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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kaczmarz-Methode</id>
	<title>Kaczmarz-Methode - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T19:30:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kaczmarz-Methode&amp;diff=1077452&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-18823-33: /* Der ursprüngliche Algorithmus */ a_i muss die gleich Dimension wie x_k bzw. x_{k+1} haben, also n, nicht m. Entspricht auch der Definition von a_i als Zeile von A (A hat n Spalten, der Zeilenvektor also n Elemente).</title>
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		<updated>2026-03-26T12:55:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Der ursprüngliche Algorithmus: &lt;/span&gt; a_i muss die gleich Dimension wie x_k bzw. x_{k+1} haben, also n, nicht m. Entspricht auch der Definition von a_i als Zeile von A (A hat n Spalten, der Zeilenvektor also n Elemente).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die auf der Arbeit des polnischen Mathematikers [[Stefan Kaczmarz]] basierte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kaczmarz-Methode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; dient der [[Iteration|iterativen]] Lösung [[lineares Gleichungssystem|linearer Gleichungssysteme]] der Form &amp;lt;math&amp;gt;Ax = b&amp;lt;/math&amp;gt;, wobei &amp;lt;math&amp;gt;A\in\R^{m\times n}&amp;lt;/math&amp;gt; eine, evtl. nicht-quadratische, [[Matrix (Mathematik)|Matrix]], b die gegebene rechte Seite und x der gesuchte Lösungsvektor ist.&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei um einen iterativen Algorithmus, der unter anderem Einzug in die [[Computertomographie]] und digitale [[Signalverarbeitung]] gefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den meisten anderen iterativen Lösungsverfahren, wie zum Beispiel dem [[Gauß-Seidel-Verfahren]], benötigt der Kaczmarz-Algorithmus keine invertierbare Matrix A. Insbesondere im unter-bestimmten Fall mit &amp;lt;math&amp;gt;m&amp;lt;n&amp;lt;/math&amp;gt; lässt sich damit die Lösung &amp;lt;math&amp;gt;x^+=A^+ b&amp;lt;/math&amp;gt; kleinster Norm zur [[Pseudoinverse]]n &amp;lt;math&amp;gt;A^+&amp;lt;/math&amp;gt; berechnen. Aus diesem Grund kann das Verfahren für praktisch alle Anwendungen problemlos eingesetzt werden, obwohl Verfahren für spezielle Problemstellungen wesentlich schneller sein können. Allerdings zeigt eine randomisierte Variante des Kaczmarz-Verfahrens wesentlich bessere Konvergenz im Falle überbestimmter Gleichungssysteme als andere iterative Lösungsverfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der ursprüngliche Algorithmus ==&lt;br /&gt;
Gegeben ist eine reelle (oder auch komplexe) m × n Matrix &amp;lt;math&amp;gt;A\in\R^{m\times n}&amp;lt;/math&amp;gt; von vollem [[Rang (Lineare Algebra)|Rang]], sowie ein Vektor &amp;lt;math&amp;gt;b=(b_i)\in\R^m&amp;lt;/math&amp;gt;. Die folgende Iterationsformel verbessert bei jedem Durchlauf die Annäherung &amp;lt;math&amp;gt;x_k&amp;lt;/math&amp;gt; an eine Lösung x der Gleichung Ax = b:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
  x_{k+1} = x_{k} + \omega_k \frac{b_{i} - a_{i}^T x_{k} }{\lVert a_{i} \rVert^2} a_{i}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
Bei der deterministischen Variante wird der Index i zyklisch gewählt,&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
i = (k \, \bmod \, m) + 1&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und &amp;lt;math&amp;gt;\omega_k\in\R&amp;lt;/math&amp;gt; ist ein positiver Relaxationsparameter, der in der ursprünglichen Version gleich eins war.&lt;br /&gt;
