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	<title>Kalota - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T13:20:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kalota&amp;diff=1955936&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RobertLechner: /* Literatur */ doi</title>
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		<updated>2024-07-31T18:53:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; doi&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate |map=right |article=/ |NS=36/21/9//N |EW=36/56/10/E |type=landmark |region=SY}} &lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kalota&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{arS|كالوطة|d=Kālūṭa}}, auch &amp;#039;&amp;#039;Qalota;&amp;#039;&amp;#039; war eine früh[[Byzantinisches Reich|byzantinische]] Siedlung im Gebiet der [[Tote Städte|Toten Städte]] im Nordwesten von [[Syrien]]. Die Ruinen  mehrerer Wohngebäude und zweier Kirchen aus dem 4. bis 6. Jahrhundert liegen auf einem Hügelgipfel, der ab der vorchristlichen Zeit bis ins arabische Mittelalter besiedelt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:East Church, Kalota, Syria - Nave looking east - PHBZ024 2016 7679 - Dumbarton Oaks.jpg|mini|Ostkirche, Apsis im Osten. Alle Bilder von 1999]]&lt;br /&gt;
Kalota liegt im [[Gouvernement Aleppo]], etwa 28 Kilometer Luftlinie nordwestlich von [[Aleppo]] auf 550 Meter Höhe&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.forgottencities.com/alongtrails.aspx?href=trail1 |wayback=20080513195046 |text=&amp;#039;&amp;#039;Hiking Trails in the Forgotten Cities.&amp;#039;&amp;#039;}} forgottencities.com&amp;lt;/ref&amp;gt; im östlichen Bereich des Dschebel Siman. Das verkarstete und baumlose Hügelgebiet ist ein Teil des nordsyrischen Kalksteinmassivs. Der Ort ist über das an der Hauptstrecke von Aleppo nach [[Afrin]] gelegene [[Deir Seman]] erreichbar. Von hier führt eine Nebenstraße nach Osten in die Berge über [[Basufan]] (fünf Kilometer) nach [[Burj Haidar]] (weitere drei Kilometer) und 2,5 Kilometer nach Norden bis [[Kafr Nabu]]. Von den beiden letztgenannten Orten erreichen Erdstraßen in östlicher Richtung nach jeweils knapp vier Kilometern Kalota.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Hügel war vermutlich bereits in vorchristlicher Zeit besiedelt, als an seiner Spitze ein Freibautempel oder ein Höhlenheiligtum bestand. Die dort gefundene fragmentarische Inschrift weist auf die Einweihung eines Tempels und eines goldenen Kultobjektes ([[Xoanon]]). Ein Eigenname wird am Ende mit „-aitulos“ entziffert. Bei den hier verehrten zwei oder drei Gottheiten könnte es sich um dieselben gehandelt haben, die auf der 224 n. Chr. datierten Inschrift an einer Olivenölpresse in Kafr Nabu erwähnt wurden. Seimios, Symbetylos und Leōn hießen die drei dortigen Ahnengottheiten, einer davon dürfte die lokale Variante des orientalischen Himmelsgottes [[Baalschamin]] oder [[Ba’al|Baal]], entsprechend dem griechischen [[Zeus]], gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Fergus Millar: &amp;#039;&amp;#039;The Roman Near East: 31 BC – Ad 337.&amp;#039;&amp;#039; Carl Newell Jackson Lectures. Harvard University Press, 1995, S. 154&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In frühbyzantinischer Zeit entstand eine bedeutende Siedlung, was an den besonders im 4. und 5. Jahrhundert errichteten Wohnhäusern (Residenzen) aus mächtigen Kalksteinblöcken deutlich wird. Nach dem allgemeinen Niedergang der christlichen Siedlungen, der bereits um 600, also vor der [[Islamische Expansion|islamischen Eroberung]] in den 630er Jahren begann und überall die gleichen Ursachen hatte, blieb der Ort noch einige Zeit weiter bewohnt. Im 11. oder 12. Jahrhundert wurden die christlichen Gebäude auf dem Hügel als arabische [[Fliehburg]] befestigt. Aus dieser Zeit stammt der arabische Name des Ortes &amp;#039;&amp;#039;Qal&amp;#039;at Kalota&amp;#039;&amp;#039; („Burg Kalota“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ostkirche ==&lt;br /&gt;
