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	<title>Kameramann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kameramann&amp;diff=34430&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mielas: Leerzeichen zu viel</title>
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		<updated>2026-03-20T21:19:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen zu viel&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Beruf des Kameramanns. Zum Film &amp;#039;&amp;#039;Der Kameramann&amp;#039;&amp;#039; siehe [[Buster Keaton, der Filmreporter]]; zur Fachzeitschrift siehe [[Film &amp;amp; TV Kamera]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Euro 2008 camera tv broadcast salzburg.jpg|mini|Fernsehkameramann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:13-06-07 RaR Fujinon film camera.jpg|mini|Kamerafrau bei einem Rockkonzert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:AlamoFilming.jpg|mini|Kameramann und [[Grip (Filmberuf)|Dolly-Grip]] beim Filmen eines Kinofilms ([[Alamo – Der Traum, das Schicksal, die Legende|The Alamo]], 2004)]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kameramann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Plural]]: &amp;#039;&amp;#039;Kameramänner&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kameraleute&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Kameramann |titel=Duden {{!}} Kameramann {{!}} Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft |sprache=de |abruf=2021-10-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kamerafrau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Plural: &amp;#039;&amp;#039;Kamerafrauen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kameraleute)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Kamerafrau |titel=Duden {{!}} Kamerafrau {{!}} Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft |sprache=de |abruf=2021-10-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist verantwortlich für die Kameraführung oder [[Bildgestaltung]] bei der Produktion von [[Bewegte Bilder|Filmen]], beispielsweise bei Spiel- und Dokumentarfilmen, Fernsehspielen/-serien/-sendungen, Live-Aufzeichnungen oder der [[Elektronische Berichterstattung|elektronischen Berichterstattung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als im Englischen hat die Bezeichnung Kameramann die Aufgabendifferenzierung dieses filmischen Gewerkes der letzten Jahrzehnte sprachlich nicht abgebildet. Im Bereich des fiktionalen Films bezeichnet das Wort Kameramann umgangssprachlich heute den bildgestaltenden Kameramann. Im [[Englische Sprache|Englischen]] verwendet man dafür den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Director of Photography&amp;#039;&amp;#039; („Regisseur der Photographie“, „Bildregisseur“), dessen Aufgabe die gesamte Licht- und bildatmosphärische Gestaltung des Filmes inklusive der Entscheidung über Einstellungsgrößen ist. Auch der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Cinematographer&amp;#039;&amp;#039; wird für diese Aufgabe verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon unterscheidet man im Englischen den &amp;#039;&amp;#039;Cameraman&amp;#039;&amp;#039;, vergleichbar mit dem „Bildreporter“ in der aktuellen Berichterstattung oder bei Sportübertragungen, sowie den &amp;#039;&amp;#039;Operating Cameraman&amp;#039;&amp;#039; als ausführender Kameraschwenker, der die [[Kamera]] bedient, sowie den &amp;#039;&amp;#039;[[Kameraassistent|Assistant Cameraman]]&amp;#039;&amp;#039; für diverse Assistentenberufe wie den &amp;#039;&amp;#039;Focus Puller&amp;#039;&amp;#039; als Schärfen-Zieher.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Ottersbach/Schadt: &amp;#039;&amp;#039;Kamerabekenntnisse.&amp;#039;&amp;#039; UVK, Konstanz, 2008, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Begriff &amp;#039;&amp;#039;Kameramann&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kamerafrau&amp;#039;&amp;#039; umfasst unterschiedliche Berufe, die sich wie folgt abgrenzen lassen:&lt;br /&gt;
