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	<title>Kairos - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Marko Kafé: /* Weblinks */ Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2026-04-22T16:14:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Francesco Salviati 005-contrast.jpg|mini|Kairos auf einem Fresko von [[Francesco Salviati]] im Audienzsaal des [[Palazzo Sacchetti]] in Rom, 1552/54]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kairos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Καιρός|Kairós|de=das rechte Maß, die gute Gelegenheit}}) ist ein Begriff für den günstigen Zeitpunkt einer [[Entscheidung]], dessen ungenutztes Verstreichen nachteilig sein könnte. In der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] wurde der günstige Zeitpunkt als Gottheit personifiziert. Im [[Neues Testament|Neuen Testament]] bedeutet Kairos „die festgesetzte Zeit im Plan Gottes“, die Zeit, in der Gott handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kairos ist eines der drei Wörter, die die alten Griechen für „Zeit“ hatten; die anderen sind [[Chronos]] (χρόνος) und [[Äon (Philosophie)|Äon]] (aiṓn). Während sich Chronos auf die chronologische oder sequentielle Zeit bezieht,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=George Liddel, Robert Scott |url=https://www.perseus.tufts.edu/hopper/morph?l=xro%2Fnos&amp;amp;la=greek#Perseus:text:1999.04.0057:entry=xro/nos-contents |titel=Greek Word Study Tool |werk=perseus.tufts.edu |sprache=en |abruf=2023-10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet Kairos einen geeigneten oder günstigen Zeitpunkt für eine Handlung. Während Chronos quantitativ ist, hat Kairos einen qualitativen, dauerhaften Charakter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Henry George Liddell, Robert Scott |url=https://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.04.0057%3Aentry%3Dkairo%2Fs1 |titel=A Greek-English Lexicon |werk=perseus.tufts.edu |sprache=en |abruf=2023-10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;aiṓn&amp;#039;&amp;#039; ([[Äon (Philosophie)|Äon]]) bezeichnet das individuelle ‚Leben‘ oder die ‚Lebenszeit‘, dann auch eine ‚sehr lange, unbegrenzte Zeit‘, ein ‚Zeitalter‘ oder ‚die Ewigkeit‘.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe z. B. &amp;#039;&amp;#039;[[Homerische Hymnen|Homerische Hymne]] an [[Hermes]]&amp;#039;&amp;#039; 42.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprünge ==&lt;br /&gt;
In seinen etymologischen Studien über das Wort aus dem Jahr 1951 führt der britische [[Altphilologe]] [[Richard Broxton Onians]] (1899–1986) die primäre Wurzel auf altgriechische Assoziationen mit [[Bogenschießen]] und [[Weben]] zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Richard Broxton Onians |Titel=The Origins of European Thought: About the Body, the Mind, the Soul, the World, Time, and Fate |Verlag=Cambridge University Press. |Ort=Cambridge |Datum=1951 |Sprache=en |ISBN=9781107648005 |Seiten=343-348}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Bogenschießen bezeichnet Kairos den Moment, in dem ein Pfeil mit ausreichender Kraft abgeschossen werden kann, um ein Ziel zu durchdringen. Beim Weben beschreibt Kairos den Moment, in dem das Schiffchen durch die Fäden des Webstuhls geführt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hunter W. Stephenson |Titel=Forecasting Opportunity: Kairos, Production, and Writing |Verlag=University Press of America |Ort=Oxford |Datum=2005 |Sprache=en |Seiten=4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rhetorik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Francesco Salviati - Il Tempo Opportuno.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Il Tempo Opportuno&amp;#039;&amp;#039;, Fresko von [[Francesco Salviati]] (1543–1545), Sala dell’Udienza, [[Palazzo Vecchio]], [[Florenz]]]]&lt;br /&gt;
