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	<title>Kalanag - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kalanag&amp;diff=478125&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Histho: Link zur Dabeigewesenen-Datenbank aktualisiert, weil Webseite neue URL hat</title>
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		<updated>2026-01-27T12:08:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link zur Dabeigewesenen-Datenbank aktualisiert, weil Webseite neue URL hat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Zauberkünstler Kalanag. Informationen zum gleichnamigen Berg findet man unter [[Kalanag (Berg)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalanag mit Hitler.png|mini|hochkant=1.2|Kalanag (rechts) mit [[Adolf Hitler]] 1939]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kalanag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich Helmut Ewald Schreiber (* [[23. Januar]] [[1903]] in [[Stuttgart]];&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Leonhardskirche Stuttgart |url=https://www.ancestry.de/imageviewer/collections/61023/images/1055657-00375?usePUB=true&amp;amp;_phsrc=MIT720&amp;amp;_phstart=successSource&amp;amp;usePUBJs=true&amp;amp;pId=1258101 |titel=Taufregister |werk=Ancestry.de |datum=2008-11-15 |zugriff=2017-11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; † [[24. Dezember]] [[1963]] in [[Gaildorf]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Filmproduzent]] und [[Zauberkünstler|Amateurzauberkünstler]] in der [[Weimarer Republik]] und ab 1947 hauptberuflicher Zauberer, der Weltruhm erlangte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
Seit Jugendjahren widmete sich der Fabrikantensohn Schreiber der [[Zauberkunst]] und trat mit 16 Jahren in den [[Magischer Zirkel von Deutschland|Magischen Zirkel von Deutschland]] ein. Er besuchte in [[Stuttgart]] die Oberrealschule und studierte später an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität München]] und an der [[Technische Universität München|Technischen Hochschule München]]. Während seines Studiums der Philosophie in München organisierte er einen der ersten deutschen Zaubererkongresse. Gleichzeitig sammelte er Erfahrungen als Schauspieler und [[Dramaturg]] an den [[Münchner Kammerspiele]]n. Ab 1925 arbeitete er, vorgeblich promoviert, in der Filmindustrie in Berlin. Als [[Erste Filmaufnahmeleitung|Aufnahmeleiter]] war er ab 1926 unter anderem an den Stummfilmen &amp;#039;&amp;#039;Jagd auf Menschen&amp;#039;&amp;#039; (1926), &amp;#039;&amp;#039;Der Mann ohne Kopf&amp;#039;&amp;#039; (1927), &amp;#039;&amp;#039;Einer gegen Alle&amp;#039;&amp;#039; (1927), &amp;#039;&amp;#039;Die Pflicht zu schweigen&amp;#039;&amp;#039; (1928), &amp;#039;&amp;#039;Indizienbeweis&amp;#039;&amp;#039; (1928), &amp;#039;&amp;#039;Die Siegerin&amp;#039;&amp;#039; (1928), &amp;#039;&amp;#039;[[Ehe in Not]]&amp;#039;&amp;#039; (1929), &amp;#039;&amp;#039;[[Mutterliebe (1929)|Mutterliebe]]&amp;#039;&amp;#039; (1929), &amp;#039;&amp;#039;Die Herrin und ihr Knecht&amp;#039;&amp;#039; (1929) und &amp;#039;&amp;#039;[[Die kleine Veronika|Unschuld]]&amp;#039;&amp;#039; (1929) beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 wurde er Chefredakteur der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Magie&amp;#039;&amp;#039; des Magischen Zirkels. Seinen Künstlernamen wählte er nach dem Elefanten &amp;#039;&amp;#039;Kala Nag&amp;#039;&amp;#039; („Schwarze Schlange“) aus einem Kapitel von [[Rudyard Kipling]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Das Dschungelbuch#Kapitel 6. Toomai von den Elefanten (Toomai of the Elephants)|Dschungelbuch]]&amp;#039;&amp;#039;, bzw. nach dem Himalaya-Berg [[Kalanag (Berg)|Kalanag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner Kontakte zu [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda|Propagandaminister]] [[Joseph Goebbels]] machte er Karriere bei der [[Tobis-Tonbild-Syndikat|Tobis-Filmgesellschaft]]. Mit Anbruch des [[Tonfilm]]zeitalters stieg Schreiber zum [[Filmproduktionsleitung|Produktionsleiter]] auf, von 1930 bis 1934 war er außerdem als Motorradrennfahrer aktiv. Ab Herbst 1936 wirkte er als Herstellungsgruppenleiter, 1939 stieg er in die Verwaltungschefetage der Filmwirtschaft ein, im Juni 1942 schließlich wurde er Produktionschef der [[Bavaria Film|Bavaria]] und blieb es bis zum Kriegsende. Als Autor, Kameramann, Aufnahme- und Produktionsleiter zeichnete Schreiber insgesamt für 150 Filme verantwortlich. Am 27. April 1939 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 7.040.625).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/39520292&amp;lt;/ref&amp;gt; Schreiber verhinderte die Auflösung des Magischen Zirkels, der jedoch ab Juni 1936 im Rahmen der [[Gleichschaltung]] zwangsweise an die [[Reichskulturkammer]] ([[Reichstheaterkammer]], Fachgruppe Artistik) angegliedert wurde. Schreiber ließ sich von den Nationalsozialisten als Präsident des Magischen Zirkels (1936–1945) einsetzen, reduzierte die ursprünglich 1.373 Mitglieder auf 400 und unterband die Verwendung von [[Geschichte der Juden in Deutschland|jüdischen]] Kompositionen als Hintergrundmusik. Ohne Zugehörigkeit zum von Schreiber kontrollierten Zirkel hatten Zauberkünstler in Deutschland Auftrittsverbot, was zwangsläufig jüdische Zauberkünstler betraf. Demgegenüber verwandten sich nach dem Krieg jüdische Künstler für Kalanag und verwiesen darauf, dass er noch lange jüdisches Personal in Diensten der Bavaria hielt.&lt;br /&gt;
1936 wurde Schreiber mit dem [[Johann Nepomuk Hofzinser-Gedächtnisring|Hofzinser-Ring]] ausgezeichnet, den er 1948 an [[Ludwig Hanemann]] (Künstlername &amp;#039;&amp;#039;Punx&amp;#039;&amp;#039;) weitergab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44446485.html &amp;#039;&amp;#039;MAGIE / PUNX: Mann aus der Wolke.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]].&amp;#039;&amp;#039; 6/1950, 9. Februar 1950.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Anschluss Österreichs]] dehnte Schreiber seinen Einfluss auch nach dort aus. Schreiber wurde Direktor der [[Bavaria Film]] in München, zauberte vor öffentlichen Reden von Hitler und war 1939 Gast auf dessen [[Berghof (Obersalzberg)|Berghof]] in [[Obersalzberg]]. Schreiber pflegte Freundschaft mit [[Adolf Hitler|Hitlers]] persönlichem Adjutanten, [[SS-Gruppenführer]] [[Julius Schaub]], der Zauberveranstaltungen protegierte. Für Zauberkünstler ungewöhnlich, missbilligte Schreiber die öffentliche Aufklärung über betrügerische Tricks von [[Spiritismus|Spiritisten]] und drohte Verrätern sogar offen mit der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]. Diese Haltung mag mit Schreibers Freundschaft zum [[Der Polizeipräsident in Berlin|Berliner Polizeichef]] und [[Okkultismus|Okkultisten]] [[Wolf-Heinrich von Helldorff|Wolf-Heinrich Graf von Helldorff]] zusammenhängen, der seinerzeit den trickreichen Hochstapler [[Erik Jan Hanussen]] für einen echten [[Zauberer|Magier]] gehalten hatte. Schreiber propagierte den heute verbreiteten [[Zauberspruch]] [[Simsalabim]] als seine Kreation, den Historiker allerdings dem dänisch-amerikanischen Zauberkünstler [[Harry August Jansen]] (bekannt als &amp;#039;&amp;#039;Dante the Magician&amp;#039;&amp;#039;) zuschreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Richard Hatch (Zauberkünstler)|Richard Hatch]]: Das letzte Wort: in [[Magische Welt]], 52. Jahrgang, Heft 1 und 2, 2003, Seite 38 ff., 98 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsende ===&lt;br /&gt;
