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	<title>Kafiristan - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T17:37:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kafiristan&amp;diff=107324&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2023-04-02T20:20:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:AfghanistanNurestan.png|mini|Kafiristan]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kafiristan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{faS|کافرستان&amp;amp;lrm;|DMG=kāfiristān|de=Land der Ungläubigen}}) ist die alte Bezeichnung für die Gegend um [[Nuristan]], eine Provinz im Nordosten [[Afghanistan]]s. Allerdings erstreckte sich Kafiristan über eine größere Fläche als das heutige Nuristan und reichte bis in den pakistanischen [[Chitral (Distrikt)|Chitral-Distrikt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grenzen Kafiristans waren aufgrund der schwer zugänglichen Lage nie genau definiert, erstreckten sich aber im Osten bis ins heutige [[Pakistan]]. Solange es keine genauen Grenzen gab, war die Region fest in der Hand der Kafiri ([[Nuristani]]) und ein Zentrum des antiislamischen Widerstands. 1893 jedoch gab das [[Britisches Weltreich|Britische Empire]] nach zwei verlorenen [[Anglo-Afghanische Kriege|Anglo-Afghanischen Kriegen]] den Versuch auf, Afghanistan an [[Britisch-Indien]] anzugliedern. Mit der damals vereinbarten [[Durand-Linie]] gab es erstmals eine Ostgrenze für einen Großteil Kafiristans. [[Abdur Rahman Khan]] nutzte diese Gelegenheit und unterwarf bis 1896 die rebellischen Kafiren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Die bis dahin  praktizierte einheimische [[Polytheismus|polytheistische]] Religion der Kafiren verschwand im Zuge einer gewaltsamen [[Islamisierung]] zusehends. Die alte Religion beinhaltet einen von Göttern und Dämonen bevölkerten Himmel und [[Kosmogonie|kosmogonische]] Mythen, die einige Parallelen im Himalayaraum aufweisen. Der oberste Gott, der als Schöpfergott gilt, heißt je nach Region Imra oder Mara. Imra in der Kati-Sprache und Yamra in der Waigali-Sprache können auf „Yamaraja“ zurückgeführt werden, woraus eine Verbindung zum [[Hinduismus|hinduistischen]] Todesgott [[Yama (Todesgott)|Yama]] hergestellt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Jettmar, 1970, S. 66, 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Karl Jettmar]] vermutet, dass sich die Religion der Kafiren, in der altiranische und alte hinduistische Vorstellungen enthalten sind, im Wesentlichen im 1. Jahrtausend n. Chr. herausgebildet hat. Im Jahr 870 n. Chr. eroberten die muslimischen [[Saffariden]] die Stadt [[Kabul]]. Die jahrhundertelange militante Abwehr der muslimischen Eroberer durch die Bergvölker und deren Abschottung werden als Grund für die religiöse Sonderstellung Kafiristans angegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Jettmar, 1970, S. 178, 180.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute wird die alte Religion nur noch von der kleinen Minderheit [[Kalasha (Chitral)|Kalasha]] in den drei Tälern Birir, Bumboret und Rumbur im Distrikt [[Chitral (Distrikt)|Chitral]] im äußersten Nordwesten Pakistans praktiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur traditionellen Kultur der Kafiren gehört die einzige ausgeprägte Vokal[[polyphonie]] Zentralasiens. Die Gesänge werden von der Bogenharfe &amp;#039;&amp;#039;[[Waji]]&amp;#039;&amp;#039;, von der zweisaitigen Fiedel &amp;#039;&amp;#039;Sarindi&amp;#039;&amp;#039; (einer regionalen Variante der &amp;#039;&amp;#039;[[Sarangi]]&amp;#039;&amp;#039;) sowie von Trommeln und Händeklatschen begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie, Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;(&amp;#039;&amp;#039;nach: Meyers Konversationslexikon 1888&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kafiristan, im engeren Sinn eine 12.950&amp;amp;nbsp;km² große Landschaft nordöstlich von [[Kabul]]; im weiteren Sinn Sammelname für die Gebirgsstaaten am Südabhang des [[Hindukusch]], westlich von [[Kaschmir]], sonst von Provinzen Afghanistans begrenzt, 51.687&amp;amp;nbsp;km² groß mit etwa 500.000 Einwohnern. Kafiristan ist durchgehend ein Alpenland von großer landschaftlicher Schönheit mit stellenweise vergletschertem Hintergrund. Sämtliche Flüsse sind Zuflüsse des [[Kabul (Fluss)|Kabul]]. Der längste, ein gewaltiger Bergstrom, ist der bei [[Dschalalabad]] mündende [[Kunar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima ist gemäßigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reis und stellenweise Zuckerrohr gedeihen in den unteren, Indien zugekehrten Teilen, sonst sind die Abhänge bis zum Gipfel mit Bäumen, meist Nadelholz, bewachsen. Im Tal stehen Platanen, Feigen-, Apfel- und Birnbäume. Die Weinrebe findet ausgedehnten Anbau, Bienenzucht ist allgemein verbreitet. Höher hinauf folgen Maulbeerbäume, Walnuss und Getreide; erst nahe dem Hauptkamm des Gebirges reifen Feldfrüchte nicht mehr. Der Flora entspricht die Fauna. Kafiristan ist reich an Wild. Das lohnendste Haustier ist das dickschwänzige Schaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
[[Rudyard Kipling]]s 1888 veröffentlichte Erzählung &amp;#039;&amp;#039;[[Der Mann, der König sein wollte (Erzählung)|Der Mann, der König sein wollte]]&amp;#039;&amp;#039; spielt überwiegend in Kafiristan, ebenso die [[Der Mann, der König sein wollte (Film)|gleichnamige Verfilmung]] des Regisseurs [[John Huston]] von 1975.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Jettmar]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Religionen des Hindukusch&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Die Religionen der Menschheit]].&amp;#039;&amp;#039; Band 4,1). W. Kohlhammer, Stuttgart 1975, ISBN 3-17-002092-7, Kapitel: &amp;#039;&amp;#039;Die Religionen Kafiristans.&amp;#039;&amp;#039; S. 29–185.&lt;br /&gt;
* Maximilian Klimburg: &amp;#039;&amp;#039;The Kafirs of the Hindu Kush: Art and Society of the Waigal and Ashkun Kafirs.&amp;#039;&amp;#039; Franz Steiner, Stuttgart 1999, ISBN 978-3-515-06308-1.&lt;br /&gt;
* Martin Voigt: &amp;#039;&amp;#039;Kafiristan. Versuch einer Landeskunde auf Grund einer Reise im Jahre 1928&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Geographische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Beiheft 2). Hirt, Breslau 1933.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.nb.no/baser/morgenstierne/english/map.html Karte der Ethnien in Kafiristan]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Meyers 1888–1890}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Afghanistan]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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