Kairos als Gottheit erfuhr keine allgemeine kultische Verehrung; der spätere, von [[Pausanias]] (um 115 – um 180) bezeugte Kult in [[Olympia (Griechenland)|Olympia]] stellt eine Ausnahme dar. Daher war auch der (nicht erhaltene) &amp;#039;&amp;#039;Hymnos auf den Kairos&amp;#039;&amp;#039; des Tragödiendichters [[Ion von Chios]] (um&amp;amp;nbsp;480 – 423/422 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) thematisch bemerkenswert. Denn insgesamt ist Kairos mehr ein intellektuelles Konzept und nur selten als Personifikation eine Gottheit.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pausanias]] 5,14,9. – {{Literatur | Autor=[[Albin Lesky]] | Titel=Geschichte der griechischen Literatur | Auflage=3 | Verlag=Francke Verlag | Ort=Bern/München | Datum=1971 | Kommentar=Nachdruck: K.&amp;amp;nbsp;G. Saur Verlag, München 1999 | Seiten=463 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Ion von Chios und [[Pindar]],&amp;lt;ref&amp;gt;Pindar, Pythische Oden 1,81. – Zu der Stelle: {{Literatur | Autor=William H. Race | Titel=Rhetoric and Lyric Poetry | Hrsg=Ian Worthington | Sammelwerk=A Companion to Greek Rhetoric | Reihe=Blackwell Companions to the Ancient World | Verlag=Blackwell Publishing | Ort=Malden/Oxford/Victoria | Datum=2007 | Sprache=en | ISBN=978-1-4051-2551-2 | Seiten=509–525, hier S. 517 }} &amp;lt;/ref&amp;gt; die beide im 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. tätig waren, galt dem Kairos besonders im 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert verstärkte Aufmerksamkeit: [[Gorgias von Leontinoi]] (um&amp;amp;nbsp;485 – um&amp;amp;nbsp;385 v.&amp;amp;nbsp;Chr.), der „Vater“ der Sophistik,&amp;lt;ref&amp;gt;Philostrat, &amp;#039;&amp;#039;Leben der Sophisten&amp;#039;&amp;#039; 1,9,1.&amp;lt;/ref&amp;gt; soll in seinem Rhetorik-Handbuch &amp;#039;&amp;#039;(Techne)&amp;#039;&amp;#039; darüber geschrieben haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Gorgias, Fragment B 13 (Diels/Kranz), von diesen Herausgebern der &amp;#039;&amp;#039;Techne&amp;#039;&amp;#039; zugeordnet. Thomas Habinek versteht die Angabe als separaten „treatise on kairos“. – {{Literatur | Autor=[[Albin Lesky]] | Titel=Geschichte der griechischen Literatur | Auflage=3 | Verlag=Francke Verlag | Ort=Bern/München | Datum=1971 | Kommentar=Nachdruck: K.&amp;amp;nbsp;G. Saur Verlag, München 1999 | Seiten=399 }} – {{Literatur | Autor=Thomas Habinek | Titel=Ancient Rhetoric and Oratory | Reihe=Blackwell introductions to the classical world | Verlag=Blackwell Publishing | Ort=Malden/Oxford/Victoria | Datum=2005 | Sprache=en &amp;lt;!-- | ISBN=0-631-23514-0 und 0-631-23515-9 --&amp;gt; | Seiten=86 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seither gehört die Vorstellung vom Kairos als der sich bietenden Gelegenheit, die der Redner erkennen und ergreifen müsse, auf die er flexibel einzugehen verstehen müsse und für die er die in der Situation angemessenen Worte finden müsse, zu den Lehrinhalten der [[Griechische Rhetorik|griechischen Rhetorik]] ([[Isokrates]], [[Aristoteles]]). &amp;lt;!-- Auch Pseudo-Aristoteles, &amp;#039;&amp;#039;Rhetorica ad Alexandrum.&amp;#039;&amp;#039; – Die (vor allem angelsächsische) philologische Fachliteratur ist voll davon. --&amp;gt; In der 2.&amp;amp;nbsp;Hälfte des 4. Jahrhunderts entstand dann auch Lysipps statuarische Darstellung des personifizierten Kairos mit der Frisur und den Attributen voller Symbolik.&amp;lt;ref&amp;gt;Eine gute Übersicht zu den Reliefrepliken nach dieser verlorenen Bronzestatue und zur übrigen Ikonographie des Kairos bietet: {{Literatur | Autor=Paolo Moreno | Titel=Kairos | Sammelwerk=[[Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae]] | Band=5 | Verlag=Artemis Verlag | Ort=Zürich/München | Datum=1990 | Sprache=it | ISBN=3-7608-8751-1 | Seiten=920–926 Taf. 597–598 }} &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie ==&lt;br /&gt;