Gegen Kriegsende vermittelte Schreiber zwischen den [[Alliierte]]n und gesuchten [[Schutzstaffel|SS-Leuten]], die gegen freies Geleit Zugang zum legendären [[Raubgold]] anboten, das offiziell größtenteils als verschollen gilt. Als später die [[Militärpolizei]] Schreiber auf dem Bavaria-Gelände festnehmen wollte, erschien dieser in Gegenwart hoher [[Streitkräfte der Vereinigten Staaten|amerikanischer Militärs]], die ihn schützten. Als Präsident des Magischen Zirkels wurde er abgesetzt und erhielt von den Alliierten [[Berufsverbot (Deutschland)|Berufsverbot]]. Nach einem [[Entnazifizierung]]sverfahren flüchtete Schreiber in die [[britische Besatzungszone]] nach Hamburg, wo er bei einem Zauberfreund lebte, der als „König des Schwarzmarkts“ bekannt war und später wegen Diamantenschmuggels mit einem Schweizer Zauberkünstler verurteilt wurde. Kalanag logierte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Benöhr-Laqueur, Susanne |url=https://www.hagalil.com/2021/04/kalanag/ |titel=Kalanag - Manipulator par excellence |werk=haGalil |datum=2021-04-12 |abruf=2021-04-12 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in den Jahren 1948 bis circa 1951 bei Landgerichtsdirektor [[Richard Stoldt]], einem bekannten Hamburger NS-Juristen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://hamburg-ns-dabeigewesene.de/item/60 |titel=Richard Stoldt in &amp;#039;&amp;#039;Biografien-Datenbank: NS‑Dabeigewesene&amp;#039;&amp;#039;|abruf=2026-01-27 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In seinem Entnazifizierungsverfahren hatte Kalanag angegeben, dass er dem kommunistischen Widerstand in München geholfen habe. Diese Behauptung unterstützte der KPD-Funktionär und Staatsrat im bayerischen Innenministerium [[Ludwig Ficker]]. Ficker war im Jahre 1944 unter dem Namen Werner Ruf nach Deutschland eingeschleust worden, um den Widerstand in München zu koordinieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Benöhr-Laqueur, Susanne |url=https://www.hagalil.com/2021/04/kalanag/ |titel=Kalanag - Manipulator par excellence |werk=haGalil |datum=2021-04-12 |abruf=2021-04-12 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftswunderzeit ===&lt;br /&gt;
Da Schreiber in seiner bisherigen Branche Berufsverbot hatte, machte er sein Hobby im Jahr 1947 zum Beruf – zu einer Zeit, in der sich [[Nachkriegszeit in Deutschland|Nachkriegszeit]] zu [[Nachkriegsboom]] bzw. [[Wirtschaftswunder]] wandelte. Mit Unterstützung ehemaliger Tobis-Leute unterhielt er britische Besatzungssoldaten mit seiner &amp;#039;&amp;#039;Kalanag-Revue&amp;#039;&amp;#039; (nachdem er im NS-Reich, in dem nichtdeutsche Namen als Künstlernamen nicht opportun waren, unter seinem bürgerlichen Namen auftrat, nannte er sich jetzt wieder Kalanag), bestehend aus aufwändigen Großillusionen und leichtbekleideten Showgirls. Die Veranstaltungen fanden im [[Titania-Palast]] in Berlin-Steglitz  statt. Zu den bekanntesten Nummern gehörten neben vielen anderen die auf [[Jean Eugène Robert-Houdin]] zurückgehende und von [[David Devant]] großgemachte &amp;#039;&amp;#039;Magische Bar&amp;#039;&amp;#039;, bei der die ganze Vorstellung über aus einem einzigen Krug auf Zuruf jedes gewünschte Getränk ausgeschenkt wurde, sowie, dass er nach besonderen Kunststücken mit dem (redensartlich gewordenen) Spruch „Und das machen wir alles mit Wasser aus Indien“ aus einer nie versiegenden [[Karaffe]] einen Schwung Wasser auf die Bühne goss. Als Höhepunkt jeder Vorstellung ließ er von der hellerleuchteten Bühne nach einer Idee von [[Howard Thurston]] ein Auto verschwinden. Ein wichtiges Element seiner Shows war immer seine Frau (⚭ 1941) und Partnerin Gloria de Vos (Anneliese Voß) als seine Assistentin und