* Tätigkeit bei „Laufbildern“ (im&amp;amp;nbsp;Sinne&amp;amp;nbsp;des Urheberrechts) wie z.&amp;amp;nbsp;B. Sport- und Liveübertragungen, Shows, aktuelle Berichterstattung und andere Formate im journalistischen Bereich (vergleichbar dem Bildreporter)&lt;br /&gt;
* Künstlerische Bildgestaltung im Bereich von „Filmwerken“ (im&amp;amp;nbsp;Sinne&amp;amp;nbsp;des Urheberrechts) wie inszenierten Film-, Fernseh- und Videowerken, besonders bei Kino-Spielfilmen, Fernsehspielen und Serien, aber auch bei gestalteten Dokumentar-, Industrie- und Werbefilmen (hier vergleichbar mit dem Photographen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Berufsbild kann je nach Einsatzfeld stark variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Fernsehaufnahmen wird unterschieden zwischen Studio- bzw. Live-Kamera oder [[Elektronische Berichterstattung|EB]]-Kamera. Der Studio- oder Live-Kameramann ist Teil eines Aufnahmeteams und schwenkt die Kamera, während der EB-Kameramann weitgehend eigenständig agiert und meistens im Newsbereich tätig ist.&lt;br /&gt;
Bei Filmproduktionen stehen künstlerisch-photographische Aspekte im Vordergrund: Der Film-Kameramann befasst sich mit der Auswahl von Motiven und Einstellungen und erarbeitet zusammen mit der Regie das visuelle und dramaturgische Gesamtkonzept des Films und setzt es photographisch um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel beschäftigt sich weitgehend mit dem Berufsbild des Kameramanns im Kontext der Filmkunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-08324, Kameramann bei der Arbeit.jpg|mini|Filmkameramann im Jahr 1925]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Frühzeit des [[Kino]]s waren der &amp;#039;&amp;#039;Filmphotograph&amp;#039;&amp;#039; und der [[Kameraoperateur]] die alleinigen Bediener der [[Filmkamera]]. Da die Funktionen und Möglichkeiten der Kinokamera im Zuge der technischen Entwicklung immer komplexer geworden sind, ist an die Stelle des &amp;#039;&amp;#039;Laufbildphotographen&amp;#039;&amp;#039; zunehmend ein ganzes &amp;#039;&amp;#039;Kamerateam&amp;#039;&amp;#039; getreten, in dem verschieden spezialisierte Personen unterschiedliche Funktionen wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berufsbild ==&lt;br /&gt;
Umgangssprachlich wird der Kameramann häufig mit dem Chef des Kamerateams gleichgesetzt. Die heutige Bezeichnung „Kamera“ sagt jedoch über den Beruf eines lichtsetzenden Kameramannes (in Großbritannien &amp;#039;&amp;#039;Lighting cameraman&amp;#039;&amp;#039; und in den USA &amp;#039;&amp;#039;cinematographer&amp;#039;&amp;#039;), also der Person, die für die Filmphotographie verantwortlich ist, nichts aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bildgestaltende Kameramann heißt im amerikanischen und britischen Englisch &amp;#039;&amp;#039;director of photography&amp;#039;&amp;#039; (DoP, DP), im Französischen &amp;#039;&amp;#039;directeur de la photo&amp;#039;&amp;#039;, im Italienischen &amp;#039;&amp;#039;direttore della fotografia&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;autore della fotografia&amp;#039;&amp;#039; und im Spanischen &amp;#039;&amp;#039;director de fotografía&amp;#039;&amp;#039;, was als &amp;#039;&amp;#039;Photographischer Leiter&amp;#039;&amp;#039; übersetzt werden könnte. Im Deutschen werden zunehmend auch die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Bildgestalter&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bildautor&amp;#039;&amp;#039; verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA folgen ihm in der Hierarchie der Kameraoperateur („Schwenker“, engl. auch &amp;#039;&amp;#039;camera operator&amp;#039;&amp;#039;), der erste [[Kameraassistent]] (&amp;#039;&amp;#039;focus puller&amp;#039;&amp;#039;), der für die Bildschärfe verantwortlich ist, und der zweite Kameraassistent (&amp;#039;&amp;#039;clapper loader&amp;#039;&amp;#039;) oder Materialassistent, der die [[Filmklappe]] bedient, das Rohfilmmaterial handhabt, den Darstellern bei Bedarf Linien und Positionen vorgibt und sich um alle Papierunterlagen des Kamerateams kümmert. Im weiteren Sinne gehören zum Kamerateam Standfotografen, die für die Werbebilder (&amp;#039;&amp;#039;stills&amp;#039;&amp;#039;) zuständig sind, und die Arbeiter der [[Grip (Filmberuf)|Kamerabühne]], die u.