<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kaffeesachse</id>
	<title>Kaffeesachse - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kaffeesachse"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kaffeesachse&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T00:20:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kaffeesachse&amp;diff=938240&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ManfredMann: /* Bedeutung des Kaffees in Sachsen */BKL</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kaffeesachse&amp;diff=938240&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-08-06T17:43:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bedeutung des Kaffees in Sachsen: &lt;/span&gt;BKL&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kaffeesachse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine ironische Bezeichnung für Bewohner [[Sachsen]]s in Anspielung auf ihre angebliche besondere Liebe zum [[Kaffee]]. Die Herkunft des Wortes &amp;#039;&amp;#039;Kaffeesachse&amp;#039;&amp;#039; wird auf die [[Kurfürstentum Sachsen|Kursachsen]] zurückgeführt. Diese sorgten im 18./19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert dafür, dass neben Tee und Schokolade vor allem Kaffee populär wurde. Der Begriff wird im [[Deutsches Wörterbuch|Deutschen Wörterbuch]] der [[Brüder Grimm]] erwähnt, im Zusammenhang mit dem Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Suppenschwabe&amp;#039;&amp;#039;, der etwas spöttisch im [[Volksmund]] die Vorliebe der Schwaben für [[Suppe]] bezeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung des Kaffees in Sachsen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sachsen spielte in vielfältiger Hinsicht eine wichtige Rolle für die Entwicklung der deutschen Kaffeekultur, nicht zuletzt in der Erfindung und Verwendung des europäischen [[Porzellan]]s für die höfische und die bürgerliche Kaffeetafel und die Sitte des [[Zwischenmahlzeit#Kaffee|Nachmittagskaffees]] und, neben Wien, des [[Kaffeehaus]]es. Leipzig hat mit dem Lokal &amp;#039;&amp;#039;[[Zum Arabischen Coffe Baum]]&amp;#039;&amp;#039; eines der ältesten kontinuierlich betriebenen Café-Restaurants Europas. Bereits 1694 wurde das Kaffeegetränk in Leipzig öffentlich ausgeschenkt und 1697 die erste deutsche „Kaffeehaus-Ordnung“ erlassen. Kaffee (in Stärke und Zusammensetzung), der Besitzstand von [[Meißener Porzellan]] mit Blumenmalerei im Besonderen (siehe [[Blümchenkaffee]] und [[Blümchenkaffee#Schwerterkaffee|Schwerterkaffee]] für besonders schwachen Kaffee in Meißner Tassen) erlangte zunehmend Prestigewert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seit dem 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert belegte Vorliebe der Sachsen für Kaffee war bereits im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert Gegenstand von Spott.&amp;lt;ref&amp;gt;Regensburger Zeitung Neubauer, 1852, Miszellen Kaffeesachsen, S. 148.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Klischee der „Kaffeesachsen“ wird teilweise unter dem Motto &amp;#039;&amp;#039;Ohne Gaffee gönn mer nich gämpfn!&amp;#039;&amp;#039; auf den [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zurückgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Astrid Pawassar: &amp;#039;&amp;#039;DuMont Bildatlas Reiseführer Sachsen&amp;#039;&amp;#039;. DuMont Reiseverlag, S. 71. 5. Juni 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Berühmt wurde das von [[Johann Melchior Dinglinger]] für [[August II. (Polen)|August den Starken]] geschaffene [[Grünes Gewölbe#Exponate (Auswahl)|Goldene Kaffeezeug]], das neben Gold, Silber, Email und Elfenbein auch etwa 5600 Diamanten enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert sind ernsthafte Überlegungen und Berechnungen zum Einfluss des sächsischen Kaffeekonsums auf die Einfuhrstatistik und negative Zahlungsbilanz belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Geschichte des Kurstaates und Königreiches Sachsen: Von der Mitte des sechzehnten Jahrhunderts bis auf die neueste Zeit : 1553–1831. 2, Perthes, 1831, Seite 485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;kons&amp;quot;&amp;gt;Manuel Schramm: &amp;#039;&amp;#039;Konsum und regionale Identität in Sachsen 1880–2000: die Regionalisierung von Konsumgütern im Spannungsfeld von Nationalisierung und Globalisierung&amp;#039;&amp;#039;. Franz Steiner Verlag, 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem [[Rétablissement (Kursachsen)]], einem frühen [[Wirtschaftswunder]] im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, war Sachsen bis in das 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert der führende deutsche Wirtschaftsstandort und entsprechend waren auch breitere Bevölkerungsschichten in der Lage, sich den „prestigeträchtigen“ Kaffee zu leisten. Der gelegentliche Zwang, &amp;#039;&amp;#039;echten&amp;#039;&amp;#039; Kaffee durch [[Lebensmittelersatz|Surrogate]] zu ersetzen, führte seit Beginn der deutschen Kaffeekultur in Notzeiten wie der [[Kontinentalsperre]] und den Kriegs- und Nachkriegszeiten zu Bezeichnungen wie „Schon- und Kinderkaffee“. Allerdings kam das Klischee des unentwegt kaffeetrinkenden &amp;#039;&amp;#039;Fritz-Bliemchen&amp;#039;&amp;#039;, benannt nach einer gleichnamigen Witzfigur der Leipziger Zeitschrift [[Die Gartenlaube]], zusammen mit dem Spott über den lokalen Dialekt erst Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kons&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
* [[Karambolage (ARTE)|Karambolage]] Folge 562, Arte, 2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ulla Heise: &amp;#039;&amp;#039;Süße muss der Coffee sein! Drei Jahrhunderte europäische Kaffeekultur und die Kaffeesachsen.&amp;#039;&amp;#039; Museum für Geschichte der Stadt Leipzig, Leipzig 1994, ISBN 3-910034-04-7 (Ausstellung 28. April–12. Juni 1994, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig im Alten Rathaus, Sammlung Eduscho Bremen).&lt;br /&gt;
* Manuel Schramm: &amp;#039;&amp;#039;Konsum und regionale Identität in Sachsen 1880–2000: die Regionalisierung von Konsumgütern im Spannungsfeld von Nationalisierung und Globalisierung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Beihefte, Nr. 164). Steiner, Stuttgart 2002, ISBN 3-515-08169-0 ([[Dissertation]] [[Universität Leipzig]] 2001, 326 Seiten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaffee als Thema]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redewendung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Essen und Trinken)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnophaulismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ManfredMann</name></author>
	</entry>
</feed>