Anders als Chronos, der griechische Gott der Zeit, spielt Kairos in der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] keine oder allenfalls eine kleine Nebenrolle. Ion von Chios (490–421 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) nannte ihn zwar in seinem Hymnos ([[Hymne]]) den „jüngsten Sohn des Zeus“&amp;lt;ref&amp;gt;{{RE|XX,1|1508|1521|Kairos 1|[[Hans Lamer]]|RE:Kairos 1||Fundstelle=hier Sp. 1508 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pausanias&amp;quot;&amp;gt;Pausanias 5,14,9&amp;lt;/ref&amp;gt; – eine poetische Erfindung, aber kein Beleg für eine [[Olympische Götter|olympische Genealogie]]. Erst durch die bronzene Plastik des [[Lysipp]], Hofbildhauer [[Alexander der Große|Alexander des Großen]], erhielt Kairos eine späte Aufnahme in den olympischen Götterhimmel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kult des Kairos ist einzig an dem – nicht erhaltenen – Altar des Kairos in [[Olympia (Griechenland)|Olympia]] überliefert, der in der Nähe eines [[Hermes]]-Altars aufgestellt war, wie Pausanias berichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pausanias&amp;quot; /&amp;gt; Allerdings zeugen Nachbildungen des Lysipp’schen Kairos von einem verbreiteten Kairos-Kult vom [[Hellenismus]] bis in [[Ostrom|oströmische]] Zeit. In der [[Ikonologie]] rückt Kairos zunehmend nicht nur in die Nähe von Hermes, dem schnellen Götterboten, sondern auch von [[Tyche]], der Fügung des Zufalls, und der [[Nemesis]], die die menschliche [[Hybris]] bestraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Poseidippos]] von Pella (3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.) hat in seinen [[Epigramm]]en aus Olympia auch einen Dialog des Betrachters mit Kairos verfasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Griechische Anthologie]] 16,275.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Kairos-Relief von Lysippos, Kopie in Trogir.jpg|mini|Kairos-Relief von [[Lysippos]], Kopie in [[Trogir]]]]&lt;br /&gt;
{{Zitat|&amp;#039;&amp;#039;Wer bist du?&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Kairos, der alles bezwingt!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Warum läufst du auf Zehenspitzen?&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich, der Kairos, laufe unablässig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Warum hast du Flügel am Fuß?&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich fliege wie der Wind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Warum trägst du in deiner Hand ein spitzes Messer?&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um die Menschen daran zu erinnern, dass ich spitzer bin als ein Messer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Warum fällt dir eine Haarlocke in die Stirn?&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Damit mich ergreifen kann, wer mir begegnet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Warum bist du am Hinterkopf kahl?&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn ich mit fliegendem Fuß erst einmal vorbeigeglitten bin,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wird mich auch keiner von hinten erwischen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sehr er sich auch bemüht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Und wozu schuf dich der Künstler?&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Euch Wanderern zur Belehrung.|Gründel 1996. Sp. 1131}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Redensart]], „die Gelegenheit beim [[Haar|Schopf]]“ zu packen, wird auf diese Darstellung des Gottes zurückgeführt: Wenn die Gelegenheit vorbei ist, kann man sie am kahlen Hinterkopf nicht mehr fassen.&lt;br /&gt;
Die Redensart „auf Messers Schneide“ stammt von Darstellungen des Kairos mit einer Waage, die auf einer Rasierklinge balanciert.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste griechischer Phrasen/Gamma#Γίγνωσκε καιρόν.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophie ==&lt;br /&gt;
Im älteren [[Altgriechische Sprache|Altgriechischen]] wird der Ausdruck Kairos als der rechte Zeitpunkt erfasst. Er steht im Gegensatz zum langen Zeitabschnitt &amp;#039;&amp;#039;[[Chronos]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|χρόνος|chrónos}}) und zum &amp;#039;&amp;#039;[[Tag]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|ἡμέρα|hēméra}}). Erstmals wurde diese Besonderheit der ältestgriechischen Zeitauffassung problematisiert durch einen Aufsatz von [[Hermann Fränkel]] (1931). Kritisch weitergeführt wurde die Debatte u.