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	<title>Kallmerode - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T09:45:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kallmerode&amp;diff=60654&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;McBayne: /* Einwohnerentwicklung */ ersetze graph chart durch chartdirekt</title>
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		<updated>2026-01-24T00:45:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einwohnerentwicklung: &lt;/span&gt; ersetze graph chart durch chartdirekt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Leinefelde-Worbis&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Ortswappen             = DEU Kallmerode COA.svg&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/21/2/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 10/18/23/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Thüringen&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 2019-01-01&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 5.61&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 606&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2023-06-30&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leinefelde-worbis.de/de/downloads-datein/buergerservice/amtsblatt/2024/amtsblatt-6-2024-2.pdf?cid=67p |titel=Amtsblatt für die Stadt Leinefelde-Worbis / Jahrgang 2024 - Nr. 6 |seiten=2 |format=PDF; 897 KB |abruf=2024-08-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 375&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 37327&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 03605&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = LW Kall.png&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = Lage von Kallmerode in Leinefelde-Worbis&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kallmerode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Stadtteil von [[Leinefelde-Worbis]] im [[Thüringen|thüringischen]] [[Landkreis Eichsfeld]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Kallmerode liegt etwa zwölf Kilometer (Luftlinie) östlich der Kreisstadt [[Heilbad Heiligenstadt|Heiligenstadt]] und jeweils vier Kilometer von den Nachbarstädten [[Leinefelde]] und [[Dingelstädt]] entfernt. Die Ortslage von Kallmerode befindet sich in einem kleinen, nach Norden orientierten Taleinschnitt des [[Dün]]. Etwa 1,5 Kilometer nördlich der Ortslage befindet sich ein schlossartiger barocker Gebäudekomplex an der [[Bundesstraße 247|B 247]], es handelt sich um das &amp;#039;&amp;#039;Gut [[Beinrode]]&amp;#039;&amp;#039;, ein ehemaliges Klostergut, jetzt [[Landschulheim]] und Pilgerherberge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berge und Erhebungen ===&lt;br /&gt;
Rings um den Ort Kallmerode befinden sich markante Berge und Anhöhen:&lt;br /&gt;
Höchste Erhebung ist der &amp;#039;&amp;#039;Winterberg&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|510.7|DE-NN|link=1}}) an der westlichen Gemarkungsgrenze. Nennenswert sind ferner: &amp;#039;&amp;#039;Kreisberg&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|486.5|DE-NN|link=1}}), &amp;#039;&amp;#039;Kirchberg&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|447.0|DE-NN|link=1}}), &amp;#039;&amp;#039;Köpfchen&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|402.1|DE-NN|link=1}}),&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Steinberg&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|398.9|DE-NN|link=1}}) und &amp;#039;&amp;#039;Hinterrück&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|388.0|DE-NN|link=1}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewässer ===&lt;br /&gt;
Am Ortsrand befindet sich der &amp;#039;&amp;#039;Dachsborn&amp;#039;&amp;#039; und weitere Quellen der &amp;#039;&amp;#039;Ohne&amp;#039;&amp;#039;, die einen Zufluss der [[Wipper (Unstrut)|Wipper]] darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbarorte ===&lt;br /&gt;
