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	<title>Kamarilla - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T01:41:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kamarilla&amp;diff=22791&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phi: /* Brünings „Preußische Kamarilla“ während der Weimarer Republik */  siehe Diskussion</title>
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		<updated>2025-10-24T07:12:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Brünings „Preußische Kamarilla“ während der Weimarer Republik: &lt;/span&gt;  siehe Diskussion&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{lückenhaft|mehr zu der originalen spanischen Camarilla}}&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kamarilla&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Camarilla&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (spanisch, [[Metonymie|metonymisch]] aus &amp;#039;&amp;#039;camarilla&amp;#039;&amp;#039; „Kämmerchen“, „Privatkabinett des Königs“; Diminutiv von &amp;#039;&amp;#039;cámara&amp;#039;&amp;#039; „Kammer“) versteht man eine Günstlingspartei, die nicht den offiziellen [[Regierung]]sorganen angehört, aber ohne Befugnis und [[Verantwortung]] Einfluss auf die Entscheidungen eines [[Herrscher]]s ausübt. Diese Partei trat in Spanien nach der Restauration des Königs [[Ferdinand VII. (Spanien)|Ferdinand VII.]] in der Zeit von 1814 bis 1830 hervor. Später wurde die Bezeichnung auf andere Höfe übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg v. Alten (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch für Heer und Flotte&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, Deutsches Verlagshaus Bong &amp;amp; Co., Berlin 1913, S. 243&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Kamarillen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kamarilla um Friedrich Wilhelm IV. ===&lt;br /&gt;
Die Kamarilla um den [[Preußen|preußischen]] König [[Friedrich Wilhelm IV.]] war ein Kreis, der versuchte, eine konservative Politik im Hinblick auf die [[Deutsche Revolution 1848/49|revolutionären Ereignisse des Jahres 1848]] durchzusetzen. Ihm werden zugerechnet der königliche [[Generaladjutant]] und preußische [[Militärbevollmächtigte]] in St. Petersburg, der [[Generalleutnant]] [[Friedrich Wilhelm von Rauch (General, 1790)|Friedrich Wilhelm von Rauch]], der Staatsminister [[Ludwig von Massow]], der Hofmarschall [[Alexander von Keller|Graf Keller]], [[Ludwig Friedrich Leopold von Gerlach|Leopold von Gerlach]], [[Ernst Ludwig von Gerlach]], der [[Flügeladjutant]] und Major [[Edwin von Manteuffel]], später auch der Kabinettsrat [[Marcus von Niebuhr]]. Als Ratgeber des Zirkels fungierten die konservativen Dogmatiker [[Heinrich Leo]] und [[Friedrich Julius Stahl]], im Herbst und Winter 1848 kamen auch [[Otto von Bismarck]] und [[Hans Hugo von Kleist-Retzow]] hinzu. Weiterhin standen ihr nahe der alte Feldmarschall [[Friedrich Karl Emil zu Dohna-Schlobitten]] und der [[Konsistorium|Konsistorialpräsident]] [[Carl Otto von Voss]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wirken der Kamarilla um Friedrich Wilhelm IV. ist im Nachlass [[Ernst Ludwig von Gerlach]]s im [[Gerlach-Archiv]] an der Universität Erlangen-Nürnberg dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Liebenberger Kreis um Wilhelm II. ===&lt;br /&gt;
Die Kamarilla um den Deutschen Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] wurde als [[Liebenberger Kreis]] bezeichnet. Zu ihnen gehörte unter anderem [[Richard zu Dohna-Schlobitten]] und [[Philipp zu Eulenburg]], der zu den engen Freunden des Kaisers zählte. Der Publizist [[Maximilian Harden]] griff den Kreis an, weil er seiner Auffassung nach für das vermeintlich zu zögerliche Handeln Wilhelms II. in der [[Erste Marokko-Krise|Ersten Marokko-Krise]] verantwortlich war. Harden griff den Kreis nicht direkt an, sondern startete einen Angriff gegen den Fürst Philipp zu Eulenburg mit dem Vorwurf der [[Homosexualität]]. Die [[Harden-Eulenburg-Affäre]] zählt zu den größten Skandalen des [[Wilhelminisches Zeitalter|Wilhelminischen Zeitalters]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Kohlrausch]]: [http://books.google.de/books?id=MIfYfdQzNxUC&amp;amp;pg=PA4-IA1&amp;amp;lpg=PA4-IA1&amp;amp;dq=%22Der+Monarch+im+Skandal:+die+Logik+der+Massenmedien+und+die+Transformation%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=4122l9FIu3&amp;amp;sig=XR6PisI2kuzreH2o_fsJ1dr5b7I&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=HYdCTfqMA8iEOpqTicYB&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=5&amp;amp;ved=0CDcQ6AEwBA#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Der Monarch im Skandal. Die Logik der Massenmedien und die Transformation der wilhelminischen Monarchie&amp;#039;&amp;#039;]. Dissertation 2005, Akademie-Verlag. Kapitel IV, S. 156–300&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kamarilla um Paul von Hindenburg ===&lt;br /&gt;
