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	<title>Kabelfernsehnetz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kabelfernsehnetz&amp;diff=57419&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Magicman0361: /* Regulierung */</title>
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		<updated>2025-11-15T23:43:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Regulierung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kabelfernsehnetz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (früher auch [[Breitbandverteilnetz]] oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Koaxialnetz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist ein elektrisches [[Kabelnetz]], das [[Privathaushalt]]e und [[Unternehmen]] mit [[Telekommunikationsdiensteanbieter|Dienstanbietern]] verbindet. Es handelt sich um ein [[Kommunikationsnetz|Netz]] aus [[Koaxialkabel]]n mit mehreren [[Netzebene (Kabelfernsehen)|Netzebenen]], bei dem alle Leitungen als isoliertes Kabel, meist als [[Erdkabel]] ausgeführt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglicher Hauptanwendungszweck des als Breitbandkabelnetz bezeichneten Kabelfernsehnetzes ist das so genannte [[Kabelfernsehen]] sowie die Übertragung von [[UKW-Rundfunk]]. Heutzutage werden hierzu [[Digitales Fernsehen|digitale Sendeverfahren]], wie [[DVB-C]] verwendet. Der Ausbau einer bundesweiten technischen Infrastruktur für Breitbandverteilnetze geht auf Entscheidungen aus den 1970er Jahren zurück, insbesondere auf die Empfehlungen der Kommission für den Ausbau der technischen Kommunikationssysteme (KtK) aus dem Jahr 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Nachrüstung von bidirektionalen Verstärkern zur Schaffung einer [[Rückkanal]]fähigkeit können Kabelfernsehnetze seit der Jahrtausendwende aber auch zunehmend für andere Dienste wie [[Telefonat]]e sowie für die Anbindung ans [[Internet]] genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurden Kabelfernsehnetze seit den [[1980er]] Jahren durch die damalige [[Deutsche Bundespost]], später die [[Deutsche Telekom]] verlegt. Bis 2003 wurden diese im Rahmen der [[Telekommunikationsrecht#Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes|Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes]] an Privatunternehmen verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergründe ==&lt;br /&gt;
Im engeren Sinn bezeichnet man als Kabelfernsehnetz ein wegegebundenes Breitbandverteilnetz, das ursprünglich ausschließlich als Verteilmedium konzipiert war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engeren Sinne besteht das &amp;#039;&amp;#039;Kabelnetzwerk&amp;#039;&amp;#039; selbst in der Regel aus Koaxialkabeln; das Gesamtsystem des Kabelnetzes umfasst außerdem noch [[Verstärker (Elektrotechnik)|Verstärker]] im Abstand von ca. zwei Kilometern sowie [[Netzabschluss|Netzabschlüsse]] an beiden Endpunkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kabelkopfstelle]]n können – müssen jedoch nicht – [[rückkanal]]fähig sein; Rückkanalfähigkeit ist die Voraussetzung für Zweiwegekommunikation, beispielsweise wenn das Kabelnetz gleichzeitig als [[Kommunikationssystem]] wie im Fall der [[Internet-Anbindung]] mittels [[Kabelmodem]] genutzt werden soll (siehe [[Zweiwegekabelnetz]] als Zwischenstufe auf dem Weg zur [[Breitbandkommunikation]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kabelnetze in Europa ==&lt;br /&gt;
{{Veraltet | dieses Abschnitts | Anscheinend sind das 30 Jahre alte Zahlen, völlig veraltet. | seit=2024}}&lt;br /&gt;
