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	<title>KZ Neckargartach - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T11:32:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=KZ_Neckargartach&amp;diff=1277079&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Plipp13: /* Gedenken und Gedenkstätte */</title>
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		<updated>2026-04-01T18:26:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gedenken und Gedenkstätte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;KZ Neckargartach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;SS-Arbeitslager Steinbock&amp;#039;&amp;#039; genannt, war ein [[Konzentrationslager]] der [[Schutzstaffel]] (SS) in [[Neckargartach]], einem nördlichen Ortsteil von [[Heilbronn]]. Das Lager war von Anfang September 1944 bis zum 1. April 1945 in Betrieb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtarchiv.heilbronn.de&amp;quot; /&amp;gt; Es zählte zu den sogenannten „Neckarlagern“ und damit zu den [[Liste der Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof|Außenlagern]] des [[KZ Natzweiler-Struthof]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbildaufnahme Kz Neckargartach.jpg|mini|KZ Neckargartach oben rechts in einer Luftaufnahme vom 19. April 1945.]]&lt;br /&gt;
Das ehemalige [[Massengrab]] in der Nähe des Lagers wurde im Jahr 1946 zum [[KZ-Friedhof Neckargartach]] umgestaltet. Vom eigentlichen Konzentrationslager ist seit 1986, als die letzte der ehemaligen Häftlingsbaracken abgerissen wurde, nichts mehr erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum weiteren Gedenken an das Konzentrationslager gründete sich 2023 die „Initiative Gedenkstätte KZ Heilbronn-Neckargartach“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rnz.de/region/sinsheim-kraichgau_artikel,-Heilbronn-KZ-Gedenkstaette-soll-aufgewertet-werden-_arid,1151801.html |titel=Heilbronn: KZ-Gedenkstätte soll aufgewertet werden |sprache=de |abruf=2024-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Das Lager ==&lt;br /&gt;
=== Ausgangslage ===&lt;br /&gt;
Durch die immer weiter vorrückende [[Kriegsfront|Front]] wurden 1944 Konzentrationslager auf französischem Boden Richtung Osten, über die Rhein-Linie, nach [[Deutschland]] verlegt. Da die [[Rüstungsindustrie|Rüstungsproduktion]] mittlerweile durch den Kriegsverlauf unter die Erde verlagert werden musste, wurden von der SS Stollen oder Bergwerke ausgesucht. Unter anderem sollten dort dann [[Flugmotor|Flugzeugmotoren]], [[schwere Waffen]] oder kriegswichtiges Material produziert werden. Um diese Vorhaben zu verwirklichen, benötigte man weitere Arbeitskräfte, und so wurden nicht nur Häftlinge aus bereits bestehenden Lagern abgezogen und verlegt, sondern auch deutschlandweit viele weitere Konzentrationslager aus dem Boden gestampft. So auch in Heilbronn.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinz Risel |Titel=Das KZ-Heilbronn-Neckargartach. Umrisse seiner Geschichte |Hrsg=Stadtarchiv Heilbronn |Sammelwerk=Kleine Schriftenreihe des Archivs der Stadt Heilbronn |Nummer=72 |Auflage= |Verlag=verlag regionalkultur |Ort=Heilbronn |Datum=2025 |ISBN=978-3-940646-38-5 |Seiten=112}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Errichtung und Lage ===&lt;br /&gt;
Für die Planung des Lagers war der Berliner Architekt [[Herbert Rimpl]] zuständig, der zuvor auch schon den Bauplan für das [[KZ Mittelbau-Dora]] entwarf. Die Errichtung an sich erfolgte ungefähr zwischen Juli und September 1944, wobei die materiellen Grundlagen von der Heilbronner Firma Paul Ensle erstellt und der Bau unter anderem von der [[Organisation Todt]] (OT) geleitet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „SS-Arbeitslager Steinbock“ befand sich wenige hundert Meter nördlich der damaligen Wohngebäude von Neckargartach an der östlichen Seite der Böllinger Straße. Südöstlich benachbart lag der bis heute erhaltene [[Sportplatz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lagerplan&amp;quot; /&amp;gt; Das ehemalige Lagergelände ist heute Teil eines [[Gewerbegebiet]]s im Bereich Böllinger Straße/Mosbacher Straße.