In Darstellungen und Betrachtungen der Geschichte der [[Weimarer Republik]] wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Kamarilla&amp;#039;&amp;#039; gelegentlich auf das Umfeld des zweiten deutschen [[Reichspräsident]]en [[Paul von Hindenburg]] angewendet. Den Männern der „Hindenburg-Kamarilla“ wird dort zumeist eine maßgebliche (Mit-)Verantwortung für das politische Wirken Hindenburgs in der Ära der [[Präsidialkabinett]]e zugeschrieben. Aufgrund dieser Rolle wird der &amp;#039;&amp;#039;Kamarilla&amp;#039;&amp;#039; häufig eine direkte oder indirekte Mitverantwortung für die von Hindenburg vollzogene [[Ernennung Hitlers zum Reichskanzler]] am 30. Januar 1933 angelastet.&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Sturm: [https://www.bpb.de/themen/nationalsozialismus-zweiter-weltkrieg/dossier-nationalsozialismus/39537/zerstoerung-der-demokratie-1930-1932/ &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialismus: Zerstörung der Demokratie 1930–1932&amp;#039;&amp;#039;]. [[Bundeszentrale für politische Bildung]], 23. Dezember 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früheste nachweisbare Verwendung des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;Kamarilla&amp;#039;&amp;#039; in Bezug auf den Beraterkreis um Hindenburg ist eine Rede, die der bayerische Politiker [[Fritz Schäffer]] am 10. Juni 1932 in München hielt, in der er von einer Kamarilla sprach, die den Reichspräsidenten „einseitig zu informieren bemüht“ sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl-Heinz Minuth]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Das Kabinett von Papen, 1. Juni bis 3. Dezember 1932&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1, Boppard am Rhein 1989, S. 55f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen, die häufig dem Kreis der „Hindenburg-Kamarilla“ zugerechnet werden, sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Otto Meissner]], der als Staatssekretär im [[Reichspräsidentenpalais]] seit Hindenburgs Wahl zum Staatsoberhaupt im Sommer 1925 dessen Büro leitete und sich bis zu Hindenburgs Tod 1934 ständig in dessen unmittelbarer Nähe aufhielt.&lt;br /&gt;
* Hindenburgs Sohn [[Oskar von Hindenburg]], der seinem Vater von 1925 bis 1934 als [[Adjutant|Reichswehradjutant]] zur Seite stand und ihn überall hin begleitete, weshalb er in der Bevölkerung spöttisch „der in der Verfassung nicht vorgesehene Sohn des Reichspräsidenten“ genannt wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kurt von Schleicher]], Leiter der politischen Abteilung im [[Reichswehrministerium]] (1928–1932) und Reichswehrminister (1932–1933), den Hindenburg seit seiner Tätigkeit als [[Generalstabsoffizier]] im von ihm, Hindenburg, geleiteten Großen Hauptquartier der deutschen Führung im Ersten Weltkrieg als „schlauen Kopf“ schätzte und der seit 1925 im Hause Hindenburg ein und aus ging.&lt;br /&gt;
* Der Zentrumspolitiker [[Franz von Papen]], der mit seiner Ernennung zum Reichskanzler Ende Mai 1932 ins engere Umfeld des Präsidenten stieß.&lt;br /&gt;
* [[Elard von Oldenburg-Januschau]], Großagrarier und Reichstagsabgeordneter der [[Deutschnationale Volkspartei|DNVP]], der das Nachbargut von Hindenburgs ostpreußischem Stammsitz [[Ogrodzieniec (Ermland-Masuren)|Neudeck]] bewohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meissners Sohn [[Hans-Otto Meissner]] kritisierte die Verwendung des Begriffs „Kamarilla“ für das Hindenburg-Umfeld später wie folgt: {{Zitat|Oft verwendet der unwissende Sprecher den Ausdruck Kamarilla für den Kreis der engen Mitarbeiter des Präsidenten. [...] Nach Geheimbündelei soll das riechen, nach einer im Hintergrund agierenden Schattenregierung, gewissermaßen nach Verschwörung gegen die Verfassung. [...] In unserer Zeit ist daraus [aus dem Wort Kamarilla] ein zutiefst abwertender Begriff geworden, eine Menschengruppe, die abzulehnen ist. Tatsächlich war es jahrhundertelang die durchaus korrekte Bezeichnung für den Freundeskreis, für den Stab von Mitarbeitern um eine führende Persönlichkeit. Jeder Fürst, jeder Präsident, jeder Feldmarschall hatte in diesem Sinne ein Kamarilla, anders ging es nicht und immer wird es so bleiben. Nur redet man heute von seinem Stab oder engsten Umgebung.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Otto Meissner: Junge Jahre im Reichspräsidentenpalais, 1988, S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Graue Eminenz]]&lt;br /&gt;
* [[Küchenkabinett]]&lt;br /&gt;
* [[Lobbyismus]]&lt;br /&gt;
* [[Nepotismus]]&lt;br /&gt;
* [[Korruption]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [[Friedrich von Heyden (Schriftsteller)|Friedrich von Heyden]]: [https://archive.org/details/bub_gb_hD84AQAAIAAJ/page/n252/mode/1up &amp;#039;&amp;#039;Der Vampyr und die Camarilla.&amp;#039;&amp;#039;] In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Gedichte. Mit einer Biographie des Dichters herausgegeben von [[Theodor Mundt]].&amp;#039;&amp;#039; Brandstetter, Leipzig 1852&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Politik)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phi</name></author>
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