Nachbarorte sind [[Leinefelde]], [[Birkungen]] und [[Beuren (Eichsfeld)|Beuren]] als Stadtteile der Stadt [[Leinefelde-Worbis]], die Stadt [[Dingelstädt]] sowie die Dörfer [[Kleinbartloff]], [[Silberhausen]] und [[Kreuzebra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Kallmerode wurde 1206 das erste Mal als &amp;#039;&amp;#039;Carmenroth&amp;#039;&amp;#039; in einer Urkunde für das [[Kloster Reifenstein]] erwähnt. Im Jahr 2006 wurde daher das 800-jährige Bestehen mit einer Festwoche ab [[Pfingsten]] gefeiert. Dass die Siedlung noch um einiges älter ist, zeigt die Endung „-rode“, die der zweiten [[Franken (Volk)|fränkischen]] Siedlungsperiode zwischen 800 und 1000 zuzuordnen ist. 1294 verkauften die [[Grafen von Gleichenstein]] das Eichsfeld und damit auch das Dorf Kallmerode an den Erzbischof von Mainz. In dieser besaß das Dorf 39 Hofstellen mit 34 Hufen und 18 Acker Land. Um 1500 lag der Ort wüst, wurde aber ab 1539 vom Kloster Reifenstein als Lehnsherr wieder besiedelt, da der Verlust der [[Lehnsrecht]]e drohte. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] blieb der Ort anfangs weitgehend verschont, wurde jedoch im Jahr 1632 von [[Schweden|schwedischen]] Truppen fast vollständig eingeäschert. Bis zum Friedensschluss 1648 erfolgten etliche weitere Plünderungen und Brandschatzungen durch schwedische, [[Landgrafschaft Hessen|hessische]], [[Sachsen-Weimar|weimarsche]] und [[Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation|kaiserliche]] Truppen. Landesherr war bis zur [[Säkularisation]] [[Kurmainz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der verlorenen [[Schlacht bei Roßbach]] lagerten im November 1757 die geschlagenen und demoralisierten französischen Truppen im Raum Worbis und schikanierten die Bevölkerung. Die gleichzeitig eingeschleppten Infektionskrankheiten führten in allen Orten um Worbis und Dingelstädt zum Ausbruch von Seuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pest&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfram Kaiser |Hrsg=Kulturbund Worbis |Titel=Heilkunde auf dem Eichsfeld |Sammelwerk=Eichsfelder Heimathefte |Ort=Heiligenstadt |Datum=1985 |Seiten=96}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kallmerode St. Martin 02.jpg|mini|Kirche [[St. Martin (Kallmerode)|St. Martin]] am [[Unstrut-Hahle-Radweg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Kauf des &amp;#039;&amp;#039;Gut Beinrode&amp;#039;&amp;#039; entstand nördlich des Ortes ein landwirtschaftliches Mustergut und schlossartiger Gebäudekomplex. Diese Anlage war in Kirchenbesitz und diente im 20. Jahrhundert auch als Landschulheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den [[Reichsdeputationshauptschluss]] von 1802 wurde der Ort preußisch und kam nach der verlorenen [[Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt]] 1807 zum [[Königreich Westphalen]]. Ab 1815 war er wieder Teil der preußischen [[Provinz Sachsen]], Regierungsbezirk Erfurt, Landkreis Worbis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf Kallmerode zählte um 1840 laut einer statistischen Untersuchung 501 katholische, für sie stand seit 1756 auch eine [[St. Martin (Kallmerode)|Kirche]] zur Verfügung, und 4 evangelische Einwohner. Es wurden 80 Wohnhäuser, 72 Stallungen und Scheunen, zwei Krüge und eine Schule erwähnt. Ein Lehrer unterrichtete die schulpflichtigen 35 Knaben und 45 Mädchen.&lt;br /&gt;
