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	<title>Kalligrafie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T23:13:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kalligrafie&amp;diff=20833&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Diopuld: /* Einzelnachweise */ NDL</title>
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		<updated>2026-04-03T09:36:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; NDL&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kalligrafie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kalligraphie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|καλλιγραφία|kalligraphía}}, von {{lang|grc|κάλλος|kállos}} „Schönheit“ und [[-graphie]]), ist die „Kunst des schönen Schreibens“ von [[manuelles Schreiben|Hand (Chirografie)]] mit [[Federkiel]], [[Pinsel]], Filzstift oder anderen Schreibwerkzeugen. Die Kalligrafie unterscheidet sich von [[Typografie]] (Setzen von Schrift aus vorgefertigten Buchstabenformen) und [[Lettering]] (konstruierendes Zeichnen von Schriftzügen). Im Schulfach &amp;#039;&amp;#039;Schönschreiben&amp;#039;&amp;#039; wird nicht Kalligrafie unterrichtet, sondern leserliches Schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung ==&lt;br /&gt;
Das Ansehen der Kalligrafie ist in der [[Kulturgeschichte]] überall dort gegeben, wo das Abschreiben heiliger Texte selbst als [[Heilig|sakraler]] Vorgang eingestuft wird, so etwa traditionell im Christentum bei der Kopie der Bibel oder im [[Arabische Schrift|Islam]], wo die [[Basmala]] die häufigste kalligrafische Form ist. Noch heute ist auch für die [[Chinesische Schrift|chinesische]] und [[Japanische Schrift|japanische]] [[Schriftkultur]] die Kalligrafie wichtig und inspirierend. Wichtiger als die Leserlichkeit ist dabei die Erzielung perfekter ästhetischer Ausgewogenheit und das Sichtbarmachen von Emotionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Kalligrafen verweisen auf den fast [[meditativ]]en Charakter ihrer Arbeit:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die Ruhe dieser Arbeit erfüllt das ganze Wesen mit einer umfassenden Zufriedenheit, wo Zeit und Raum, für kurze Zeit wie weggewischt, uns nicht mehr kümmern noch belasten.&lt;br /&gt;
 |Autor=Andreas Schenk&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schenk1989&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Schenk |Titel=Kalligraphie: die stille Kunst, eine Feder zu führen &amp;amp;#91;das Werkbuch zum Schönschreiben&amp;amp;#93; |Verlag=AT-Verlag |Datum=1989 |ISBN=3-85502-375-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Westliche Kalligrafie ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Westliche Kalligrafie}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Textura quadrata.svg|mini|Schriftprobe der im [[Hochmittelalter]] verwendeten [[Textura]] quadrata]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schriftzug Urkunde.jpg|mini|Moderne westliche Kalligrafie findet heute meist bei der Erstellung festlicher Urkunden ihren Einsatz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der abendländischen mittelalterlichen Kultur spielte die Kalligraphie eine kaum zu überschätzende Rolle als einzig bekannte Form der Übermittlung von Literatur. Um allerdings die Texte immer klar lesbar zu halten, wurde die Schrift nur in gewissen Maßen kalligraphisch verändert, so in Form von [[Abbreviatur (Paläographie)|Abbreviaturen]] (Abkürzungen) und [[Ligatur (Typografie)|Ligaturen]] (Ineinanderschreibungen von Buchstaben). Der eigentliche [[Buchschmuck]] erstreckte sich in Europa immer auch auf die Bilder und Illustrationen, da im Christentum kein [[Bilderverbot]] gilt, anders als in Islam und [[Judentum]]. In Deutschland waren besonders [[Augsburg]] und [[Nürnberg]] Zentren der Buch- und Schriftkunst. Der Augsburger Ulrich Taler und die Nürnberger Familien [[Glockendon (Künstlerfamilie)|Glockendon]] und Neudörffer waren bekannte Schriftkünstler. Die eigentliche Kalligraphie wurde als eigene Kunstform eher im Bereich der Überschriften verwendet. In der [[Renaissance]] und im [[Barock]] entstand als Antwort auf die als nicht allzu schön empfundene gedruckte Schrift dann die eigentliche, bewusst auf die Schönheit der Schrift ausgerichtete europäische Kalligraphie, besonders in Italien, Frankreich und England. Spezielle [[Schreibmeister]]bücher zeigen ein hohes Niveau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Kalligrafie in Europa seit Beginn der Neuzeit stark an Prestige verloren hat, ist sie als Kunstform und Hobby doch noch lebendig, erlebt sogar seit der Einführung der Heimcomputer eine gewisse Renaissance. Praktische Anwendung findet sie bei der Gestaltung von Urkunden, Plakaten oder Eintragungen z.&amp;amp;nbsp;B. in ein [[Goldenes Buch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ganz Europa finden sich historische Werke antiker und mittelalterlicher Kalligrafen, die vielfach in Klöstern entstanden sind und durch ihre teure Ausstattung und reichhaltigen Details bestechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In neuerer Zeit ist als bekannter Kalligraf z.&amp;amp;nbsp;B. [[Edward Johnston]] zu nennen, der mit seiner [[Foundational Hand]] und der [[Grotesk (Schrift)|serifenlosen]] [[Johnston Sans]], die in der Londoner U-Bahn bis heute verwendet wird, berühmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hebräische Kalligrafie ==&lt;br /&gt;
Seit [[talmud]]ischer Zeit bezeichnet [[Sofer]] (Betonung auf dem „e“) einen Schreiber [[Hebräische Sprache|hebräischer]] Texte. Der [[Beruf]] des Sofers erfordert eine jahrelange Ausbildung und ist innerhalb des [[Judentum]]s sehr angesehen. Die [[Bibel|biblischen]] Texte werden mit einer Vogelfeder ([[Federkiel|Gänsekiel]]) und einer Tinte ohne Metallzusätze, die der Sofer meist selber herstellt, geschrieben. Die Unterlage ist stets ein nur für diesen Zweck handproduziertes [[Pergament]]. Die hebräischen Texte sind [[Vokalisierung (Schrift)|unvokalisiert]], haben aber besondere Verzierungen, die auch als Krönchen bezeichnet werden. Die Texte müssen absolut fehlerfrei und präzise geschrieben werden. Der Sofer darf nicht aus dem Gedächtnis schreiben, sondern muss jeden Buchstaben einzeln aus der Vorlage [[Kopist|kopieren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chinesische, koreanische und japanische Kalligrafie ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Chinesische Kalligrafie|Shodō}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Calligraphy Sun Yat-Sen.jpg|mini|Kalligrafie am [[Sun Yat-sen]]-Schrein in [[Taipeh]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Asien, hauptsächlich im chinesischen Raum, Korea und Japan, hat die Kalligrafie immer noch einen hohen Stellenwert im gesellschaftlichen und künstlerischen Leben. Die am meisten verwendeten Werkzeuge sind [[Schreibpinsel|Pinsel]], [[Stangentusche|Tuschestange]] und [[Reibstein|Tuschestein]], sowie das [[Papier]] als wesentlicher Bestandteil des Schreibprozesses. Vor dem eigentlichen Schreiben wird Tusche von der Tuschestange im Reibstein mit Wasser oder Wein angerieben. Der Schreibakt ist heutzutage oftmals impulsiv, was die Schriftzeichen schwer leserlich, aber umso ausdrucksstärker macht. Schriftstile wie die [[Grasschrift]] stellen den eigentlichen Text und seine Lesbarkeit sogar bewusst hinter die kalligraphische Gestaltung zurück, selbst gebildete Chinesen können Grasschriften oft nicht lesen. Sie gelten als Bild, nicht als Text.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalligrafische Kunstwerke zieren auch als paarige senkrechte Schrifttafeln und als waagrechte Namensschilder den chinesischen Garten. Sie sind von den Gartenbauten fast nicht zu trennen und bilden wichtige Schmuckelemente im [[Gartenkunst in China|chinesischen Landschaftsgarten]]. Der Inhalt der Tafeln und Schilder ist im Allgemeinen auf die Umgebung der Gebäude bezogen. Häufig handelt es sich um Zeilen aus berühmten Gedichten, in denen Besonderheiten der Szenerie angedeutet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arabische Kalligrafie ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Arabische Kalligrafie}}&lt;br /&gt;