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/maps/@49.1756144,9.1992094,269m/data=!3m1!1e3?hl=de Ansicht des Geländes] bei Google Maps. Rechts unten der Sportplatz. Nordwestlich benachbart war das Lager an der Böllinger Straße.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau und Aussehen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:KZ-Neckargartach Plan.jpg|mini|„Bauvorhaben Steinbock, Barackenlager Ochsenweide“. Architekturbüro Rimpl, Juni 1944.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA Heilbronn A033-158&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das eingezäunte Lagergelände hatte die Form eines [[Rechteck]]s mit einem angesetzten [[Dreieck]] am nordwestlichen Ende. Es war mehr als 150 Meter lang und weniger als 100 Meter breit. An jeder der vier Ecken stand ein Wachturm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lagerplan&amp;quot; /&amp;gt; Es befand sich auf dem Gelände der sogenannten „Ochsenweide“ und war zur heutigen Wimpfener Straße hin abgegrenzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lager war für 800 Häftlinge konzipiert, die in fünf bis sieben [[Baracke]]n untergebracht werden sollten. Diese Baracken waren etwa 20 Meter lang und 10 Meter breit. Auf dem Plan des Architekten vom Juni 1944 sind elf Baracken innerhalb des umzäunten Lagers eingezeichnet, darunter eine 40 Meter lange „Wirtschaftsbaracke“ und eine „Isolierbaracke“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtarchiv.heilbronn.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lagereingang befand sich in Richtung der Böllinger Straße, einen Nebeneingang gab es wohl nicht. Die geplante „Isolierbaracke“, für Typhuskranke, soll laut späterem Zeitzeugenbericht von Stane Uršič als „Arbeitsstätte“ für den Lagerschreiber, den Lagerältesten und den [[KZ-Kommandant|Lagerkommandanten]] gedient haben. Baracke Nummer 2 diente als „Vorratskammer“ für Lebensmittel wie Brot und Konserven, wobei Baracke 3 als Krankenrevier diente. Die Baracken Nummer 4–10 waren die eigentlichen Häftlingsbaracken, wobei sich rechts neben Nummer 8 eine [[Toilette|Latrine]] befand. Baracke Nummer 9 war ein Schuppen, wobei die Wirtschaftsbaracke als 11. links neben dem Eingang den Abschluss des [[Trapez (Geometrie)|Trapezes]] bildete. Die Abstände zwischen den Gebäuden betrugen etwa 15 Meter, in der Lagermitte befanden sich sowohl Waschtröge als auch der [[Appellplatz (Konzentrationslager)|Appellplatz]], der sich beinahe über die gesamte Freifläche erstreckte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtarchiv.heilbronn.de&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Umgebung standen weitere Gebäude und Baracken,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lagerplan&amp;quot;&amp;gt;[https://stadtarchiv.heilbronn.de/stadtgeschichte/geschichte-a-z/k/kz-neckargartach.html &amp;#039;&amp;#039;KZ Neckargartach&amp;#039;&amp;#039;] stadtarchiv.heilbronn.de, siehe oberes Bild: Lagerplan vom Juni 1944. Auf dem Plan ist Norden rechts. Die Böllinger Straße verläuft vom linken zum oberen Bildrand. In der oberen Bildhälfte das Lager. Links unten ein Teil des Sportplatzes. Ein Ausschnitt aus dem Plan ist [https://stadtarchiv.heilbronn.de/stadtgeschichte/unterrichtsmaterial/20-jahrhundert/kz-neckargartach/quellen.html hier] verfügbar (drittes Bild).&amp;lt;/ref&amp;gt; dazu zählten die Unterkunftsgebäude für die OT und die der Wachmannschaften. Außerdem, laut Plan, eine „Abort- und Waschbaracke“ und ein „Kohlenschuppen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ankunft, Belegung und Häftlinge ===&lt;br /&gt;
