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	<title>Kader - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kader&amp;diff=307607&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Mannschaftskader */</title>
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		<updated>2025-11-02T05:57:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Mannschaftskader&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Kader als Person oder Gruppe von Personen; zu anderen Bedeutungen siehe [[Kader (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kader&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;der&amp;#039;&amp;#039;, in der [[Schweiz]] &amp;#039;&amp;#039;das&amp;#039;&amp;#039;; von {{frS|quadre, cadre|de=Geviert, besonderer Bereich}}; {{ruS|кадры|kadry}}, aus dem Französischen) bezeichnete ursprünglich eine besondere Gruppe [[militär]]ischer Vorgesetzter. Heute wird der Begriff auf besonders qualifizierte bzw. geschulte [[Führungskraft (Wirtschaft)|Führungskräfte]] in [[Politik]] und [[Wirtschaft]] angewendet, die oftmals innerhalb der jeweiligen Organisation rekrutiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im politischen Sprachgebrauch der [[UdSSR]] und ihrer [[Satellitenstaat]]en (darunter [[Sprachgebrauch in der DDR|in der DDR]]) bezeichnete der Begriff besonders vertrauenswürdige Führungskräfte [[Einparteiensystem|für die Partei]]. So wird eine [[Kaderpartei]] von den ausgewählten Kadern geführt. Später wurde der Begriff verallgemeinert auf Personal allgemein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum wird der Begriff heute vor allem im [[Sport]] benutzt ([[Mannschaftssport|Mannschaftskader]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;Kader&amp;#039;&amp;#039; kann sowohl eine Personengruppe als auch eine zu dieser Gruppe gehörende Einzelperson bezeichnet sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Kader Kader (Bedeutung 3)], Duden, Abruf 14.&amp;amp;nbsp;März 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialistische Staaten ==&lt;br /&gt;
Der Begriff bezeichnet die Beamten oder Parteifunktionäre in autokratischen Staatssystemen, speziell in [[Realsozialismus|sozialistischen]] Staaten (heute u.&amp;amp;nbsp;a. [[Volksrepublik China]], [[Kuba]]). Im [[Sowjetunion|sowjetischen]] Einflussbereich waren Kader ein durch politische und fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten führender Personenkreis im [[Partei]]- und [[Ideologie]]bereich („Parteikader“, „Führungskader“, „Leitungskader“,&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Ehlert, Heinz Joswig, Willi Luchterhand, Karl-Heinz Stiemerling (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Ökonomie – Sozialismus.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Dietz-Verlag, Berlin 1973, S.&amp;amp;nbsp;454.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Nachwuchskader“, „Kaderpolitik“,&amp;lt;ref&amp;gt;Waltraud Böhme, Marlene Dehlsen, Andrée Fischer, Herbert Jansen, Gerhard König, Margot Lange, Renate Polit, Gertrud Schütz (Herausgabe und Redaktion): &amp;#039;&amp;#039;Kleines politisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 2.&amp;amp;nbsp;Auflage, Dietz Verlag, Berlin 1973, S.&amp;amp;nbsp;390.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Kaderleitung“). Insbesondere zählten die Funktionäre der Parteien und [[Massenorganisation]]en (Leitungskräfte) und die Hoch- und Fachschulabsolventen ([[Experte]]n) dazu, normale Werktätige aber nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Personalabteilung]] eines Betriebes hieß in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] „Kaderabteilung“, der Leiter dieser Abteilung „Kaderleiter“. [[Reisekader]] hatten die Erlaubnis, ins [[Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet|nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet]] zu reisen, um dort Aufgaben für ihre Betriebe oder [[Institution]]en zu erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Nomenklatura}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Heute bezeichnet der Ausdruck im [[Deutsche Sprache|deutschen Sprachraum]] Führungskräfte oder [[Elite]]n in eher großen Organisationen, zum Beispiel [[Politische Partei|Parteien]] oder in der [[Industrie]]. Häufiger spricht man allerdings von [[Funktionär]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz wird der Begriff Kader ohne negative Beiklänge für Führungskräfte allgemein verwendet. Eine Kaderposition ist entsprechend eine Führungsposition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport ==&lt;br /&gt;
