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	<title>Kalter Entzug - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T01:36:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kalter_Entzug&amp;diff=2688446&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Leerzeichen korrigiert</title>
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		<updated>2026-02-14T15:57:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kalter Entzug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (vom englischen Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Cold turkey&amp;#039;&amp;#039; oder kurz nur &amp;#039;&amp;#039;Turkey&amp;#039;&amp;#039;) ist die umgangssprachliche Bezeichnung für ein plötzliches Absetzen körperlich abhängig machender Substanzen wie [[Getränk#Alkoholische Getränke|Alkohol]], [[Opiat]]en und [[Benzodiazepine]]n. Als Folge treten neben den seelischen auch körperliche [[Entzugssyndrom]]e auf, die je nach Suchtmittel und Ausprägung der Abhängigkeit stark variieren können. Der körperliche Entzug, d.&amp;amp;nbsp;h. die Entgiftung, ist immer nur der erste Schritt in der Suchttherapie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbehandelte Entzugssyndrome stellen ein großes gesundheitliches Risiko dar, bisweilen bis hin zur Lebensgefahr, und sind in ihrem Verlauf nicht vorherzusehen, weswegen ein kalter Entzug ohne ärztliche Aufsicht nicht zu empfehlen ist. Häufig kommt es ungewollt zum kalten Entzug, wenn es den Süchtigen nicht möglich ist, das Suchtmittel zu beschaffen, z.&amp;amp;nbsp;B. bei akuten Erkrankungen oder fehlenden finanziellen Mitteln. Daneben versuchen Süchtige den kalten Entzug allein, wenn das Schamgefühl zu groß ist und sie sich scheuen, professionelle Hilfe anzunehmen, oder wenn sie glauben, alleine mit dem Entzug zurechtzukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird beim Entzug ein Substitutionsmittel eingesetzt, so wird von einem „warmen“ Entzug gesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Florian Schäffler und Sarah Zimmermann: {{Webarchiv|url=http://www.indro-online.de/Schaeffler2012.pdf |wayback=20131205080707 |text=&amp;#039;&amp;#039;Akzeptanzorientierte Drogenarbeit – Drogenabhängigkeit in bayerischen Haftanstalten&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-04-22 00:05:11 InternetArchiveBot }}, 2012 (PDF; 564&amp;amp;nbsp;kB). Abgerufen am 27. August 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der Substitution des Suchtmittels zielt die medikamentöse Therapie auf die Milderung der Entzugserscheinungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl bei kaltem als auch warmem Entzug kann ein sogenannter [[Drehtür-Effekt]] eintreten, d.&amp;amp;nbsp;h. die süchtige Person ist nur phasenweise [[Abstinenz#Abstinenz gegenüber Suchtmitteln|abstinent]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kalter Entzug bei Alkoholismus ==&lt;br /&gt;
Vier bis zwölf Stunden nach dem letzten Alkoholkonsum können bei Abhängigen die ersten [[Alkoholkrankheit#Alkoholentzugssyndrom|Entzugserscheinungen]] auftreten und bei fortgesetzter Abstinenz bis zu fünf Tage lang anhalten. Magenschmerzen und Unwohlsein gehören zu den häufigsten, wenn auch leichteren Symptomen. Die Dysregulation des [[vegetatives Nervensystem|vegetativen Nervensystems]] führt zu starkem Schwitzen, Mundtrockenheit sowie Kreislaufproblemen wie [[Herzrasen]] und [[Bluthochdruck]], ggf. mit Blutdruckkrisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Wegfall des dämpfenden Alkohols kommt es zu Übelkeit, Erbrechen, Zittern, Sprach-, Seh- und Empfindungsstörungen. Daneben sinkt die [[Krampfschwelle]] des Gehirns, so dass generalisierte [[Epilepsie|Krampfanfälle]] mit Verletzungspotenzial durch Stürze, [[Aspiration (Medizin)|Aspiration]] und Zungenbisse häufig sind. Darüber hinaus kann es zu Stoffwechselentgleisungen wie [[Unterzuckerung]] kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.t-online.de/ratgeber/gesundheit/krankheiten/id_70473404/alkohol-entzugserscheinungen-wie-verlaeuft-kalter-entzug-.html Alkohol-Entzugserscheinungen: Wie verläuft kalter Entzug. Ratgeber auf t-online.de].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Psychische Entzugserscheinungen reichen von innerer Reizbarkeit und Unruhe über Konzentrations- und Gedächtnisstörungen mit verstärkter [[Suggestibilität]] bis hin zu depressiven Verstimmungen und Suizidgedanken. Überlegungen, die um die Beschaffung von Alkohol kreisen, sind bei Alkoholkranken auf Entzug die Regel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalter Entzug kann zum [[Delir]]ium führen, das häufig intensivmedizinisch behandelt werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kalter Entzug bei Opiatabhängigkeit ==&lt;br /&gt;
