<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kaltumformung</id>
	<title>Kaltumformung - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kaltumformung"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kaltumformung&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-23T13:07:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kaltumformung&amp;diff=233365&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rohieb: wikilinks</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kaltumformung&amp;diff=233365&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-22T12:51:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;wikilinks&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kaltumformung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das [[Plastizität (Physik)|plastische]] [[Umformen]] von [[Metalle]]n unterhalb der [[Rekristallisation#Rekristallisationstemperatur|Rekristallisationstemperatur]]. Durch die dabei auftretende [[Verfestigung (Werkstoffkunde)|Verfestigung]] steigt die Werkstoff[[festigkeit]] an. Wenn die Festigkeitssteigerung unerwünscht ist, kann sie durch [[Rekristallisationsglühen]] wieder abgebaut werden. Die Kaltumformung wird vor allem dann angewendet, wenn enge Maßtoleranzen und gute Oberflächeneigenschaften gewünscht sind, oder um gezielt die Festigkeit der Werkstoffe zu erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Günter Gottstein |Titel=Materialwissenschaft und Werkstofftechnik Physikalische Grundlagen |Auflage=4., neu bearb. Aufl. 2014 |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=2014 |ISBN=978-3-642-36603-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Kaltumformung ist die unterdrückte Rekristallisation charakteristisch. Dazu muss die Rekristallisationstemperatur unterschritten werden. Diese ist etwa bei 40–50 % der absoluten [[Schmelztemperatur]] und hängt vom Material und dem aufgebrachten Umformgrad ab. Somit ist streng genommen die Umformung von [[Blei]] bei Raumtemperatur eine [[Warmumformung]], obwohl das im täglichen Umgang nicht so bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die physikalischen Vorgänge dieselben sind, wird von manchen Autoren zwischen &amp;#039;&amp;#039;Ver-&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Umformung&amp;#039;&amp;#039; unterschieden:&lt;br /&gt;
* Verformung als eine &amp;#039;&amp;#039;ungezielte&amp;#039;&amp;#039; plastische Formänderung (z.&amp;amp;nbsp;B. beim Aufprall eines Automobils) &lt;br /&gt;
* Umformung als eine &amp;#039;&amp;#039;gezielte&amp;#039;&amp;#039; plastische Formänderung bei einem Fertigungsverfahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleich mit Warmumformen ==&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;3px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kaltumformen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Arbeitstemperatur unterhalb der Rekristallisationstemperatur&lt;br /&gt;
* Enge Maß[[Toleranz (Technik)|toleranzen]] möglich&lt;br /&gt;
* Kein [[Abbrand (Metallurgie)|Verzundern]] der Oberfläche&lt;br /&gt;
* Erhöhung der [[Festigkeit]] und Verringerung der [[Duktilität]], d.&amp;amp;nbsp;h. [[Bruchdehnung]] (Kaltverfestigung)&lt;br /&gt;
* [[Duktil]]e Stoffe sind gut kalt formbar,  z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[Tiefziehen]], [[Biegen]] oder [[Recken (Materialtechnik)|Recken]].&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Warmumformung|Warmumformen]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Arbeitstemperatur oberhalb der Rekristallisationstemperatur&lt;br /&gt;
* Große [[Umformbarkeit]] der Werkstoffe&lt;br /&gt;
* Geringe Umformkräfte&lt;br /&gt;
* Geringe Änderung von Festigkeit und Bruchdehnung am umgeformten Werkstoff&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kaltverfestigung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Verfestigung (Werkstoffkunde)}}&lt;br /&gt;
Da sich durch plastische Verformung in Metallen die [[Versetzungsdichte]] erhöht (auf bis zu &amp;lt;math&amp;gt;10^{14}\,\mathrm{m}^{-2}&amp;lt;/math&amp;gt;), steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich [[Versetzung (Materialwissenschaft)|Versetzungen]] bei ihrer Bewegung gegenseitig einschränken und behindern. Entsprechend ist zur Weiterverformung eine größere Spannung notwendig, was sich in einer Zunahme von [[Dehngrenze]] und [[Festigkeit]] bemerkbar macht. Die beschriebene [[Verfestigung (Werkstoffkunde)|Verfestigung]] geht mit einer erhöhten [[Sprödigkeit]] bzw. einer verringerten [[Duktilität]] einher. Zusätzlich nimmt auch die [[Korrosionsbeständigkeit]] und [[elektrische Leitfähigkeit]] in kaltverfestigten Bereichen des Werkstoffs ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Effekt kann ausgenutzt werden, um die Festigkeit eines Werkstoffs durch geringe Vorverformung, z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[Walzen]] oder [[Drahtziehen|Ziehen]], zu erhöhen. So lässt sich die Festigkeit bei Aluminiumlegierungen ungefähr verdoppeln.&amp;lt;!-- Auch die Dauerfestigkeit ist gegenüber [[Spanendes Fertigungsverfahren|spanenden Fertigungsverfahren]] erhöht.  &amp;lt;&amp;lt;  Unklare Aussage. Bitte ausführlicher formulieren. --&amp;gt; Die beispielsweise beim Biegen von [[Kupferrohr]] eintretende Verfestigung verhindert ab einem gewissen Punkt eine weitere Verformung. Um das Rohr wieder zu erweichen, erhitzen Heizungsinstallateure es mit der Gasflamme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfestigung tritt nur bei Werkstoffen mit höheren [[Schmelzpunkt]]en auf. [[Blei]], [[Zinn]] und [[Zink]] lassen sich nicht kalt verfestigen. Der Grad der Verfestigung ist proportional zum Verformungsgrad &amp;lt;math&amp;gt;\varepsilon &amp;lt;/math&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Weißbach, Wolfgang |Titel=Werkstoffkunde : Strukturen, Eigenschaften, Prüfung |Auflage=16., überarbeitete Auflage |Verlag=Friedr. Vieweg &amp;amp; Sohn-Verlag GWV-Fachverlage GmbH |Ort=Wiesbaden |Datum=2007 |ISBN=978-3-8348-0295-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\varepsilon = \frac{\text{Querschnittsänderung } \Delta A}{\text{Ausgangsquerschnitt } A_0} \cdot 100 \%&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zugversuch ==&lt;br /&gt;