&amp;amp;nbsp;a. den [[Dolly (Kamerawagen)|Dolly]] oder Kran bedienen (&amp;#039;&amp;#039;[[Grip (Filmberuf)|grip]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Grip (Filmberuf)|key grip]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Grip (Filmberuf)|dolly grip]]&amp;#039;&amp;#039;). In größeren Filmproduktionen setzen Unternehmen auch ein zweites Kamerateam (&amp;#039;&amp;#039;[[Second Unit]]&amp;#039;&amp;#039;) ein, das weniger wichtige Aufnahmen (in denen z.&amp;amp;nbsp;B. die Hauptdarsteller nicht auftreten) übernimmt, das Produktionsbudget entlastet und paralleles Arbeiten ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgabengebiete ==&lt;br /&gt;
=== Spielfilm ===&lt;br /&gt;
Der Kameramann hat in der Vorproduktionsphase die notwendige Ausrüstung und das Material abzuschätzen und meist auch das Team zusammenzustellen. Bei [[Spielfilm]]aufnahmen ist er für die [[Bildgestaltung|Bildkomposition]] (Perspektive, [[Kadrage]]), die Kameraführung sowie für die Ausleuchtung des [[Filmset|Sets]] verantwortlich. Nach Drehschluss muss er oft schon das nächste Set vorbereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der Dreharbeiten entwickelt der Kameramann anhand des [[Drehbuch]]s mit dem [[Regisseur]] Ideen zur Visualisierung des Drehbuchs. In einem Extrem übernimmt er zu 100 % die visuelle Umsetzung des Stoffs, im anderen Extrem sorgt er „nur“ für die Umsetzung der Ideen anderer. In der sogenannten „Polnischen Schule“ wird er bereits in den Prozess des Drehbuchschreibens eingebunden. Im sogenannten [[Dogma-Film]] ist der Kameramann in der Visualisierung völlig frei und wird quasi unvorbereitet in die Situation hineingeworfen. Jeder gute Kameramann hat einen eigenen Stil entwickelt, ist zugleich aber in der Lage, verschiedene Stilformen umzusetzen. Meist wird ein Kameramann für eine Filmproduktion ausgewählt, weil er den anvisierten Stil des Films sicher beherrscht. Insoweit ist der Kameramann als visueller Autor der Filmbilder auch Mit-Urheber des Filmwerks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fernsehen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Eilenburg MDR-Team.jpg|mini|EB-Kamerateam des [[MDR Fernsehen]]s in [[Eilenburg]], 2009]]&lt;br /&gt;
Die Arbeit und die damit verbundenen Anforderungen an fürs Fernsehen arbeitende Kameraleute lassen sich in zwei unterschiedliche Tätigkeitsfelder untergliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[EB-Team|EB-Kameraleute]] arbeiten überwiegend im „Zwei-Mann-Team“ und setzen die Geschichte des Redakteurs weitestgehend eigenverantwortlich nach visuellen Gesichtspunkten um. Das Aufgabengebiet ist dabei vielseitig und kann von der 20-sekündigen Kurznachricht bis zur 45-minütigen Dokumentation reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das relativ neue Berufsbild des [[Videojournalist]]en ist stark umstritten, da ein „Ein-Mann-Team“ das EB-Team ersetzen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