Im Ort wurden zwei Leinwebstühle und 35 andere Webstühle aufgenommen. Als sonstige Gewerbe- und Handwerksbetriebe nennt die Übersicht zwei Schuhmacher, einen Schneider, einen Zimmermann, einen Barbier, einen Kastrierer ([[Sauschneider|Schweinschneider]]) und zwei [[Hausschlachter]]. Viele Tagelöhner beschäftigten sich mit Gelegenheitsarbeiten – so auch dem Fallenstellen und Singvogelhandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dorfflur umfasste 1542 [[Morgen (Einheit)|Morgen]] Fläche, die landwirtschaftliche Nutzfläche umfasste davon 753 Morgen Ackerland, 18 Morgen Gartenland, 15 Morgen Wiese. Ferner wurden 130 Morgen Gemeindewald und 629 Morgen Brachland genannt. Der Ertrag der Wiesen und des Obstanbaus wurde als schlecht eingeschätzt. Der gesamte Viehbestand umfasste 13 Pferde, 83 Rinder, 133 Schafe, 50 Ziegen und 71 Schweine. Bedeutend für den Ort war auch die Imkerei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stat&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carl August Nobrack |Titel=Ausführliche geographisch-statistisch-topographische Beschreibung des Regierungsbezirks Erfurt |Ort=Erfurt |Datum=1841 |Seiten=207}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkrieges kam es zur Deportation einer Sintezza mit ihrer Familie nach Auschwitz. Ab 1940 waren drei polnische Zwangsarbeiter im Einsatz. In Beinrode arbeiteten auch polnische Zwangsarbeiter.&amp;lt;ref&amp;gt;Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu den Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 8, Thüringen. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Baustoffgewinnung der Städte Leinefelde und Worbis wurden am Ortsrand mehrere Steinbrüche und Kiesgruben angelegt, die dort befindlichen Brachen wurden später als ungeordnete oder wilde Mülldeponie aufgefüllt. Seit 1949 gehörte der Ort zur [[DDR]]. Der größte Teil der Einwohner fand in den Nachbarorten Dingelstädt und Leinefelde Arbeit, insbesondere in den Leinefelder Spinnereien. Die landwirtschaftliche Produktion wurde nach der Zwangskollektivierung durch eine Genossenschaft fortgeführt, allerdings verfügte der Ort selbst nur über eine relativ geringe Anbaufläche. Seit 1990 gehört der Ort zum wieder gegründeten Bundesland Thüringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zuvor selbständige Gemeinde Kallmerode wurde am 1. Januar 2019 nach Leinefelde-Worbis eingegliedert. Sie gehörte zur [[Verwaltungsgemeinschaft Dingelstädt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohnerentwicklung ==&lt;br /&gt;
Entwicklung der Einwohnerzahl &amp;#039;&amp;#039;(31. Dezember)&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; style=&amp;quot;width:25%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 1994: 559&lt;br /&gt;
* 1995: 575&lt;br /&gt;
* 1996: 578&lt;br /&gt;
* 1997: 592&lt;br /&gt;
* 1998: 592&lt;br /&gt;
* 1999: 603&lt;br /&gt;
* 2000: 620&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; style=&amp;quot;width:25%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 2001: 602&lt;br /&gt;
* 2002: 595&lt;br /&gt;
* 2003: 609&lt;br /&gt;
* 2004: 620&lt;br /&gt;
* 2005: 607&lt;br /&gt;
* 2006: 606&lt;br /&gt;
* 2007: 604&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; style=&amp;quot;width:25%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 2008: 622&lt;br /&gt;
* 2009: 612&lt;br /&gt;
* 2010: 621&lt;br /&gt;
* 2011: 610&lt;br /&gt;
* 2012: 600&lt;br /&gt;
* 2013: 605&lt;br /&gt;
* 2014: 612&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; style=&amp;quot;width:25%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 2015: 606&lt;br /&gt;
* 2016: 614&lt;br /&gt;
* 2017: 601&lt;br /&gt;