&amp;amp;nbsp;a. von [[Michael Theunissen]] in einer Auseinandersetzung mit der Lyrik [[Pindar]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im antiken Griechenland wurde der Kairos von den beiden wichtigsten Denkschulen auf dem Gebiet der Rhetorik verwendet, die sich speziell mit der Frage beschäftigten, wie der Kairos auf Reden anzuwenden ist. Die konkurrierenden Schulen waren die der [[Sophisten]] und ihrer Gegenspieler, angeführt von Philosophen wie Aristoteles und [[Platon]]. Die Sophisten betrachteten die Rhetorik als eine Kunstform. John Poulakos definiert die Rhetorik aus der Sicht der Sophisten wie folgt: „Rhetorik ist die Kunst, die in günstigen Momenten das Angemessene zu erfassen sucht und versucht, das Mögliche anzudeuten.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=John Poulakos |Titel=Toward a Sophistic Definition of Rhetoric |Sammelwerk=Philosophy and Rhetoric |Band=1 |Nummer=16 |Datum=1983 |Sprache=en |Seiten=35–48 |Kommentar=Texturfassung en-WP 10.23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aristoteles und Platon hingegen betrachteten die sophistische Rhetorik als ein Mittel, um andere zu manipulieren, und kritisierten diejenigen, die sie lehrten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Aristoteles und seine Anhänger erörtern in ihren Lehren die Bedeutung des Kairos. In seiner Rhetorik verwendet Aristoteles die Idee des Kairos unter anderem in Bezug auf die Besonderheit jeder rhetorischen Situation. Aristoteles war der Ansicht, dass jede rhetorische Situation anders ist und daher zu diesem Zeitpunkt auch andere rhetorische Mittel eingesetzt werden müssen. Einer der bekanntesten Abschnitte in Aristoteles’ [[Rhetorik (Aristoteles)|Rhetorik]] ist die Erörterung der Rolle von [[Pathos]], [[Ethos]] und [[Logos]]. Aristoteles verknüpft den Kairos mit diesen Begriffen und behauptet, dass es in jeder rhetorischen Situation Zeiten gibt, in denen eines der Mittel vor den anderen eingesetzt werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=James Kinneavy; Catherine Eskin |Titel=Kairos in Aristotle&amp;#039;s Rhetoric |Sammelwerk=Written Communication |Band=3 |Nummer=17 |Datum=2000 |Sprache=en |Seiten=432–444. |Kommentar=Texturfassung en-WP 10.23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Aristoteles ist Kairos „das Gute in der Zeit“. Für den Philosophen [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=G. W. F. Hegel |Titel=Vorlesungen über die Ästhetik. |Hrsg=E. Moldenhauer, K. M. Michel |Band=13 |Seiten=46}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (1770–1831), den letzten Vertreter des [[Deutscher Idealismus|deutschen Idealismus]], und für [[John Dewey]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=John Dewey |Titel=Art as Experience |Verlag=Carbondale |Datum=1987 |Sprache=en |Seiten=97, 246, 143}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (1859–1952), einen Vertreter des amerikanischen [[Pragmatismus]], muss zwischen dem qualitativen Charakter des Kairos und seiner Entstehung unterschieden werden. So ist Kairos auch das Ergebnis von vorangegangenen Mühen, Praxis und Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den italienischen Philosophen und Essayisten [[Giorgio Agamben]] ist der Kairos die Zeit der [[Messianische Bewegungen|messianischen]] Erfüllung/Außerkraftsetzung des Gesetzes, in welcher der Chronos „gestaucht“ wiederholt wird. [[Antonio Negri]] und [[Michael Hardt (Literaturtheoretiker)|Michael Hardt]] verwenden ihn für ihre [[Operaismus#Postoperaismus|postoperaistische]] (neomarxistische Strömung und soziale Bewegung) Revolutionstheorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Philosophie]] ist es der entscheidende Augenblick selbst, in der [[Religion]] steht Kairos auch für die Entscheidung zwischen [[Glaube (Religion)|Glaube]] und [[Unglaube]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christliche Theologie ==&lt;br /&gt;