Anfang September trafen die ersten 600 Häftlinge aus dem KZ-Außenlager [[Sainte-Marie-aux-Mines|Markirch]] ein, wurden allerdings aus noch gegebenem Platzmangel wie die aus dem [[KZ-Außenlager Thil|Außenlager Longwy-Thil]] deportierten Häftlinge zunächst ins [[KZ Kochendorf]] interniert. Lediglich 300 aus dem Kurzzeit-Nebenlager Deutsch-Oth, heute [[Audun-le-Tiche]], deportierten Häftlinge konnten schon direkt September in das KZ-Neckargartach überführt werden. Die anderen folgten am 4. September, mit einem Transport aus Kochendorf. Im Oktober kamen weitere 100 Insassen aus dem Außenkommando Schwindratzheim dazu, ebenso aus [[KZ-Außenlager Urbès|Wesserling-Urbis]] im Elsass. Bis Ende September 1944 stieg die Belegung auf knapp 1100 Häftlinge an. Danach nahm sie wieder ab. Im November waren es noch knapp 1000 Häftlinge.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtarchiv.heilbronn.de&amp;quot;&amp;gt;[https://stadtarchiv.heilbronn.de/stadtgeschichte/geschichte-a-z/k/kz-neckargartach.html &amp;#039;&amp;#039;KZ Neckargartach&amp;#039;&amp;#039;] stadtarchiv.heilbronn.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häftlinge waren größtenteils Ausländer. Die meisten stammten aus den Ländern [[Polen]], [[Sowjetunion]], [[Jugoslawien]], [[Italien]] und [[Frankreich]]. Einige waren [[Reichsdeutsche]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtarchiv.heilbronn.de&amp;quot; /&amp;gt; auch mehrere [[Griechenland|Griechen]] waren dabei. Die Altersspanne war relativ gering, vor allem junge Männer waren inhaftiert. Sie kamen vorwiegend aus einfachen Berufen und waren in der Landwirtschaft, als Gärtner, als Metzger oder als Handwerker tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lagerorganisation und Wachmannschaften ===&lt;br /&gt;
Als Außenlager des KZ-Natzweiler unterstand Neckargartach der dortigen [[Kommandantur]]. Der Lagerkommandant war ab Juli 1944 der von der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] übernommene Feldwebel und spätere [[SS-Oberscharführer]] [[Johannes Gillberg]] (*&amp;amp;nbsp;1912). Die Wachmannschaft bestand aus 80 SS-Angehörigen und wurde im Winter 1944/1945 durch 20 weitere Luftwaffen-Angehörige ergänzt. Ihr „Spieß“ war der [[SS-Unterscharführer]] [[Otto Lind]]. Ein wesentlicher Teil der SS-Wachmannschaften waren sogenannte „[[Volksdeutsche]]“ aus [[Rumänien]], die unter anderem zuvor schon ihren Dienst in [[KZ Auschwitz|Auschwitz]], [[Konzentrations- und Vernichtungslager Lublin-Majdanek|Lublin]], [[Radom]] und [[KZ-Außenlager Vaihingen|Vaihingen/Enz]] taten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit der Lagerbetrieb funktionieren konnte, gab es den [[Funktionshäftling|Lagerältesten]] (Karl Geissler), den oder die Lagerschreiber, Blockälteste für die einzelnen Baracken, Stubenälteste (bspw. Vally Greska) für die Unterabteilungen der Baracken und sogenannte „[[Kapo (KZ)|Kapos]]“, die unter anderem zuständig für die Aufsicht bei Arbeitskommandos waren. Laut Augenzeugenberichten sollen letztere ziemlich brutal und vor allem der [[Kennzeichnung der Häftlinge in den Konzentrationslagern|Häftlingsgruppe]] „Kriminelle“, erkennbar an dem grünen Winkel, angehört haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die medizinische Versorgung gab es einen polnischen Häftlingsarzt namens Górski, der aber aus Mangel an Medikamenten und weiteren fehlenden Ressourcen wenig erreichen konnte. Er war schon 64 Jahre alt und starb nur wenige Wochen nach der Befreiung am 24. Mai 1945. Für das Lagerpersonal übernahm der aus Neckargartach stammende Arzt Walter Eisele die Verantwortung, der auch oft die [[Leichenschau]] unterschrieb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Häftlinge gab es eine „Posterlaubniskarte“, auf der Ein- und Ausgänge eingetragen wurden. Spätere Überlebende sagten aus, dass die ankommenden Päckchen einmal den Überlebenswillen steigerten, da Kontakt mit den Angehörigen hergestellt werden konnte, und gleichzeitig Transportmittel für sonst nicht zu bekommende Lebensmittel waren. Diese Päckchen kamen jedoch sehr unregelmäßig oder bei den meisten  gar nicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der örtliche [[Bund Deutscher Mädel]] (BDM) musste für die SS Strümpfe flicken, und Neckargartacher Frauen arbeiteten in der Küche. Dabei ist unklar, ob es sich dabei um die Lager- oder die SS-Küche handelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leben und Sterben im KZ ===&lt;br /&gt;