E-Kameraleute arbeiten im so genannten Verbundkamerasystem (Studio oder Live) und erhalten ihre Anweisungen über [[Sprechanlage|Intercom]] vom Regisseur. Bei Aufzeichnungen oder [[Liveübertragung]]en mit mehreren Kameras entwirft der Regisseur vorab ein Konzept, das bei Liveproduktionen jedoch oft nicht 1:1 umgesetzt werden kann. Anders als bei Spielfilm- oder [[Werbefilm]]produktionen fehlt oft die Zeit, mit Kameraleuten und [[Filmeditor]]en jedes einzelne Motiv durchzusprechen. Vielmehr arbeiten Kameraleute und Editoren hier vergleichsweise eigenständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Die Ausbildung zum Kameramann ist nicht einheitlich geregelt. Möglich ist entweder eine [[fotograf]]ische Ausbildung mit Zusatzausbildung an einer [[Filmakademie]] bzw. [[Fernsehakademie]] oder als Erstausbildung eine grundständige Ausbildung an einer [[Kunsthochschule]] oder [[Fachhochschule]]. Am häufigsten wird der Weg des [[Mediengestalter Bild und Ton|Mediengestalters Bild und Ton]] gewählt, der nicht nur das klassische Berufsfeld des Kameramanns abdeckt, sondern auch Ton und Schnitt als Kernelement der dreijährigen Ausbildung beinhaltet. Dieser Weg garantiert eine bundesweit anerkannte Ausbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Mitgliedern im Berufsverband Kinematografie überwiegt inzwischen die akademische Ausbildung an Film- und Kunsthochschulen. Die zweitstärkste Gruppe ist über die Praxis und den Aufstieg vom [[clapper loader]] über den Assistenten in die Position des [[Director of Photography|DoPs]] gekommen. Einige wenige haben als Mediengestalter begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterbildung ==&lt;br /&gt;
Neben der Weiterbildung zum Master of Arts (M.A.) oder zum [[Meisterschüler]] gibt es auch künstlerische [[Meisterklasse (Hochschule)|Meisterklassen]]. Eine mögliche Weiterentwicklung besteht zum Berufsbild des [[Videojournalist]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berufsperspektiven ==&lt;br /&gt;
Seit Beginn der Filmproduktion hat es im Gewerk der Kameraleute nie einen Mangel an Fachkräften gegeben. Im Gegenteil ist das Angebot an Kameraleuten größer als die Nachfrage. Dementsprechend kann man in diesem Berufsfeld keine Vollauslastung erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umfrage des [[Berufsverband Kinematografie|Berufsverbands Kinematografie]] hat aufgezeigt, dass Kameraleuten ein Zeitfenster von ca. 20 Jahren bleibt, in denen sie hauptverantwortlich große Filmprojekte realisieren können. Altersmäßig liegt dieses Fenster zwischen Mitte 30 bis Mitte 50. Davor muss man sich in der Branche bewähren und danach bricht die Auftragssituation altersbedingt ein. Festangestellte Kameraleute sind in der Minderheit. Die überwiegende Mehrheit der Kameraleute arbeitet als Freiberufler. Die meisten Kameraleute werden auf Projektdauer angestellt. Andere arbeiten selbstständig auf Rechnung. Durch neue KI-Technologie wird sich das Berufsfeld stark verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berufsverbände ==&lt;br /&gt;
30 Jahre nach der ersten öffentlichen Laufbildvorführung in Deutschland wird 1925 mit dem Klub der Kameraleute Deutschlands e.V. der erste Berufsverband für Kameraleute gegründet. Nach sieben Jahren wird er Anfang 1933 im Zuge der Machtergreifung der NSDAP aufgelöst und in die Strukturen der Reichsfilmkammer überführt. Nach dem Krieg wird im Januar 1950 in den Bavaria Filmstudios der Club Deutscher Kameraleute gegründet, der 1981 als Berufsverband der freischaffenden Kameramänner in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (BVK) wiederbelebt wird und heute [[Berufsverband Kinematografie]] heißt. Erste Zusammenschlüsse von Kameraleuten in den USA sind 1913 dokumentiert. International bedeutend ist die [[American Society of Cinematographers]] (ASC), die im Dezember 1918 gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem BVK gibt es in Deutschland seit 2009 den Berufsverband der Fernsehkameraleute (BVFK), und im deutschsprachigen Raum seit 1976 die AAC [[Verband österreichischer Kameraleute|Austrian Association of Cinematographers]] (AAC) und seit 1996 die Swiss Cinematographers Society (SCS).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Preise für Kameraarbeit ==&lt;br /&gt;