[[Datei:East Church, Kalota, Syria - South façade - PHBZ024 2016 7641 - Dumbarton Oaks.jpg|mini|Ostkirche, Südseite]]&lt;br /&gt;
Die Ruine der Ostkirche oder Qal&amp;#039;at-Kalota-Kirche liegt auf der Hügelkuppe etwa 500 Meter vom antiken Ort entfernt. Vermutlich wurden Mauerteile eines früheren Tempels weiterverwendet. Sie war eine drei[[Kirchenschiff|schiffige]] Säulenarkaden[[Basilika (Bautyp)|basilika]] mit sechs [[Joch (Architektur)|Jochen]] in jeder der beiden Mittelschiffhochwände, einer geraden Ostwand und dahinter einer halbrunden [[Apsis]], die von annähernd quadratischen Nebenräumen flankiert war. Der südliche Apsisnebenraum ist durch einen Rundbogendurchgang zum Kirchenschiff und Fenster in beiden Außenwänden als Martyrion ([[Reliquie]]nkammer) zu erkennen. In der Mitte des Kirchenschiffs befand sich ein als [[Tote Städte#Liturgie|Bema]] bezeichneter erhöhter Einbau für den [[Klerus]]. Es gab zwei Eingänge an der Südseite und jeweils einen Eingang im Norden und Westen. Eine datierte griechische Inschrift über dem Westportal nennt 492 als Jahr der Fertigstellung&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Wolfgang Beyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Der syrische Kirchenbau.&amp;#039;&amp;#039; Studien zur spätantiken Kunstgeschichte. Walter de Gruyter, Berlin 1925, S. 37&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieses Datum wird vergleichend zur zeitlichen Festlegung der Kirche von [[Mushabbak]] herangezogen, weil bei beiden Gotteshäusern [[Kapitell]]formen des kurz zuvor fertiggestellten [[Qal’at Sim’an]] aufgegriffen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Christine Strube, 2002, S. 193–195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Untersuchungen von Georges Tchalenko ab Ende der 1930er Jahre betragen die Außenmaße der Kirche 26 × 16,8 Meter. Das Mittelschiff ist mit einem Säulenabstand von 7,3 Metern außerordentlich breit; die bis zum Scheitel 6,8 Meter hohen Arkadenbögen ruhten auf schlanken Säulen und ergaben eine elegante Raumgliederung. Die Säulenkapitelle waren teilweise Varianten des [[Korinthische Ordnung|korinthischen]] Stils mit einem oberen Durchmesser von 80 Zentimetern und des [[Toskanische Ordnung|toskanischen]] Stils mit 70 Zentimetern Seitenlänge. Der Boden des Altarraums lag drei Stufen höher als der Hauptraum. Das [[Diakonikon]] in der Nordostecke war durch eine Tür mit dem nördlichen Seitenschiff und eine weitere Tür mit dem Altarraum direkt verbunden. Die Außenfassaden sind bis auf das Traufgesims schlicht und die Rundbogenfenster schmucklos. Die einzige Gliederung der Längsfassaden bestand aus Säulen[[Portikus|portiken]] über den Eingängen. Nur das erhaltene Westportal ist durch einen profilierten Sturzstein und ein darüber liegendes Rundbogenfenster hervorgehoben. Diese Tür-Fenster-Kombination war ungewöhnlich für die Kirchen der Region, kam aber an mindestens zehn, in den vorangegangenen Jahrhunderten erbauten [[Synagoge]]n in den Gebieten [[Galiläa]] und [[Golanhöhen|Golan]] vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Rachel Hachlili: &amp;#039;&amp;#039;Ancient Jewish art and archeology in the land of Israel.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden 1997, S. 164&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sind der größte Teil der Südfassade bis zur Traufe und die Ostseite in eingeschossiger Höhe einschließlich des Martyrions erhalten. Die innere Apsiswand steht bis zum Ansatz des [[Triumphbogen]]s. Die dortigen [[Pilaster]] zur Aufnahme der Mittelschiffarkaden tragen korinthisierende Kapitelle mit groben glatten Blättern. Eine Querwand vor der Apsis stammt aus der arabischen Zeit, als das Kirchengebäude zur Festung umgebaut wurde. In der Rekonstruktionszeichnung von Tchalenko war die Kirche im Süden von einem großen ummauerten Vorhof mit zwei Zugängen in der Südmauer umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Westkirche ==&lt;br /&gt;