In [[Bibel|biblischen Texten]] wird das Wort Kairos für einen von [[Gott]] gegebenen Zeitpunkt, eine besondere Gelegenheit, den Auftrag zu erfüllen, verwendet. [[Datei:Printer&amp;#039;s Device for Andreas Cratander, by Hans Holbein the Younger.jpg|mini|Druckermarke für den Drucker Andreas Cratander, 1522]]Im [[Neues Testament|Neuen Testament]] bedeutet Kairos „die festgesetzte Zeit im Plan Gottes“, die Zeit, in der Gott handelt (z. B. Markus 1,15: der Kairos ist erfüllt und das [[Reich Gottes]] ist nahe). „Kairos“ wird im Neuen Testament 86 Mal verwendet&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://biblehub.com/greek/2540.htm |titel=Bible Hub - 2540. kairos |werk=biblehub.com |sprache=en |abruf=2023-10-14 |kommentar=Texturfassung en-WP 10.23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und bezieht sich dort auf einen günstigen Zeitpunkt, einen Augenblick oder eine Zeit im Jahr wie eine Erntezeit (Matthäus 21,34), während Chronos 54 Mal verwendet wird&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://biblehub.com/greek/5550.htm |titel=Bible Hub - 5550. chronos |werk=biblehub |sprache=en |abruf=2023-10-14 |kommentar=Texturfassung en-WP 10.23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und sich auf eine bestimmte, eher quantitative Zeitspanne bezieht, z. B. einen Tag oder eine Stunde (z. B. [[Apostelgeschichte des Lukas|Apostelgeschichte]] 13,18 und 27,9). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen]] und katholischen Kirchen des Ostens ruft der [[Diakon]] vor Beginn der Göttlichen Liturgie dem Priester zu: „Kairos tou poiēsai tō Kyriō“ (Καιρὸς τοῦ ποιῆσαι τῷ Κυρίῳ), d. h. „Es ist Kairos, dass der Herr handelt“, was darauf hinweist, dass die Zeit der Liturgie ein Schnittpunkt mit der [[Ewigkeit]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der lutherische Theologe und [[Religionsphilosoph]] [[Paul Tillich]] hat den Begriff in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;The Interpretation of History&amp;#039;&amp;#039; prominent verwendet. Für ihn sind die Kairoi jene Krisen in der Geschichte, die eine Gelegenheit für eine existenzielle Entscheidung des menschlichen Subjekts schaffen und diese auch einfordern – das Kommen Christi ist das beste Beispiel dafür (vgl. [[Karl Barth]]s Verwendung von Geschichte im Gegensatz zu Historie). Im Kairos-Dokument, einem Beispiel für die Befreiungstheologie in [[Südafrika]] unter der [[Apartheid]], wird der Begriff Kairos verwendet, um „die festgesetzte Zeit“, „die entscheidende Zeit“ zu bezeichnen, in die das Dokument oder der Text gesprochen wird. Paul Tillich verwendet den Begriff im 20. Jahrhundert auch für seine [[Sozialismus|sozialistische]] Geschichtsphilosophie. [[Immanuel Wallerstein]] nimmt ihn in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Unthinking Social Science&amp;#039;&amp;#039; wieder auf, um eine [[postmoderne]] Theorie gesellschaftlichen Wandels zu formulieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Psychologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kairos ist ein Begriff, den [[C. G. Jung|Carl-Gustav Jung]] bei der Ausarbeitung seines Konzepts der [[Synchronizität]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. G. (Carl Gustav), Jung und Pflieger-Maillard |Titel=Syncronicité et Paracelsica |Verlag=Albin Michel |Datum=1988 |Sprache=fr |ISBN=2-226-02820-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; verwendet hat. Kairos ist der Moment, in dem das Bewusstsein eines Individuums eine besondere Sensibilität für das gleichzeitige Auftreten zweier zufälliger Ereignisse zum Ausdruck bringt. Die Person stellt in diesem Moment aufgrund eines Zustands ihres Bewusstseins eine Verbindung zwischen diesen beiden Ereignissen her. Die Koinzidenz, die dann als Übereinstimmung wahrgenommen wird, wird für die Person, die sie erlebt, bedeutungsvoll. Die vom Klienten berichtete Kairos-Erfahrung ist ein spezifisches Ereignis innerhalb des psychotherapeutischen Prozesses. Die Kairos-Erfahrung, die der Klient erfährt, ist dann für den Psychotherapeuten ein besonderes Ereignis.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=H.F. Ellenberger |Titel=Développement historique de la notion de processus psychothérapique |Sammelwerk=Psychotherapy and Psychosomatics |Band=29 |Datum=1978 |Sprache=fr |ISSN=1423-0348 |Seiten=1–12 |Kommentar=Texturfassung fr-WP 10.23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung in der bildenden Kunst ==&lt;br /&gt;
