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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kalfatern</id>
	<title>Kalfatern - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T10:46:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kalfatern&amp;diff=148230&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RAL1028: Änderung 265599342 von Ral1028\Holzbocksocke rückgängig gemacht;</title>
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		<updated>2026-03-26T00:00:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/265599342&quot; title=&quot;Spezial:Diff/265599342&quot;&gt;265599342&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Ral1028%5CHolzbocksocke&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Ral1028\Holzbocksocke&quot;&gt;Ral1028\Holzbocksocke&lt;/a&gt; rückgängig gemacht;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kalfatern.jpg|mini|Kalfatern und Pechen eines Holzschiffes, von links mit Dweiel, Kalfateisen und -hammer, Schaber]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kalfatern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Kalfaten&amp;#039;&amp;#039;, [[Arabische Sprache|arabisch]] &amp;#039;&amp;#039;kafr&amp;#039;&amp;#039; „[[Asphalt]]“ und &amp;#039;&amp;#039;kalafa&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Zur nicht unumstrittenen Wortgeschichte vgl. {{Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache |Stichwort=kalfatern |Abruf=2019-10-13}} und [[wikt:kalfatern|Wiktionary]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine Tätigkeit beim [[Schiffbau]], bei der die Nähte zwischen [[Holz|hölzernen]] Schiffsplanken mit faserigen [[Dichtmaterial]]ien wie [[Werg]] oder [[Baumwolle]] von außen (der Wasserseite) her durch Verpressen abgedichtet und mit [[Dichtstoff]]en wie [[Pech (Stoff)|Pech]] oder anderen, [[gummi]]artigen Produkten an der Außenseite abgeschlossen werden. In der Regel ist dabei der Schiffsrumpf im Trockenen aufgebockt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werg beziehungsweise die Baumwolle wird mit &amp;#039;&amp;#039;Kalfateisen&amp;#039;&amp;#039; unter Gebrauch eines &amp;#039;&amp;#039;Kalfathammers&amp;#039;&amp;#039; in die Nähte geschlagen &amp;#039;&amp;#039;(‚[[Verstemmen (Stopfen)|verstemmt]]‘)&amp;#039;&amp;#039;, bevor diese mit Pech oder mit einer Spezialgummimasse verschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werkzeuge ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Caulking tools.jpg|mini|Kalfaterwerkzeuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kalfathammer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (in einigen Quellen auch als &amp;#039;&amp;#039;Dichthammer&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Schiffstopfhammer&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet)&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Joachim Heinrich Campe: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der deutschen Sprache: S und T&amp;#039;&amp;#039; (nebst einer Beilage). 1819, {{archive.org|bub_gb_H5ZEAAAAcAAJ|Blatt=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; hat einen hölzernen zylindrischen Kopf mit einem Durchmesser von etwa sechs Zentimetern und einer Länge von zirka 20 bis 30 Zentimetern. Zum Schutz gegen Aufsplittern ist er mit mehreren Ringen aus Stahl versehen. Das beste Holz für den Kopf ist [[Guajak|Pockholz]], da es sehr hart und schwer ist und nicht leicht splittert. Da es schwer zu beschaffen ist, werden auch andere Harthölzer verwendet; in jüngerer Zeit werden auch Hämmer aus Kunststoff angeboten. Der Stiel besteht meist aus [[Eschenholz]]. An einem Ende ist er leicht verdickt, im Hammerkopf ist eine passende konische Bohrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalfateisen.jpg|mini|Kalfateisen („ein-Rabatt“)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kalfateisen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind aus geschmiedetem Stahl. Sie haben einen runden Kopf und sind vorne flach und breit geschwungen. Zum Einbringen des Wergs wird ein scharfes Eisen (Schöreisen) verwendet. Zum Verdichten gibt es Eisen verschiedener Stärken, die entsprechend der Fugenbreite gewählt werden. In der stumpfen Vorderkante befinden sich eine oder mehrere Rillen, die als &amp;#039;&amp;#039;Rabatte&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden. Sie sollen verhindern, dass das Werg beim Verdichten dem Eisen seitlich ausweicht. Zugleich ist die Zahl der Rillen ein Maß für die Dicke des Eisens. Dieses wird dementsprechend als „ein-Rabatt“, „zwei-Rabatt“ und so weiter bezeichnet. Gekröpfte Eisen werden verwendet, um schwierig zugängliche Stellen wie etwa den Übergang zwischen Deck und Aufbau zu bearbeiten. Schmale &amp;#039;&amp;#039;Butt-Eisen&amp;#039;&amp;#039; finden an den Plankenenden (Butten) Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kalfatkiste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird das Werkzeug und Werg aufbewahrt. Zusätzlich kann sie bei der Arbeit als Sitz und als Trittstufe dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dweiel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Dweidel) besteht aus einem Stück Wolle ähnlich dem Bommel einer Pudelmütze, der an einem Stab befestigt ist. Er dient dazu, das flüssige Pech in die Plankenzwischenräume zu schmieren. Wolle wird deshalb verwendet, weil