Die am stärksten vertretenden Häftlingskategorien waren in Neckargartach die „Kriminellen“ und die politisch Verfolgten. Weitere weniger vorhandene waren: „Bibelforscher“, „Asoziale“, „Juden“, „Homosexuelle“ und „Zigeuner“. Die Lebensbedingungen waren katastrophal, es fehlte an fast allem. Häftlinge konnten teilweise wegen fehlender Holzschuhe nicht zum Arbeitseinsatz gehen, selbst die einfache [[KZ-Häftlingskleidung]] war nur mangelhaft vorhanden. Als Verpflegung ist einfache Suppe und Ersatzkaffee belegt, wobei die Suppe laut Uršič „stinkendes Wasser“ war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Außerdem gab es noch 300 Gramm Brot und etwas Fett pro Tag. Der Hunger war so groß, dass Häftlinge beim Arbeitseinsatz im Salzbergwerk Salz aßen, was zu schweren Krankheiten führte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Baracken waren unbeheizt, einige Inhaftierten stopften sich deshalb verbotenerweise Zementsäcke unter die Kleidung. Anfang 1945 brach zusätzlich noch [[Typhus]] im Lager aus. Für den Lageralltag in Neckargartach gibt es folgende Beschreibung:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Der Lageralltag begann um vier Uhr morgens, wenn durch die Funktionshäftlinge mit Lärm und Prügeln geweckt wurde. Nach dem Waschgang gab es Ersatzkaffee. Dem Zählappell folgte der Marsch zur Arbeit, die in der Tagschicht um sechs Uhr begann. Als die Nachtschicht nach halb sieben Uhr im Lager ankam, trafen sie nur noch die wenigen im Lager verbliebenen Häftlinge. Während einer Woche arbeitete ein Bauhäftling in der Tagschicht und am Samstag verlängert von sechs bis 24 Uhr. Dann wechselte er am Sonntagabend um 18 Uhr in die Nachtschicht, wieder für eine Woche. So gab es keine arbeitsfreien Tage und die Schlafstellen waren optimal genutzt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verhalten der Wachmannschaften ====&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den schlechten Lebensbedingungen kamen tägliche Schikanierungen der SS und weiterer Wachmannschaften dazu. Auch wenn es in Neckargartach nach Aussagen relativ „mild“ zuging, gehörten Schläge so wie andere körperliche Gewalt, aber auch psychische Erniedrigungen zum Alltag. Beispielsweise seien bei [[Fliegeralarm|Luftalarm]] alle Lichter im Lager extra angelassen worden, während sich das Lagerpersonal in [[Luftschutzstollen]] zurückzog. Laut weiteren Überlebenden- und Zeitzeugenberichten waren die Luftwaffenangehörigen „die Besseren“, während die SS rücksichtsloser vorging. Einmal sollen Russen, die „[[Die Internationale]]“ gesungen hatten, „bis aufs Blut“ zusammengeschlagen worden sein und anschließend „wurden sie auf den glühenden Ofen geworfen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Jean-Pierre Bretnacker.jpg|mini|Jean-Pierre Bretnacker 1946. Er sagte unter anderem im [[Rastatter Prozesse|Raststatter Prozess]] aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für eine Hilfeleistung ist durch den seit im Dezember 1944 im „Lagerbüro“ eingesetzten lothringischen Häftling Jean-Pierre Bretnacker belegt. Der OT-Truppenführer Kleinknecht gab ihm zusätzliches Essen für Informationen. Diese beinhalteten das Bild der Wachmannschaften auf Kleinknecht, da dieser wohl bei den SS-Männern aufgrund einer möglichen kommunistischen Vergangenheit nicht beliebt gewesen sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überliefert ist auch eine Erschießung, ausgeführt von dem Luftwaffen-Gefreiten Ernst Pöschke. Dabei soll er einen italienischen Häftling, der in einer Bauhütte vor nassem Wetter Schutz suchte und dort einschlief, getötet haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Fluchtversuche ====&lt;br /&gt;