Urbild aller Kairos-Darstellungen ist die verschollene Bronzeplastik des [[Lysipp]] aus Olympia, von der nur noch Bruchstücke einer römischen Marmorkopie erhalten sind.&amp;lt;!---Quelle wird nachgeliefert---&amp;gt; Ein in Turin aufbewahrtes Marmorrelief nach Lysipp zeigt den Gott als weit ausschreitenden, nackten Jüngling mit lockigem Haar und kahlgeschorenen Hinterkopf. Flügel wachsen ihm aus Schulter und Fersen. In seiner Linken trägt er eine [[Balkenwaage]], während der Zeigefinger der rechten Hand auf die sinkende rechte Waagschale hinweist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.sikyon.com/sicyon/lysippos/lysip_egpg07.html | wayback=20130514155243 | text=Abbildung des Turiner Reliefs u.&amp;amp;nbsp;a.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach diesem Vorbild sind einige Darstellungen auf antiken Siegeln und Sarkophagen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Relief weicht in einigen Punkten von der Beschreibung des Pausanias ab: Es fehlt das Messer, &amp;lt;!-- Wirklich? Wo? auf dem Relief oder bei Pausanias? --&amp;gt; Flügel an der Schulter werden nicht erwähnt. Auch bei anderen Attributen gibt es im Lauf der Zeit Veränderungen, so wird Kairos gelegentlich auf [[Rad (Heraldik)#Flügelrad|Flügelrädern]], einem Attribut der Göttin des gerechten Zorns und der ausgleichenden Gerechtigkeit ([[Nemesis]]), oder balancierend auf einer Kugel wie [[Fortuna]] dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Mindestens --&amp;gt;Seit der Spätantike&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ausonius (Dichter)|Ausonius]], Epigramm 11 (Schenkl). &amp;lt;!-- Es scheint keine einheitliche Zählung der Epigramme zu geben: Nr. 11 in der MGH-Ausgabe von Schenkl (1883) = Nr. 12 in der kommentierten Ausgabe von Green (1991) = Nr. 33 in der Loeb-Ausgabe von White (1921). --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; konnte Kairos auch als &amp;#039;&amp;#039;Occasio&amp;#039;&amp;#039;, die günstige Gelegenheit – theologisch auch die „Gelegenheit zur Sünde“ – als weibliche [[Personifikation]] latinisiert werden. Die Vorstellung, dass Occasio vorne einen Haarschopf trage und hinten kahl sei, findet sich auch noch in den mittelalterlichen &amp;#039;&amp;#039;[[Carmina Burana]].&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Carmina Burana&amp;#039;&amp;#039; 16 &amp;#039;&amp;#039;(Fortune plango vulnera),&amp;#039;&amp;#039; Verse 5–8: „verum est, quod legitur&amp;amp;nbsp;/ fronte capillata,&amp;amp;nbsp;/ sed plerumque sequitur&amp;amp;nbsp;/ Occasio calvata.“ – Dieses Gedicht wurde auch von [[Carl Orff]] in seinen &amp;#039;&amp;#039;[[Carmina Burana (Orff)|Carmina Burana]]&amp;#039;&amp;#039; vertont. &amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Beispiel aus der bildenden Kunst der [[Renaissance]] ist [[Hans Holbein der Jüngere|Holbeins]] [[Druckermarke]] für den Basler Drucker [[Andreas Cratander]] von 1522. Hier ist eine junge Frau mit wallender Haarpracht und kahlem Hinterkopf dargestellt. Sie hält ein Messer und tänzelt mit [[Flügelschuhe]]n auf einer Kugel. In dieser Darstellung werden [[Attribut (Kunst)|Attribute]] von [[Fortuna]] und Kairos vereint.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anja Wolkenhauer |Titel=Zu schwer für Apoll. Die Antike in humanistischen Druckerzeichen des 16. Jahrhunderts |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Harrassowitz |Ort=Wiesbaden |Datum=2002 |ISBN=3-447-04717-8 |Seiten=216-225}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Kairos-Relief (Torcello)|Kairos-Relief]] befindet sich in der Kirche [[Santa Maria Assunta (Torcello)|Santa Maria Assunta]] auf der Insel [[Torcello]] in der Lagune von [[Venedig]]. Dargestellt ist Kairos als bartloser junger Mann, bekleidet mit einem Schurz (Perizoma) und folgenden Attributen: Waage, Messer und geflügelten Räderschuhen. Seine Attribute sind der antiken Literatur entnommen. Abweichend von dieser Tradition ist das Messer jedoch kein antikes Rasiermesser, sondern eine Art Schwert, das über dem Kopf geschwungen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dietrich Boschung |Titel=Werke und Wirkmacht |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum= |ISBN= |Seiten=193}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Kairos-Denver-2017-DSCF1901-Wiki.jpg|zentriert|mini|540x540px|Modernes Kairos-Relief vom niederländischen Künstler [[Janny Brugman-de Vries]] am ehemaligen Alexander-Hegius-Turnhalle am Nieuwe Markt in [[Deventer]] in den Niederlanden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Alexander Neupert-Doppler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Gelegenheit ergreifen. Eine politische Philosophie des Kairós.&amp;#039;&amp;#039; Mandelbaum Verlag, Wien 2020, ISBN 978-3-85476-696-4.&lt;br /&gt;
