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	<title>Kanun (Zither) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T16:26:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kanun_(Zither)&amp;diff=19861&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ulanwp: /* Stimmung */ 1 Link nach archive.org geprüft</title>
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		<updated>2026-03-30T10:47:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Stimmung: &lt;/span&gt; 1 Link nach archive.org geprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kanun, and mode of playing it, p. 577 in Thomson, 1859.jpg|mini|Zeichnung eines arabischen Kanunspielers in [[Jerusalem]], 1859]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kanun&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{trS}}; {{arS|قانون&amp;amp;lrm;|DMG=qānūn}}, Plural &amp;#039;&amp;#039;qawānīn&amp;#039;&amp;#039;) ist eine orientalische griffbrettlose Kasten[[zither]], die in der [[Klassische arabische Musik|arabischen]] und [[Türkische Kunstmusik|türkischen Kunstmusik]] gespielt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Psalterium]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Name des Instruments ist vom [[Altgriechische Sprache|altgriechischen]] κανών (&amp;#039;&amp;#039;kanón&amp;#039;&amp;#039;, „Vorschrift“, „Regel“, „Monochord“) abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform ==&lt;br /&gt;
[[Datei:79-tone Kanun on the couch.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Kanun&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Das [[Trapez (Geometrie)|halbtrapezförmige]] Instrument ist aus Holz und mit 63 bis 84 [[Saite]]n bespannt, wobei je drei Saiten einem Ton zugeordnet sind. Im Gegensatz zur verwandten [[alpen]]ländischen Zither ist dieses Instrument mit Darm- oder [[Polyamide#Nylon|Nylon]]&amp;amp;shy;saiten, neuerdings auch Saiten aus [[Fluorcarbon]], bespannt, die je nach geographischer Region variieren können. Der [[Steg (Saiteninstrument)|Steg]] steht nicht auf einer Holzdecke, sondern auf [[Pergament]] (als Trommelfell), ähnlich wie beim [[Banjo]]. Dadurch ergibt sich ein charakteristischer Klang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Instrument wird liegend mit der Längsseite gegen den Körper gespielt; früher auf dem Boden sitzend und mit den Knien gehalten. Heute sitzt der Musiker auf einem Stuhl, und das &amp;#039;&amp;#039;kanun&amp;#039;&amp;#039; liegt auf seinem Schoß oder vor ihm auf dem Tisch. Das &amp;#039;&amp;#039;kanun&amp;#039;&amp;#039; wird mit [[Plektrum|Plektren]] aus Horn oder Metall gezupft, die wie [[Fingerhut (Nähwerkzeug)|Fingerhüte]] auf die Zeigefinger gesteckt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;al-qānūn&amp;#039;&amp;#039; für eine Kastenzither ist seit dem 10. Jahrhundert in arabischsprachigen Quellen bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Hickmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Musik des Arabisch-Islamischen Bereichs.&amp;#039;&amp;#039; In: Bertold Spuler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Orientalistik]].&amp;#039;&amp;#039; 1. Abt. &amp;#039;&amp;#039;Der Nahe und der Mittlere Osten.&amp;#039;&amp;#039; Ergänzungsband IV. &amp;#039;&amp;#039;Orientalische Musik.&amp;#039;&amp;#039; E. J. Brill, Leiden/Köln 1970, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erste Abbildungen eines &amp;#039;&amp;#039;kanun&amp;#039;&amp;#039; finden sich in Hassan Bar Bahluls († 963) Lexikon. Im 13. Jahrhundert soll es das Hauptinstrument der [[Mauren]] in [[Andalusien]] gewesen sein, die das Instrument als Vorläufer des europäischen [[Psalterium]]s nach Europa brachten, wo es auf den Wandmalereien des [[Camposanto Monumentale]] in [[Pisa]] dargestellt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Nasser Kanani: &amp;#039;&amp;#039;Traditionelle persische Kunstmusik: Geschichte, Musikinstrumente, Struktur, Ausführung, Charakteristika.&amp;#039;&amp;#039; 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Gardoon Verlag, Berlin 2012, S. 164.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine größere rechteckige Zither mit 108 Saiten, die im 13. Jahrhundert eingeführt wurde, hieß &amp;#039;&amp;#039;nuzha&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine mit dem &amp;#039;&amp;#039;kanun&amp;#039;&amp;#039; verwandte Kastenzither ist die in [[Iran]], [[Irak]] und Nordwest[[indien]] gespielte &amp;#039;&amp;#039;[[santur]]&amp;#039;&amp;#039;, deren leere Saiten nicht gezupft, sondern wie beim [[Hackbrett]] mit Schlägeln („Hämmerchen“) angeschlagen werden. Die in Nordindien nur zur Gesangsbegleitung verwendete &amp;#039;&amp;#039;[[swarmandal]]&amp;#039;&amp;#039; entsprach in der [[Mogulreich|Mogulzeit]] vermutlich dem &amp;#039;&amp;#039;kanun&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stimmung ==&lt;br /&gt;
