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	<title>Kantele - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T09:45:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kantele&amp;diff=68013&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: + lit, form</title>
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		<updated>2025-01-20T19:06:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ lit, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Musikinstrument. Zum finnischen Dartspieler siehe [[Marko Kantele]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Concert kantele.jpg|miniatur|hochkant=1.6|Konzertkantele mit 38 Saiten]] &lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kantele&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{IPA|[ˈkɑntɛlɛ]}}, [[Finnische Sprache|finnisch]]) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kannel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  ({{IPA|[ˈkɑnːɛl]}}, finnisch und [[Estnische Sprache|estnisch]]) ist eine griffbrettlose Kasten[[zither]], die vor allem in [[Finnland]], [[Estland]] und [[Republik Karelien|Karelien]] gespielt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Five_string_kanteles.jpg|mini|Zwei fünfsaitige Kantelen (2014)]]&lt;br /&gt;
Das [[Zupfinstrument]] besteht in der älteren Form aus einem flügelförmigen Resonanzkörper aus Holz, der aus einem ausgebrannten und mit dem Beil ausgehöhlten Birkenstamm besteht. Auf diesem sind fünf [[pentatonisch]] gestimmte Rosshaarsaiten angebracht. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wandte man diese Methode an. Es gab sie in verschiedenen Größen und meist gestimmt in D-Dur oder d-Moll. Die ursprünglichen fünf Saiten wurden im Lauf der Zeit auf bis zu dreiundzwanzig Saiten erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moderne Kantelen können bis zu 46 Stahlsaiten haben,&amp;lt;ref&amp;gt;Gary S. Dalkin: [http://www.musicweb-international.com/classrev/2000/apr00/kantele.htm &amp;#039;&amp;#039;Review: The Art of the Finnish Kantele.&amp;#039;&amp;#039;] musicweb-international.com&amp;lt;/ref&amp;gt; die während des Spiels mit Hilfe eines Hebelsystems um einen Halbton höher oder tiefer gestimmt werden können. Das Instrument wird – ähnlich wie die alpenländische Zither – auf dem Schoß oder auf einem kleinen Tisch liegend mit den Fingern gespielt. Manchmal wird auch ein [[Plektrum]] genutzt. Ein gepolstertes Brett, das über den Saiten angebracht ist, kann durch Herunterdrücken alle Saiten abdämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine elektrische Kantele wurde in Finnland entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Korpus der rechts oben abgebildeten Konzertkantele sind die C- und G-Saiten mit schwarzen bzw. roten Markierungen gekennzeichnet, außerdem sind die Berührungspunkte zum Erzeugen von [[Flageolettton|Flageoletttönen]] markiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Waldorfschule]]n wird ein rundlich geformtes, pentatonisch gestimmtes Zupfinstrument benutzt, dessen Entwicklung von der Kantele inspiriert wurde und das daher denselben Namen trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spielweise ==&lt;br /&gt;
Die Kantele kann man auf zwei Arten spielen: Die meisten Spieler haben die langen Saiten direkt vor sich liegen (Haapavesi-Stil), während Spieler mit stark traditionellen Wurzeln die kurzen Saiten zu sich gewendet haben (Perhonjoki-Stil oder auch Perhonjokilaakso-Stil). Die Stilarten sind nach dem Ort [[Haapavesi]] und dem Fluss [[Perhonjoki]] benannt, zwei Zentren der Volks- und Kantelemusik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:AT1897 FINLAND pg013 GROUP OF RUNO BARDS.jpg|mini|Finnische Folkloregruppe mit zwei Instrumenten (1897)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kankles.jpg|mini|Traditionelle litauische &amp;#039;&amp;#039;kankles&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Im finnischen Nationalepos &amp;#039;&amp;#039;[[Kalevala]]&amp;#039;&amp;#039; fertigt der alte Zaubersänger [[Väinämöinen]] die erste Kantele aus dem Kiefer eines gigantischen Hechts. Aus den Zähnen werden die Wirbel gemacht, für die Saiten werden Rosshaare genommen. Als er sie spielt, kommen alle Tiere des Waldes herbei und lauschen; die Menschen lassen ihre Arbeit ruhen und sind vom Klang ergriffen. Die zweite Kantele fertigt er später aus einer Birke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kantele ist namensgebend für die Gedichtsammlung &amp;#039;&amp;#039;[[Kanteletar]]&amp;#039;&amp;#039; („Kantele-Spielerin“), die wie Kalevala ebenfalls von [[Elias Lönnrot]] zusammengestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der [[Karelische Universität|karelischen Universität]] in [[Petrosawodsk]] gibt es einen Lehrgang im Kantelebau und -spiel, der von zwei Kantelemeistern geleitet wird. An der [[Sibelius-Akademie]] in [[Helsinki]] kann man traditionelles und modernes Kantelespiel studieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung in anderen Sprachen ==&lt;br /&gt;
