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	<title>Kanton Worms - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T20:11:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kanton_Worms&amp;diff=2819726&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: Kategorie genauer</title>
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		<updated>2025-06-06T12:01:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie genauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kanton Worms&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (franz.: &amp;#039;&amp;#039;Canton de Worms&amp;#039;&amp;#039;) war eine [[Verwaltungseinheit]] zunächst in Frankreich&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Der Kanton war von 1798 bis 1804 Teil der [[Erste Französische Republik|Ersten Französischen Republik]] und von 1804 bis 1814 des [[Erstes Kaiserreich|Ersten Französischen Kaiserreichs]].&amp;lt;/ref&amp;gt; (1798–1814), zuletzt im [[Großherzogtum Hessen]], das ihn bei einer Gebietsreform 1835 auflöste. Die parallele Institution der Rechtspflege zum Kanton Worms war das [[Friedensgericht Worms]]. Diesbezüglich bestand der [[Kanton (Großherzogtum Hessen)|Kanton]] als [[Gerichtsbezirk]] bis 1879 fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Im [[HRR|Heiligen Römischen Reich]] war [[Worms]] [[Reichsstadt]]. [[Verwaltung]] und [[Rechtsprechung]] waren noch nicht getrennt. 1792 eroberten die Truppen des [[Französische Revolution|revolutionären Frankreichs]] die Rheinlande. Dort entstand die [[Mainzer Republik]], die der französische [[Nationalkonvent]] auf deren Antrag mit Gesetz vom 30. März 1793 [[Annexion|annektierte]]. Dies hatte aber wegen der andauernden [[Koalitionskriege]] zunächst keine Konsequenzen: Bereits am Folgetag marschierten [[Königreich Preußen|preußische Truppen]] in Worms ein, während die französischen Truppen und ihre deutschen Verbündeten flohen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dumont, S. 368.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== In Frankreich ===&lt;br /&gt;
Mit dem [[Frieden von Campo Formio]] wurde die Annexion des Rheinlandes im Oktober 1797 endgültig. Anschließend errichtete die französische Verwaltung in den annektierten Gebieten ihre Strukturen auch faktisch. Gegen den Widerstand der reichsstädtischen Elite zogen sie eine „Revolution von oben“ durch, beseitigten im Laufe des Jahres 1798 die altständischen Strukturen und ersetzten sie durch französische.&amp;lt;ref&amp;gt;Dumont, S. 373.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schlüsselfigur in diesem Prozess war der &amp;#039;&amp;#039;Kommissar des Vollziehungsdirektoriums für die eroberten Länder am Rhein&amp;#039;&amp;#039;, [[François Joseph Rudler]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dumont, S. 374.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die französische Zivilverwaltung in [[Bad Kreuznach|(Bad) Kreuznach]] beschloss am 17. Januar 1798 das alte Stadtregiment abzusetzen, was am 26. Januar 1798 verkündet wurde – es war das Ende der „Freien Reichsstadt Worms“. Zugleich wurde eine neue „Munzipalität“ aus fünf Personen, an der Spitze Bürgermeister (&amp;#039;&amp;#039;Maire&amp;#039;&amp;#039;) [[Daniel Friedrich Kremer]], eingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Dumont, S. 374.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kremer ging kurz darauf als Richter nach Mainz. Nachfolger war [[Johann Sebastian Bruch]]. Zunächst provisorisch eingerichtet, amtierte die „Munzipalverwaltung des Kantons Worms“ ab dem 28. März 1798 auch verfassungsgemäß.&amp;lt;ref&amp;gt;Dumont, S. 375.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Circumscription (Rundschreiben) vom 28. Januar 1803 ([[Französischer Revolutionskalender|8. Pluviose XI]]) wurde der Umfang des Kantons und damit der Gerichtsbezirk des Friedensgerichtes nochmals bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Großherzogtum Hessen ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Region [[Rheinhessen]] 1816 zum [[Großherzogtum Hessen]] gekommen war, wurden die Kantone zunächst beibehalten und waren Teile der Verwaltungsstruktur bis 1835.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
