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	<title>Kammerflimmern - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T21:14:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kammerflimmern&amp;diff=462046&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M2k~dewiki: /* Einleitung */ +</title>
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		<updated>2025-08-31T13:07:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; +&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit der Herzrhythmusstörung Kammerflimmern. Zu den Filmen siehe [[Tatort: Kammerflimmern]] und [[Kammerflimmern (Film)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Kammerflimmern1.JPG|mini|EKG-Ableitung von Kammerflimmern]]&lt;br /&gt;
{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = I49.0&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Kammerflattern und Kammerflimmern&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = BC71.1&lt;br /&gt;
| Data-01 = Kammerflimmern&lt;br /&gt;
| Code-02 = BC65.4&lt;br /&gt;
| Data-02 = Idiopathisches Kammerflimmern&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herzkammerflimmern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kammerflimmern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;ventrikuläre Fibrillation&amp;#039;&amp;#039; (VF; englisch &amp;#039;&amp;#039;ventricular fibrillation&amp;#039;&amp;#039;) genannt, ist eine lebensbedrohliche [[puls]]lose [[Herzrhythmusstörung]], bei der in den [[Herzkammer]]n ungeordnete Erregungen ablaufen und der [[Herzmuskel]] sich nicht mehr geordnet kontrahiert. Unbehandelt führt das Kammerflimmern wegen der fehlenden Pumpleistung des Herzens unmittelbar zum Tode. Im [[Elektrokardiogramm|EKG]] sieht man Flimmerwellen mit einer [[Herzfrequenz|Frequenz]] von etwa 300–800/min. Kammerflimmern kann z.&amp;amp;nbsp;B. als Komplikation eines [[Herzinfarkt]]es auftreten (siehe auch [[plötzlicher Herztod]]) oder durch einen [[Stromunfall]] verursacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Stefan Silbernagl, Florian Lang|Titel=Taschenatlas der Pathophysiologie|Verlag=Georg Thieme Verlag|Datum=2013-08-21|ISBN=9783131509444|Seiten=204|Online={{Google Buch|BuchID=CYxrAAAAQBAJ|Seite=204}}|Abruf=2016-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Franz-Josef Kretz, Jürgen Schäffer|Titel=Anästhesie Intensivmedizin Notfallmedizin Schmerztherapie|Verlag=Springer-Verlag|Datum=2013-07-02|ISBN=9783662057308|Seiten=616|Online={{Google Buch|BuchID=qXX1BQAAQBAJ|Seite=616}}|Abruf=2016-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathophysiologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ventricular fibrillation video.webm|mini|hochkant=1.4|Video mit Untertiteln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel arbeitet die Gesamtheit der Herzmuskelzellen durch Steuerung über das [[Erregungsleitungssystem]] koordiniert zusammen. Im [[Sinusknoten]] werden die Erregungen regelmäßig gebildet und auf die [[Herzvorhof|Vorhöfe]] weitergegeben, der [[Atrioventrikularknoten]] leitet sie auf die Herzkammern weiter, wo sie über spezialisierte Zellen – das Erregungsleitungssystem – in alle Anteile der Herzkammern weitergeleitet werden. So werden alle Teile des Herzmuskels in einem sinnvollen Ablauf erregt, sie kontrahieren, die Erregung bildet sich wieder zurück und die Herzmuskelzellen werden bereit für eine neue Erregung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Kammerflimmern kommt es durch lokale Störungen der Erregungsleitung oder des Erregungsablaufs dazu, dass die sich ausbreitende Erregung auf Gewebe trifft, das schon wieder erregbar ist und die Erregungsweiterleitung fortsetzt. Es kommt zu kreisenden Erregungswellen, sodass der Herzmuskel nicht mehr koordiniert pumpt, sondern unkoordiniert mit hoher Frequenz zuckt – er „flimmert“. Die [[Herzminutenvolumen|Pumpleistung]] des Herzens sinkt abrupt auf Null und es kommt zum [[Kreislaufstillstand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals genauer beschrieben wurde das Flimmern des Herzmuskels in &amp;#039;&amp;#039;De humani corporis fabrica&amp;#039;&amp;#039; (1543) von [[Andreas Vesal]].&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich L’Allemand: &amp;#039;&amp;#039;Wiederbelebung.