Über das dichteste Fernsehkabelnetz verfügten bereits 1997 die [[Benelux]]-Staaten. Es erreicht etwa 90 Prozent aller Haushalte ([[Belgien]]: 98 Prozent, [[Niederlande]]: 92 Prozent, [[Luxemburg]]: 81,4 Prozent). In [[Dänemark]] und [[Deutschland]] können rund 70 Prozent Kabelfernsehen empfangen. Während es in Dänemark 6.500 Betreiber von Kabeldiensten gibt, wurde in Deutschland ab 1994 das [[Monopol]] der Deutschen Bundespost stufenweise kapitalisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
! &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Land&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
! &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kabelfernsehverbindungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
! &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kabelfernseh-Marktdurchdringung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Belgien&lt;br /&gt;
| 3.725.000&lt;br /&gt;
| 98,0 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Dänemark&lt;br /&gt;
| 1.323.000&lt;br /&gt;
| 57,3 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Deutschland&lt;br /&gt;
| 13.116.000&lt;br /&gt;
| 39,3 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Estland&lt;br /&gt;
| 20.000&lt;br /&gt;
| 4,1 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Finnland&lt;br /&gt;
| 780.000&lt;br /&gt;
| 36,3 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Frankreich&lt;br /&gt;
| 1.206.000&lt;br /&gt;
| 5,9 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Großbritannien&lt;br /&gt;
| 504.260&lt;br /&gt;
| 2,3 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Irland&lt;br /&gt;
| 400.000&lt;br /&gt;
| 40,0 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Island&lt;br /&gt;
| 1.105&lt;br /&gt;
| 1,3 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Kroatien&lt;br /&gt;
| 72.750&lt;br /&gt;
| 9,7 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Litauen&lt;br /&gt;
| 20.000&lt;br /&gt;
| 0,5 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Luxemburg&lt;br /&gt;
| 117.000&lt;br /&gt;
| 81,4 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Niederlande&lt;br /&gt;
| 5.700.000&lt;br /&gt;
| 92,0 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Norwegen&lt;br /&gt;
| 642.696&lt;br /&gt;
| 36,6 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Österreich&lt;br /&gt;
| 967.062&lt;br /&gt;
| 32,3 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Polen&lt;br /&gt;
| 600.000&lt;br /&gt;
| 6,0 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Portugal&lt;br /&gt;
| 10.000&lt;br /&gt;
| 0,3 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Rumänien&lt;br /&gt;
| 16.985&lt;br /&gt;
| 0,4 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Slowakei&lt;br /&gt;
| 133.736&lt;br /&gt;
| 7,3 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Slowenien&lt;br /&gt;
| 220.000&lt;br /&gt;
| 40,0 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Spanien&lt;br /&gt;
| 749.100&lt;br /&gt;
| 6,6 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Schweden&lt;br /&gt;
| 1.931.000&lt;br /&gt;
| 50,3 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Schweiz&lt;br /&gt;
| 1.908.000&lt;br /&gt;
| 77,1 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Tschechische Republik&lt;br /&gt;
| 300.000&lt;br /&gt;
| 8,1 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Türkei&lt;br /&gt;
| 70.000&lt;br /&gt;
| 1,1 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Ungarn&lt;br /&gt;
| 749.000&lt;br /&gt;
| 21,4 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daten für die Länder [[Bulgarien]], [[Griechenland]], [[Gemeinschaft Unabhängiger Staaten|GUS]] und [[Italien]] liegen derzeit nicht vor.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Cable &amp;amp; Satellite Europe Magazine.&amp;#039;&amp;#039; Jan. 1994&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutsche Kabelfernsehnetze ==&lt;br /&gt;
