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	<title>Kalkant - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T08:16:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kalkant&amp;diff=25383&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Frau Nilsson: tk kl</title>
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		<updated>2025-12-12T17:51:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:OrganumFollis.jpg|mini|Links der Kalkant, der die durch Gewichte beschwerten oberen Teile der Schöpfbälge nacheinander anhebt. Ist der letzte Balg „gefüllt“, beginnt er erneut mit dem ersten. Auf der rechten Seite sieht man den Organisten. Kupferstich aus [[Bédos de Celles]]: &amp;#039;&amp;#039;L’art du Facteur d’Orgues&amp;#039;&amp;#039;, 1776.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:J.Ch. Egedacher 1712-Reichersberg 1787-Münsteuer. (50).jpg|mini|Windwerk mit drei Keilbälgen, die durch „Melken“ aufgezogen werden ([[Pfarrkirche Münsteuer|Münsteuer]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:J.Ch. Egedacher 1712-Reichersberg 1787-Münsteuer. (29).jpg|mini|Orgelmotor mit Drosselventil]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kalkant&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Calcant&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|calcare}} „treten“), auch &amp;#039;&amp;#039;Balg-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Bälgetreter&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Orgeltreter&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Adelung-1793 |Lemma=Orgeltreter, der |Band=3 |Seite=615 |zenoID=20000347116}}&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt, ist ein Helfer, der durch das Bedienen von [[Blasebalg|Blasebälgen]] die Luftversorgung eines [[Orgel]]instruments sicherstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Kalkánt |Band=10 |Seite=480 |SeiteBis=480 |zenoID=20006858422}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen Jugendlichen in dieser Tätigkeit nannte man bisweilen &amp;#039;&amp;#039;Orgelbub&amp;#039;&amp;#039;, und wenn die Bälge gezogen statt getreten wurden, bezeichnete man den Kalkanten mitunter als &amp;#039;&amp;#039;Orgelzieher&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Orgelmelker&amp;#039;&amp;#039;. Bei [[Positiv (Musikinstrument)|Positiven]] oder [[Regal (Musikinstrument)|Regalen]] lassen sich die Bälge von einer Person per Hand bedienen, selten vom Spieler selbst. Große Orgeln benötigten zehn oder mehr Bälgetreter, die mit Händen, Füßen und ihrem ganzen Körpergewicht diesen Dienst verrichteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenheiten ==&lt;br /&gt;
Der Kalkant konnte in der Regel durch den sogenannten [[Calcanten-Glocke|Kalkantenruf]] (&amp;#039;&amp;#039;Calcanten-Glöcklein&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Adelung-1793 |Lemma=Calcant, der |Band=1 |Seite=1293 |zenoID=20000096199}}&amp;lt;/ref&amp;gt; darauf aufmerksam gemacht werden, dass er mit der Arbeit zu beginnen hatte. Dabei handelte es sich um einen [[Registerzug]], der mit einer Klingel in der Nähe der Balganlage verbunden war.&lt;br /&gt;
Bei Hofe waren stets Orgelbauer zugleich Kalkanten. In der Zeit z.&amp;amp;nbsp;B., als [[Graz]] Residenzstadt der Habsburger war (1379 bis 1619), gab es an deren erzherzoglicher Residenz fest angestellte Hofcalcanten, die die Orgeln und Tasteninstrumente der Hofkapelle und Hofkirche warten mussten, des Weiteren während der Musik die Calcantendienste leisteten bzw. organisierten.&amp;lt;ref&amp;gt;Otmar Heinz: &amp;#039;&amp;#039;Frühbarocke Orgeln in der Steiermark. Zur Genese eines süddeutsch-österreichischen Instrumententyps des 17. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Wien / Münster 2012, ISBN 978-3-643-50232-2, S. 111 (= Historische Landeskommission für Steiermark [Hrsg.]: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark&amp;#039;&amp;#039;, Band 53).