=== Mannschaftskader ===&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mannschaftskader&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in Sportarten verwendet, die als [[Mannschaftssport]] betrieben werden. Die Teamgröße ist durch die Regeln festgelegt. Um erfolgreich an Meisterschaften und Turnieren teilnehmen zu können, brauchen Mannschaften einen &amp;#039;&amp;#039;Kader&amp;#039;&amp;#039;, der erheblich größer ist als die zu einem Spiel antretende Anzahl von Spielern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sportförderung ===&lt;br /&gt;
Darüber hinaus bezeichnet der Begriff die von den [[Sportverband|Sportverbänden]] geförderten Sportler. Diese werden anhand bestimmter Leistungskriterien in verschiedene Kader eingestuft. In Deutschland gibt es Bundeskader (im Regelfall A-/B-/C-Kader), in denen die Sportler durch den Bundesverband sowie ggf. durch die [[Stiftung Deutsche Sporthilfe]] gefördert werden, und Landeskader (im Regelfall D-Kader), in denen die Sportler durch die jeweiligen Landesverbände gefördert werden. Es gibt auch Ponykader und Perspektivkader zur Nachwuchsförderung.&lt;br /&gt;
Die Kader wurden in der Bundesrepublik vom [[Bundesausschuss Leistungssport]] 1970 eingeführt, um zur Leistungsförderung zwischen einzelnen Fachverbänden Vergleichbarkeit und Transparenz zu schaffen. Im A-(Bundes)Kader sind hierbei die Sportler/-innen, die bei den letzten Olympischen Spielen/Weltmeisterschaften eine Platzierung im Endkampf (unter den ersten 8 ggf. nur 6) erreichten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutscher Olympischer Sportbund|DOSB]]: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=https://www.dosb.de/fileadmin/fm-dosb/arbeitsfelder/leistungssport/Konzepte/Anpassung_der_Kadersystematik_zum_01_01_2015-final.pdf |wayback=20160807034825 |text=Anpassung der Kadersystematik zum 1. Januar 2015}}&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 149&amp;amp;nbsp;kB), 12. Januar 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im B-Kader sind so viele, wie erforderlich sind, um in A- und B-Kader zusammen die doppelte Anzahl der Startplätze bei Olympischen Spielen/Weltmeisterschaften zu füllen (z.&amp;amp;nbsp;B. Leichtathletik – pro Disziplin max. 3 Startplätze, A- plus B-Kader = 6 Personen). Im C-Bundeskader sind doppelt so viele wie in A- und B-Kader zusammen (z.&amp;amp;nbsp;B. Leichtathletik 12 Personen).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnd Krüger]]: &amp;#039;&amp;#039;Sport und Politik. Vom Turnvater Jahn zum Staatsamateur.&amp;#039;&amp;#039; Fackelträger, Hannover 1975, ISBN 3-7716-2087-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Leistungssportreform ====&lt;br /&gt;
Seit Beginn der Leistungssportreform (2017/2018) umfassen die DLV-Bundeskader je nach Leistung und Alter der Athleten die Kaderstufen Olympiakader&amp;amp;nbsp;(OK), Perspektivkader&amp;amp;nbsp;(PK), Ergänzungskader&amp;amp;nbsp;(EK) sowie im Nachwuchsbereich die Nachwuchskader 1&amp;amp;nbsp;(U23), 2&amp;amp;nbsp;(U20) und 3&amp;amp;nbsp;(U18).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.leichtathletik.de/nationalmannschaft/dlv-bundeskader/ |wayback=20170504174208 |text=DLV-Bundeskader}}, auf: leichtathletik.de, abgerufen am 6. November 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Berufung in einen Bundeskader orientiert sich an der sportfachlichen Prognose der Leistungsfähigkeit eines Athleten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Militär ==&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Kader&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kaderarmee&amp;#039;&amp;#039; werden solche [[Streitkräfte]] bezeichnet, die einen Grundstock von spezialisierten [[Fachkraft|Fachkräften]], [[Offizier]]en und [[Unteroffizier]]en bereithalten, die im [[Krieg]] durch [[Reservist]]en verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