* 2018: 599&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{ChartDirektEW|type=line|x=1994,1995,1996,1997,1998,1999,2000,2001,2002,2003,2004,2005,2006,2007,2008,2009,2010,2011,2012,2013,2014,2015,2016,2017,2018|y=559,575,578,592,592,603,620,602,595,609,620,607,606,604,622,612,621,610,600,605,612,606,614,601,599}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;small&amp;gt; Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde am 30. September 1993 durch das Innenministerium genehmigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: „In Silber, bestreut mit aufrechten grünen Eichenblättern, auf schwarzem Pferd mit goldenem Zaumzeug ein nimbierter barhäuptiger St. Martin mit goldenem römischen Brustpanzer und Beinschienen, roten Lederbesätzen und grünen Wamsärmeln, mit dem silbernen Schwert in der Rechten seinen roten Mantel teilend; an der Hinterhand des Pferdes ein kniefälliger, seine Arme erhebender, silberbärtiger, mit einer grünen Hose bekleideter Bettler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde vom Göttinger Hans Otto Arnold gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kallmerode 01.jpg|mini|Der Dachsborn]]&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
* Seit 1995 findet der &amp;#039;&amp;#039;Eichsfelder [[Bauernmarkt]]&amp;#039;&amp;#039; mit bis zu 30.000 Gästen aus ganz Thüringen statt.&lt;br /&gt;
* Die Kallmeroder [[Kirchweih|Kirmes]] wird jährlich gefeiert. Die &amp;#039;&amp;#039;Große Kirmes&amp;#039;&amp;#039; – auch etwas spöttisch: &amp;#039;&amp;#039;die Kallmeröder Gänsekirmes&amp;#039;&amp;#039; genannt – findet am [[Martinstag]] (11. November) und die &amp;#039;&amp;#039;Kleine Kirmes&amp;#039;&amp;#039; (auch Männerkirmes genannt) findet am 20. August ([[Bernhard von Clairvaux|Bernardus]]) statt.&lt;br /&gt;
* Weitere jährliche Veranstaltungen sind [[Karneval, Fastnacht und Fasching|Fasching]]&lt;br /&gt;
* Zum Kultur- und Vereinsleben tragen der Sportverein DJK Elfrieda Kallmerode, die Kirmesburschen Kallmerode, der &amp;#039;&amp;#039;Martinschor&amp;#039;&amp;#039; und die Blaskapelle bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== St. Martin und Kreuzweg ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|St. Martin (Kallmerode)}}&lt;br /&gt;
Die Hauptsehenswürdigkeit in der Ortslage ist die am 29. Juni 1756 durch den Erfurter Weihbischof Lasser dem [[Martin von Tours|Heiligen Martin]] geweihte [[Kirchengebäude|Kirche]]. Sie ersetzte einen Vorgängerbau aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, der aufgrund der Bevölkerungszunahme nicht mehr ausreichte. Mit dem Bau wurde 1753 durch Abt Simon Hentrich vom Kloster Reifenstein begonnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Dietrich: &amp;#039;&amp;#039;Aus der Geschichte von Kallmerode&amp;#039;&amp;#039;, ungedrucktes Manuskript von 1972&amp;lt;/ref&amp;gt; Zeitgleich wurde auch ein neuer Friedhof auf dem Gelände um die Kirche angelegt. Sie wurde 1880 restauriert und um Querschiff und [[Apsis]] erweitert. Hinzu kamen ein Nordportal und der Turm. Eine weitere Besonderheit zeigt das vom ehemaligen Pfarrer &amp;#039;&amp;#039;Alfons Arand&amp;#039;&amp;#039; entworfene Bogenfeld über dem Haupteingang: Dort erkennt man den Heiligen Martin als Nothelfer, er ist symbolisch umgeben von acht Menschen aus aller Welt (je ein Chinese, Araber, Schwarzafrikaner, Europäer, auch eine Indianerin mit Kind im Arm). Es ist ein farbenfrohes, an ein Mosaik erinnerndes Bildwerk.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hermann Marx |Titel=Kallmerode, Pfarrkirche St. Martin |Sammelwerk=Eichsfeld |Band=Heft 12 |Verlag=Mecke |Ort=Duderstadt |Datum=1996 |Seiten=466–467}}&amp;lt;/ref&amp;gt; An der 1859 errichteten [[Grotte]] mit einer Marienstatue nimmt ein Kreuzweg mit 14 Stationen seinen Anfang. 1931 wurde durch Pfarrer Drissel eine Gedenktafel für die Gefallenen des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] an der Grotte angebracht, die später um die Gefallenen und Vermissten des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] ergänzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Dietrich: &amp;#039;&amp;#039;Aus der Geschichte von Kallmerode&amp;#039;&amp;#039;, unveröffentlichtes Manuskript von 1972&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kreuzweg führt in westlicher Richtung aus dem Dorf am Waldrand entlang zur &amp;#039;&amp;#039;Peter-und-Pauls-Kapelle.