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	<title>Kanderkorrektion - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kanderkorrektion&amp;diff=149221&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M2k~dewiki: BKL ersetzt mit bkl-replace</title>
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		<updated>2026-03-06T15:27:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL ersetzt mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;bkl-replace&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Kander - Canal de déviation.jpg|mini|Kander-Durchstich bei Einigen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kander - Bodmer.JPG|mini|Plan von Samuel Bodmer (1710): Thunersee unten im Bild]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Gwatt, Kanderdelta, Aufbau des Schuttfächers durch die Kander aus 300 m-Inlandflüge-LBS MH01-001213.tif|mini|Kanderdelta 1919]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kanderkorrektion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kanderdurchstich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kandergraben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt) war eine [[Gewässerkorrektion]], bei welcher zu Beginn des [[18. Jahrhundert]]s die [[Kander (Aare)|Kander]], die zuvor unterhalb des [[Thunersee]]s in die [[Aare]] floss, bei [[Einigen]] in den Thunersee eingeleitet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kander floss ursprünglich durch die Thuner[[Allmende|allmend]] und mündete zwischen [[Thun]] und [[Uttigen]] in die [[Aare]]. In diesem relativ ebenen Gebiet verursachte sie immer wieder [[Hochwasser|Überschwemmungen]] und lagerte grosse Mengen mitgeführten [[Geschiebe]]s ab. Da sie nur wenige hundert Meter am Thunersee vorbeifloss, fasste man schon früh eine Umleitung ins Auge. Der See sollte das Geschiebe aufnehmen. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts beschäftigte sich der Ingenieur [[Samuel Bodmer]] mit der Angelegenheit und erstellte Pläne, nach welchen ein Einschnitt in den Strättlighügel, welcher Kander und See trennte, hätte erstellt werden sollen. Am 11. Februar 1711 beschloss der [[Kleiner Rat (Bern)|Rat von Bern]], den Plan von Bodmer mit dem [[Durchstich (Wasserbau)|Durchstich]] unter seiner Leitung ausführen zu lassen. Die Arbeiten begannen im April 1711.&amp;lt;ref name=&amp;quot;blog.nationalmuseum&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Reto Bleuer |url=https://blog.nationalmuseum.ch/2025/08/der-kanderdurchstich-und-seine-auswirkungen/ |titel=Der Kanderdurchstich und seine Auswirkungen |werk=Blog des [[Schweizerisches Nationalmuseum|Schweizerischen Nationalmuseums]] |datum=2025-08-14 |abruf=2025-08-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einer Sitzung am 30. Dezember 1711 genehmigten die Behörden das Projekt zum Bau eines [[Stollen (Tunnelbau)|Stollens]]. Im Jahr 1712 begannen der Stollenbau und die weiteren Arbeiten unter der Leitung des Berner Münsterwerkmeisters [[Samuel Jenner (Architekt)|Samuel Jenner]]. Der Ausbruch des [[Toggenburgerkrieg|zweiten Villmergerkrieges]] im Frühjahr 1712 führte zu einem fast einjährigen Unterbruch der Bautätigkeiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;blog.nationalmuseum&amp;quot; /&amp;gt; Nachdem zuerst von oben her im Tagebau gegraben wurde, errichtete man später einen Stollen, durch den das Gewässer vom &amp;#039;&amp;#039;Hani&amp;#039;&amp;#039; aus bei Einigen direkt in den Thunersee geleitet werden sollte. Bereits im Dezember 1713 war der etwa 300 Meter lange Stollen vollendet, und das erste Wasser der Kander konnte testweise hindurchgeleitet werden. Im Frühjahr 1714 entschied man, den Stollen zum Hauptbestandteil des Projekts zu machen und begann mit der definitiven Umleitung. Im Verlauf des Jahres grub sich der Fluss immer tiefer in das lockere [[Moräne]]ngestein ein. Am 16. Juli 1714 hielt ein Abschnitt des Stollens dem enormen Wasserdruck nicht mehr stand, brach ein und riss dabei fünf Menschen in den Tod.