[[Datei:AndalusQuran.JPG|mini|[[Koran]] aus Andalusien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des [[Bilderverbot im Islam|Bilderverbots im Islam]] wurde die kursive [[arabische Schrift]] in kalligrafischen Kunstwerken wie Linien verwendet, wodurch Bilder aus Buchstaben, sogenannte [[Kalligramm]]e, entstanden. Da in den meisten Ländern der islamischen Welt die Kalligraphie als einzige erlaubte Kunstform galt, bildet sie im islamischen Raum das Haupt-Schmuckelement in der Architektur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der kunstvollsten Arten der arabischen Kalligrafie, die [[Osmanische Kalligrafie]], entwickelte sich bis zu Beginn des [[20. Jahrhundert]]s im [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altägyptische Kalligrafie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Papyrus Sallier II.jpg|mini|[[Lehre des Amenemhet|Papyrus Sallier II]] aus der 19. Dynastie, geschrieben in Buchhieratisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während [[Ägyptische Hieroglyphen]] vorrangig für Inschriften und Objektaufschriften verwendet wurden, fanden auf mobilen Schriftträgern wie [[Papyrus|Papyri]] oder [[Ostrakon|Ostraka]] hauptsächlich die Kursivschriften [[Hieratisch]] und [[Demotische Schrift|Demotisch]] Verwendung. Hieratisch wurde mit weich gekauter [[Binse]] auf Papyrus geschrieben, ab der Römerzeit fand auch der [[Schreibrohr|Kalamos]] Verwendung. Vor allem literarische und religiöse Texte wurden sehr sorgfältig geschrieben, wobei die Hieratogramme überaus ausladend und schwungvoll ausfallen konnten. Vor allem das Buchhieratisch der Ramessidenzeit gilt als manieriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Portal|Schrift}}&lt;br /&gt;
* [[Berliner Sammlung Kalligraphie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Herbert Becker: &amp;#039;&amp;#039;Kalligraphie. Die Kunst des schönen Schreibens&amp;#039;&amp;#039;. E. A. Seemann Verlag, Leipzig 2011, ISBN 978-3-86502-130-4.&lt;br /&gt;
* Julius de Goede: &amp;#039;&amp;#039;Kalligraphie. Schönschreiben lernen.&amp;#039;&amp;#039; Weltbild Verlag, Augsburg 1991, ISBN 3-8043-2665-X.&lt;br /&gt;
* Nuesret Kaymak: &amp;#039;&amp;#039;Schreiben als Kunst&amp;#039;&amp;#039;. Regionalia Verlag, Rheinbach 2012, ISBN 978-3-939722-59-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Asemic graffiti.jpg|mini|Graffiti &amp;amp; Kalligrafie]]&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Calligraphy|Kalligrafie}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4073168-6}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kalligraphie.com/ Kalligraphie.com] Scriptorium am [[Rheinsprung]] Basel Andreas Schenk – Kalligrafie-Zubehör, -Kurse, -Kunst, -Kultur&lt;br /&gt;
* [http://www.kalligraphie.de/ Kalligraphie.de] Kalligraphie-Wissen für Anfänger und Fortgeschrittene, Geschichte und Material, große Linksammlung&lt;br /&gt;
* [http://www.kallipos.de/kalligraphie.html Kallipos Schriftkunst] Umfangreiche Kalligraphie-Seite mit Schreibanleitungen, Alphabet- und Schriftbeispielen, einem Schreibfeder-Museum sowie Kalligraphie-Zubehör&lt;br /&gt;
* [http://www.schriftkunst.de/3rund.htm Atelier für Kalligrafie Regensburg] Seite mit Aufsätzen zur Kalligrafie&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20090518140437/http://www.kalligrafien.de:80/schriften.htm Werner Winkler] Beispiele für über 120 historische und moderne kalligrafische Schriften&lt;br /&gt;
* [http://www.arsscribendi.de/ Ars Scribendi] Verein zur Förderung und Verbreitung von Kalligrafie&lt;br /&gt;
* [http://www.robotlab.de/bios/bible.htm bios &amp;amp;#x5B;bible&amp;amp;#x5D; – ein Roboter schreibt die Bibel nieder.] Projekt der Künstlergruppe [[robotlab]] aus [[Karlsruhe]] (2007)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073168-6|LCCN=sh/85/018955|NDL=00571987}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kalligrafie| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diopuld</name></author>
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