Das ehemalige Fernsehkabelnetz der Deutschen Bundespost in Deutschland wird heute weitgehend von [[Vodafone]] sowie dem kleineren [[Pÿur]] betrieben sowie einer Vielzahl weiterer kleinerer und meist regionaler [[Kabelnetzbetreiber]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau und Anschlussdichte ===&lt;br /&gt;
Insgesamt bestand das deutsche Kabelnetz für das Kabelfernsehen aus 1200 Einzelnetzen mit mehr als 4500 zentralen Verstärkerstellen, etwa 240.000 Verstärkerpunkten, 7,3 Millionen Signal-Übergabepunkten und über 440.000 Kilometer Kupfer-Koaxialkabel. Das Kabelnetz ist in vier [[Netzebene (Kabelnetz)|Netzebenen]] unterteilt. Das von der [[Deutsche Bundespost|Deutschen Bundespost]], später [[Deutsche Telekom]], verlegte und betriebene Breitbandverteilnetz endet in der Regel an einem definierten [[Hausübergabepunkt]] (HÜP); dieser befindet sich gewöhnlich im Keller des Gebäudes, wo das private Hausverteilnetz ([[Netzebene 4]]) beginnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer Verkabelungsrate von circa 70 Prozent belegt Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Staaten einen Mittelfeldplatz. Die Zahl von 22 Millionen angeschlossenen Haushalten zeigt allerdings, dass Deutschland zum bedeutendsten europäischen Markt für Kabelempfang avanciert ist; 1994 belief sich die Anzahl der Teilnehmer noch auf nur rund 15 Millionen und 1986 auf 1,53 Millionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Dezember 1995 meldete die Deutsche Telekom 15,8 Millionen Nutzer von Kabelanschlüssen; die Kabeldichte lag damit bundesweit bei 65,3 Prozent, der [[Versorgungsgrad]] (&amp;#039;&amp;#039;Anschlussdichte&amp;#039;&amp;#039;) bei 64,7 Prozent. Die höchste Anschlussdichte aller Bundesländer verzeichneten [[Mecklenburg-Vorpommern]] (75,1 Prozent) und [[Brandenburg]] (74,4 Prozent), der höchste Versorgungsgrad konnte in [[Hamburg]] (99,4 Prozent) und [[Freie Hansestadt Bremen|Bremen]] (98,0 Prozent) erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die niedrigste Anschlussdichte haben demnach [[Sachsen-Anhalt]] (56,9 Prozent) und [[Schleswig-Holstein]] (61,4 Prozent), den niedrigsten Versorgungsgrad haben [[Thüringen]] (32,4 Prozent) und Sachsen-Anhalt (27,6 Prozent), gefolgt von Brandenburg (39,5 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (39,6 Prozent). Die meisten an das Fernsehkabelnetz angeschlossenen Wohnungen gibt es in [[Nordrhein-Westfalen]] (3,7 Mio.), [[Baden-Württemberg]] (2,0 Mio.) und [[Bayern]] (2,3 Mio.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1997 forderte die Monopolkommission, die Deutsche Telekom müsse ihr Kabelnetz verkaufen. Die Bundesregierung lehnte diese Forderung noch im März 1997 mit der Begründung ab, ein solcher Zwangsverkauf verstoße gegen [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]] und [[Aktienrecht]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Telekom darf Netz behalten&amp;#039;&amp;#039; in: [[Die Welt]] vom 4. März 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Untersagung der bundesweiten gemeinsamen digitalen Kabelfernseh-Medienplattform von Deutscher Telekom, [[Bertelsmann]] und der [[Kirch-Gruppe]] aus kartellrechtlichen Gründen durch die [[EU-Kommission]] 1998&amp;lt;ref name=&amp;quot;EU untersagt deutsche KabelTV-Plattform von DTAG, Kirch und Bertelsmann&amp;quot;&amp;gt;Die Zeit 23/1998: Der Digitalpakt zwischen Kirch und Bertelsmann – Europas spektakulärster Fall&amp;lt;/ref&amp;gt; und aufgrund weiteren Drucks der EU- und nationalen