=== In Frankreich ===&lt;br /&gt;
Aufgrund der Größe von Worms nahm die Stadtspitze sowohl die Aufgaben der &amp;#039;&amp;#039;Mairie&amp;#039;&amp;#039; als auch des &amp;#039;&amp;#039;Kantons&amp;#039;&amp;#039; wahr. Den Bürgermeistern stand in der französischen Verwaltung als Aufsichtsorgan des Zentralstaats ein „Kommissar des Vollziehungsrates“ zur Seite.&amp;lt;ref&amp;gt;Dumont, S. 375.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton [[Worms]] umfasste ausschließlich das Gebiet der ehemaligen Freien und Reichsstadt Worms mit etwa 5.000 Einwohnern.&amp;lt;ref&amp;gt;Dumont, S. 374.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er bestand damit aus nur einer [[Mairie]], deren Verwaltung gleichzeitig die Kantonsverwaltung darstellte. Zahlreiche Stadtteile des heutigen Worms gehörten nicht dazu, sondern zu den benachbarten Kantonen [[Kanton Pfeddersheim|Pfeddersheim]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;So: [[Worms-Heppenheim|Heppenheim]], [[Worms-Herrnsheim|Herrnsheim]], [[Worms-Hochheim|Hochheim]], [[Worms-Horchheim|Horchheim]], [[Worms-Leiselheim|Leiselheim]], [[Worms-Neuhausen|Neuhausen]], [[Worms-Pfeddersheim|Pfeddersheim]], [[Worms-Pfiffligheim|Pfiffligheim]], [[Worms-Weinsheim|Weinsheim]] und [[Worms-Wiesoppenheim|Wiesoppenheim]].&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Kanton Bechtheim|Bechtheim]].&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;So: [[Worms-Abenheim|Abenheim]], [[Worms-Ibersheim|Ibersheim]] (Mairie [[Hamm am Rhein|Hamm]]) und [[Worms-Rheindürkheim|Rheindürkheim]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Dumont, S. 374.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton Worms bildete eine von zehn [[Verwaltungseinheit]]en, in die sich das [[Arrondissement de Spire|Arrondissement Speyer]] einteilte. Dieses war wiederum Bestandteil des [[Département du Mont-Tonnerre|Département Donnersberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Großherzogtum Hessen ===&lt;br /&gt;
Nach der Rückeroberung in den [[Befreiungskriege]]n wurde die Region von 1814 bis 1816 von der [[Kaisertum Österreich|österreichisch]]-[[Königreich Bayern|bayerischen]] [[Gemeinschaftliche Landes-Administrations-Kommission|Gemeinschaftlichen Landes-Administrations-Commission]] verwaltet. Sie sah sich lediglich als Übergangsverwaltung und änderte an den bestehenden Kantonen nichts. Auch das [[Großherzogtum Hessen]], das Rheinhessen im Rahmen eines Gebietstausches 1816 erhielt und als [[Rheinhessen (Provinz)|Provinz Rheinhessen]] konstituierte, übernahm die bestehende Verwaltungsstruktur, obwohl sie stark von der im rechtsrheinischen Großherzogtum abwich. Dort wurde in den nächsten zwei Jahrzehnten und in mehreren Schritten versucht, die bestehenden, überkommenen Strukturen zu modernisieren. 1832 entstanden dort Kreise.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10510160_00371.html &amp;#039;&amp;#039;Edict, die Organisation der dem Ministerium des Innern und der Justiz untergeordneten Regierungsbehörden betreffend&amp;#039;&amp;#039;] vom 6. Juni 1832. In: &amp;#039;&amp;#039;Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 55, 4. Juli 1832, S. 365–376; [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10510160_00573.html &amp;#039;&amp;#039;Verordnung, die Bildung von Kreisen in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen betreffend&amp;#039;&amp;#039;] vom 20. August 1832. In: &amp;#039;&amp;#039;Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 