Dabei ist mit &amp;lt;math&amp;gt;a_{i}\in\R^n&amp;lt;/math&amp;gt; die transponierte i-te Zeile der Matrix A gemeint,&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;{\lVert a_{i} \rVert^2}&amp;lt;/math&amp;gt; ist die quadrierte [[euklidische Norm]] von &amp;lt;math&amp;gt; a_{i} &amp;lt;/math&amp;gt;, die Summe der quadrierten Einträge von &amp;lt;math&amp;gt;a_{i}&amp;lt;/math&amp;gt; bzw. das Skalarprodukt &amp;lt;math&amp;gt;\langle a_{i},a_{i} \rangle=a_i^T a_i&amp;lt;/math&amp;gt;. Das Verfahren ist besonders effizient bei dünn-besetzter Matrix, wenn die Vektoren &amp;lt;math&amp;gt;a_i&amp;lt;/math&amp;gt; nur wenige nichttriviale Elemente besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geometrisch projiziert der einzelne Iterationsschritt den aktuellen Näherungsvektor &amp;lt;math&amp;gt;x_k&amp;lt;/math&amp;gt; orthogonal auf die i-te Hyperebene, es gilt &amp;lt;math&amp;gt;a_i^T x_{k+1}=b_i.&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Startwert &amp;lt;math&amp;gt;x_0=0&amp;lt;/math&amp;gt; konvergiert die Iteration im unterbestimmten Fall &amp;lt;math&amp;gt;m&amp;lt;n&amp;lt;/math&amp;gt; gegen die Lösung &amp;lt;math&amp;gt;x^+=A^+ b&amp;lt;/math&amp;gt; kleinster Norm zur [[Pseudoinverse]]n &amp;lt;math&amp;gt;A^+&amp;lt;/math&amp;gt;. Im überbestimmten, inkonsistenten Fall &amp;lt;math&amp;gt;m&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; springen die Iterierten am Ende allerdings zwischen den Hyperebenen hin und her, und man bekommt nur bei starker Unter-Relaxation mit &amp;lt;math&amp;gt;\omega_k\ll 1&amp;lt;/math&amp;gt; eine brauchbare Näherung an die Kleinste-Quadrate-Lösung &amp;lt;math&amp;gt;x^+=A^+b&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Querverbindung zu anderen Iterationsverfahren ==&lt;br /&gt;
Im unterbestimmten Fall &amp;lt;math&amp;gt;m&amp;lt;n&amp;lt;/math&amp;gt; mit vollem Rang von A liegt die Lösung minimaler Norm im orthogonalen Komplement des [[Kern (Algebra)|Kern]]s/Nullraums &amp;lt;math&amp;gt;x^+\in N(A)^\perp=B(A^T)&amp;lt;/math&amp;gt;, der mit dem Bildraum der [[Transponierte Matrix|transponierten Matrix]] übereinstimmt. Daher lässt sich &amp;lt;math&amp;gt;x^+&amp;lt;/math&amp;gt; darstellen als &amp;lt;math&amp;gt;x^+=A^T y^+,\,y^+\in\R^m&amp;lt;/math&amp;gt;. Somit ist &amp;lt;math&amp;gt;x^+&amp;lt;/math&amp;gt; die eindeutige Lösung des Gleichungssystems&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
 AA^T y=b,\quad x=A^T y,&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit positiv definiter Matrix &amp;lt;math&amp;gt;AA^T&amp;lt;/math&amp;gt;. Wenn man die Iteration mit dem Startwert &amp;lt;math&amp;gt;x_0=0&amp;lt;/math&amp;gt; beginnt, liegen offensichtlich auch alle Iterierten im Bildraum von &amp;lt;math&amp;gt;A^T&amp;lt;/math&amp;gt;. Daher hat jede Iterierte eine eindeutige Darstellung &amp;lt;math&amp;gt;x_k=A^Ty_k,\,y_k\in\R^m&amp;lt;/math&amp;gt;. Mit dieser wird der Iterationsschritt zu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
  A^Ty_{k+1} = A^T\big(y_{k} + \omega_k \frac{b_{i} - a_{i}^T A^Ty_{k} }{\lVert a_{i} \rVert^2}e_{i}\big) ,&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wobei &amp;lt;math&amp;gt;e_i&amp;lt;/math&amp;gt; den i-ten Einheitsvektor bezeichnet. Da A vollen Rang besitzt, bedeutet das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
  y_{k+1} = y_{k} + \omega_k \frac{b_{i} - a_{i}^T A^Ty_{k} }{\lVert a_{i} \rVert^2} e_{i}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist aber genau der Teilschritt in einer einzelnen Komponente für das Einzelschritt-/[[Gauß-Seidel-Verfahren]] (&amp;lt;math&amp;gt;\omega_k=1&amp;lt;/math&amp;gt;) beziehungsweise mit allgemeinem &amp;lt;math&amp;gt;\omega_k&amp;lt;/math&amp;gt; das [[SOR-Verfahren]] zum System &amp;lt;math&amp;gt;AA^T y=b&amp;lt;/math&amp;gt;, deren wohlbekannte [[Grenzwert (Folge)|Konvergenz]]aussagen sich also auf die Kaczmarz-Iteration übertragen.&lt;br /&gt;