sie hitzebeständiger ist als Kunststoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das eigentliche Kalfatern ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kalfatfuge verengt sich nach unten und endet etwa nach einem Drittel bis der Hälfte der Plankenstärke. Das Werg wird mit dem Schöreisen angesetzt, so dass das Ende nach unten hängt. Dann wird das Werg einige Zentimeter unter der Naht mit dem Eisen an die untere Planke gedrückt und nach oben in die Naht geschoben, so dass sich eine Schlaufe bildet, die dann mit dem Eisen und dem Kalfathammer eingeschlagen wird. Anschließend folgt das Verdichten mit einem stärkeren Eisen. Zum Abschluss wurden im Mittelalter die Kalfatnähte binnenbords mit &amp;#039;&amp;#039;Kalfatleisten&amp;#039;&amp;#039; abgedeckt (die bei der [[Bremer Kogge]] etwa aus gespaltenen Weidenruten bestanden).&amp;lt;ref&amp;gt;Maik-Jens Springmann: [https://epub.ub.uni-greifswald.de/frontdoor/deliver/index/docId/1881/file/Dissertation_Maik_Jens_Springmann_Bibliothek.pdf &amp;#039;&amp;#039;Schifffahrt und Schiffbau im Übergang zur Frühen Neuzeit im Ostseeraum – tradition versus innovation&amp;#039;&amp;#039;.] Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultät der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, 23. Mai 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Halten der Leisten dienten eiserne &amp;#039;&amp;#039;Kalfatklammern&amp;#039;&amp;#039;, die auch als &amp;#039;&amp;#039;Sinteln&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden. Deren Form und Anzahl ist ein archäologisches Hilfsmittel zur Datierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lda-lsa.de/landesmuseum_fuer_vorgeschichte/fund_des_monats/2010/november Fundbericht] des Landesdenkmalamtes für Sachsen-Anhalt, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie stark das [[Werg]] eingeschlagen wird, hängt von der Art des Fahrzeugs und der Feuchte des Holzes ab. Fischkutter sind zum Beispiel robuste Fahrzeuge und liegen das ganze Jahr über im Wasser, so dass die Planken beim Zuwasserlassen nicht weiter aufquellen werden. Daher wird das Werg sehr kräftig eingeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Booten, die längere Zeit an Land lagen, muss sehr viel vorsichtiger kalfatert werden. Zu starkes Verdichten lässt den Planken kein Spiel zum Quellen – in der Folge können sich [[Planke]]n von den [[Spant]]en ablösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Vergießen mit Pech ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vernet-port-Rochefort.jpg|mini|Kalfatern und Brennen der Schiffshülle im 18. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Albin-Koebis Kalfatern 2022.jpg|mini|Traditionsschiff &amp;#039;&amp;#039;Albin Köbis&amp;#039;&amp;#039; auf der [[Museumshafen Flensburg|Museumswerft]] in [[Flensburg]] zum Kalfatern]]&lt;br /&gt;
Auf Decks benutzt man hierzu eine mit heißem Pech gefüllte stählerne Tüte, deren Auslassdurchmesser durch ein vor dem Auslass sitzendes Eisen verändert werden kann. Ist diese nicht zur Hand, wird häufig eine alte Suppenkelle verwendet. Beim Arbeiten an Seiten und dem Boden des Schiffes ist ein Ausgießen wegen der Richtung der Schwerkraftswirkung nicht möglich, hier wird ein [[Dweil]] verwendet. Dieser wird in das heiße Pech getaucht, um dann mit einer Drehbewegung die Nähte so gut wie möglich aufzufüllen. Beim Verpechen kann es zu Unfällen durch Verbrennungen kommen. Die übergequollenen Ränder werden nach dem Erkalten mit einem Schaber abgekratzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Vergießen mit Kunststoffen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vergussmassen werden [[Polyurethan]]-Gummis (PU) und solche auf [[Silikone|Silikon]]-Basis verwendet. Silikon hat PU gegenüber den Nachteil, dass es sich weder schleifen noch lackieren lässt. Seine Elastizität ist allerdings deutlich höher, so dass das Arbeiten der Planken besser ausgeglichen werden kann. Gegenüber dem traditionellen Verpechen haben die Kunststoffe den Vorteil, dass sie sich deutlich einfacher, schneller und sauberer verarbeiten lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heute ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bau von arabischen [[Dau|Dhaus]] und anderen Holzschiffbauten im Bereich des Indischen Ozeans ist das Verfahren heute noch gebräuchlich. In Deutschland werden vorwiegend die wenigen noch vorhandenen Holzschiffe bei Reparaturarbeiten kalfatert, während Neubauten in klassischer Holzbauweise sehr selten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste seemännischer Fachwörter (A bis M)]] und [[Liste seemännischer Fachwörter (N bis Z)|(N bis Z)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.lda-lsa.de/landesmuseum_fuer_vorgeschichte/fund_des_monats/2010/november Fundbericht] des Landesdenkmalamtes für Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
* [http://www.archaeologie-krefeld.de/news/SchiffeMittelalter/schiff3karolinger.htm Im Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Kalfaterung&amp;#039;&amp;#039; wird ein archäologischer Befundbericht aus der Karolingerzeit aus Krefeld gegeben]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiffbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dichtungstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RAL1028</name></author>
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