* [[Alf Christophersen]]: &amp;#039;&amp;#039;Kairos. Protestantische Zeitdeutungskämpfe in der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur historischen Theologie, Band 143).&amp;#039;&amp;#039; [[Habilitationsschrift]] an der [[Universität München]] 2002. Mohr Siebeck, Tübingen 2008, ISBN 978-3-16-149567-0. &lt;br /&gt;
* Klaus P. Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Heute, wenn ihr Seine Stimme hört. Beiträge zu einer Theologie des Kairós.&amp;#039;&amp;#039; Passagen, Wien 1998, ISBN 3-85165-299-1.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Fränkel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeitauffassung in der archaischen griechischen Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Beilagenheft zur &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; 25, Hamburg, 1931, S. 97–118.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Georg Gadamer]]: &amp;#039;&amp;#039;Kairos. Ein Diskurs über die Gunst des Augenblicks und das weise Maß.&amp;#039;&amp;#039; Radiointerview von Bernd H. Stappert, SWR 1989, Auditorium ‚Netzwerk‘, Original-Vorträge, Jokers Hörsaal, auf der CD: Hans-Georg Gadamer: &amp;#039;&amp;#039;Von der Lust am Dialog.&amp;#039;&amp;#039; (2008).&lt;br /&gt;
* {{RE|X,2|1508|1521|Kairos|[[Hans Lamer]]|RE:Kairos 1}}&lt;br /&gt;
* [[Johannes Gründel]]: &amp;#039;&amp;#039;Kairos.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon für Theologie und Kirche]].&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Hermeneutik bis Kirchengemeinschaft.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg im Breisgau 1996, ISBN 3-451-22005-9, Sp. 1129–1131.&lt;br /&gt;
* [[C. G. Jung]]: &amp;#039;&amp;#039;Synchronizität, Akausalität und [[Okkultismus]]. (= Taschenbuchausgabe, Band 5.)&amp;#039;&amp;#039; dtv, München 2001, ISBN 3-423-35174-8. &lt;br /&gt;
* James L. Kinneavy, C. R. Eskin: &amp;#039;&amp;#039;Kairos.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gert Ueding]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Rhetorik]].&amp;#039;&amp;#039; Band 4, Darmstadt 1998, Sp. 836–844.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Kreppel]]: &amp;#039;&amp;#039;Kairos und Sozialismus. Fragen an die Geschichtstheologie Paul Tillichs.&amp;#039;&amp;#039; In: Richard Faber (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sozialismus in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1994, ISBN 3-88479-731-X, S. 199–214&lt;br /&gt;
* Karl Hofmann: &amp;#039;&amp;#039;Kairos. Navigator der menschlichen Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Hernoul-le-Fin, Augsburg 2010, ISBN 978-3-933309-99-0.&lt;br /&gt;
* {{LIMC|5|920|926|Kairos|Paolo Moreno}}&lt;br /&gt;
* {{Roscher|2,1|897|901|Kairos|[[Bruno Sauer]]|}}&lt;br /&gt;
* [[Michael Theunissen]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Pindar]]. Menschenlos und Wende der Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-46169-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|καιρός}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Occasio|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.theoi.com/Daimon/Kairos.html Kairos im Theoi Project] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://archiv.fridericianum-kassel.de/ausst/chronos/chronos.html Zur Geschichte des Begriffs Kairos]&lt;br /&gt;
*[https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/kairos-oder-die-gunst-der-stunde/1594604 Kairos - Oder die Gunst der Stunde]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitpunkt]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Marko Kafé</name></author>
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