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	<title>Kaltgasspritzen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T14:47:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kaltgasspritzen&amp;diff=302792&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Prozess */ zu großen Zeilenabstand entfernt, Minuszeichen</title>
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		<updated>2026-04-27T15:23:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Prozess: &lt;/span&gt; zu großen Zeilenabstand entfernt, Minuszeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:TH33ARM.TIF|mini|Aufnahme im Rasterelektronenmikroskop eines Titanpartikels auf einer Stahloberfläche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:160120-F-SE307-034 Cold Spray Process USAF Information.jpg|mini|Information der [[United States Air Force|USAF]] zum &amp;#039;&amp;#039;Cold Spray Process&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kaltgasspritzen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (englisch: &amp;#039;&amp;#039;Cold Spray&amp;#039;&amp;#039;) (CS) ist ein [[Beschichtung]]sverfahren, bei dem der Beschichtungswerkstoff in Pulverform mit sehr hoher Geschwindigkeit auf das Trägermaterial ([[Substrat (Materialwissenschaft)|Substrat]]) aufgebracht wird. Dazu wird ein auf wenige hundert Grad aufgeheiztes Prozessgas (Stickstoff oder Helium) durch Expansion in einer [[Lavaldüse]] auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigt und anschließend die Pulverpartikel in den Gasstrahl injiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die injizierten Spritzpartikel werden dabei auf eine so hohe Geschwindigkeit beschleunigt, dass sie im Gegensatz zu anderen thermischen Spritzverfahren auch ohne vorangehendes An- oder Aufschmelzen beim Aufprall auf das Substrat eine dichte und fest haftende Schicht bilden. Die [[kinetische Energie]] zum Zeitpunkt des Aufpralls reicht für ein vollständiges Aufschmelzen der Partikel nicht aus. Das Kaltgasspritzen ist hervorgegangen aus dem [[Hochgeschwindigkeit-Flammspritzen]] (HVOF). Der Name geht auf die gegenüber HVOF deutlich niedrigeren Partikeltemperaturen zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20240624132349/http://files.hanser.de/Files/Article/ARTK_LPR_9783446427792_0001.pdf |titel=Handbuch Wärmebehandeln und Beschichten, 4.3.1.6.7, Kaltgasspritzen (PDF-Datei 4,4 MB; Seiten 7, 8) |hrsg=Günter Spur, Hans-Werner Zoch (files.hanser.de) |datum=2015 |abruf=2025-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Kaltgasspritzen wurde am Institut für theoretische und angewandte Mechanik der Sibirischen Abteilung der [[Russische Akademie der Wissenschaften|Russischen Akademie der Wissenschaften]] in [[Nowosibirsk]] entwickelt und 1986 in der [[Sowjetunion]] zum Patent angemeldet. Es wird auch heute dort noch weiter verfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der dort tätigen Wissenschaftler, Anatoli Papyrin, meldete in den [[USA]] 1994 das Patent an und begann mit dem US-amerikanischen Konsortium &amp;#039;&amp;#039;National Center for Manufacturing Science&amp;#039;&amp;#039; (NCMS) mit Sitz in [[Ann Arbor]] an der weiteren Industrialisierung des Verfahrens zu arbeiten. An dem Konsortium sind u.&amp;amp;nbsp;a. folgende Unternehmen beteiligt: Alcoa, ASB Industries, Ford, K-Tech, Pratt &amp;amp; Whitney, Siemens Westinghouse und Sandia National Lab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde das Verfahren 1995 patentiert und die weitere Entwicklung wurde u.&amp;amp;nbsp;a. von der [[Linde AG]] gemeinsam mit der [[Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg]] vorangetrieben. Für den Bau und die Vermarktung von Kaltgasspritzanlagen wurde 2010 das Unternehmen Impact Innovations GmbH gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://impact-innovations.com/unternehmen/ Pionier und Innovator im Bereich des Kaltgasspritzens], auf impact-innovations.com, abgerufen am 11. Mai 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der neusten Anlagentechnologie der Impact Innovations GmbH wird das Prozessgas bei bis zu 60 bar Druck der Spritzpistole zugeführt und im Pistolengehäuse auf maximale Temperaturen von bis zu 1100&amp;amp;nbsp;°C aufgeheizt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prozess ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei wird ein unter Hochdruck stehendes Fördergas – typischerweise Stickstoff (N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;), Helium (He) oder komprimierte Luft – in einer Heizkammer auf Temperaturen von bis zu 1100 °C erhitzt. Anschließend wird das Gas in eine konvergent-divergente de-Laval-Düse geleitet. Im engsten Querschnitt der Düse erreicht das Gas Schallgeschwindigkeit und expandiert im anschließenden divergenten Teil, wodurch es auf Überschallgeschwindigkeit (typischerweise Mach 1 bis 3,5) beschleunigt wird. Durch diese starke Expansion sinken der Gasdruck und die Gastemperatur rapide ab. Bei der typischen Kombination von Helium als Gas und Aluminium als Pulver fällt die Temperatur auf bis zu −82&amp;amp;nbsp;°C am Auslass der Düse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Victor Kenneth Champagne Jr. |Titel=Practical Cold Spray |Verlag=Springer International Publishing AG |Ort=Cham |Datum=2021 |ISBN=978-3-030-70056-0 |Abruf=2026-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem Gasstrom wird – je nach Anlagenkonfiguration im Hoch- oder Niederdruckbereich – ein pulverförmiger Spritzwerkstoff mit einer typischen Partikelgröße von 5 bis 50 