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	<title>Kampfgruppe Priem - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T18:15:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kampfgruppe_Priem&amp;diff=2715913&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: Kategorie genauer</title>
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		<updated>2025-10-31T09:19:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie genauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kampfgruppe Priem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[Neonazismus|neonazistische]] [[Wehrsportgruppe]], die in den 1970er Jahren in [[West-Berlin]] agierte und bis 1984 bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Kampfgruppe wurde offiziell am 17. Januar 1974 ins Leben gerufen&amp;lt;ref name=&amp;quot;bnr&amp;quot;&amp;gt;[[Anton Maegerle]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/waffenfund-bei-altem-kameraden Waffenfund bei altem „Kameraden“].&amp;#039;&amp;#039; Website &amp;#039;&amp;#039;Blick nach rechts&amp;#039;&amp;#039;, 15. Juni 2012. Abgerufen am 11. August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; und am 19. September des Jahres beim [[Amtsgericht Freiburg im Breisgau|Amtsgericht Freiburg]] ins Vereinsregister eingetragen. Gründer der Gruppe war [[Arnulf Priem]]. Weitere Aktivisten waren das [[Nationaldemokratische Partei Deutschlands|NPD]]-Mitglied [[Wolfgang Rahl]] und [[Alexander Hensel]], die beide wie Priem nach Verurteilungen in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] durch die [[Deutschland|Bundesrepublik]] freigekauft worden waren, und [[Erwin Schober]], ein Mitglied der [[NPD]]-Jugendorganisation [[Junge Nationaldemokraten]]. Die Kampfgruppe war zunächst in [[Freiburg im Breisgau]] aktiv und hielt Schieß- und Sportübungen ab. In der Öffentlichkeit trat sie äußerst gewalttätig auf und machte durch Schlägereien, Hakenkreuz-Malereien und Überfälle auf sich aufmerksam. Unter anderem verübte sie, bewaffnet mit [[Fahrradkette]]n, einen Überfall auf [[Antifaschist]]en, die gegen die Aufführung des Films &amp;#039;&amp;#039;Europa in Flammen&amp;#039;&amp;#039; protestierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kampfgruppe unterhielt Kontakte zu dem Rechtsterroristen [[Manfred Roeder (Rechtsextremist)|Manfred Roeder]] und zur [[Wehrsportgruppe Hoffmann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1978, nach Priems Umzug nach [[West-Berlin]], war die Kampfgruppe im dortigen Telefonbuch eingetragen. Ihre Aktivisten gruben auf [[Brandenburg]]er Schauplätzen des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] nach Waffen der [[Wehrmacht]]. Bei einer Hausdurchsuchung 1979 wurden in Priems Wohnung [[Uniformen der SS|SS-Uniformen]], [[Stahlhelm]]e und ein Maschinengewehr gefunden. Priem erhielt eine Bewährungsstrafe. 1982 verübten zwei Männer einen Sprengstoffanschlag auf ein von Migranten bewohntes Haus in der Bellermannstraße in [[Berlin-Gesundbrunnen]]. Vor Gericht sagten die Täter aus, sich über die Kampfgruppe Priem kennengelernt zu haben. Nach weiteren Waffenfunden und Bewährungsstrafen Priems Anfang der 1980er Jahre löste sich die Kampfgruppe 1984 auf. Ihre Mitglieder wechselten zum größten Teil in die Jugendorganisation [[Wotans Volk]], die Priem 1987 gegründet hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz&amp;quot;&amp;gt;[[Burkhard Schröder (Autor)|Burkhard Schröder]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.burks.de/artikel/040897.html Das Netz des Berliner Neonazi-Terrors].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[taz]]&amp;#039;&amp;#039;, 4. August 1997. Abgerufen am 11. August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkungen ==&lt;br /&gt;
Auch nach Auflösung der Kampfgruppe unterhielt Priem Kontakte zum illegalen Waffenhandel und hortete militärisches Material in seiner Wohnung. 1986 wurde ein Mittelsmann Priems, ein Ladenbesitzer aus [[Berlin-Kreuzberg]], festgenommen, nachdem er einem Angehörigen der rechten Szene eine [[Maschinenpistole]] verkauft hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene bewaffnete Gewalttaten wurden aus dem Umfeld heraus begangen: 1985 wurde der Banker Ulrich Jahnke in einem Raubüberfall erschossen. Einer der Täter, ein Mitglied von Wotans Volk, hatte zuvor schon einen Polizisten angeschossen und in einem weiteren Überfall eine Rentnerin getötet. Am 13. August 1994 stürmte die Polizei Priems Wohnung in der [[Osloer Straße]] in Gesundbrunnen. Dort hatten sich 26 Neonazis (unter ihnen Kader wie [[Oliver Schweigert]] und [[Frank Lutz]]) verschanzt, angeblich aus Angst vor einem Übergriff der Antifa. Die Neonazis hatten missliebige Journalisten vom Dach des Hauses aus mit Stahlkugeln beschossen. Die Polizei stellte Messer, Schlagwerkzeuge, vier [[Luftgewehr|Luftdruckgewehre]], sieben Gasdruckpistolen, einen [[Molotow-Cocktail]] und 200 Gramm Sprengstoff sicher. Priem wurde wegen verfassungsfeindlicher Äußerungen, Waffenbesitz und „Bildung eines bewaffneten Haufens“ zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bnr&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Tobias Pflanz: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.berliner-zeitung.de/archiv/fuehrender-kopf-der-neonazi-szene-steht-seit-gestern-vor-dem-berliner-landesgericht-priem-bestaetigt-die-vorwuerfe,10810590,8954920.html Priem bestätigt die Vorwürfe].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 17. Mai 1995. Abgerufen am 11. August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Neonazi [[Kay Diesner]], der im Februar 1997 einen Buchhändler mit einer [[Vorderschaftrepetierflinte|Pumpgun]] verletzte und auf der Flucht einen Polizisten erschoss, war unter den 26 Personen und gilt als politischer Zögling Priems. Ebenfalls zu den in Priems Wohnung Verschanzten gehörte Detlef Nolde, der im April 1997 gemeinsam mit dem langjährigen [[Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei|FAP]]-Aktivisten Lutz Schillock in einem szeneinternen Streit zwei Mitglieder der rechtsextremen [[Kameradschaft Wittenberg]] tötete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://jungle.world/artikel/1997/49/tord-und-motschlag Tord und Motschlag. Urteilsverkündung im Nolde-Schillock-Prozeß]&amp;#039;&amp;#039;, von Anita Katzbach, &amp;#039;&amp;#039;[[Jungle World]]&amp;#039;&amp;#039;, 4. Dezember 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. Juni 2012 kam es erneut zu einer Razzia bei Priem, der mittlerweile in [[Berlin-Moabit]] lebt. [[Spezialeinsatzkommando|SEK]]-Beamte fanden mehrere Waffen, darunter zwei Maschinenpistolen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bnr&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Antifa-Kommission des Kommunistischen Bundes (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wie kriminell ist die NPD? Analysen – Dokumente – Namen.&amp;#039;&amp;#039; Buntbuch, Hamburg 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehrsportgruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neonazistische Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechte bewaffnete Untergrundorganisation (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Organisation (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein (Freiburg im Breisgau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gründung einer politischen Organisation 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1984]]&lt;/div&gt;</summary>
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