Die finnische Bezeichnung des Instruments &amp;#039;&amp;#039;kantele&amp;#039;&amp;#039; wird ebenso wie [[Estnische Sprache|Estnisch]] &amp;#039;&amp;#039;kannel&amp;#039;&amp;#039; als Lehnwort aus einer baltischen Sprache angesehen.&amp;lt;!-- die folgende Aussage lässt sich durch die vorhandenen Wörterbücher (Vater, Nesselmann, Berneker) nicht belegen. Bitte Belege liefern!: &amp;quot;In der [[Altpreußische Sprache|altpreußischen Sprache]] wurde dieses Instrument in verschiedenen Dialekten als &amp;#039;&amp;#039;kantele, kant, kantlis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;kantle&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. &amp;#039;&amp;#039;Kantonis&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;kantus&amp;#039;&amp;#039; ist der Spielmann, &amp;#039;&amp;#039;kantwilis&amp;#039;&amp;#039; ist der Musikliebhaber.&amp;quot;--&amp;gt; Auf [[Lettische Sprache|Lettisch]] heißen die entsprechenden Instrumente &amp;#039;&amp;#039;kokle&amp;#039;&amp;#039;, auf [[Litauische Sprache|Litauisch]] &amp;#039;&amp;#039;kanklės&amp;#039;&amp;#039;. Litauisch &amp;#039;&amp;#039;kantelis&amp;#039;&amp;#039; ist dagegen das Lied (&amp;#039;&amp;#039;daina&amp;#039;&amp;#039;). Ähnlich ist die &amp;#039;&amp;#039;[[gusli]]&amp;#039;&amp;#039; in Nordwest-[[Russland]]. Die namensverwandte finnische &amp;#039;&amp;#039;[[Jouhikko|jouhi kantele]]&amp;#039;&amp;#039; gehört typologisch zu den [[Leier (Zupfinstrument)|Leiern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herkunft der baltisch-finnischen Wortgruppe um &amp;#039;&amp;#039;kantele&amp;#039;&amp;#039; wird gemäß zwei Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts aufgekommenen Theorien auf ein ursprünglich slawisches Wort, zu dem etwa &amp;#039;&amp;#039;[[Husle#Verbreitungstheorien|gusli]]&amp;#039;&amp;#039; gehört („slawische Theorie“) oder auf eine [[Uralische Sprachen|uralische]] Ursprache, von der Finnisch abgeleitet ist, zurückgeführt („finnische Theorie“). Dementsprechend könnten die so benannten Saiteninstrumente von Slawen eingeführt oder im baltisch-russischen Raum entwickelt worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Rahkonen, 1989, S. 33–36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Psalterium]]&lt;br /&gt;
* [[Schwungzither]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jonas Balys]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der kleinlitauischen Volksdichtung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tolkemita-Texte,&amp;#039;&amp;#039; Nr. 53 (&amp;#039;&amp;#039;Lieder aus Schalauen&amp;#039;&amp;#039;) Dieburg 1997&lt;br /&gt;
* Ain Haas: &amp;#039;&amp;#039;Intercultural Contact and the Evolution of the Baltic Psaltery.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Baltic Studies,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 32, Nr. 3, Herbst 2001, S. 209–250&lt;br /&gt;
* Gerhard Lepa: &amp;#039;&amp;#039;Gedanken über die Prußen und ihre Lieder.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tolkemita-Texte,&amp;#039;&amp;#039; Nr. 56 (&amp;#039;&amp;#039;25 Lieder der Sudauer&amp;#039;&amp;#039;) Dieburg 1999&lt;br /&gt;
* Carl Rahkonen: [http://www.lib.iup.edu/depts/musiclib/Rahkonen/Kantele/pdf/Rahkonen.diss.pdf &amp;#039;&amp;#039;The Kantele Traditions of Finland&amp;#039;&amp;#039;.] (Dissertation) Indiana University, Bloomington 1989&lt;br /&gt;
* Carl Rahkonen: &amp;#039;&amp;#039;Kantele&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Grove Music Online,&amp;#039;&amp;#039; 2001&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Rhesa]]: [https://archive.org/details/bub_gb_uEwAAAAAcAAJ &amp;#039;&amp;#039;Dainos oder Litthauische Volkslieder.&amp;#039;&amp;#039;] Berlin 1843&lt;br /&gt;
* Juozas Žilevičius: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der kleinlitauischen Volksmusik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tolkemita-Texte&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 56 (&amp;#039;&amp;#039;25 Lieder der Sudauer&amp;#039;&amp;#039;) Dieburg 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=LixNxSGzlGA &amp;#039;&amp;#039;Konevitsan kirkko ,38str.kantele.&amp;#039;&amp;#039;] Youtube-Video&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baltisches Psalterium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Finnland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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