Die Verfestigung sorgt dafür, dass die [[Fließkurve]] eines Metalls im plastischen Bereich ansteigt. Wird das Material nach der plastischen Verformung entlastet, so folgt die [[Spannungs-Dehnungs-Diagramm|Spannungs-Dehnungs-Kurve]] einer zur [[Elastizität (Physik)|elastischen]] [[Gerade]]n parallelen Linie. Bei erneuter Belastung ist die [[Fließgrenze]] &amp;lt;math&amp;gt;\sigma_v&amp;lt;/math&amp;gt; heraufgesetzt um:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\Delta \sigma_v = k_v \cdot M \cdot G \cdot b \sqrt{\rho}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei ist&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;k_v&amp;lt;/math&amp;gt; der Vorfaktor für Verformungsverfestigung (normalerweise &amp;lt;math&amp;gt;k_v \approx 0{,}1 \dots 0{,}2&amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; der [[Taylor-Faktor]]&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;G&amp;lt;/math&amp;gt; der [[Schubmodul]]&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;b&amp;lt;/math&amp;gt; der Betrag des [[Burgersvektor]]&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\rho&amp;lt;/math&amp;gt; die Versetzungsdichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei o.&amp;amp;nbsp;g. erneutem Belasten läuft die Spannungs-Dehnungs-Kurve idealerweise auf derselben Gerade wie bei der vorangegangenen Entlastung. Die [[Dehnung]] bis zur [[Einschnürung]] bzw. bis zum [[Bruchmechanik|Bruch]] ist entsprechend verringert, d.&amp;amp;nbsp;h., das Material hat deutlich an [[Duktilität]] verloren. Daher eignet sich die Kaltumformung nur für duktile Werkstoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Die durch Kaltumformung ([[Kaltwalzen]], [[Tiefziehen]], [[Biegen]], [[Treiben]], [[Fließpressen]], [[Dengeln]] oder auch [[High Frequency Impact Treatment|Hämmern]] und [[Kugelstrahlen]]) hervorgerufenen Versetzungen und [[Eigenspannung]]en führen neben der Erhöhung der Härte und der [[Streckgrenze]] auch zu veränderten elektrischen und magnetischen Eigenschaften: Die [[elektrische Leitfähigkeit]] und die Anfangs[[Permeabilität (Magnetismus)|permeabilität]] verringern sich, und bei [[Stahl]] kann eine [[Permanentmagnet|Dauermagnetisierung]] entstehen. Auf diese Weise können sich überlastete [[Werkzeug]]e (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Spiralbohrer]]) spontan [[magnetisieren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaltverfestigung ist oft erwünscht und erhöht z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Standzeit]] einer [[Sense (Werkzeug)|Sense]] durch Dengeln. Gezielt eingebrachte oberflächliche Druckspannungen führen beim Kugelstrahlen zu einer hohen Härte und verbesserten [[Dauerfestigkeit]], da Zugspannungen in das darunterliegende Material verlagert werden und sich so keine Anrisse bilden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kaltverfestigung ist speziell bei [[Kupfer]] sehr ausgeprägt. Kupferdraht und -rohre werden &amp;#039;&amp;#039;hart&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;halbhart&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;weich&amp;#039;&amp;#039; angeboten. Der Draht wird in mehreren Stufen kalt [[Durchziehen|gezogen]] und ist anschließend kaltverfestigt (hart). Er wird meist [[Spannungsarmglühen|geglüht]] weiterverarbeitet oder ausgeliefert. Die harten Rohre kann der [[Installateur]] durch Erwärmung mit der Gasflamme lokal wieder erweichen. Beim Biegen verfestigen sie sich erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kaltumformprozesse ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Umformen#Einteilung_nach_Beanspruchung_der_Werkst%C3%BCcke_(DIN_8582)}}&lt;br /&gt;
* [[Drücken (Umformen)|Drücken]]&lt;br /&gt;
* [[Tiefziehen]]&lt;br /&gt;
* [[Rundkneten]]&lt;br /&gt;
* [[Gummikissen-Pressen]]&lt;br /&gt;
* [[Taumeln (Fertigungsverfahren)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Joachim Rösler, Harald Harders, Martin Bäker: &amp;#039;&amp;#039;Mechanisches Verhalten der Werkstoffe&amp;#039;&amp;#039;. B.G. Teubner-Verlag / GWV-Fachverlage GmbH 2006, ISBN 978-3-8351-0008-4.&lt;br /&gt;
* Otto Graf: &amp;#039;&amp;#039;Versuche im Stahlbau.&amp;#039;&amp;#039; Dauerversuche mit Nietverbindungen. Springer-Verlag Berlin Heidelberg GmbH, Berlin Heidelberg 1935.&lt;br /&gt;
* Industrieverband Massivumformung e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kaltmassivumformung: Präzision in Serie.&amp;#039;&amp;#039; Überarbeitete Ausgabe. Infostelle Industrieverband Massivumformung, Hagen 2012, ISBN 978-3-928726-29-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.mikescafe.de/_studieren/studiumdownloads/werkstofftechnik.pdf Werkstofftechnik] (abgerufen am 31. März 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umformendes Fertigungsverfahren| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rohieb</name></author>
	</entry>
</feed>