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	<title>Kammerherr - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T06:34:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kammerherr&amp;diff=193765&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kai.pedia: /* Pflichten */</title>
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		<updated>2026-04-29T21:10:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Pflichten&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Austrian chamberlain&amp;#039;s keys (as used 1849 to 1870) FRONT.png|mini|hochkant|Kämmerer&amp;amp;shy;schlüssel mit Quaste vom Wiener Hof aus der Regierungszeit [[Kaiser Franz Joseph]]s]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kammerherr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (in [[Habsburgermonarchie|Österreich]] und [[Königreich Bayern|Bayern]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kämmerer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers Lex&amp;quot;&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Kammerherr |Band=10 |Seite=518 |SeiteBis=519 |zenoID=20006862209}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[mittellatein]]isch &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|cambellanus}}&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|cambrerius}}&amp;#039;&amp;#039;, {{frS|chambellan|en=chamberlain}}) war Inhaber eines [[Hofamt]]es bei einem regierenden Herrscher, also Fürsten, König oder Kaiser. Zu Zeiten des [[Absolutismus]] war es oft ein von realen Pflichten weitgehend entbundener (Ehren-)Titel. Der Kammerherr stand im Rang über Kammerpagen und [[Kammerjunker]]n. An großen Höfen unterstanden die Kammerherren dem [[Hofmarschall]] oder dem Oberkammerherrn. Wahrzeichen des Ranges war ein Schlüssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unterscheiden ist das Hofamt von dem des &amp;#039;&amp;#039;[[Kämmerer]]s&amp;#039;&amp;#039;, eines Finanzbeamten – jedoch wurde das hier behandelte Hofamt in Österreich und Bayern ebenfalls &amp;#039;&amp;#039;[[Kämmerer (Adelstitel)|Kämmerer]]&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers Lex&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Möckl]]: &amp;#039;&amp;#039;Hof und Hofgesellschaft in Bayern in der Prinzregentenzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Historisches Institut Paris#Publikationen|Pariser Historische Studien]]&amp;#039;&amp;#039;, 1985, Band 21, S. 183–235.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Protokollarische Rangordnung|Rang]] der Kammerherren war sehr hoch angesetzt; sie rangierten an einigen Höfen über den Generalleutnanten, an anderen über den Generalmajoren, an noch anderen mit diesen gleich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Pierer-1857 |Lemma=Kammerherr |Band=9 |Seite=266 |zenoID=20010208259}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Möckl: &amp;#039;&amp;#039;Hof und Hofgesellschaft in Bayern in der Prinzregentenzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pariser Historische Studien&amp;#039;&amp;#039;, 1985, Band 21, S. 183–235, hier besonders S. 198 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
An deutschen Höfen findet man den Titel etwa seit dem 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert mit der Einführung des spanischen [[Hofzeremoniell]]s durch die [[Habsburger]]. In einem Bericht über das Gefolge beim Einzug des [[Ferdinand II. (Tirol)|Erzherzogs Ferdinand]] in München 1568 werden schon fünf Kammerherren erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst war es ein Titel am kaiserlichen Hof, der ranghohen Adeligen verliehen wurde: Bei Kaiser [[Rudolf II. (HRR)|Rudolph&amp;amp;nbsp;II.]] war beispielsweise [[Heinrich Julius (Braunschweig-Wolfenbüttel)|Herzog Heinrich Julius von Braunschweig]] wirklicher Kammerherr. Mit der Zeit wurden die Titel auch an rangniedrigere Fürsten, Grafen oder Freiherren vergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am kurfürstlichen-brandenburgischen Hof sind erste Kurfürsten in der zweiten Hälfte des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christina Rathgeber |Titel=Kammerherren in Preußen 1815–1918 |Sammelwerk=Forschungen zur Brandenburgischen und Preußischen Geschichte. Neue Folge |Band=33 |Datum=2023 |Seiten=87–131}}&amp;lt;/ref&amp;gt; An anderen kurfürstlichen Höfen setzte sich diese Bezeichnung seit Mitte des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts durch. Bekannt ist, dass von [[Johann Georg II. (Sachsen)|Johann Georg&amp;amp;nbsp;II. von Sachsen]] die ersten Kammerherren an einem kurfürstlichen Hof angestellt wurden. Im Laufe des späten 17. und des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts verbreitete sich das Amt an zahlreichen Höfen im Heiligen Römischen Reich. Mit der hierarchischen Aufwertung ihrer Hofkavaliere durch die Verleihung dieses neuen Titels zielten die Reichsfürsten teils explizit auf eine rangmäßige Gleichstellung mit den