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	<title>Kalkseife - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T02:29:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kalkseife&amp;diff=128006&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;S.T.E.F.A.N: /* Verwendung */</title>
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		<updated>2025-11-24T23:39:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verwendung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; width=&amp;quot;28%&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Kalkseifen einzelner Fettsäuren, z. B. Calciumsalze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Oelic Acid Calcium Salt Structural Formula V.3.svg|zentriert|250px]] Calciumoleat, das Calciumsalz der [[Ölsäure]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Palmitic Acid Calcium Salt Structural Formula V.2.svg|zentriert|250px]] [[Calciumpalmitat]], das Calciumsalz der [[Palmitinsäure]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Stearic Acid Calcium Salt Structural Formula V.2.svg|zentriert|250px]] [[Calciumstearat]], das Calciumsalz der [[Stearinsäure]].&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kalkseifen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Calciumseifen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind in Wasser schwer lösliche [[Calcium]]- oder [[Magnesium]]-Salze, in der Regel von [[Fettsäuren]]. Es handelt sich um eine Untergruppe der [[Metallseifen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bilden sich bei der Verwendung von [[Seife]]n in [[Wasserhärte|hartem Wasser]]. Durch die Bildung dieser Kalkseifen wird die Waschwirkung vermindert, da sich die aktive Seifenmenge verringert.&lt;br /&gt;
Die Kalkseifen setzen sich auf Oberflächen ab (Vergrauung) und bilden auch in [[Abwasserrohr]]en schwer entfernbare graue Ablagerungen.&lt;br /&gt;
Der Bildung von Kalkseifen kann mit [[Wasserenthärtung|Enthärtern]], die die Calcium- und Magnesium-Ionen binden, entgegengewirkt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Siegfried Hauptmann]]: 1985, Seite 740.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heute überwiegend im Haushalt benutzten Reinigungsmittel enthalten keine oder wenig Seife, sondern andere [[waschaktive Substanzen]] ([[Tenside]]).&lt;br /&gt;
Diese bilden wenig bis keine Kalkseifen, führen so nicht zu Vergrauung und behalten in hartem Wasser auch ohne Enthärter ihre Waschwirkung.&lt;br /&gt;
Dafür entfetten sie die Haut sehr viel stärker, wodurch sie schnell austrocknet, und machen sie durchlässig für beispielsweise vorhandene [[Konservierungsmittel]], Farb- und Duftstoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalkseifen können als unerwünschte Verunreinigung in Ölen auftreten, die für Anwendungen in der Kosmetik und der Nahrungsmittelindustrie vorgesehen sind.&lt;br /&gt;
Sie werden dort qualitativ analytisch beispielsweise mit [[Phenolphthalein]]-Lösung nachgewiesen, die sich rot färbt, wenn Kalkseifen vorhanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Die [[Verseifung]] natürlicher [[Fette]] und [[Öle]] mit [[Calciumhydroxid]] liefert Gemische von Calciumsalzen der Fettsäuren und [[Glycerin]]. Die Anteile der einzelnen Fettsäure-[[Anionen]] im Gemisch der Calciumsalze hängt dabei von der Natur und Provenienz des als Rohstoff verwendeten [[Triglycerid]]es ab.&lt;br /&gt;
Eine chemisch weitgehend einheitliche Kalkseife kann man durch Umsetzung einer reinen Fettsäure mit einer [[Stöchiometrie|stöchiometrischen]] Menge Calciumhydroxid erhalten. Beispiele für solche Kalkseifen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Calciumoleat, das Calciumsalz der [[Ölsäure]].&lt;br /&gt;
* Calciumpalmitat, das Calciumsalz der [[Palmitinsäure]] (Hexadecansäure).&lt;br /&gt;
* [[Calciumstearat]], das Calciumsalz der [[Stearinsäure]] (Octadecansäure), ein farbloses, fettiges Pulver, das in der Hitze in chlorierten und aromatischen Kohlenwasserstoffen löslich ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Römpp&amp;quot;&amp;gt;[[Otto-Albrecht Neumüller]] (Hrsg.): [[Römpp Lexikon Chemie|&amp;#039;&amp;#039;Römpps Chemie-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039;]] Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A–Cl.&amp;#039;&amp;#039; 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1979, ISBN 3-440-04511-0, S.&amp;amp;nbsp;575.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hammam vakil3.jpg|mini|hochkant|[[Tadelakt]] in einem orientalischen Bad]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwendung finden Kalkseifen als [[Verdickungsmittel]] in [[Mineralöl]]-basierten [[Schmierfett]]en und [[Gleitmittel]]n, zur Herstellung von [[Bleistift]]en, [[Zement]], wasserfesten Textilien, [[Tablette]]n, Kunststoffen, zum Ziehen von Eisen- und Stahldraht und als [[Mattierungsmittel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Römpp&amp;quot;&amp;gt;[[Otto-Albrecht Neumüller]] (Hrsg.): [[Römpp Lexikon Chemie|&amp;#039;&amp;#039;Römpps Chemie-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039;]] Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A–Cl.&amp;#039;&amp;#039; 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1979, ISBN 3-440-04511-0, S.&amp;amp;nbsp;575.