Westrussische Kanzleisprache)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Konrad Ewald |Titel=Terminologie einer französischen Geschäfts- und Kanzleisprache vom 13. bis 16. Jahrhundert. (Auf Grund des „Cartulaire de l’abbaye de Flines“) |Verlag=Druck H. Grauwiller |Ort=Liestal |Datum=1968 |Kommentar=Basel, Dissertation, 1966}}&lt;br /&gt;
* [[Albrecht Greule]], Jörg Meier, Arne Ziegler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kanzleisprachenforschung. Ein internationales Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/Boston 2012, ISBN 978-3-11-019337-4.&lt;br /&gt;
* Christian Braun (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kanzleisprachen auf dem Weg zum Neuhochdeutschen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Kanzleisprachenforschung&amp;#039;&amp;#039;, Band 7). Wien 2011, ISBN 978-3-7069-0668-5.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=Christian Hannick |Titel=Kanzleiwesen und Kanzleisprache im östlichen Europa |Reihe=Archiv für Diplomatik, Schriftgeschichte, Siegel- und Wappenkunde. Beiheft |NummerReihe=6 |Verlag=Böhlau |Ort=Köln u.&amp;amp;nbsp;a. |Datum=1999 |ISBN=3-412-13897-5}}&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Kettmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die kursächsische Kanzleisprache zwischen 1486 und 1546. Studium zum Aufbau und zur Entwicklung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Instituts für Deutsche Sprache und Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Reihe B: &amp;#039;&amp;#039;Bausteine zur Sprachgeschichte des Neuhochdeutschen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 34, {{ISSN|0067-463X}}). Akademie-Verlag, Berlin 1967 (Leipzig, Universität, Habilitations-Schrift, 1966).&lt;br /&gt;
* Zdeněk Masařík: &amp;#039;&amp;#039;Die mittelalterliche deutsche Kanzleisprache Süd- und Mittelmährens.&amp;#039;&amp;#039; Brünn 1966 (= &amp;#039;&amp;#039;Opera Universitatis Purkynianae Brunensis: Facultas philosophica.&amp;#039;&amp;#039; Band 110).&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Christian S. Stang |Titel=Die westrussische Kanzleisprache des Grossfürstentums Litauen |Reihe=Norske Videnskaps-Akademi i Oslo. Historisk-Filosofisk Klasse. Skrifter |BandReihe=1935, 2 |Verlag=Universitetsforlag |Ort=Oslo |Datum=1935 |ISSN=0546-370X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{RegestaImp|Kanzleisprache}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kanzleisprache.de/ kanzleisprache.de] (Seite eines DFG geförderten Projektes zur Kanzleisprache des 17. Jahrhunderts: Untersuchungen zu Sprache und Kommunikation in Hexenverhörprotokollen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4029535-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Schrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtssprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diplomatik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;LennBr</name></author>
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