Tänzerin. Für Exotik sorgte ein in einer Kiste erscheinender [[Gepard]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offiziell wurde nie bekannt, wie Schreiber die aufwändige Show im Nachkriegsdeutschland ohne Rücklagen finanziert hatte. Alleine die Kosten für das verschwindende Auto beliefen sich auf die damals außergewöhnlich große Summe von 10.000&amp;amp;nbsp;DM. Zauberkünstler wie [[Janos Bartl]] oder [[Fredo Marvelli]], denen Schreiber während der Zeit des Nationalsozialismus Schwierigkeiten gemacht hatte, riefen in Flugblättern zum Boykott seiner Shows auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalanags Verständnis zur Zauberkunst ===&lt;br /&gt;
Kalanag war stets bemüht, die Zauberkunst auf einer niveauvollen Ebene zu präsentieren. In seinem Programmheft von 1953 schreibt er: &amp;#039;&amp;#039;„Ich bin bemüht, die Magie mehr und mehr zu modernisieren, sie gesellschaftsfähig zu erhalten und sie als das zu geben, was sie ja wirkich ist und sein kann, nämlich ein Spiel und eine geistreiche künstlerische Unterhaltung.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Welttourneen ===&lt;br /&gt;
In den 1950er Jahren unternahm Kalanag mit seinem knapp 50-köpfigen Ensemble Tourneen durch Großbritannien, Schweden, Dänemark, Spanien, Südafrika, Brasilien, die USA, die Türkei, Österreich, die Schweiz und durch die DDR. Vom 2. bis zum 31. März 1960 trat er im [[Steintor-Varieté]] in Halle an der Saale, dem ältesten bekannten Varieté in Deutschland, und im Sommer im Zwickauer Groß-Varieté &amp;#039;&amp;#039;[[Lindenhof (Zwickau)|Lindenhof]]&amp;#039;&amp;#039; auf. Kalanag war damals weltweit der einzige Großillusionist, der noch mit einer derart aufwändigen Show tourte. Der Zauberhistoriker [[Richard Hatch (Zauberkünstler)|Richard Hatch]] wies darauf hin, dass die bereisten Länder auffällig zu den Banknoten passen, die 1945 mit dem Nazigold verschwunden waren. Angeblich soll die [[Central Intelligence Agency|CIA]] deswegen Kalanags Aktivitäten zeitlebens beobachtet haben. Vor und nach Kalanag hat niemals ein anderer deutscher Zauberkünstler das wirtschaftliche Risiko derart kostenintensiver Welttourneen auf sich genommen. Ende der 1950er Jahre ließ das Interesse an Varieté-Shows nach, was auch Schreiber in finanzielle Schwierigkeiten brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland-Fernsehen GmbH ===&lt;br /&gt;
In der kommerziellen Gesellschaft &amp;#039;&amp;#039;[[Freies Fernsehen Gesellschaft|Freies Fernsehen]]&amp;#039;&amp;#039; wurde Schreiber Unterhaltungschef. Die Gesellschaft sollte dem Aufbau der von [[Konrad Adenauer|Adenauer]] geplanten [[Deutschland-Fernsehen|Deutschland-Fernsehen GmbH]] dienen, die eine konservative Alternative zu den Rundfunkanstalten der [[ARD]] hätte bieten sollen. Das Projekt scheiterte jedoch am [[1. Rundfunk-Urteil]] des [[Bundesverfassungsgericht]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die späten Jahre ===&lt;br /&gt;
Obwohl Kalanag einen hohen Bekanntheitsgrad und entsprechenden Status erzielt hatte, vermochte er mit einer reduzierten Version seiner Revue nicht in gleichem Maße an seine Erfolge anzuknüpfen. Mitte der 1950er Jahre zog Schreiber von Hamburg in das württembergische Dorf [[Fornsbach]], wo seine Cousine Margarete Sedlmayer Grundstücke besaß und das Ausflugslokal „Erdbeer-Kalanag“ mit Blick auf den Waldsee und das Murrhardt-Tal führte. Hier baute er sich einen [[Bungalow]] mit Showbühne („Kalanag-Studio“). Am 23.&amp;amp;nbsp;Januar 1963 feierte er in größerem Rahmen seinen 60.&amp;amp;nbsp;Geburtstag, an Heiligabend 1963 starb er vermutlich an Herzversagen im Gaildorfer Krankenhaus. Laut seiner Tochter Brigitte Löser „lebte [er] sehr ungesund und hatte starkes Übergewicht“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalanag&amp;quot;&amp;gt;Elisabeth Klaper: &amp;#039;&amp;#039;Er faszinierte ein Millionenpublikum.