Wettbewerbsbehörden verkaufte die Telekom ihr Kabelnetz ab 2000&amp;lt;ref name=&amp;quot;Telekom verkauft Kabelnetz in NRW&amp;quot;&amp;gt;[https://www.golem.de/0002/6416.html Golem.de Februar 2000: Telekom verkauft Kabelnetz in NRW]&amp;lt;/ref&amp;gt; schrittweise bis 2003&amp;lt;ref name=&amp;quot;Telekom schliesst Kabelnetzverkauf 2003 ab&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=dpa / Thomas Michel |url=https://www.teltarif.de/arch/2003/kw11/s10130.html |titel=Deutsche Telekom schließt Verkauf restlicher Kabelnetze ab |datum=2003-03-13 |sprache=de |abruf=2025-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Form von regionalen Teilnetzen, was den Weg für den [[Rückkanal]]fähigen Ausbau und das Angebot von [[Voice over Cable|Kabeltelefonie]] und [[Kabel-Internet]] ([[Triple Play]]) über das deutsche Kabelnetz frei machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Genutzte Frequenzbereiche ===&lt;br /&gt;
Anfangs wurde nur der [[Ultrakurzwelle|VHF]]-Frequenzbereich von 42 bis 300&amp;amp;nbsp;MHz zur Übertragung von [[Hörfunk]] und [[Fernsehen]] genutzt, später auch das [[Hyperband]] (302 bis 446&amp;amp;nbsp;MHz). Letzteres wurde für die Übertragung digitaler Fernseh- und Radioprogramme im DVB-C-Standard genutzt. Bis Januar 1999 wurden in Deutschland auf 118&amp;amp;nbsp;MHz auch noch 16 digitale Hörfunkprogramme im [[Digitales Satellitenradio|DSR]]-Verfahren verbreitet. Mit der Modernisierung der Kabelfernsehnetze durch die Kabelnetzbetreiber wurden die Netze für Frequenzen bis zu 862&amp;amp;nbsp;MHz aufgerüstet, um neben analogen und digitalen Programmen auch eigene Dienste wie einen Internetzugang (Rückkanalfähigkeit) mittels [[Kabelmodem]] oder [[Video-on-Demand]] anbieten zu können. Mit der Einführung des [[Mobilfunkstandard]]s [[Long Term Evolution|LTE]] sowie dem [[Digitalradio]] [[Digital Audio Broadcasting|DAB]]/[[DAB+]] und des [[Antennenfernsehen]]s [[DVB-T]]/[[DVB-T2]] kann es zu wechselseitigen Störungen kommen. Der Grund liegt in der seit den frühen 1980er Jahren aufgebauten und oft schlecht abgeschirmten Verkabelung der Kabelfernsehnetze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Siehe auch|Kabelfernsehen#Kanäle und Frequenzen im deutschsprachigen Raum|titel1=„Kanäle und Frequenzen im deutschsprachigen Raum“ im Artikel Kabelfernsehen}}&lt;br /&gt;
* {{Siehe auch|Breitband-Internetzugang#Kabelfernsehnetz|titel1=„Kabelfernsehnetz“ im Artikel Breitband-Internetzugang}} (Frequenzbereiche für Internetzugang nach Euro-Docsis)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regulierung ===&lt;br /&gt;
Die Regelungskompetenz für die Verbreitung von Programmen über Kabelnetze liegt bei den [[Landesmedienanstalt]]en der Länder, d.&amp;amp;nbsp;h. die Einspeisung von Satellitenprogrammen erfolgt nach Maßgabe der Bewilligungen durch die jeweils zuständige Landesmedienanstalt auf Basis des [[Rundfunkstaatsvertrag]]s. Bildet der Betreiber von Kabelnetzen ein Grundprogrammpaket, muss dieses in jedem Fall die öffentlich-rechtliche [[Grundversorgung#Rundfunk|Grundversorgung]] sicherstellen, das heißt [[ARD]] ([[Das Erste]] sowie das jeweilige [[Drittes Fernsehprogramm| dritte Programm]]) und das [[ZDF]]. Darüber hinaus ist keine Mindestgröße des Grundpakets vorgeschrieben. Alle weiteren Kanäle werden nach inhaltlichen Belegungskriterien, Vielfalt, Nachfrage, lokalem Bezug und medienwirtschaftlichem Engagement belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besonderheiten ===&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit des deutschen Kabelmarkts stellt die Tatsache dar, dass nicht wie in anderen Staaten die Kabelnetzbetreiber eine Gebühr für das Weiterverbreiten der Programme an die [[Bezahlfernsehen|Bezahlfernsehsender]] entrichten, sondern die Sender für das Einspeisen ihrer Programme in das Kabelnetz, das sie in Anspruch nehmen, auch bezahlen müssen, und ihre Abonnementsgebühren selbst bei den Kunden beitreiben müssen. Diese Regelung soll dem Wettbewerb im deutschen Kabelnetz dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Netzebenen des Kabelfernsehnetzes ===&lt;br /&gt;