&amp;lt;ref name=&amp;quot;blog.nationalmuseum&amp;quot; /&amp;gt; Das führte dazu, dass am 18. August 1714 der Stollen komplett einstürzte und die Kanderschlucht entstand. Der Projektverantwortliche Samuel Bodmer, Bäcker und Geometer, hat später aus Thun flüchten müssen, nachdem Hochwasser an der Kander immer wieder zu Überschwemmungen in der Stadt führten. Das Geschiebe der Kander häufte sich an der Mündung in den Thunersee zum Kanderdelta an, das seit 1913 durch Kiesabbau bewirtschaftet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanderkorrektion war die erste grössere Gewässerkorrektion in der Schweiz. Fehlende Erfahrung führte in der Folge zu grösseren Problemen. Durch die Kanderkorrektur erhöhte sich der Zufluss in den Thunersee um 60 %, wofür die Aare als Seeabfluss bis zum früheren Einfluss der Kander nicht ausreichte. Thun und seine Umgebung wurden in den folgenden Jahren regelmässig bis zum 1. Stock der Häuser überschwemmt. Die [[Kanal (Wasserbau)|Kanalisierung]] der Aare in Thun 1716 führte durch die stärkere Strömung zu Ufererosionen und [[Kolk]]en und zum Einsturz einer Brücke und mehrerer Häuser, verhinderte die Überschwemmungen jedoch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein neues Projekt ab 1720 umfasste eine Ausweitung des Aarebetts und den Bau von Regulierwerken, die 1788 und 1818 erneuert wurden. Erst mit der [[Aarekorrektion]] zwischen Thun und Bern von 1871 bis 1878 konnten die Probleme mit den Überschwemmungen weitgehend behoben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vischer, Daniel L.: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte des Hochwasserschutzes in der Schweiz Von den Anfängen bis ins 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, S. 68 ff., Berichte des BWG, Serie Wasser, Nr. 5, Bern, 2003, [https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/naturgefahren/publikationen-studien/publikationen/die-geschichte-des-hochwasserschutzes-in-der-schweiz.html (als PDF bei bafu.ch)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings bestehen bei Hochwasser in Thun bis heute Probleme, so dass 2004 ein Vorschlag zum Bau eines Entlastungsstollens unterbreitet wurde. Am 12. Juli 2007 begann der Bau des Entlastungsstollens, welcher nach knapp 2 Jahren Bauzeit am 29. Mai 2009 eingeweiht wurde. Das Einlaufbauwerk des Entlastungsstollens befindet sich am Ende des Schifffahrtskanals.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.srf.ch/play/tv/einstein/video/der-hochwasserstollen-in-thun?urn=urn:srf:video:1a11165b-bd86-4000-a8d8-a333256e059c &amp;#039;&amp;#039;Der Hochwasserstollen in Thun&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Einstein&amp;#039;&amp;#039; von [[Schweizer Radio und Fernsehen]] vom 24. Juni 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;AWA Amt für Wasser und Abfall, Abteilung Gewässerregulierung: &amp;#039;&amp;#039;Hochwasserschutz am Thunersee&amp;#039;&amp;#039;, S. 3 ff., 2010, [https://www.bve.be.ch/bve/de/index/wasser/wasser/downloads_publikationen.html]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Referenzen ==&lt;br /&gt;
* Daniel L. Vischer: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.swv.ch/fileadmin/user_upload/site/PDF/Geschichte-des-Hochwasserschutzes_BWG.pdf Die Geschichte des Hochwasserschutzes in der Schweiz. Von den Anfängen bis ins 19. Jahrhundert.]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 4,3&amp;amp;nbsp;MB) Herausgegeben vom Bundesamt für Wasser und Geologie BWG. Biel 2003. S. 60–69. (Berichte des BWG, Serie Wasser – Rapports de l’OFEG, Série Eaux – Rapporti dell’UFAEG, Serie Acque, Nr. 5)&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Arthur Maibach&lt;br /&gt;
   |Titel=Einigen – Der schönste Punkt der Welt&lt;br /&gt;
   |Verlag=Weber AG Verlag&lt;br /&gt;
   |Datum=2010&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-909532-72-8&lt;br /&gt;
   |Seiten=55 ff.&lt;br /&gt;
   |Online={{Google Buch |BuchID=h2BgNRVv9hMC |SeitenID=PT28}}}}&lt;br /&gt;
* AWA Amt für Wasser und Abfall, Abteilung Gewässerregulierung: , S. 3 ff., 2010, [https://www.bve.be.ch/bve/de/index/wasser/wasser/downloads_publikationen.assetref/dam/documents/BVE/AWA/de/AWA_Publikationen/GWR_Hochwasserschutz_Thunersee_Brosch%C3%BCre_2010.pdf &amp;#039;&amp;#039;Hochwasserschutz am Thunersee&amp;#039;&amp;#039;] (PDF;3,5&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kanderkorrektion}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kanderdurchstichverein.ch/ Verein 300 Jahre Kanderdurchstich]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=46.713385 |EW=7.634983 |type=waterbody |region=CH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer im Kanton Bern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Kanton Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flussbaumaßnahme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kander (Aare)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Kander Correction]]&lt;/div&gt;</summary>
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