Obwohl es seit vielen Jahren eine eigene [[Oscar]]-Auszeichnung in der Kategorie „Kamera“ gibt, ist der Beruf immer wenig beachtet im Schatten der Aufmerksamkeit für [[Schauspieler]] oder Filmregisseure geblieben. [[British Academy Film Award/Beste Kamera|BAFTA-Awards]] für die beste Kamera gibt es seit 1964, sie werden in verschiedenen Filmkategorien verliehen. [[Emmy Awards]] für &amp;#039;&amp;#039;Outstanding Cinematography&amp;#039;&amp;#039; werden ebenfalls in verschiedenen Filmkategorien verliehen. Mit dem [[Deutscher Kamerapreis|Deutschen Kamerapreis]] wird in Deutschland erst seit 1982 eine spezielle Auszeichnung verliehen. Die [[American Society of Cinematographers]] vergibt seit 1987 den [[American Society of Cinematographers Awards|ASC-Award]] für die beste Kameraarbeit in einem Spielfilm und seit 1988 den [[ASC Lifetime Achievement Award]] für ein Lebenswerk. In Polen findet seit 1993 jährlich das [[Camerimage]]-Festival statt, das als weltweit einziges Filmfestival explizit die Kameraarbeit zum Thema hat. Außerdem gibt es seit dem Jahr 2000 eine international vergebene Auszeichnung, den [[Marburger Kamerapreis]], der gemeinsam von der Stadt [[Marburg]], den ortsansässigen Kinobetrieben und dem Fachbereich [[Medienwissenschaft]] der [[Philipps-Universität Marburg|Philipps-Universität]] verliehen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-marburg.de/forschung/forschungsprofil/preistraeger/ausz-kamerapreis &amp;#039;&amp;#039;Marburger Kamerapreis&amp;#039;&amp;#039;], auf: &amp;#039;&amp;#039;uni-marburg.de&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 3. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namhafte Kameraleute ==&lt;br /&gt;
Zu den bedeutendsten Kameraleuten der frühen Filmära zählen [[Karl Freund (Kameramann)|Karl Freund]], [[Hans Schneeberger]], [[Franz Planer]], Mikhail und [[Boris Kaufman]] (die beiden Brüder von [[Dziga Wertow]]), [[Eduard Tisse]], der Kameramann von [[Sergei Michailowitsch Eisenstein|Sergei Eisenstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste namhafter Film-Kameraleute ===&lt;br /&gt;
* [[Yūharu Atsuta]] (Kameramann von [[Ozu Yasujirō]])&lt;br /&gt;
* [[Michael Ballhaus]] † (arbeitete häufig mit [[Rainer Werner Fassbinder]] und mit [[Martin Scorsese]] zusammen, 3 Oscar-Nominierungen)&lt;br /&gt;
* [[Axel Block]] (wirkte als Kameramann bei mehr als 100 Kino- und Fernsehproduktionen mit, darüber hinaus lehrte er Bildgestaltung an verschiedenen [[Filmhochschule]]n)&lt;br /&gt;
* [[Robert Burks]] † (Oscar-Auszeichnung) (12 Filme mit [[Alfred Hitchcock]], z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Über den Dächern von Nizza]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Jack Cardiff]] † (Pionier der Anwendung des [[Technicolor (Verfahren)|Technicolor-Verfahrens]])&lt;br /&gt;
* [[Raoul Coutard]] † (stilprägend für die französische [[Nouvelle Vague]], arbeitete beispielsweise mit [[Jean-Luc Godard]], [[François Truffaut]], [[Jacques Demy]] und [[Jacques Rivette]])&lt;br /&gt;
* [[Roger Deakins]] (2 Oscar-Auszeichnungen, 15 Oscar-Nominierungen)&lt;br /&gt;
* [[Christopher Doyle]] (gewann 48 internationale Auszeichnungen; 33 Nominierungen)&lt;br /&gt;
* [[Paweł Edelman]] (1 Oscar-Nominierung, 7 Filme mit [[Roman Polański]], 4 Filme mit [[Andrzej Wajda]])&lt;br /&gt;
* [[Conrad L. Hall]] † (gewann 3 Oscars, 7 Nominierungen)&lt;br /&gt;
* [[Janusz Kamiński]] (gewann 2 Oscars, Stammkameramann von Steven Spielberg)&lt;br /&gt;
* [[Katsumi Yanagishima|Yanagishima Katsumi]] (vielfach ausgezeichneter japanischer Kameramann, häufige Zusammenarbeit mit [[Takeshi Kitano]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Judith Kaufmann]] (vielfach prämiert, darunter 2 × [[Deutscher Kamerapreis]], in 2003 und 2010, dann Ehrenpreis 2012, „sie zählt zu den renommiertesten Kamerafrauen Europas“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutscher-kamerapreis.de/preistraeger_innen/judith-kaufmann/ Begründung der Juryentscheidung des Ehrenpreises des Deutschen Kamerapreises 2012, abgerufen am 25. Oktober 2023]&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* [[Emmanuel Lubezki]] (gewann an den drei Jahren 2014, 2015 und 2016 in Folge den Oscar für die Beste Kameraarbeit)&lt;br /&gt;
