<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kantschu</id>
	<title>Kantschu - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kantschu"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kantschu&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T08:27:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kantschu&amp;diff=1704329&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mike Krüger: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kantschu&amp;diff=1704329&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-11-12T07:33:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Nagyka 3.jpg|mini|Kantschu mit abgesetztem Stiel]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kantschu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Kantschuk&amp;#039;&amp;#039; und [[Volksetymologie|volksetymologisch]] &amp;#039;&amp;#039;Kantschuh&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kandschuh&amp;#039;&amp;#039;, im 18. Jahrhundert&amp;lt;ref&amp;gt;Herman Alfred Hirt: &amp;#039;&amp;#039;Etymologie der neuhochdeutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 2. verb. und verm. Auflage. Beck, München 1921, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt; in allen vier Formen&amp;lt;ref&amp;gt;Pellander (Pseudonym): &amp;#039;&amp;#039;Thüringischer Robinson, Das ist: Robinson Baackers, eines gebohrnen Thüringers, curieuse Lebens-Beschreibung.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt/Leipzig 1737, S. 197: „50. Hiebe mit dem Kantschuh“ (als Strafe des Scharfrichters für dessen grausame Behandlung eines der Verurteilten des „[[Thorner Blutgericht]]s“ von 1724);&amp;lt;br /&amp;gt;Anonym: &amp;#039;&amp;#039;Der Russische Einfall in die Brandenburgischen Lande, und der darauf erfolgte Preußische Sieg bei Zorndorf.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Michael Ranft (Geistlicher)|Michael Ranft]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neue genealogisch-historische Nachrichten.&amp;#039;&amp;#039; Band 112, Leipzig 1759, S. 291–326, S. 296: „Der Landrath von Osten zu Burzen und die Prediger zu Wallachsee, Hasenfier und Wulflatzke wurden mit Kandschuhen halb todt geschlagen, wie denn auch der Landrath wirklich gestorben ist“;&amp;lt;br /&amp;gt;Otto Bernhard Verdion: &amp;#039;&amp;#039;Leben und besondere Begebenheiten Peter Roberts, eines gebohrnen Engelländers.&amp;#039;&amp;#039; Dresden 1763, S. 113: „tractirte er mich mit einem Kantschu, daß mir die Schwülen auf dem Rücken aufsprungen“ (über den Vater des Protagonisten);&amp;lt;br /&amp;gt;Anonym: &amp;#039;&amp;#039;Schreiben aus Petersburg vom März 1785, die russische Armee betreffend.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Auswahl kleiner Reisebeschreibungen und anderer statistischen und geographischen Nachrichten.&amp;#039;&amp;#039; Teil VIII, Leipzig 1788, S. 970–977, S. 977: „Er [d.h. ein Kosak] darf nicht mit dem Stock oder der Fuchtel gestraft werden, welches man für erniedrigend und schimpflich hält, sondern mit einer Art von scharfer Peitsche, die man Kantschuk nennet.“&amp;lt;/ref&amp;gt; ins Deutsche entlehnt über [[Polnische Sprache|polnisch]] &amp;#039;&amp;#039;kańczug&amp;#039;&amp;#039; oder [[Tschechische Sprache|tschechisch]] &amp;#039;&amp;#039;kančuch&amp;#039;&amp;#039; aus [[Türkische Sprache|türkisch]] &amp;#039;&amp;#039;kamçı&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Steuerwald: &amp;#039;&amp;#039;Türkisch-Deutsches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 2. verb. und erw. Auflage. Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1988, S. 596, verzeichnet als erste Bedeutung für &amp;#039;&amp;#039;Kamçı&amp;#039;&amp;#039; „Fuhrmannspeitsche &amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039;“ (länger als &amp;#039;&amp;#039;[[Karbatsche|kırbaç]])&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; im [[Russische Sprache|Russischen]] dagegen &amp;#039;&amp;#039;нага́йка&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Nagaika&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist eine bei orientalischen und slawischen Völkern verbreitete, aus Leder geflochtene [[Peitsche|Riemenpeitsche]], mit einem kurzen Stiel oder auch ohne Stiel nur an einer Schlaufe um das Handgelenk getragen. Im deutschen Sprachraum wurde sie durch Reiseberichte und als Attribut russischer [[Kosaken]] und Offiziere bekannt und ihr Name dann auch auf einheimische Züchtigungsinstrumente im Strafvollzug und Erziehungswesen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als scherzhafte Ableitung aus ihrem Namen hat [[Jean Paul]] auch das Verb &amp;#039;&amp;#039;kantschuhen&amp;#039;&amp;#039; „peitschen, mißhandeln“ gebildet,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=kantschuhen |Band=11 |Sp=176}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das jedoch keinen bleibenden Eingang in den deutschen Wortschatz gefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alternativbezeichnung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peserik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine veraltete Bezeichnung für den Kantschu.&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Fontane: &amp;#039;&amp;#039;Meine Kinderjahre.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1894, S. 295: {{&amp;quot; |Text=… geflochtener Kantschu, der damals, ich weiß nicht unter welcher sprachlichen Anlehnung, den Namen Peserik führte.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Karbatsche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Züchtigungsinstrument]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mike Krüger</name></author>
	</entry>
</feed>