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Orgelspieler war auf die pflichtbewusste und geschickte Ausführung der Tätigkeit des Kalkanten angewiesen. An unbedeutenderen Kirchen handelte es sich bei den Kalkanten oft um Schuljungen oder Bauern- und Handwerksburschen, die durch ihre Unzuverlässigkeit durch willkürliches Aussetzen mitunter komische Situationen verursachten. Andernorts wurden auch [[Konfirmand]]en mit dem Kalkantendienst betraut, so beispielsweise noch bis 1950 in der [[Carolinensieler Kirche]] in [[Ostfriesland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Seit Kirchengebäude an das [[Stromnetz]] angeschlossen sind, wurden nach und nach die Muskelkräfte der Kalkanten durch elektrisch betriebene [[Ventilator#Radial-/Zentrifugalventilator|Ventilatoren]] ersetzt. Diese im Organistenjargon „Orgelmotor“ genannten Ventilatoren werden meist mit [[Dreiphasenwechselstrom|Drehstrom]] betrieben und laufen, im Gegensatz zu früheren Modellen, fast geräuschlos. In Folge dieser Art der [[Elektrifizierung]] einer Orgel wurde dann meist ein einzelner Balg als Wind-Magazin weiterverwendet und vom Orgelmotor versorgt, alle anderen (Arbeits-)Bälge stillgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Restaurierung historischer Instrumente wird allerdings die alte „Lunge“ einer Orgel mit einbezogen, wobei die Bälge restauriert und, wenn verloren gegangen, rekonstruiert werden. Denn ein sog. „lebender Wind“ wird geschätzt und gehört zum Klangbild einer historischen Orgel. Daher kommt der von einem Kalkanten bereitgestellte Spielwind bei einschlägigen Konzerten und Tonträgeraufnahmen zum Einsatz. Ein so erzeugter Wind ist frei von motorischen Vibrationen oder Verwirbelungsgeräuschen, die manchmal im Hörbereich liegen. Im Gegensatz dazu kann ein aufmerksamer Zuhörer das „Atmen der Orgel“ hören, wenn der Kalkant die Bälge professionell betätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuerdings kommen bei Restaurierungen historischer Balganlagen &amp;#039;&amp;#039;Balgaufzugsmaschinen&amp;#039;&amp;#039; mit Getriebemotoren oder &amp;#039;&amp;#039;pumpende Balganlagen&amp;#039;&amp;#039; zum Einsatz: bei beiden Systemen werden alle Bälge abwechselnd, wie durch Kalkanten betätigt, in Bewegung gesetzt (z.&amp;amp;nbsp;B. bei der 2007 restaurierten [[Johann Dummel#Werkliste (Auswahl)|Dummel-Orgel]] in St. Leonhard ob Tamsweg,&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Vonbank: &amp;#039;&amp;#039;Restaurierbericht.&amp;#039;&amp;#039; Triebendorf 2007, S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder bei der 2009 restaurierten [[Kloster Vornbach#Orgel|Ignaz-Egedacher-Orgel]] in Vornbach).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.orgelbau.ch/op=801400 Informationen.] [[Orgelbau Kuhn]]; abgerufen am 25. Mai 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* Für eine genaue Beschreibung der Tätigkeit des Kalkanten unter Berücksichtigung der aufführungspraktischen Bedeutung siehe [[Windwerk]].&lt;br /&gt;
* Wolfgang Kunz: &amp;#039;&amp;#039;Unsichtbar und anonym. Zur Rechtsstellung der Kalkanten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Organ. Journal für die Orgel&amp;#039;&amp;#039;, 3/2024, S. 12–19.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Kunz: &amp;#039;&amp;#039;In der Gunst des Monarchen. Kalkanten an Hofkapellen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Organ.Journal für die Orgel&amp;#039;&amp;#039;, 4/2024, S. 52–55.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=WJ_FC97V4qk Video einer Kalkantin.] youtube.com; hier bedient während ihres Gesangs die niederländische Sängerin Lieselot De Wilde den Blasebalg. Dazu spielt Catalina Vicens auf einer nach einem Vorbild auf einem [[Jan van Eyck|Van-Eyck-Gemälde]] von 1432 gebauten Orgel.&lt;br /&gt;
* [https://www.katholisch.de/artikel/30965-baelgetreter-gloeckner-und-hundepeitscher-vergessene-kirchenberufe Vergessene Kirchenberufe.] katholisch.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4603838-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Musik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchliches Amt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Orgelwesen)|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Frau Nilsson</name></author>
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