Bis zur Erfindung der &amp;#039;&amp;#039;mandal&amp;#039;&amp;#039; zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Instrument nicht zum Modulieren geeignet. Mit diesen kleinen, seitlich an den Saitenzügen angebrachten Hebeln kann die Intonation während des Spiels der jeweils gewünschten Feinstimmung angepasst werden. Das moderne arabische &amp;#039;&amp;#039;qānūn&amp;#039;&amp;#039; verfügt üblicherweise über eine 24-, das türkische &amp;#039;&amp;#039;kanun&amp;#039;&amp;#039; über eine 72-tönige Grundstimmung innerhalb der sieben Saitenzüge pro [[Oktave]]. Manche arabische Modelle besitzen einen zusätzlichen Hebel für die um ein [[Komma (Musik)|Komma]] höher gestimmte [[Sekunde (Musik)|Sekunde]] des [[Maqam (Musik)|Maqams]] Hiĝāz. Die [[Temperierte Stimmung|gleichschwebende Temperatur]], auf die sich all diese Modelle beziehen, hat jedoch wenig mit der theoretischen Tradition des Vorderen Orients gemein und entspricht ihrem Intervallvorrat oft nur andeutungsweise. Die Verwendung der Temperatur in der Türkei und der arabischen Welt ist höchstwahrscheinlich auf europäisierende Tendenzen zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der international bekannte Virtuose [[Julien Jalâl Ed-Dine Weiss]] (1953–2015), ein prominenter Kritiker des temperierten &amp;#039;&amp;#039;kanun&amp;#039;&amp;#039;, konzipierte seit den 1990er Jahren neun Prototypen nach einem eigenen Stimmungssystem, in dem zum ersten Mal alle [[Intervall (Musik)|Intervalle]] auf reinen [[Pythagoräisches Komma|pythagoräischen]] und [[Harmonik|harmonischen]] Teilungsverhältnissen beruhen. Ihre Saitenzüge sind nach einer exakten pythagoräisch-[[Heptatonik|heptatonischen]] [[Skala (Musik)|Skala]] gestimmt, die sich in ihren Tonstufen aus pythagoräischen [[Limma]]s (256/243) und reinen [[Ganzton|Ganztönen]] (9/8) ableitet und nirgendwo den abstrakten temperierten [[Halbton]] (100 [[Cent (Musik)|cents]]) enthält. Auf jedem Zug werden fünfzehn verschiedene &amp;#039;&amp;#039;mandal&amp;#039;&amp;#039;-Positionen (0–14) durch zweimal die pythagoräische [[Apotome]] 2187/2048 (113.69 cents) eingeschlossen. Die beiden jüngsten Prototypen erweitern außerdem den Tonumfang um eine zusätzliche Oktave nach unten, auf insgesamt 33 Saitenzüge oder vier Oktaven und eine [[Quinte]]. Durch die Kombination theoretischer und akustischer Beweggründe mit seiner praktischen Erfahrung wurde es Weiss dadurch ermöglicht, mit Musikern in unterschiedlichen lokalen Traditionen zusammenzuspielen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Stefan Pohlit |date=2011 |title=Julien Jalâl Ed-Dine Weiss: A Novel Tuning System for the Middle-Eastern Qānūn. Ph.D. Thesis, 2011 |journal=Istanbul Technical University: Institute of Social Sciences |url=http://stefanpohlit.com/St.Pohlit_PhD-Thesis_fall-2011-version_COVER%26CONTENTS.pdf |access-date=2015-11-01 |archive-url=https://web.archive.org/web/20160305101648/http://stefanpohlit.com/St.Pohlit_PhD-Thesis_fall-2011-version_COVER%26CONTENTS.pdf |archive-date=2016-03-05 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kanun-Spieler ==&lt;br /&gt;
Rahim Qanuni (1871–1944) führte um 1900 das seit dem Ende des 16. Jahrhunderts verschwundene &amp;#039;&amp;#039;kanun&amp;#039;&amp;#039; wieder in Iran ein. Sein Sohn [[Jalal Qanuni]] (1900–1987)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iranicaonline.org/articles/qanuni-jalal &amp;#039;&amp;#039;Qānuni, Jalāl.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopaedia Iranica&amp;#039;&amp;#039;, 6. März 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; übernahm dessen Position des führenden iranischen &amp;#039;&amp;#039;kanun&amp;#039;&amp;#039;-Spieles. Zu den bekanntesten &amp;#039;&amp;#039;kanun-&amp;#039;&amp;#039;Spielern der Türkei gehören [[Ruhi Ayangil]] (* 1953), [[Tahir Aydoğdu]] (* 1959) und [[Göksel Baktagir]] (* 1966).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Nasser Kanani: &amp;#039;&amp;#039;Traditionelle persische Kunstmusik: Geschichte, Musikinstrumente, Struktur, Ausführung, Charakteristika.&amp;#039;&amp;#039; 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Gardoon Verlag, Berlin 2012, S. 164–166.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kanun (instrument)|Kanun}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gokselbaktagir.com/ Göksel Baktagir] (Hörprobe türkische Musik)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=V66o9V7Xqlg Parichehr Khajeh] (Hörprobe persische Musik)&lt;br /&gt;
* [http://www.alkindi.org/anglais/artists/artists_julien.htm Julien Jalâl Ed-Dine Weiss - Al-Kindî-Ensemble] (Hörprobe arabische Musik)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4207974-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zitherinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arabisches Musikinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Armenien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Griechenland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Traditionelles türkisches Musikinstrument]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ulanwp</name></author>
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