Kurfürsten ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marian Hefter |Titel=Verhandeltes Zeremoniell. Wissen und Normen am Gothaer Fürstenhof (1640-1800) |Verlag=Böhlau Verlag |Ort=Köln |Datum=2026 |Reihe=Norm und Struktur |BandReihe=2026 |ISBN=978-3-412-53491-2 |Seiten=384–385}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Kammerherren wurden üblicherweise Personen angenommen, die bereits einen anderen hohen Rang innehatte. Der Titel konnte sowohl mit realen Dienstpflichten einhergehen als auch als Ehrenbezeichnung ohne Anwesenheitspflichten oder Aufgabenzuteilung verliehen werden. Teils war er auch faktisch käuflich, so etwa unter König [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich&amp;amp;nbsp;II. von Preußen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der Kammerherren pro Hof variierte stark. Bei den Habsburgern war sie vergleichsweise hoch: Bei [[Leopold I. (HRR)|Leopold&amp;amp;nbsp;I.]] gab es im letzten Jahr seiner Amtszeit 426 Kammerherren. [[Karl VI. (HRR)|Karl&amp;amp;nbsp;VI.]] ernannte allein im Jahr 1736 158 Kammerherren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pflichten ==&lt;br /&gt;
[[File:Presentación de Cartas Credenciales en Dinamarca (10837603793).jpg|mini|Dänischer Kammerherr (links, mit Schlüsselemblem am Uniformrock) bei einer diplomatischen [[Akkreditierung (Diplomatie)|Akkreditierung]] (2013)]]&lt;br /&gt;
Der Umfang der mit dieser Bezeichnung verbundenen realen Pflichten variierte von Hof zu Hof und änderte sich auch im Lauf der Zeit. Der Dienst wurde monatlich oder wöchentlich bei den fürstlichen Personen verrichtet. Er konnte in zeremoniellen Handreichungen beim An- und Auskleiden, der Begleitung beim Ausfahren, Ausreiten oder auf Reisen bestehen. Üblich waren auch Sekretärsdienste wie die Organisation von Privataudienzen oder die Entgegennahme von Bittschriften, die Bedienung des Fürsten beim Essen oder die Teilnahme an Gesellschaftsspielen mit dem Fürsten. Kammerherren konnten auch als Abgesandte an andere Höfe geschickt werden, um dort Botschaften, Gratulationen oder Beileidsbekundungen zu überbringen, und spielten aufgrund ihres hohen Rangs während der Frühen Neuzeit auch bei Empfängen von Diplomaten oder fürstlichen Gästen zentrale Rollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zeitalter Kaiser [[Franz Joseph I.|Franz Josephs]] war die Verleihung der Kämmererwürde (im Sinne von &amp;#039;&amp;#039;Kammerherr&amp;#039;&amp;#039;) an Aristokraten eine Ehrenverleihung, die jedoch eine „Hofdienstleistung“ beinhaltete: zum Beispiel zu den Hoffesten auch wirklich zu erscheinen und somit dem kaiserlichen Hof durch die eigene hohe Abstammung eine würdevolle Begleitung zu geben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martina Winkelhofer-Thyri |Titel=Der Hof unter Kaiser Franz Joseph |Ort=Wien |Datum=2010 |Kommentar=phil. Dissertation |Seiten=90 |Online=http://othes.univie.ac.at/13225/1/2010-12-13_9508847.pdf |Format=PDF }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Meggendorfer Die verkannten Kammerherrn.jpg|mini|Witzzeichnung über schlüsseltragende Kammerherren von [[Lothar Meggendorfer]], 1890]]&lt;br /&gt;
Mit dem Rang eines Kammerherrn war eine Besoldung verknüpft. Kammerherren hatten das Recht, an der rechten Hüfte einen mit einem Band befestigten silbernen, vergoldeten oder goldenen [[Kammerherrenschlüssel]] zu tragen. Dessen Ausgestaltung und die Art der Befestigung variierte ebenfalls von Hof zu Hof und im Laufe der Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Eine ausführliche Darstellung der Rolle eines Kammerherrn bietet [[Theodor Fontane]]s Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Unwiederbringlich]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Päpstliche Kammerherren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Johann Georg Krünitz |Titel=Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft |TitelErg=In 242 Bänden erschienen von 1773 bis 1858 |Online=http://www.kruenitz1.uni-trier.de/ }}&lt;br /&gt;
* Max Georg Freiherr v. Eltz-Rübenach: &amp;#039;&amp;#039;Die Herren vom Goldenen Schlüssel. Kammerherren – ihre Würde, ihre Symbole, ihre prächtige Bekleidung&amp;#039;&amp;#039;. J.S. Klotz Verlagshaus, Neulingen 2023, ISBN 978-3-949763-31-1.&lt;br /&gt;
* Christina Rathgeber: &amp;#039;&amp;#039;Kammerherren in Preußen 1815–1918&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Brandenburgischen und Preußischen Geschichte. Neue Folge&amp;#039;&amp;#039;. Band 33, 2023, S. 87–131.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4162987-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4162987-5|LCCN=sh00005263}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Amtsbezeichnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hofamt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hoftitel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kammerherr| ]]&lt;/div&gt;</summary>
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