74, 5. September 1832, S. 561–563; [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/goToPage/bsb10510160.html?pageNo=585 &amp;#039;&amp;#039;Bekanntmachung die Ausführung der Organisation der Verwaltungsbehörden in dem Ressort des Ministeriums des Innern und der Justiz betreffend&amp;#039;&amp;#039;] vom 31. August 1832. In: &amp;#039;&amp;#039;Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 74 vom 5. September 1832, S. 575f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Struktur mit Kreisen als mittlerer Ebene der Verwaltung wurde zum 5. Februar 1835 auch auf Rheinhessen übertragen: Aus den Kantonen [[Kanton Bechtheim|Osthofen]], [[Kanton Pfeddersheim|Pfeddersheim]] und Worms entstand der [[Kreis Worms]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10510163_00041.html &amp;#039;&amp;#039;Edict, die Organisation der Regierungsbehörden in Rheinhessen betreffend&amp;#039;&amp;#039;] vom 4. Februar 1835. In: &amp;#039;&amp;#039;Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt&amp;#039;&amp;#039; Nr. 6 vom 6. Februar 1835, S. 37–44; [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10510163_00053.html &amp;#039;&amp;#039;Bekanntmachung, die Bildung der Kreise in der Provinz Rheinhessen betreffend&amp;#039;&amp;#039;] vom 16. Februar 1835. In: &amp;#039;&amp;#039;Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt&amp;#039;&amp;#039; Nr. 8 vom 23. Februar 1835, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk des Kantons blieb allerdings in der Form des [[Gerichtsbezirk]]s des &amp;#039;&amp;#039;Friedensgerichts Worms&amp;#039;&amp;#039; bis 1879 weiter bestehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heribert Reus: &amp;#039;&amp;#039;Gerichte und Gerichtsbezirke seit etwa 1816/1822 im Gebiete des heutigen Landes Hessen bis zum 1. Juli 1968&amp;#039;&amp;#039;. Hg.: [[Hessisches Ministerium der Justiz]], Wiesbaden [1984], [ohne Seitenzählung], Abschnitte „Friedensgericht Worms“ und „Amtsgericht Worms“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;§ 1 [https://starweb.hessen.de/cache/hessen/regierungsblatt/hessisches_regierungsblatt_1879.pdf#page=197 &amp;#039;&amp;#039;Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze&amp;#039;&amp;#039;] vom 14. Mai 1879. In: &amp;#039;&amp;#039;Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt&amp;#039;&amp;#039; Nr. 15 vom 30. Mai 1879, S. 197f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kantonsspitze ==&lt;br /&gt;
An der Spitze der Stadt – und damit auch des Kantons Worms – stand der Bürgermeister. Dies waren in der Zeit, als der Kanton als Verwaltungseinheit bestand:&lt;br /&gt;
* [[Daniel Friedrich Kremer]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Sebastian Bruch]] (1798–1800)&lt;br /&gt;
* [[Georg Strauß (Politiker)|Georg Strauß]] (1801–1804)&lt;br /&gt;
* [[Jakob Pistorius]] (1804–1813)&lt;br /&gt;
* [[Peter Joseph Valckenberg]] (1813–1837)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Franz Dumont: &amp;#039;&amp;#039;Worms im Zeitalter der Französischen Revolution und Napoleons&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Gerold Bönnen]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Worms&amp;#039;&amp;#039;. Theiss, Stuttgart 2005. ISBN 3-8062-1679-7, S. 353–400.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Arrondissements im Département du Mont-Tonnerre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Worms)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger französischer Kanton|Worms]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanton (Rheinhessen)|Worms]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungseinheitsgründung 1798|Worms]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1835]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;L. aus W.</name></author>
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