[[Datei:BKVerstärker- und KVz-Gehäuse.jpg|mini|Links: Breitbandverteilergehäuse (alt) der Netzebene 3, mit eingebauter aktiver Technik&amp;lt;br /&amp;gt; Rechts: KVz des Telefonnetzes]]&lt;br /&gt;
Um Verwechslungen mit Gemeinschaftsantennenanlagen zu vermeiden, wurden Netzebenen für das Kabelfernsehnetz definiert, um Abgrenzungen vornehmen zu können. Das Kabelnetz in Deutschland kann organisatorisch in mehrere [[Netzebene (Kabelfernsehen)|Netzebenen]] aufgeteilt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kabelfernsehen-kabelanschluss.de/wie-funktioniert-ein-kabelnetz/ |titel=Wie funktioniert ein Kabelnetz? {{!}} Kabelfernsehen - Kabelanschluss |sprache=de |abruf=2025-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Netzebene 1: zwischen Studio und Fernsehschaltstelle (Fernseh- und Hörfunkstudios und dem Weg bis zur [[Sendeanlage]], gehört daher nicht direkt zum Kabelfernsehnetz)&lt;br /&gt;
* Netzebene 2: zwischen Fernsehschaltstelle und BK-Verstärkerstelle (zentralen Einrichtungen wie Kabelkopfstellen)&lt;br /&gt;
* Netzebene 3: zwischen BK-Verstärkerstelle und Übergabepunkt (das eigentliche Breitbandverteilnetz)&lt;br /&gt;
* Netzebene 4: zwischen Hausübergabepunkt und Breitbandsteckdose (Hausverteilung)&lt;br /&gt;
* Netzebene 5: Endgerätebereich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In anderen Ländern, wie zum Beispiel in der Schweiz, kann diese Aufteilung anders sein.&lt;br /&gt;
In Deutschland ist man in der Regel Kunde eines Anbieters auf der Netzebene 4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung Kabelfernsehnetz zur Gemeinschaftsantennenanlage ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Großgemeinschaftsantennenanlage}}&lt;br /&gt;
Während man bei einer &amp;#039;&amp;#039;Gemeinschaftsantennenanlage&amp;#039;&amp;#039; (GA) bei Hotels oder Wohnblöcken von bis zu einigen hundert Teilnehmern ausgeht, sind &amp;#039;&amp;#039;Großgemeinschaftsantennenanlagen&amp;#039;&amp;#039; (GGA) für mehrere hundert Teilnehmeranschlüsse und weiter auseinander liegende Objekte gedacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erweiterte Nutzung des Kabelfernsehnetzes durch rückkanalfähige breitbandige Dienste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem alleinigen analogen und digitalen Kabelfernsehangebot sehen die Betreiber auf Dauer keine weiteren Marktentwicklungsmöglichkeiten mehr.&lt;br /&gt;
Deshalb haben viele Kabelnetzbetreiber ihre Netze auf sogenannte breitbandige Dienste mittels Rückkanal erweitert. Dadurch kann der Kunde unter Benutzung eines Kabelmodems Telefonie- und internetbasierende Breitbanddatendienste durch den [[Breitband-Internetzugang]] nutzen. (Umgekehrt gibt es heutzutage auch [[Festnetz]]anbieter wie die Deutsche Telekom, die ihr bestehendes Telekommunikationsnetz stellenweise tauglich für die Übertragung von Fernsehprogrammen machen und somit auch zugleich Telefonanschluss, Internetzugang und Fernsehprogramm anbieten können – als Konkurrenzangebot zu den zuvor beschriebenen Möglichkeiten moderner Kabelanschlüsse. Kommunikation in zwei Richtungen ist dort ohnehin das Grundprinzip des Netzes.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kabelnetze in der Normung ===&lt;br /&gt;