Z.B. konvergiert diese für festes &amp;lt;math&amp;gt;\omega_k\equiv\omega\in(0,2)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Randomisierter Algorithmus ==&lt;br /&gt;
Wie bereits weiter oben erwähnt, gibt es eine Variante des Verfahrens, die im Falle überbestimmter Gleichungssysteme wesentlich schneller konvergiert.&amp;lt;ref&amp;gt; Thomas Strohmer, Roman Vershynin: [https://www.math.ucdavis.edu/~strohmer/papers/2006/randproj.pdf &amp;#039;&amp;#039;A randomized solver for linear systems with exponential convergence.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 155&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wird bessere [[Grenzwert (Folge)|Konvergenz]] nicht nur für das Lösen hochgradig überbestimmter Gleichungssysteme erreicht, sondern bspw. auch beim Lösen von Systemen mit 10 % mehr Gleichungen als Unbekannten. Hierzu muss bei der obigen Iterationsgleichung das i nicht abhängig von k, sondern zufällig (daher der Name der Methode) gewählt werden. Die Wahrscheinlichkeit für ein bestimmtes i ist hierbei proportional zu &amp;lt;math&amp;gt; \lVert a_{i} \rVert ^2 &amp;lt;/math&amp;gt; für jede Iteration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ungleichungssysteme ==&lt;br /&gt;
Eine einfache Modifikation des Verfahrens kann zulässige Lösungen für Ungleichungssysteme &amp;lt;math&amp;gt;Ax\ge b,\,m\ge n&amp;lt;/math&amp;gt;, berechnen.&lt;br /&gt;
Beim Schritt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
  x_{k+1} = x_{k} + \frac{\max\{0,b_{i} - a_{i}^T x_{k}\}}{\lVert a_{i} \rVert^2} a_{i},&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird eine Änderung nur durchgeführt, wenn &amp;lt;math&amp;gt;b_{i} - a_{i}^T x_{k}&amp;gt;0&amp;lt;/math&amp;gt; ist, also die i-te Ungleichung &amp;lt;math&amp;gt;a_i^T x_k\ge b_i&amp;lt;/math&amp;gt; verletzt ist. Dann wird &amp;lt;math&amp;gt;x_k&amp;lt;/math&amp;gt; von außen auf den i-ten [[Halbraum]] projiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise lassen sich mit dem Verfahren sogar Lineare Programme lösen über die [[Lineare Optimierung#Äquivalenz von Optimierungs- und Zulässigkeitsproblemen|Äquivalenz von Optimierungs- und Zulässigkeitsproblemen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* S. Kaczmarz: &amp;#039;&amp;#039;Przyblizone rozwiazywanie ukladów równan liniowych. – Angenäherte Auflösung von Systemen linearer Gleichungen.&amp;#039;&amp;#039; Bulletin International de l’Académie Polonaise des Sciences et des Lettres. Classe des Sciences Mathématiques et Naturelles. Série A, Sciences Mathématiques, S. 355–357, 1937. (Achtung: Dieser Artikel wird sehr verbreitet mit der falschen Seitenangabe 335–357 zitiert.)&lt;br /&gt;
* M. Hanke-Bourgeois; W. Niethammer: On the acceleration of Kaczmarz&amp;#039;s method for inconsistent linear systems; Linear Algebra Applcs 130 (1990), 83–98&lt;br /&gt;
* A.Björck, T. Elfving: Accelerated projection methods for computing pseudoinverse solutions of systems of linear equations, BIT 19 (1979), 145–163&lt;br /&gt;
* T. Strohmer, R. Vershynin: &amp;#039;&amp;#039;A randomized Kaczmarz algorithm with exponential convergence&amp;#039;&amp;#039;, J. Fourier Anal. Appl. 15(1), 262–278, 2009	&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Hackbusch|W. Hackbusch]]: &amp;#039;&amp;#039;Iterative Lösung großer schwachbesetzter Gleichungssysteme.&amp;#039;&amp;#039; Teubner Studienbücher, 1993, S. 202–203&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Algorithmus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Numerische lineare Algebra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Signalverarbeitung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-18823-33</name></author>
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