&amp;#039;&amp;#039; In: Festschrift &amp;#039;&amp;#039;650 Jahre Fornsbach – Sonderveröffentlichung der Murrhardter Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 3. Juli 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seiner zwischenzeitlich von ihm geschiedenen Frau Gloria hinterließ er 500.000&amp;amp;nbsp;DM. Diese suchte zeitlebens einen größeren Geldschatz aus dem [[Raubgold|Nazigold]], von dem auch sie annahm, Schreiber habe ihn irgendwo versteckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein dokumentarischer Nachlass ging über [[Horst Müller (Magier)|Horst Müller]], den früheren Präsidenten des [[Magischer Zirkel von Deutschland|Magischen Zirkels von Deutschland]], an die [[Michael Sondermeyer|&amp;#039;&amp;#039;Stiftung Zauberkunst&amp;#039;&amp;#039;]].&amp;lt;ref&amp;gt;Annegret Schwegmann in &amp;#039;&amp;#039;Panorama&amp;#039;&amp;#039;, [[Westfälische Nachrichten|WN]]-Wochenendbeilage vom 6. März 2021: &amp;#039;&amp;#039;Kalanag – der zwielichtige Superstar der Nachkriegszeit&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Kalanag: &amp;#039;&amp;#039;Simsalabim wirbelt um die Welt. Ein magisches Buch voll Wunder, Schnurren und Sensationen.&amp;#039;&amp;#039; Schwerdtfeger, Karlsruhe 1949.&lt;br /&gt;
* Kalanag: &amp;#039;&amp;#039;Ein Magier erzählt sein Leben.&amp;#039;&amp;#039; Blüchert, Hamburg 1962.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
=== Ausstellung ===&lt;br /&gt;
* Seit April 2022 zeigt die Stadt Murrhardt eine ständige Kalanag-Ausstellung&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.murrhardt.de/aktuelles/Artikel?view=publish&amp;amp;item=article&amp;amp;id=5552&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vom 11. Mai bis 31. Oktober 2025 präsentiert das [[Zaubermuseum Bellachini]] die Ausstellung: &amp;#039;&amp;#039;Kalanag – Hinter den Kullissen von Simsalabim&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;https://hamburger-zaubermuseum.com/Aktuelles.html, abgerufen am 4. Mai 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentarfilm ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kalanag: Der Magier und der Teufel&amp;#039;&amp;#039;. Ein Film von [[Oliver Schwehm]], 2022. Produktion: Lunabeach TV &amp;amp; Media GmbH. Vertrieb: MFA Film Regensburg. Laufzeit: ca. 72 Min. + ca. 90 Min. Bonusmaterial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|11|44|45|Kalanag (eigentlich Helmut Schreiber)|Werner Geissler-Werry|105942960}}&lt;br /&gt;
* Douglas Botting, Ian Sayer: &amp;#039;&amp;#039;Nazigold – The Story of the World’s Greatest Robbery – and its Aftermath.&amp;#039;&amp;#039; London 1984, ISBN 0-586-05594-0.&lt;br /&gt;
* Richard Hatch: &amp;#039;&amp;#039;Kalanag and the Vanishing Banknotes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;MAGIC.&amp;#039;&amp;#039; 1989, S. 48. (englisch)&lt;br /&gt;
* [[Kay Weniger]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das große Personenlexikon des Films]]. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Band 7: &amp;#039;&amp;#039;R – T. Robert Ryan – Lily Tomlin.&amp;#039;&amp;#039; Schwarzkopf &amp;amp; Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3.&lt;br /&gt;
* Richard Hatch: &amp;#039;&amp;#039;Das letzte Wort.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Magische Welt]], 52. Jahrgang, Heft 1, 2003, Seite 38 und Heft 2, Seite 98.&lt;br /&gt;
* [[Wittus Witt]], Bernd Heller: &amp;#039;&amp;#039;Mein Präsident.&amp;#039;&amp;#039; In: Magische Welt, 52. Jahrgang, Heft 2,  2003, S. 101.&lt;br /&gt;