Im Zeitraum der Lagerexistenz gab es mindestens vier Fluchtversuche. Die detaillierteste Beschreibung gab ein italienischer Häftling. Er sei mit einer gestohlenen Drahtzange in der Nacht des 7. Oktober 1944  durch den [[Stacheldraht|Stacheldraht-Zaun]] hindurchgekommen und durch einen an dieser Stelle befindlichen [[Entwässerungsgraben]] hindurchgerutscht. Nach mehrtägiger Flucht wurde er am 12. Oktober verhaftet, nach [[Karlsruhe]] in das [[Gefängnis]] gebracht und am 1. November wieder nach Neckargartach überstellt. Dort wurde er relativ mild mit 25 Stockhieben bestraft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere, diesmal wahrscheinlich erfolgreiche Flucht, gelang einem Franzosen. Er nutzte die Gelegenheit eines [[Luftkrieg|Bombenangriffes]], als sich die Wachmannschaften im Luftschutzstollen befanden. Der Stubenälteste Greska meldete das Verschwinden erst am nächsten Morgen, musste deshalb in „Dunkelarrest“ und alle Häftlinge auf dem Appellplatz für 24 Stunden „strafstehen“, ohne Essen und Trinken. Aufgrund dessen wurde ein Galgen, wie es hieß: „Für den lieben Heimkehrer“, errichtet. Über den weiteren Verbleib des Franzosen ist nichts bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im September gab es wohl einen Fluchtversuch von drei Russen, wobei einer von ihnen relativ schnell wieder eingefangen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Flucht eines Deutschen im Januar 1945 ist von Geissler bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tätigkeiten der Häftlinge ====&lt;br /&gt;
Die Häftlinge wurden unter der Leitung der OT und des Tiefbauunternehmens Berger in zwei Stollen des Salzbergwerks Neckargartach eingesetzt. Sie sollten die [[U-Verlagerung|Untertage-Verlagerung]] von Produktionsstätten für Rüstungsgüter im Rahmen des geheimen Projekts „Steinbock“ vorbereiten. Dazu bauten sie die bestehenden Stollen aus und gruben einen neuen Schrägstollen im heutigen Industriegebiet. Ein weiterer senkrechter Zugang wurde oberhalb der Karl-Wüst-Brücke in Angriff genommen. Ursprünglich sollte die [[Erla Maschinenwerk]] GmbH aus Leipzig hier Jagdflugzeuge produzieren, im September 1944 wurde der Standort jedoch dem Konzern [[I.G. Farben]] überlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtarchiv.heilbronn.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Arbeit im Verlagerungsprojekt &amp;#039;&amp;#039;Steinbock&amp;#039;&amp;#039; mussten die Häftlinge an der Böllinger Straße noch einen [[Luftschutzstollen]] für OT-Angehörige und Zivilpersonen ausbauen. Sie selbst durften diese Schutzräume generell nicht benutzen. Nach dem schweren [[Luftangriff auf Heilbronn]] am 4. Dezember 1944 wurden die Arbeiten in den Salzstollen bis Ende Januar 1945 unterbrochen. Die Häftlinge mussten nun Opfer bergen und die verschüttete Innenstadt von Heilbronn aufräumen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.mahnung-gegen-rechts.de/pages/staedte/Heilbronn/pages/HeilbronnSalzbergwerk.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Barfuss ins Salzbergwerk&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20110719061016}} mahnung-gegen-rechts.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Geplant war, die Häftlinge nach dem Stollenausbau in der Produktion von Rüstungsgütern einzusetzen, doch dazu kam es nicht mehr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtarchiv.heilbronn.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Todesfälle ====&lt;br /&gt;
Die Arbeit geschah unter schlimmsten Bedingungen, wodurch zahlreiche Häftlinge umkamen. Insgesamt starben geschätzt etwa 300 Häftlinge an Erschöpfung, Hunger, Misshandlung und Krankheiten wie [[Typhus]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtarchiv.heilbronn.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein SS-Rottenführer hatte die Sterbefälle im Lager dem Standesamt in Heilbronn anzuzeigen. Er machte meist Sammelmeldungen über sechs oder sieben Todesfälle. Insgesamt wurden dem Standesamt in Heilbronn 191 verstorbene Häftlinge gemeldet: 67 Polen, 48 Italiener, 35 Russen, 27 Jugoslawen, 3 Franzosen, 3 Lothringer und 8 Reichsdeutsche. Als Todesursachen wurden hauptsächlich Entkräftung, Lungenentzündung und Typhus angegeben, aber auch ein bei einem Fluchtversuch erschossener Häftling wurde gemeldet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steinhilber S. 3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Steinhilber: &amp;#039;&amp;#039;Auch diese Toten mahnen: KZ-Lager und Ehrenfriedhof in Neckargartach&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Heilbronner Stimme]]&amp;#039;&amp;#039;, 31. Oktober 1960, S. 3 ([https://archivsuche.heilbronn.de/plink/o-915 Digitalisat] bei archivsuche.heilbronn.de).