Beim Entzug von Heroin gipfeln die Beschwerden ([[Opioidentzugssyndrom]]) 36 bis 72 Stunden nach der letzten Einnahme. Der Entzug von [[Buprenorphin]] wird gegenüber dem von [[Methadon]] als milder erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Warren K. Bickel, Leslie Amass: [http://psycnet.apa.org/journals/pha/3/4/477/ &amp;#039;&amp;#039;Buprenorphine treatment of opioid dependence: A review.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Experimental and Clinical Psychopharmacology]]&amp;#039;&amp;#039;, Vol 3(4), Nov 1995, S. 477–489, [[doi:10.1037/1064-1297.3.4.477]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Folgen für die [[Substitutionstherapie Opioidabhängiger]] sind, dass viele Patienten vor dem endgültigen Entzug von Methadon auf Buprenorphin wechseln möchten bzw. von vornherein letzteres bevorzugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nicholas Seivewright, assisted by Mark Parry: &amp;#039;&amp;#039;Community Treatment of Drug Misuse: More Than Methadone&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge University Press, 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Astrid Hildegard Baur: [http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/volltexte/2006/2316/pdf/Dissertation_Baur_2006.pdf &amp;#039;&amp;#039;Einfluss der Substitutionsbehandlung und des Beigebrauchverhaltens auf die niedrigschwellige Opiatentgiftung&amp;#039;&amp;#039;], 2006 (PDF; 1,3&amp;amp;nbsp;MB). Abgerufen am 27. August 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung in Kunst und Kultur ==&lt;br /&gt;
1969 veröffentlichte [[John Lennon]] die Single [[Cold Turkey (Lied)|Cold Turkey]], in der er die Folgen eines Kalten Entzugs besingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch filmisch wurde das Thema aufgegriffen, wie 1970 in &amp;#039;&amp;#039;[[Trash (1970)|Trash]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im US-amerikanischen Film &amp;#039;&amp;#039;[[French Connection II]]&amp;#039;&amp;#039; von 1975 wird der Polizist Doyle erst drogenabhängig gemacht und dann einem Kalten Entzug ausgesetzt. In dem biografischen Buch [[Wir Kinder vom Bahnhof Zoo]] von 1978 schließt der Vater von Christiane F. diese in der Wohnung ein, um sie zwangsweise auf Entzug zu setzen. Das Buch wurde 1981 als &amp;#039;&amp;#039;[[Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo]]&amp;#039;&amp;#039; auch verfilmt, stand aber auch im Ruf, die Heroinsucht doch zu verharmlosen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach wurde es allgemein üblicher im Zusammenhang mit der Darstellung von Drogenabhängigen auch den &amp;#039;&amp;#039;Kalten Entzug&amp;#039;&amp;#039; ausführlich darzustellen bzw. zu dokumentieren, u.&amp;amp;nbsp;a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1955: [[Der Mann mit dem goldenen Arm]]&lt;br /&gt;
* 1975: [[French Connection II]]&lt;br /&gt;
* 1986: [[Sid und Nancy]]; Film über [[Sid Vicious]]&lt;br /&gt;
* 1995: [[Jim Carroll – In den Straßen von New York]] &amp;#039;&amp;#039;(The Basketball Diaries)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1996: [[Trainspotting – Neue Helden]], einer der bekannteren Drogenfilme der 1990er Jahre&lt;br /&gt;
* 2006: [[Candy – Reise der Engel]] &amp;#039;&amp;#039;(Candy)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2010: [[Wie ein Licht in der Nacht (Film)|Wie ein Licht in der Nacht]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/Wie-ein-Licht-in-der-Nacht,sendung332416.html |titel=Wie ein Licht in der Nacht |werk=ndr.de |hrsg=[[Norddeutscher Rundfunk]] |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2023-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2013: [[Pod mocnym aniołem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abhängigkeit (Medizin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Intensivmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Psychiatrie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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