* Rolf Aurich: &amp;#039;&amp;#039;Kalanag. Die kontrollierten Illusionen des Helmut Schreiber.&amp;#039;&amp;#039; Verbrecher Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-95732-152-7.&lt;br /&gt;
* Benöhr-Laqueur, Susanne: [https://www.academia.edu/36572249/Kalanag_Artikel_2018_Benoehr_Laqueur &amp;#039;&amp;#039;Kalanag: Unergründlicher Opportunist und Antisemit?&amp;#039;&amp;#039;], überarbeiteter Vortrag, gehalten am 16. November 2016 auf dem Kalanag-Symposium in Nottuln, abrufbar auf &amp;#039;&amp;#039;[[academia.edu]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Malte Herwig]]: &amp;#039;&amp;#039;Der große Kalanag: wie Hitlers Zauberer die Vergangenheit verschwinden ließ und die Welt eroberte.&amp;#039;&amp;#039; Penguin Verlag, München 2021, ISBN 978-3-328-60054-1.&lt;br /&gt;
* Thomas Groh: [https://www.perlentaucher.de/im-kino/filmkritiken-zu-verzaubert-und-verdraengt-die-karriere-des-magiers-kalanag-von-oliver-schwehm-und-zu-der-irrtum-von-bruno-sukrow.html &amp;#039;&amp;#039;Verzaubert und verdrängt – Die Karriere des Magiers Kalanag&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[perlentaucher.de]]&amp;#039;&amp;#039; vom 25. März 2021, abgerufen am 26. März 2021.&lt;br /&gt;
* Wittus Witt: &amp;#039;&amp;#039;Kalanag – Hinter den Kulissen von Simsalabim&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Magische Welt, Hamburg, 2025, ISBN 978-3-947289-89-9&lt;br /&gt;
* [[Paul Kohl (Schriftsteller)|Paul Kohl]]: &amp;#039;&amp;#039;Da bin ich wieder&amp;#039;&amp;#039;, transkribierte Hörfunksendung in Heftform vom 23. Oktober 2011, SWR 2, erschienen im Verlag Magische Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|105942960}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.deutsches-theater.de/kalanag.html | wayback=20060716065425 | text=Deutsches Theater}}&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsches-tanzarchiv.de/archiv/nachlaesse-sammlungen/gloria-de-vos Gloria de Vos] auf den Seiten des [[Deutsches Tanzarchiv Köln|Deutschen Tanzarchivs Köln]]&lt;br /&gt;
* [https://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/pressemeldungen/daserste-verzaubert-verdraengt-kalanag-2021-108.html Pressemitteilung des SWR] zur Erstausstrahlung des Films &amp;#039;&amp;#039;Verzaubert und verdrängt – die Karriere des Magiers Kalanag&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Dokumentation &amp;#039;&amp;#039;[https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/geschichte-im-ersten/sendung/verzaubert-und-verdraengt-100.html Verzaubert und verdrängt – die Karriere des Magiers Kalanag]&amp;#039;&amp;#039; (2021), in der ARD Mediathek bis 22. März 2022 abrufbar.&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/geschichte/helmut-schreiber-alias-kalanag-der-magier-des-fuehrers-a-150d0b1a-f898-430c-8078-8386f5bb2cb2 Hokuspokus und »Heil Hitler!«]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=105942960|LCCN=no2016117884|VIAF=57088015}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zauberkünstler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmproduzent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Stummfilm)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudonym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kalanag&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schreiber, Helmut Ewald (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Filmproduzent und Zauberkünstler im Deutschen Reich und in der frühen Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Januar 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Dezember 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Gaildorf]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Histho</name></author>
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