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	<title>Kanonensong - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kanonensong&amp;diff=2718028&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;FordPrefect42 am 17. Januar 2026 um 06:11 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kanonensong&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Lied]] aus dem ersten Akt der im Jahre 1928 uraufgeführten &amp;#039;&amp;#039;[[Die Dreigroschenoper|Dreigroschenoper]]&amp;#039;&amp;#039;. Der Text stammt von [[Bertolt Brecht]], die Musik komponierte [[Kurt Weill]]. Uraufgeführt wurde der Song am 31. August 1928 im Berliner [[Theater am Schiffbauerdamm]] und ist seitdem in zahlreichen Versionen auch heute noch Bestandteil des klassischen modernen Konzertrepertoires. Kurt Weill veröffentlichte das überaus erfolgreiche Lied 1928 auch als Instrumentalstück in seiner &amp;#039;&amp;#039;[[Kleine Dreigroschenmusik|Kleinen Dreigroschenmusik]]&amp;#039;&amp;#039; für [[Blasorchester|Blasmusikensemble]], Schlagzeug, [[Banjo]] und Klavier, einer [[Suite (Musik)|Suite]], die aus den bekannten Songs der &amp;#039;&amp;#039;Dreigroschenoper&amp;#039;&amp;#039; besteht. In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] waren die Oper, die [[Die Dreigroschenoper (1931)|Verfilmung]] und die Musik Kurt Weills verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.filmportal.de/thema/verbote-zensur-und-praedikate-im-ns-staat &amp;#039;&amp;#039;Verbote, Zensur und Prädikate im NS-Staat&amp;#039;&amp;#039;], bei [[Filmportal.de]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der drei Strophen erschien zuerst 1926 in der &amp;#039;&amp;#039;Taschenpostille&amp;#039;&amp;#039;, der Vorläuferin von [[Bertolt Brechts Hauspostille]], unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Lied der drei Soldaten&amp;#039;&amp;#039;; dort fehlte noch der Refrain. Brecht übernahm ihn kaum verändert in die &amp;#039;&amp;#039;Hauspostille&amp;#039;&amp;#039; selbst. Auch der Text des Refrains lag bereits vor der &amp;#039;&amp;#039;Dreigroschenoper&amp;#039;&amp;#039; vor, und zwar schon unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Kanonensong&amp;#039;&amp;#039; (ohne Strophen), er ist im &amp;#039;&amp;#039;Songverzeichnis&amp;#039;&amp;#039; zur Berliner Erstaufführung von &amp;#039;&amp;#039;[[Mann ist Mann]]&amp;#039;&amp;#039; 1927 abgedruckt. Die Personennamen im Text passte Brecht jeweils an die Figuren der Theaterstücke an. Eine Vorstudie des Stücks hat Brecht mit einigen Notenkürzeln versehen, die Weill aber offenkundig nicht aufgegriffen hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fritz Hennenberg]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Brecht Liederbuch&amp;#039;&amp;#039;. Suhrkamp, Frankfurt 1985, S. 391–393.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musikalischer Aufbau ==&lt;br /&gt;
Für den Kanonensong hat Kurt Weill in [[Klavierauszug]] und [[Partitur]]  der &amp;#039;&amp;#039;Dreigroschenoper&amp;#039;&amp;#039; [[Foxtrott]]-[[Tempo (Musik)|Tempo]] angegeben, in der Einzelausgabe für Klavier und Gesang [[Charleston (Tanz)|Charleston]]-Tempo. Der Charleston war ein in den 1920er Jahren weit verbreiteter populärer Modetanz. Als [[Metronom]]wert gibt Weill im ersten Fall (Foxtrott) {{Musik|halbe}} = 92 an, es sind also 92 halbe Noten in der Minute zu spielen, ein recht schnelles Tempo, im zweiten Fall (Charleston) {{Musik|halbe}} = 88, also geringfügig langsamer.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fritz Hennenberg]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Brecht Liederbuch&amp;#039;&amp;#039;. Suhrkamp, Berlin 1985, S. 391.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Stück ist im 4/4-[[Takt (Musik)|Takt]] notiert und dauert etwa zweieinhalb Minuten. Im Kanonensong gibt es keine durchgehende eindeutige [[Tonart]], dafür aber unvollständige [[Akkord]]e, teilweise ohne [[Intervall (Musik)|Intervalle]] wie [[Quinte]] oder [[Terz (Musik)|Terz]].&amp;lt;ref&amp;gt;Sy Feldman: &amp;#039;&amp;#039;Kurt Weill – A Centennial Anthology&amp;#039;&amp;#039;. Volume 1. [[Alfred Publishing]], Los Angeles 1999, S. 170&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Text und Interpretationen ==&lt;br /&gt;