µm zugeführt. Die Partikel werden durch den Strömungswiderstand (Drag Force) im expandierenden Gasstrahl auf Geschwindigkeiten zwischen 300 und 1200 m/s beschleunigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. A. Widener, M. J. Carter, O. C. Ozdemir, R. H. Hrabe, B. Hoiland, T. E. Stamey, V. K. Champagne, T. J. Eden |Titel=Application of High-Pressure Cold Spray for an Internal Bore Repair of a Navy Valve Actuator |Sammelwerk=Journal of Thermal Spray Technology |Band=25 |Nummer=1-2 |Datum=2016-01 |ISSN=1059-9630 |DOI=10.1007/s11666-015-0366-4 |Seiten=193–201 |Online=http://link.springer.com/10.1007/s11666-015-0366-4 |Abruf=2026-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die Prozesstemperaturen deutlich unter dem Schmelzpunkt des jeweiligen Materials liegen und die Prozessdauern sehr kurz sind, eignet sich dieses Verfahren auch für temperatur- oderoxidationsempfindliche Werkstoffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=T. Klassen, F. Gärtner, T. Schmidt, J.‐O. Kliemann, K. Onizawa, K.‐R. Donner, H. Gutzmann, K. Binder, H. Kreye |Titel=Basic principles and application potentials of cold gas spraying |Sammelwerk=Materialwissenschaft und Werkstofftechnik |Band=41 |Nummer=7 |Datum=2010-07 |ISSN=0933-5137 |DOI=10.1002/mawe.201000645 |Seiten=575–584 |Online=https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/mawe.201000645 |Abruf=2026-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Aufschmelzen im Flug findet folglich nicht statt; der Konsolidierungsprozess erfolgt vollständig im festen Zustand (Solid-State).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Dies führt unter anderem dazu, Kunststoffe beschichten zu können und Schichten ohne Eigenspannungen zu erzeugen. Der Bereich der Prozessparameter, um auf Kunststoffen beschichten zu können, ist aber sehr klein da eine gewisse Mindestenergie auch zunehmend Hitze erzeugen kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hervorzuheben ist dabei der namensgebende Kernaspekt des Verfahrens: Trotz der anfänglich hohen Gastemperaturen verbleibt die Partikel- sowie die Substrattemperatur stets deutlich unterhalb der Schmelztemperatur des Spritzwerkstoffs.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Victor Kenneth Champagne Jr. |Titel=Practical Cold Spray |Verlag=Springer International Publishing AG |Ort=Cham |Datum=2021 |ISBN=978-3-030-70056-0 |Abruf=2026-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist hierbei eine gewisse Duktilität der Partikel, da spröde Partikel lediglich das Substrat erodieren, wenn sie unter der Schmelztemperatur auftreffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tobias Schmidt, Hamid Assadi, Frank Gärtner, Horst Richter, Thorsten Stoltenhoff, Heinrich Kreye, Thomas Klassen |Titel=From Particle Acceleration to Impact and Bonding in Cold Spraying |Sammelwerk=Journal of Thermal Spray Technology |Band=18 |Nummer=5-6 |Datum=2009-12 |ISSN=1059-9630 |DOI=10.1007/s11666-009-9357-7 |Online=https://link.springer.com/10.1007/s11666-009-9357-7 |Abruf=2026-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Industriell eingesetzt wird Kaltgasspritzen zum Beispiel in der Automobilindustrie und in der Mikrotechnik. Schrittweise entstanden neue Felder wie im Bereich Werkzeugreparatur und Werkzeugbau – die früher als [[Rapid Manufacturing]] bezeichnet wurden und heute als Additive Fertigung bzw. [[3D-Druck]] bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das thermische Spritzverfahren der MPA-Technologie des Maschinenbau-Unternehmens [[Hermle]] basiert auf dem Kaltgasspritzen, beide Technologien fallen unter die 3D-Druck-Prozesskategorie [[Materialauftrag mit gerichteter Energieeinbringung]] nach [[ASTM]] bzw. [[Liste der DIN-Normen/DIN 50000 bis DIN 99999|DIN EN ISO 52900:2022-03]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Papyrin, Kosarev, Klinkov, Alkhimov, Fomin: Cold Spray Technology, Elesevier 2007&lt;br /&gt;
* Development of a generalized parameter window for cold spray deposition. {{DOI|10.1016/j.actamat.2005.10.005}}&lt;br /&gt;
* [http://www.asbindustries.com/articles/Int_Status_Report.pdf International Status Report 2004]&lt;br /&gt;
* T. Schmidt, F. Gaertner, H. Kreye: &amp;#039;&amp;#039;New Developments in Cold Spray Based on Higher Gas and Particle Temperatures.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Thermal Spray Technology.&amp;#039;&amp;#039; 15, 2006, S.&amp;amp;nbsp;488, {{DOI|10.1361/105996306X147144}}.&lt;br /&gt;
* A. P. WANG, T. ZHANG und J. Q. WANG: [https://www.inovati.com/information/literature/amorphous-ni.pdf Cold Spraying of Nickel-based coatings for high corrosion resistance], in Philosophical Magazine Letters, Vol. 86, No. 1, January 2006, 5–11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gas dynamic cold spray|Kaltgasspritzen}}&lt;br /&gt;
* Günter Spur, Hans-Werner Zoch: [http://files.hanser.de/Files/Article/ARTK_LPR_9783446427792_0001.pdf &amp;#039;&amp;#039;Thermische Spritzverfahren&amp;#039;&amp;#039;] in: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Wärmebehandeln und Beschichten&amp;#039;&amp;#039;, ISBN 978-3-446-42779-2 (Leseprobe, PDF-Datei 4,4 MB; insbesondere Seiten 7, 8)&lt;br /&gt;
* [https://impact-innovations.com/technologie/ Technologie des Kaltgasspritzens]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Additive Fertigungsverfahren}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thermisches Spritzverfahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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