* [[Anthony Dod Mantle]] (Oscar für &amp;#039;&amp;#039;[[Slumdog Millionaire]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Kazuo Miyagawa]] † (Zusammenarbeit mit [[Kenji Mizoguchi]], [[Akira Kurosawa]], [[Yasujiro Ozu]] und [[Kon Ichikawa]], Erfinder des [[Bleach-Bypass-Effekt]]s)&lt;br /&gt;
* [[Robby Müller]] † (für seine Arbeiten mit [[Jim Jarmusch]] und [[Wim Wenders]] bekannt)&lt;br /&gt;
* [[Sven Nykvist]] † (vielfach ausgezeichneter Kameramann [[Ingmar Bergman]]s, u.&amp;amp;nbsp;a. Oscars für &amp;#039;&amp;#039;[[Schreie und Flüstern]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Fanny und Alexander]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Wally Pfister]] (4 Oscar-Nominierungen, gewann 1 Oscar für &amp;#039;&amp;#039;[[Inception]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Rodrigo Prieto]] (nominiert für den Oscar mit &amp;#039;&amp;#039;[[Brokeback Mountain]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Robert Richardson (Kameramann)|Robert Richardson]] (gewann 3 [[Oscar]]s)&lt;br /&gt;
* [[Joseph Ruttenberg]] † (gewann 4 Oscars)&lt;br /&gt;
* [[Timo Salminen]] (seit 1983 Stammkameramann von [[Aki Kaurismäki]], 2 Nominierungen für den Europäischen Filmpreis)&lt;br /&gt;
* [[Dean Semler]] (bekannt für herausragende Aufnahmen wie z.&amp;amp;thinsp;B. in &amp;#039;&amp;#039;[[Der mit dem Wolf tanzt]]&amp;#039;&amp;#039;, gewann 1 Oscar)&lt;br /&gt;
* [[Leon Shamroy]] † (gewann 4 Oscars)&lt;br /&gt;
* [[Leonard J. South]] † (über 35 Jahre Zusammenarbeit mit [[Alfred Hitchcock]], z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Das Fenster zum Hof (1954)|Das Fenster zum Hof]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Psycho (1960)|Psycho]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Die Vögel (Film)|Die Vögel]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Vittorio Storaro]] (gewann jeweils einen Oscar für &amp;#039;&amp;#039;[[Apocalypse Now]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Reds]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Der letzte Kaiser]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Gregg Toland]] † (bedeutendster Kameramann der 1940er)&lt;br /&gt;
* [[John Toll]] (gewann zwei Oscars, unter anderem für &amp;#039;&amp;#039;[[Braveheart]]&amp;#039;&amp;#039; und wurde für &amp;#039;&amp;#039;[[Der schmale Grat (1998)|Der schmale Grat]]&amp;#039;&amp;#039; nominiert)&lt;br /&gt;
* [[Jost Vacano]] (Oscar-Nominierung für [[Das Boot (Film)|&amp;#039;&amp;#039;Das Boot&amp;#039;&amp;#039;]], fotografierte z.&amp;amp;thinsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[RoboCop]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Die totale Erinnerung – Total Recall|&amp;#039;&amp;#039;Total Recall&amp;#039;&amp;#039;]] und [[Starship Troopers (Film)|&amp;#039;&amp;#039;Starship Troopers&amp;#039;&amp;#039;]])&lt;br /&gt;
* [[Sacha Vierny]] † (intensive Zusammenarbeit mit [[Alain Resnais]] und [[Peter Greenaway]])&lt;br /&gt;
* [[Gordon Willis]] † (nahm alle Filme aus der Reihe [[Der Pate (Film)|&amp;#039;&amp;#039;Der Pate&amp;#039;&amp;#039;]] auf)&lt;br /&gt;