[[Datei:West Church, Kalota, Syria - South façade - PHBZ024 2016 7626 - Dumbarton Oaks.jpg|mini|Westkirche, Südseite]]&lt;br /&gt;
Die kleinere Westkirche in der Ortsmitte war eine dreischiffige Säulenarkadenbasilika mit fünf Jochen und einer halbrunden Apsis, die innerhalb einer geraden Ostwand eingeschlossen war. Der südliche der beiden Apsisnebenräume diente als Martyrion. Von der Apsis bestand ein Durchgang zum nördlichen Nebenraum. Es gab zwei Türen an der Südfassade und je eine im Norden und Westen. Howard Crosby Butler, der den Ort um 1900 untersuchte, vermutete einen älteren Vorgängerbau an der Stelle. Große Teile der Außenmauern sind ringsum bis zur Traufhöhe erhalten. Die Apsismauern stehen mit den Pilastern des Apsisbogens bis zum Ansatz der Kuppelwölbung aufrecht, ebenso fast der gesamte Westgiebel. Die Arkaden des Kirchenschiffs sind wie bei der Ostkirche eingestürzt. Die Seiteneingänge waren durch kleine Portiken überdacht, wie an den Lochreihen in den darüberliegenden Wandflächen zu erkennen ist. Die Innenseiten der Außenwände waren wie bei der Weitarkadenbasilika von Sheikh Sleman nur grob behauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da keine Inschrift mit einer Jahreszahl gefunden wurde, erfolgt die Datierung durch Stilvergleiche. Drei der acht Kapitelle konnten als Oberflächenfund untersucht  werden. Die Kapitelle des Apsisbogens in korinthisierendem Stil waren einfachst gestaltet. Von den aufwendigen, verzweigten Blattformen des klassischen Stils sind am Apsisbogen nur schematische, hervortretende U-Formen übriggeblieben, die mit erhabenen Mittelstegen Blätter andeuten. Die Säulenkapitelle waren etwas abwechslungsreicher mit glattblättrigen korinthischen Formen gestaltet. Die Türen der Längsseiten sind außen mit umlaufenden Ornamentrahmen verziert, die an den Enden zu [[Volute]]n aufgerollt sind. Die Rahmen enthalten Streifen mit flachen [[Kymation|Kymatien]] und Zick-Zack-Mustern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche muss später als die Nordkirche von [[Brad (Syrien)|Brad]] (561 datiert) um 600 entstanden sein. Insgesamt entsprechen die stark vereinfachten Schmuckmotive den letzten der im Gebiet der Toten Städte erbauten Kirchen und besonders der 602 datierten Kirche von Sheikh Sleman. Die letzte datierte frühbyzantinische Kirche Nordsyriens war die 610 eingeweihte Sergios-Kirche von [[Babisqa]]. Bei keinem Bauwerk zeigt sich das Nachlassen der schöpferischen und handwerklichen Fähigkeiten so deutlich wie an der Westkirche von Kalota.&amp;lt;ref&amp;gt;Christine Strube, 2002, S. 209–211, 214&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Frank Rainer Scheck, Johannes Odenthal: &amp;#039;&amp;#039;Syrien. Hochkulturen zwischen Mittelmeer und Arabischer Wüste.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Köln 1998, S. 297, ISBN 3770113373&lt;br /&gt;
* [[Christine Strube]]: &amp;#039;&amp;#039;Baudekoration im Nordsyrischen Kalksteinmassiv.&amp;#039;&amp;#039; Bd. II. &amp;#039;&amp;#039;Kapitell-, Tür- und Gesimsformen des 6. und frühen 7. Jahrhunderts n. Chr.&amp;#039;&amp;#039; (Damaszener Forschungen 12) Philipp von Zabern, Mainz 2002, S. 209–214, [[doi:10.11588/diglit.71526]]&lt;br /&gt;
* Georges Tchalenko: &amp;#039;&amp;#039;Églises syriennes à Bêma.&amp;#039;&amp;#039; Librairie Orientaliste Paul Geuthner, Paris 1990, S. 79–86&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kalota, Syria|Kalota}}&lt;br /&gt;
* [https://applux05.rz.uni-kiel.de/kibidano/servlets/MCRSearchServlet?mode=results&amp;amp;id=1sf8ozmvvq7nmkjujc31v&amp;amp;page=1&amp;amp;numPerPage=10 &amp;#039;&amp;#039;Qalota.&amp;#039;&amp;#039;] Kieler Bilddatenbank Naher Osten, Christian-Albrechts-Universität, Kiel (Fotos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Syrien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Syrien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouvernement Aleppo]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RobertLechner</name></author>
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