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie historisch gesehen. Anfang – Entwicklung – Differenzierung.&amp;#039;&amp;#039; Dustri-Verlag, Deisenhofen bei München 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 217–228, hier: S. 218.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Der zu Beginn des 20. Jahrhunderts (1904) von M. D’Halluin gemachte experimentelle Ansatz, Kammerflimmern durch Injektion von Kaliumchloridlösung in [[Asystolie]] zu überführen und dann durch Herzdruckmassage und (entsprechend den bis 1884 erfolgten Vorarbeiten von [[Sydney Ringer]]) Calciumgaben eine Wiederbelebung zu erreichen, fand in der Klinik keine Anwendung. Im Jahr 1936 empfahl R. Mautz die prophylaktische Gabe von [[Procain]] bei herzchirurgischen Eingriffen, da das Lokalanästhetikum die Erregbarkeit des Herzmuskeln vermindert. Die Therapie des Kammerflimmerns ist die sofortige [[Defibrillation]]. Erstmals erfolgreich durchgeführt haben die Anwendung elektrischen Stroms zur Behandlung von Kammerflimmern [[Jean Louis Prévost (Mediziner, 1838)|Jean Louis Prévost]] und Frédéric Battelli im Jahr 1899 in Tierversuchen. Weitere erfolgreiche Defibrillationen von flimmernden Hundeherzen gelangen D. R. Hooker (1933) und [[Carl J. Wiggers]] (1936). Im Jahr 1947 gelang [[Claude S. Beck]] die erste erfolgreiche Defibrillation beim Menschen. Nach zwei Elektroschocks und intrakardialer Injektion von Procainhydrochlorid konnte er das Kammerflimmern bei einem 14-jährigen Jungen beenden.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich L’Allemand: &amp;#039;&amp;#039;Wiederbelebung.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie historisch gesehen. Anfang – Entwicklung – Differenzierung.&amp;#039;&amp;#039; Dustri-Verlag, Deisenhofen bei München 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 217–228, hier: S. 220 und 222–223.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Defibrillation eines erwachsenen Menschen werden heute durch einen kurzen, starken Stromstoß (360&amp;amp;nbsp;[[Joule|J]] monophasisch, biphasisch variiert mit 150 Joule) alle Herzmuskelzellen gleichzeitig erregt, damit danach die Erregung auf normalem Wege vom Sinusknoten ausgehend erfolgt. Die Defibrillation ist die einzige erfolgversprechende Therapie des Kammerflimmerns. Je früher sie durchgeführt wird, umso höher sind die Erfolgschancen. Jede Minute ohne Defibrillation verringert die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Wiederbelebung um ca. 10 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit bis zur Verfügbarkeit eines [[Defibrillator]]s muss durch Erste-Hilfe-Maßnahmen ([[Herz-Lungen-Wiederbelebung]]) überbrückt werden, um die Sauerstoffversorgung vor allem des Gehirns, der Nieren und des Herzmuskels aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die zunehmende Verbreitung von [[Automatisierter externer Defibrillator|halbautomatischen Defibrillatoren]], die an öffentlichen Plätzen bereitgehalten werden und für die Anwendung durch Laien konzipiert sind, kann die Zeitspanne bis zur Defibrillation deutlich verringert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Geräte kann sich die Überlebenschance um ein Vielfaches erhöhen. Bei einer frühen Herz-Lungen-Wiederbelebung und Defibrillation durch den Rettungsdienst hat der Patient statistisch eine Überlebenschance von ca. 8 bis 10 %. Diese erhöht sich im besten Fall durch den frühen Einsatz eines automatisierten, externen Defibrillators durch Laienhelfer auf bis zu 70 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nutzen des im Rettungsdienst vereinzelt noch angewendeten sogenannten [[Präkordialer Faustschlag|präkordialen Faustschlags]] ist ungesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kammerflattern]]&lt;br /&gt;
* [[Vorhofflimmern]]&lt;br /&gt;
* [[Milde therapeutische Hypothermie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4296478-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Kardiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Notfallmedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M2k~dewiki</name></author>
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