&amp;#039;&amp;#039; Auch an anderen Plätzen in der Flur befinden sich Betkreuze und religiöse Flurdenkmale.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Event&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Landgrebe |Titel=„Kallmerode“ |Sammelwerk=Freizeitführer Thüringen |Band=Band 1 (Region Mitte und Nord) |Verlag=Wartberg Verlag |Ort=Gudensberg-Gleichen |Datum=1999 |ISBN=3-86134-550-1 |Seiten=109}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Johannitergut Beinrode ===&lt;br /&gt;
[[Datei:SchulnadelRSBeinrode2006Lücke.jpg|links|mini|Reifensteiner Schulnadel für Beinroder Absolventinnen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HaupthausRSBeinrode1930erunbek.jpg|mini|Reifensteiner Schule Beinrode 1930]]&lt;br /&gt;
Aus dem privaten Wirtschaftshof &amp;#039;&amp;#039;Beinrode&amp;#039;&amp;#039; entstand nach 1729 für das nur fünf Kilometer entfernte ehemalige [[Kloster Reifenstein|Zisterzienserkloster Reifenstein]] ein an ein barockes Landschloss erinnerndes Mustergut. Der damalige Abt &amp;#039;&amp;#039;Martin Günther&amp;#039;&amp;#039; beauftragte hierfür den Dingelstädter Baumeister und Architekten &amp;#039;&amp;#039;Johann Christian Heinemann&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 erfolgte&amp;amp;nbsp;die Einrichtung einer [[Reifensteiner Schule]] zur Ausbildung von ländlichen Hausbeamtinnen im ehemaligen Vorwerk der Domäne Reifenstein. Als sich die sowjetische Besatzung ankündigte, blieben nur einige Lehrerinnen vor Ort und verhandelten mit der sowjetischen Militäradministration um einen Neubeginn. Der Neubeginn wurde nur unter der Bedingung gewährt, dass die Einrichtung verstaatlicht würde. Im Mai 1946 kaufte das Land Thüringen dem Verband das restliche Inventar von Reifenstein und Beinrode ab. Nun konnte der Unterricht noch einmal erneut aufgenommen und bis zur endgültigen Schließung 1949 betrieben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ortrud Wörner-Heil: Frauenschulen auf dem Lande 1997, S. 60–109&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gut wurde zeitweise als [[Landschulheim]] genutzt und ist seit 2004 im Besitz der &amp;#039;&amp;#039;Provinzial Sächsischen Genossenschaft des Johanniterordens&amp;#039;&amp;#039;. Im Gebäudekomplex werden Schulungen durchgeführt und Ausbildungsplätze für benachteiligte Jugendliche bereitgestellt. Der Ort ist auch eine Adresse als Herberge für Pilger auf dem [[Pilgerweg Loccum–Volkenroda]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kultur&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen |Titel=„Kallmerode“ |Sammelwerk=Kulturelle Entdeckungen. Landkreis Eichsfeld, Kyffhäuserkreis, Landkreis Nordhausen, Unstrut-Hainich-Kreis |Band=Band 1 (Thüringen) |Verlag=Schnell &amp;amp; Steiner |Ort=Regensburg |Datum=2009 |ISBN=978-3-7954-2249-3 |Seiten=120}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Sehenswürdigkeiten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kallmerode 02.jpg|mini|Die Isidorlinde]]&lt;br /&gt;
Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten im Ort zählen das &amp;#039;&amp;#039;Spatzenfärber-Denkmal&amp;#039;&amp;#039; – eine humorvolle Anspielung auf das im Ort früher häufig anzutreffende Vogelhändler-Gewerbe. Der Brunnen wurde am&lt;br /&gt;