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anmischen von [[Kalkfarbe]] und der Behandlung von [[Kalkputz]]en ([[Tadelakt]]) und [[Beton]]&amp;lt;ref&amp;gt;H. Weigler und E. Segmüller: [https://mitglieder.vdz-online.de/fileadmin/gruppen/vdz/3LiteraturRecherche/Fachaufsaetze/1961_1970/Betontechnische_Berichte_67_Schutz_von_Beton_gegen_chemische_Angriffe.pdf Betontechnische Berichte 67 – Schutz von Beton gegen chemische Angriffe] – Gekürzte Bearbeitung eines des „ACI Committee 515“.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit [[Pflanzenöle]]n bilden sich Kalkseifen, welche einerseits die Wasserdichtigkeit erhöhen, andererseits die Festigkeit verringern, da das gebundene Calcium nicht mehr zur [[Auskarbonatisieren|Carbonatisierung]] zur Verfügung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calciumoleat dient als [[Sikkativ]] für Lacke, Calciumstearat zur Herstellung von Grundier- und Mattierungsmitteln sowie als Stabilisator und Gleitmittel in der Kunststoffindustrie und als Feuerlöschpulver.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ABC Chemie&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Brockhaus ABC Chemie&amp;#039;&amp;#039;, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S.&amp;amp;nbsp;870.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Zur Herstellung von Puder und Creme in der kosmetischen und pharmazeutischen Industrie benutzt man Calciumstearat. Der Stearinsäure-Anteil der Fettsäuren im Calciumstearat muss laut Europäischem Arzneibuch zur Verwendung in der Pharmazie mindestens 40,0 %, die Summe der Stearin- und Palmitinsäure-Anteile in der Fettsäurefraktion muss mindestens 90,0 % betragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EuropäischesArzneibuch&amp;quot;&amp;gt;Europäisches Arzneibuch, Deutscher Apotheker Verlag Stuttgart, 6. Ausgabe, 2008, S.&amp;amp;nbsp;1947–1949, ISBN 978-3-7692-3962-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wasserabweisende Eigenschaft ([[Hydrophobie]]) der Kalkseife wird zum Beispiel bei [[Tadelakt]], einer marokkanischen Verputztechnik, oder bei [[Opus signinum]], einer altrömischen Verputztechnik, genutzt. Die Bildung kleinerer Mengen an Kalkseifen dient in modernen [[Waschmittel]]n dazu, eine übermäßige [[Schaum]]-Entwicklung zu vermeiden.&lt;br /&gt;
In der [[Europäische Union|EU]] sind sie als [[Lebensmittelzusatzstoff]]e der Nummern &amp;#039;&amp;#039;E&amp;amp;nbsp;470a&amp;#039;&amp;#039; (die Calcium-Salze von Speisefettsäuren, neben den darunter ebenfalls erfassten Natrium- und Kalium-Salzen) und &amp;#039;&amp;#039;E&amp;amp;nbsp;470b&amp;#039;&amp;#039; (Magnesiumsalz von Speisefettsäuren) ohne Höchstmengenbeschränkung ([[quantum satis]]) für Lebensmittel allgemein zugelassen. Sie werden in der Lebensmitteltechnik als [[Emulgator]]en, [[Stabilisator (Lebensmittelzusatzstoff)|Stabilisatoren]], [[Trennmittel]], [[Überzugsmittel]] oder auch als [[Trägersubstanz]]en für andere Zusatzstoffe und Aromen verwendet und finden sich unter anderem in Back- und Süßwaren. Die Rohstoffe können aus gentechnisch veränderten Pflanzen gewonnen werden, was üblicherweise beim Endprodukt nicht deklariert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;transGEN:  {{Webarchiv|text=Fettsäuren E 570 |url=http://www.transgen.de/datenbank/zusatzstoffe/115.doku.html |wayback=20120212085452}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalkseifen werden auch zur Herstellung von Kosmetikprodukten verwendet, [[Calciumstearat]] und andere Kalkseifen auch als wasserabweisendes Schmiermittel [[Staufferfett]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Hauptmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Organische Chemie&amp;#039;&amp;#039;. Neuauflage. Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 2001, ISBN 3-342-00635-8 (Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1991).&lt;br /&gt;
* Hans-Georg Henning, Werner Jugelt, Günther Sauer: &amp;#039;&amp;#039;Praktische Chemie. Ein Studienbuch für Mediziner und Naturwissenschaftler&amp;#039;&amp;#039;.  5. Auflage. Verlag Deutsch, Thun 1991, ISBN 3-8171-1139-8 (Nachdruck der Ausgabe Berlin 1982).&lt;br /&gt;
* Hugo Janistyn: &amp;#039;&amp;#039;Taschenbuch der modernen Parfümerie und Kosmetik&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1974, ISBN 3-8047-0473-5.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Pardun]]: &amp;#039;&amp;#039;Analyse der Nahrungsfette&amp;#039;&amp;#039; (Grundlagen und Fortschritte der Lebensmitteluntersuchung und Lebensmitteltechnologie; 16). Parey, Berlin 1976, ISBN 3-489-78814-1 (völlige Neubearbeitung von &amp;#039;&amp;#039;Werner Wachs: „Öle und Fette – Analyse der Nahrungsfette“&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgemisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemikaliengruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Calciumverbindung| Kalkseife]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Carbonsäuresalz| Kalkseife]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reinigungsmittel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seife]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerksabdichtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensmittelzusatzstoff (EU)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;S.T.E.F.A.N</name></author>
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