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	<title>Kampf-oder-Flucht-Reaktion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T10:41:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kampf-oder-Flucht-Reaktion&amp;diff=885273&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Emetisch: /* Tend-and-befriend-Reaktion */ Klammernachsatz durch Rotlink ersetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kampf-oder-Flucht-Reaktion&amp;diff=885273&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-05T10:05:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Tend-and-befriend-Reaktion: &lt;/span&gt; Klammernachsatz durch Rotlink ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kampf-oder-Flucht-Reaktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/kampf-oder-flucht-reaktion/35305 &amp;#039;&amp;#039;Kampf-oder-Flucht-Reaktion&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der Biologie]].&amp;#039;&amp;#039; Online-Ausgabe, abgerufen am 15. November 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; ({{enS|fight-or-flight response}}, vgl. &amp;#039;&amp;#039;fight or flight&amp;#039;&amp;#039; „Kampf oder Flucht“) ist ein von dem US-amerikanischen Physiologen [[Walter Cannon]] (1915) geprägter Begriff. Die Konfrontation-oder-Flucht-Reaktion beschreibt die rasche körperliche und seelische Anpassung von Lebewesen in Gefahrensituationen als [[Stressreaktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physiologie ==&lt;br /&gt;
Die zugehörigen [[Neurobiologie|neurobiologischen]] Abläufe erforschte Cannon an der Reaktion von Tieren auf Bedrohung. Die Ausgangsbasis seiner wissenschaftlichen Arbeit war sein Interesse an den Hintergründen der häufig auftretenden [[Posttraumatische Belastungsstörung|Posttraumatischen Belastungsstörung]] bei Soldaten während und nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Walter B. Cannon: &amp;#039;&amp;#039;Wut, Hunger, Angst und Schmerz: eine Physiologie der Emotionen&amp;#039;&amp;#039;. Aus d. Engl. übers. von Helmut Junker. Hrsg. von [[Thure von Uexküll]]. Urban und Schwarzenberg, München / Berlin / Wien 1975. Erste engl. Ausgabe 1915&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Was passiert bei Angst im Körper?.webm|mini|Video: Was passiert bei Angst im Körper?]]&lt;br /&gt;
Während der Kampf-oder-Flucht-Reaktion veranlasst das Gehirn, dass [[Erregungsleitung|Impulse]] durch Nervenbahnen des [[Vegetatives Nervensystem|vegetativen Nervensystems]] an das [[Nebennierenmark]] gesendet werden, die dort eine schlagartige Freisetzung von [[Adrenalin]] bewirken, das u.&amp;amp;nbsp;a. das [[Herzminutenvolumen]], die Körperkraft (Muskeltonus) und die [[Atemfrequenz]] erhöht. Bei einer Dauerbelastung werden zusätzlich stoffwechselanregende Hormone wie [[Cortisol]] von der [[Nebennierenrinde]] ins Blut abgegeben, da das Adrenalin zwar sofort, aber nur für kurze Zeit wirksam ist. Diese Reaktionen liefern die Energie für überlebenssicherndes Verhalten, das einer Stresssituation bei Tieren unter artgemäßen Bedingungen angemessen ist: Konfrontation oder Flucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Menschen kann ein „Adrenalinstoß“ in Gefahrensituationen mit körperlichen Anforderungen sehr hilfreich sein, jedoch kommt es im Zusammenhang mit dem Kampf-oder-Flucht-Syndrom häufig auch zu [[Affekthandlung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kampf-oder-Flucht-Reaktion beruht auf einer positiven Rückkopplung zwischen Nebennierenmark und [[Sympathikus]]. Impulse des Sympathikus veranlassen eine Ausschüttung von [[Adrenalin]] und [[Noradrenalin]]. Noradrenalin ist der [[Neurotransmitter]] des Sympathikus, weshalb dieser dadurch noch mehr Impulse geben kann, sodass noch mehr Neurotransmitter ausgeschüttet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Neil A. Campbell]], [[Jane B. Reece]]: &amp;#039;&amp;#039;Biologie&amp;#039;&amp;#039;. Spektrum Verlag, 2003&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu lang andauernder Stress kann zu Schäden oder zum Zusammenbruch des Organismus führen (&amp;#039;&amp;#039;siehe auch&amp;#039;&amp;#039; [[Allgemeines Anpassungssyndrom]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erweiterungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Freeze|Freezing}} Freeze, flight, fight, or fright ===&lt;br /&gt;