[[Datei:PzJgKp 741.jpg|mini|Taktisches Zeichen einer nichtaktiven Panzerjägerkompanie]]&lt;br /&gt;
In der [[Bundeswehr]] bezeichnet der Kader den aktiven Teil einer sonst nicht-aktiven Einheit. Dieser ist meistens recht klein und verwaltet in der Regel lediglich die Unterlagen der zugeordneten Reservisten. Beispiele sind die [[Sanitätskommando|Lazarettregimenter]] (LazRgt) und [[Reservelazarettorganisation|Reservelazarettgruppen]] (ResLazGrp), die nur im Verteidigungsfall aktiviert und mit Reservisten (Ärzten, Pflegern, Sanitätssoldaten) besetzt werden. Die nicht-aktiven Teileinheiten sind lediglich mit einigen Stabsdienstsoldaten (meistens ältere Feldwebel) besetzt, die dann Kader genannt werden. Der Chef des Kaders wird als &amp;#039;&amp;#039;Führer Kaderpersonal&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
In der [[Schweizer Armee]] werden alle Unteroffiziere und Offiziere als Kader bezeichnet. Wenn man vom höheren Kader spricht, sind bei den [[Dienstgrade der Schweizer Armee|Dienstgraden der Schweizer Armee]] die höheren Unteroffiziere und die Offiziere gemeint. Ein höheres Kader gibt es allerdings reglementarisch nicht, es gibt lediglich ein Kader.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
Im österreichischen [[Bundesheer]] werden mit &amp;#039;&amp;#039;Kader&amp;#039;&amp;#039; allgemein sämtliche [[Offizier]]e und [[Unteroffizier]]e sowie die [[Mannschaften|Chargendienstgrade]] (ausgenommen [[Rekrut#Österreich|Rekrut]]) und im Speziellen alle Dienstgrade ab dem [[Gefreiter#Bundesheer|Gefreiten]] in einer Kommandantenfunktion bezeichnet und angesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autokader ==&lt;br /&gt;
Der [[Wien]]er [[Militärische Einrichtungen in Wien#Autokader|Autokader]] war während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] die größte militärische Automobilwerkstätte im damaligen [[Österreich-Ungarn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kaderakte]]&lt;br /&gt;
* [[Kaderschmiede]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Georg Assmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der marxistisch-leninistischen Soziologie.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete Auflage. Dietz, Berlin (Ost) 1977, S. 325.&lt;br /&gt;
* [[Bálint Balla]]: &amp;#039;&amp;#039;Kaderverwaltung. Versuch zur Idealtypisierung der „Bürokratie“ sowjetisch-volksdemokratischen Typs&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Soziologische Gegenwartsfragen.&amp;#039;&amp;#039; NF Nr. 37). Enke, Stuttgart 1972, ISBN 3-432-01784-7 (Zugleich: Berlin, Techn. Univ., Habil.-Schr., 1972).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kader.&amp;#039;&amp;#039; In: Willi Ehlert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Ökonomie Sozialismus.&amp;#039;&amp;#039; 3., ergänzte und überarbeitete Auflage. Dietz, Berlin (Ost) 1973, S. 453.&lt;br /&gt;
* Gert-Joachim Glaeßner: &amp;#039;&amp;#039;Herrschaft durch Kader. Leitung der Gesellschaft und Kaderpolitik in der DDR am Beispiel des Staatsapparates&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Zentralinstituts für Sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 28). Westdeutscher Verlag, Opladen 1977, ISBN 3-531-11431-X (Zugleich: Berlin, Freie Univ., Diss., 1976: &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaftliche Leitung und Kaderpolitik in der DDR, dargestellt am Beispiel des Staatsapparates.&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[Arnd Krüger]]: &amp;#039;&amp;#039;Sport und Politik. Vom Turnvater Jahn zum Staatsamateur.&amp;#039;&amp;#039; Fackelträger, Hannover 1975, ISBN 3-7716-2087-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073141-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personalwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaft (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Sport)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftssprache (DDR)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ja:幹部]]&lt;br /&gt;
[[sv:Kader]]&lt;br /&gt;
[[zh:干部]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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