* [[Vilmos Zsigmond]] † (ungarisch-amerikanischer Kameramann, u.&amp;amp;thinsp;a. bekannt für &amp;#039;&amp;#039;[[Unheimliche Begegnung der dritten Art]]&amp;#039;&amp;#039; (Oscar), &amp;#039;&amp;#039;[[Die durch die Hölle gehen]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Menschen am Fluß]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmdokumentation ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Visionen aus Licht – Die Geschichte der Kameraführung&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Visions of Light: The Art of Cinematography&amp;#039;&amp;#039;). Dokumentarfilm von Arnold Glassman, Todd McCarthy und Stuart Samuels, USA 1992, 92 Minuten.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cinematographer Style&amp;#039;&amp;#039;. Dokumentarfilm von Jon Fauer, USA 2006, 86 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Axel Block: &amp;#039;&amp;#039;Die Kameraaugen des Fritz Lang: Der Einfluss der Kameramänner auf den Film der Weimarer Republik. Studien zu Karl Freund, Carl Hoffmann, Rudolph Maté, Günther Rittau und Fritz Arno Wagner.&amp;#039;&amp;#039; edition text + kritik, München 2020&lt;br /&gt;
* Thomas Brandlmeier: &amp;#039;&amp;#039;Kameraautoren – Technik und Ästhetik .&amp;#039;&amp;#039; Schüren, Marburg 2008&lt;br /&gt;
* Pierre Kandorfer: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Filmgestaltung.&amp;#039;&amp;#039; Mediabook Verlag, Stein-Bockenheim 2003, ISBN 3-932972-18-X.&lt;br /&gt;
* Hans Albrecht Lusznat: &amp;#039;&amp;#039;Unter Kameraleuten – 100 Jahre Kameraverbände in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Schüren Verlag, Marburg 2025, ISBN 978-3-7410-0498-8.&lt;br /&gt;
* Michael G. Neubauer: &amp;#039;&amp;#039;Kameraleute im aktuell-dokumentarischen Bereich: Qualifikationen – Tätigkeiten – Perspektiven.&amp;#039;&amp;#039; UVK Medien, Konstanz 1996, ISBN 3-89669-156-2.&lt;br /&gt;
* Michael G. Neubauer: &amp;#039;&amp;#039;Kameramann/Kamerafrau.&amp;#039;&amp;#039; Bertelsmann, Bielefeld 1998, (Blätter zur Berufskunde.) ISBN 3-7639-2718-2.&lt;br /&gt;
* Béatrice Ottersbach, Thomas Schadt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kamerabekenntnisse.&amp;#039;&amp;#039; UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2008&lt;br /&gt;
* [[Karl Prümm]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kamerastile im aktuellen Film: Berichte und Analysen.&amp;#039;&amp;#039; Schüren, Marburg 1999, ISBN 3-89472-311-4.&lt;br /&gt;
* Andreas A. Reil: &amp;#039;&amp;#039;Das DV System. Das große Handbuch zur Kamera- und Aufnahmetechnik, Bildgestaltung, Postproduktion.&amp;#039;&amp;#039; Mediabook Verlag, Stein-Bockenheim 2002, ISBN 3-932972-10-4.&lt;br /&gt;
* Mark Wagener: &amp;#039;&amp;#039;Professionelle Kameratechnik und Aufnahmegesta ltung.&amp;#039;&amp;#039; Mediabook Verlag, Stein-Bockenheim 2003, ISBN 3-932972-22-8.&lt;br /&gt;
* Maik Wieczorek: &amp;#039;&amp;#039;Der Einfluss des Kameramanns auf den deutschen Kinofilm. Eine Fallstudie zum Film „Das Wunder von Bern“ und seinem Kameramann Tom Fährmann.&amp;#039;&amp;#039; VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2011, ISBN 978-3-639-35273-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeitschriften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Film &amp;amp; TV Kamera]]&lt;br /&gt;
* [[American Cinematographer]]&lt;br /&gt;
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== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Cinematographers|Kameramann}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4029412-2}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kinematografie.org/berufsverband/bb_dop.php Berufsbild des Director of Photography – Berufsverband Kinematografie]&lt;br /&gt;
* [https://www.bvfk.tv/ Bundesverband der Fernsehkameraleute e.&amp;amp;thinsp;V.]&lt;br /&gt;
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* [https://theasc.com/ American Society of Cinematographers]&lt;br /&gt;
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* {{Webarchiv |url=http://www.cyranos.ch/kamera-d.htm |text=Porträts von legendären Kameraleuten der internationalen Filmszene |wayback=20150214214931}}&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Mielas</name></author>
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