[[Jeffrey Alan Gray]] erweiterte 1988 die Sequenz. Die [[Freezing (Psychologie)|&amp;#039;&amp;#039;freeze&amp;#039;&amp;#039;-Phase]] zeichnet sich aus durch eine erhöhte Aufmerksamkeit ([[Hypervigilanz]]) und Bewegungslosigkeit. Der Grund für das Erstarren ist die Hoffnung, vom Raubtier übersehen zu werden, da die Augen am ehesten auf Bewegung ansprechen. Die Sequenz &amp;#039;&amp;#039;flight-or-fight&amp;#039;&amp;#039; hat Gray gegenüber Cannon umgedreht, da dieses eher dem Verhaltensmuster entspricht. Wenn weder Flucht noch Kampf eine realistische Option sind, kann die Phase &amp;#039;&amp;#039;fright&amp;#039;&amp;#039;, also [[Furcht]], eintreffen. Diese geht einher mit einer tonischen Immobilität ([[Muskellähmung]]) mit der Intention, sich [[Totstellreflex|tot zu stellen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;brache-2004&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=H. Stefan Bracha |Titel=Freeze, Flight, Fight, Fright, Faint: Adaptationist Perspectives on the Acute Stress Response Spectrum |Sammelwerk=CNS Spectrums |Band=9 |Nummer=9 |Datum=2004-09 |Seiten=679–685 |Online=https://core.ac.uk/download/pdf/86612.pdf |Format=PDF |KBytes= |DOI=10.1017/s1092852900001954 |PMID=15337864}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Sequenz wurde von H. Stefan Bracha um eine weitere Stufe &amp;#039;&amp;#039;faint&amp;#039;&amp;#039; (ohnmächtig werden) erweitert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brache-2004&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tend-and-befriend-Reaktion ===&lt;br /&gt;
Neuere Forschungen stellen einen Unterschied der Stressreaktion bei Mann und Frau heraus. Die Kampf-oder-Flucht-Reaktion trifft auf beide zu, ist bei der Frau jedoch schwächer ausgeprägt, sie schließt sich in Gefahrensituationen beispielsweise eher schutzbietenden Gruppen an (Cohen &amp;amp; Wills 1985).&amp;lt;ref&amp;gt;S. Cohen, T. A. Wills: &amp;#039;&amp;#039;Stress, social support, and the buffering hypothesis&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Psychological Bulletin&amp;#039;&amp;#039;, 98, 1985, S.&amp;amp;nbsp;310–357.&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Kontext prägte [[Shelley Taylor]] in den späten 1990ern den Begriff „Tend-and-befriend“ als eine mögliche Antwort der Frau auf Stress: den Nachwuchs beschützen (tend) und Freundschaft anbieten (befriend).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://psychologytoday.com/articles/pto-20000901-000021.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Tend-and-befriend&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20090607001251}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Psychology Today]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;S.E. Taylor, L.C. Klein, B.P. Lewis, T.L. Gruenewald, R.A.R. Gurung, J.A. Updegraff: &amp;#039;&amp;#039;Biobehavioral responses to stress in females: Tend-and-befriend, not fight-or-flight&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Psychological Review&amp;#039;&amp;#039;, 107, 2000, S.&amp;amp;nbsp;411–429.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anthony R. Mawson postuliert, dass – gerade auch im Fall von Katastrophe und Massenpanik – die typische Antwort auf Bedrohung und Gefahr nicht Kampf oder Flucht, sondern die Suche nach stärkerem sozialen Anschluss sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anthony R. Mawson |Hrsg=Taylor &amp;amp; Francis |Titel=Mass Panic and Social Attachment. The Dynamics of Human Behavior |Datum=2017 |ISBN=978-0-8153-9047-3 |Kommentar=Erstausgabe: Routledge, 2007 |Online= [https://www.routledge.com/Mass-Panic-and-Social-Attachment-The-Dynamics-of-Human-Behavior/Mawson/p/book/9780815390473 Zusammenfassung]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freeze, flight, fight, flirt, fiddle bei Hunden ===&lt;br /&gt;
Auf das Verhalten von Hunden bezogen wurde die Sequenz auf &amp;#039;&amp;#039;fight, flight, freeze, flirt, fiddle&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Patricia Solms: &amp;#039;&amp;#039;Verhaltensprobleme beim Hund: Von den Grundlagen bis zum Management&amp;#039;&amp;#039;, Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH &amp;amp; Company KG, 2020, ISBN 978-3-8426-9033-2 [https://books.google.com/books?id=ehTPDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT119 S. 119].&amp;lt;/ref&amp;gt; erweitert, wobei sich &amp;#039;&amp;#039;fiddle&amp;#039;&amp;#039; (herumspielen) auf ein Herumalbern bzw. auf [[Übersprunghandlung]]en bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Neurobiologie der Bindung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* D. S. Goldstein, I. J. Kopin: [https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/10253890701288935?journalCode=ists20 &amp;#039;&amp;#039;Evolution of concepts of stress.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Stress&amp;#039;&amp;#039;, Band 10, Heft 2, Juni 2007, S.&amp;amp;nbsp;109–120.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* harvardsquarelibrary.org: [https://www.harvardsquarelibrary.org/biographies/walter-bradford-cannon-2/ Walter Cannon]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stress]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurobiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuropsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Emetisch</name></author>
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