Bertolt Brechts Text besteht aus drei [[Strophe]]n, nach denen jeweils der [[Refrain]], „Soldaten wohnen auf den Kanonen …“, gesungen wird. Geschrieben ist er für zwei Stimmen, &amp;#039;&amp;#039;Macheath&amp;#039;&amp;#039; genannt Mackie Messer und &amp;#039;&amp;#039;Tiger Brown&amp;#039;&amp;#039; als oberster Polizeichef von London, zwei Figuren aus der Dreigroschenoper, die den Song abwechselnd und im Duett darbieten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeregt wurde Brecht von [[Rudyard Kipling]]s Ballade &amp;#039;&amp;#039;Screw-Guns&amp;#039;&amp;#039;, benannt nach dem [[Gebirgsgeschütz]] der britisch-indischen Truppen im ausgehenden 19. Jahrhundert. Kiplings Gedicht ist aus der Sicht eines Soldaten der Besatzung verfasst. Tabakrauch, Morgennebel und Kameraderie mit stark indischem Akzent machen die atmosphärisch dichte Beschreibung aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudyard Kipling: [http://www.poetryloverspage.com/poets/kipling/screw_guns.html Screw-Guns] (Gedicht auf der Website Petry Lowers&amp;#039; Page)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Lied Brechts erinnern sich die beiden an ihre gemeinsame Militärzeit. In den Aufführungen in Berlin sangen [[Harald Paulsen]] in der Rolle des Macheath und [[Kurt Gerron]] als Polizeichef Tiger Brown den Kanonensong.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zahlreichen [[Instrumentation|Instrumentierungen]] und [[Arrangement]]s wird der Kanonensong seit 1928 gespielt. In der Uraufführung 1928 und den weiteren Aufführungen bis 1933 intonierte ihn das Ensemble von [[Lewis Ruth]] unter der Leitung von [[Theo Mackeben]];&amp;lt;ref&amp;gt;{{YouTube|id=Q686m6cqv4E|titel=Aufnahme von 1929 mit dem Ensemble Lewis Ruth}}&amp;lt;/ref&amp;gt; er brachte den bejubelten Durchbruch der Dreigroschenoper beim Publikum.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Elias Canetti]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Fackel im Ohr]]&amp;#039;&amp;#039;, Lebensgeschichte 1921–1931, 2. Teil der Autobiografie. 1980.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon bald spielten Tanz- und Jazzensembles wie die &amp;#039;&amp;#039;Jazz Symphonians&amp;#039;&amp;#039; von [[Paul Godwin]] das erfolgreiche Stück nach,&amp;lt;ref&amp;gt;{{YouTube|id=QzpKe37Rxtc|titel=Aufnahme von 1928 mit Paul Godwin und seinen &amp;#039;&amp;#039;Jazz Symphonians&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder in neuerer Zeit unter anderem die [[Berliner Philharmoniker]], das [[Ensemble Modern]] und die [[London Sinfonietta]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.universaledition.com/Kurt-Weill/komponisten-und-werke/komponist/764/werk/3105 Internetseite] der [[Universal Edition]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1946 und 1948 schrieb Brecht neue Texte für einige Songs der Dreigroschenoper, so 1946 einen neuen &amp;#039;&amp;#039;Kanonensong&amp;#039;&amp;#039;, den er [[hektographie]]rt aus dem US-amerikanischen Exil nach Deutschland schickte. In der Ausgabe der &amp;#039;&amp;#039;Songs aus der Dreigroschenoper&amp;#039;&amp;#039; 1949 waren beide Texte hintereinander abgedruckt, im Druck der Stücke 1955 ging Brecht auf die Fassung des Erstdrucks der Dreigroschenoper von 1931 zurück. &amp;#039;&amp;#039;[[Der neue Kanonen-Song]]&amp;#039;&amp;#039; verortet das Geschehen im [[Drittes Reich|Dritten Reich]] „… Der Schmitt vom Rheine / Braucht die Ukraine, / Und Krause braucht Paris. / Wenn es nicht regnete, / Und man begegnete / Nicht fremdem Militäre, / Dem oder jenem Heere, / Dann kriegte Meier aus Berlin / Bulgarien gewiss.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bertolt Brecht |Titel=Songs aus der Dreigroschenoper |Verlag=Gebrüder Weiss |Ort=Berlin |Datum=1949 |Seiten=19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und im Zweiten Weltkrieg „… Schmitt, dem wurde die Wüste zu heiß / Und das Nordkap zu kalt dem Krause, / Aber das Böse ist: keiner mehr weiß, / Wie kommt man jetzt wieder nach Hause? …“ und blickt auf das zerstörte Deutschland und den beginnenden [[Kalter Krieg|Kalten Krieg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bertolt Brecht: &amp;#039;&amp;#039;Stücke 2. Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt a. M. 1988, Band 2, S. 435&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; So die dritte Strophe: „… Aber in dem zerstörten Berlin / Wird vom dritten Weltkrieg gesprochen. / Köln liegt in Scherben, / Hamburg im Sterben / Und Dresden liegt zerschellt. / Doch wenn Amerika / Sah diese Russen da, / Vielleicht, daß die sich krachten? / Dann gibts ein neues Schlachten, / Und Krause, wieder im grauen Fell, / Kriegt doch noch die Welt!“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.songtexte.com/songtext/kurt-weill/kanonensong-53c85b61.html Liedtext] bei songtexte.com&lt;br /&gt;
* {{YouTube|id=8kVh6dlE6cE|titel=Die Dreigroschenoper: Kanonensong|abruf=2023-08-04}}&lt;br /&gt;
* [https://cover.info/de/song/Kurt-Gerron-and-Harald-Paulsen-Kanonensong Kanonsong (1928)] auf cover.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=1100093435|LCCN=no2005050039|VIAF=182927509}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterlied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Bertolt Brecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lied von Kurt Weill]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lied 1928]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;FordPrefect42</name></author>
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