In Deutschland ist für die Normung der [[Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik|DKE]] Normenausschuss K 735 für die Ausarbeitung und Aktualisierung der Normen zuständig. Diese haben ihren Ursprung in der VDE 0855 „Vorschriften für Außenantennen“ aus dem Jahre 1925, eine der Vorschriften des [[Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik|Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik]] (VDE) mit großer Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Normen für Kabelnetze sind in der Reihe DIN EN 50083 bzw. 60728 (VDE 0855) „Kabelnetze für Fernsehsignale, Tonsignale und [[Interaktives Fernsehen|interaktive Dienste]]“ zusammengefasst. Die folgende Aufstellung orientiert sich an der Klassifikation im VDE-Vorschriftenwerk (Systemnormen):&lt;br /&gt;
* VDE 0855-1: „Sicherheitsanforderungen“&lt;br /&gt;
* VDE 0855-3: „Aktive Breitbandgeräte für koaxiale Kabelnetze“&lt;br /&gt;
* VDE 0855-4: „Passive Breitbandgeräte für koaxiale Kabelnetze“&lt;br /&gt;
* VDE 0855-5: „Geräte für Kopfstellen“&lt;br /&gt;
* VDE 0855-6: „Optische Geräte“&lt;br /&gt;
* VDE 0855-7: „Systemanforderungen“&lt;br /&gt;
* VDE 0855-8: „Elektromagnetische Verträglichkeit von Kabelnetzen“&lt;br /&gt;
* VDE 0855-9: „Schnittstellen für CATV-/SMATV-Kopfstellen und vergleichbare professionelle Geräte für DVB/MPEG-2-Transportströme“&lt;br /&gt;
* VDE 0855-10: „Rückkanal-Systemanforderungen“&lt;br /&gt;
* VDE 0855-200: „Elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten“&lt;br /&gt;
* VDE 0855-300: „Sende-/Empfangsantennenanlagen für Sender-Ausgangsleistungen bis 1&amp;amp;nbsp;kW – Sicherheitsanforderungen“&lt;br /&gt;
* Beiblatt 1 VDE 0855: „Leitfaden Potentialausgleich in vernetzten Systemen“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Europäische und internationale Normungen ==&lt;br /&gt;
Die technische Leistungsfähigkeit von Breitbandkabelnetzen wird von der [[Data Over Cable Service Interface Specification]] kurz DOCSIS geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Weitergabe der Arbeitsergebnisse Ende der 80er Jahre an das [[Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung|Europäische Komitee für elektrotechnische Normung]] (CENELEC) wurden die Normungsaktivitäten auf europäischer Ebene fortgesetzt. Die Ergebnisse werden von der [[International Electrotechnical Commission|IEC]] als weltweit gültige Normen übernommen. Für einige Normen wurden die Arbeiten inzwischen zur IEC verlagert. Durch Richtlinien der Europäischen Union ([[Richtlinie 2014/35/EU (Niederspannungsrichtlinie)|Niederspannungsrichtlinie]], [[Richtlinie 2014/30/EU über die elektromagnetische Verträglichkeit|EMV-Richtlinie]], Richtlinie 1999/5/EG über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen) erhält ein Teil der Normen gesetzlichen Charakter für alle europäischen Mitgliedsstaaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.isi.fraunhofer.de/isi-wAssets/docs/t/de/publikationen/zusammenfassungTK2010.pdf Technologische und ökonomische Langfristperspektiven der Telekommunikation] (PDF; 2&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.vatm.de/ Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [https://www.teltarif.de/kabel-netz-technik-hintergrund/news/35853.html Hintergrundbericht zur technischen Funktionsweise eines Kabelnetzes auf teltarif.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabelnetz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rundfunktechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übertragungstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Magicman0361</name></author>
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