neugestalteten [[Anger]] als Blickfang errichtet. Sehenswert ist auch das restaurierte &amp;#039;&amp;#039;Spritzenhaus&amp;#039;&amp;#039;. Dort befindet sich zudem als Schaustück eine historische Handspritze der [[Freiwillige Feuerwehr|Freiwilligen Feuerwehr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Naturdenkmal wird die &amp;#039;&amp;#039;Isidorlinde&amp;#039;&amp;#039; geschützt, sie steht östlich der Ortslage mitten in den Feldern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der näheren Umgebung von Kallmerode sind die [[Burg Scharfenstein (Eichsfeld)|Burg Scharfenstein]], die ehemaligen Klöster [[Kloster Beuren|Beuren]] und [[Kerbscher Berg]], die [[Unstrut]]quelle bei [[Kefferhausen]] und der [[Alternativer Bärenpark Worbis|Bärenpark]] [[Worbis]] sehenswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Durch Kallmerode führte bis 2022 die [[Bundesstraße 247|B 247]] im Abschnitt Leinefelde–Dingelstädt. Im Dezember 2022 wurde nach mehrjährigem Kampf der Gemeinde und einer Bürgerinitiative die Ortsumfahrung der B 247 für den Verkehr freigegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Silvana Tismer |url=https://www.thueringer-allgemeine.de/regionen/eichsfeld/article237094049/Ortsumfahrung-Kallmerode-ist-eingeweiht.html |titel=Ortsumfahrung Kallmerode ist nach 30 Jahren Bürgereinsatz eingeweiht |hrsg=Thüringer Allgemeine |datum=2022-12-07 |abruf=2023-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kallmerode liegt am [[Unstrut-Hahle-Radweg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Jedes Dorf im [[Eichsfeld]] hat einen [[Ortsneckname|Spitznamen]], mit dem die Einwohner durch die Nachbardörfer geneckt wurden. Kallmerode hat gleich zwei davon. Der Name „Kuckuck“ wird damit begründet, dass in den Wäldern des [[Dün]] viele [[Kuckuck]]e leben und ihren charakteristischen Ruf erschallen lassen. Die Ortsgaststätte hat seit vielen Jahren den Namen „Zum Kuckuck“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spitzname „Spatzenfärber“ stammt aus der Zeit um 1850. Damals lebten viele Dorfbewohner von der Vogelzucht. Die Züchtungen wurden von den Männern in ganz Deutschland und vielen Teilen Europas verkauft. Böse Zungen behaupten, dass auch gewöhnliche [[Sperlinge|Spatzen]] durch Einfärben zu [[Kanarienvogel|Kanarienvögeln]] „veredelt“ wurden. Vom Ort [[Zuffenhausen]] bei [[Stuttgart]] wird übrigens dieselbe Geschichte erzählt und die Einwohner werden ebenfalls „Spatzenfärber“ genannt.&lt;br /&gt;
Noch vor etwa 70 Jahren gab es 32 Vogelzüchter im Ort. Am [[Anger]] von Kallmerode wurde eine Bronzestatue aufgestellt, die den Spatzenfärber mit seinem [[Reff (Rückentrage)|Reff]] darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Emil Dietrich (Politiker, 1876)|Emil Dietrich]] (1876–1933), Pädagoge und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Desiderius Breitenstein]] (1889–1950), römisch-katholischer Theologe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Vatteroth, Karl: Gedenk- und Urkundenbuch der Opfer des Weltkrieges 1914/18 aus Kallmerode. Kallmerode 1925&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Gemeinde Kallmerode&lt;br /&gt;
   |Titel=Gedenkbuch der Gemeinde Kallmerode. Die Opfer des 2. Weltkrieges 1939–1945&lt;br /&gt;
   |Ort=Kallmerode&lt;br /&gt;
   |Datum=1996}}&lt;br /&gt;
* Josef Rogge: &amp;#039;&amp;#039;800 Jahr Kallmerode. Aus der Frühzeit des Dorfes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eichsfelder Heimatzeitschrift.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 50 (2006), Mecke Druck und Verlag Duderstadt, S. 193–196&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kallmerode|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Leinefelde-Worbis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1176558692|VIAF=6547154923755463780004}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Leinefelde-Worbis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Eichsfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Eichsfeld)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Eichsfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2019]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1206]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;McBayne</name></author>
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