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31 Häftlinge wurden im Krematorium auf dem [[Hauptfriedhof (Heilbronn)|Heilbronner Hauptfriedhof]] eingeäschert. Zwei Tote wurden auf dem [[Jüdischer Friedhof Sontheim|Sontheimer Judenfriedhof]] beigesetzt und später auf den [[Südfriedhof Sontheim]] umgebettet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steinhilber S. 3&amp;quot; /&amp;gt; Als die Zahl der Todesfälle im Winter stark anstieg, verscharrte man die Leichen in einem Massengrab, das in der Nähe des Lagers angelegt wurde. Das Massengrab befand sich südlich des Lagers auf der westlichen Seite der Böllinger Straße.&amp;lt;ref&amp;gt;Am Ort des Massengrabs wurde später der KZ-Friedhof angelegt. Zur Lage siehe [[KZ-Friedhof Neckargartach]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie viele Tote in dem Massengrab bestattet wurden, ist nicht mehr genau feststellbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtarchiv.heilbronn.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Räumung des Lagers ===&lt;br /&gt;
Als die US-amerikanischen Truppen sich näherten, ließ die SS das Lager räumen. Die Häftlinge, die Wachmannschaft und die Lagerdokumente sollten ins [[KZ Dachau]] gebracht werden. Zuerst wurden etwa 300 kranke Häftlinge am 31. März 1945 mit einem Zug abtransportiert, der am 9. April Dachau erreichte. Mindestens 50 der kranken Häftlinge starben während des Transports.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtarchiv.heilbronn.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1945 um 12:00 Uhr, es war der [[Ostersonntag]], wurden die restlichen etwa 500 Häftlinge auf einen [[Todesmärsche von KZ-Häftlingen|Todesmarsch]] nach Dachau geschickt. Damit war das Lager aufgelöst. Sie gingen in Gruppen von etwa 100 Häftlingen, bewacht von SS-Leuten und Hunden. Die ausgezehrten Häftlinge hatten einen 350 Kilometer langen Fußmarsch zu bewältigen. Außerdem mussten sie Pferdewagen ziehen, auf denen die Feldküche, das Gepäck und das Lagerarchiv mitgeführt wurden. Später wurden auch einige Häftlinge, die nicht mehr gehen konnten, auf die Pferdewagen geladen. Die Route führte über [[Frankenbach (Heilbronn)|Frankenbach]], [[Leingarten|Großgartach]] und [[Nordheim (Württemberg)|Nordheim]] über [[Hausen an der Zaber|Hausen/Zaber]] und die Schellenmühle nach [[Bönnigheim]], dann weiter, unter anderem über [[Ludwigsburg]], [[Schorndorf]], [[Göppingen]] und [[Augsburg]] nach [[Dachau]]. Slowenische Häftlinge führten unterwegs Tagebuch, weshalb viele Informationen über den Marsch erhalten wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde laut den Berichten in Scheunen, Bauernhöfen oder Hütten übernachtet. Man aß aus den Schweine-Trögen. In den ersten Tagen flohen zwei SS-Wachsoldaten mit 20–30 Häftlingen. Weitgehend übereinstimmend berichten drei Zeitzeugen über die Ermordung von zwei mutmaßlich russischen Häftlingen am 21. April in der Ortschaft [[Winkl (Prittriching)|Winkl]]. Sie hatten sich beim Appell vor dem Abmarsch in der Scheune versteckt gehalten, um zu fliehen, wurden aber entdeckt und erschossen. Am 22. April sei ein Wagen mit Essen vom [[KZ Dachau]] gekommen und habe kranke Häftlinge mitgenommen. Zumindest werden vier Tage später im KZ Dachau sechs zugehende Häftlinge von Neckargartach registriert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Arno Huth |url=https://mosbach-gegen-rechts.de/2020/04/12/ostermarsch-vor-75-jahren-kz-neckargartach/ |titel=Ein „Ostermarsch“ vor 75 Jahren: „Flucht vor der Freiheit“ |werk=https://mosbach-gegen-rechts.de/ |hrsg=Arno Huth |datum=2020 |abruf=2024-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27. April kamen von den 500 Häftlingen 441 in Dachau an. Einige Häftlinge konnten fliehen, mindestens fünf wurden auf dem Marsch getötet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtarchiv.heilbronn.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== KZ-Friedhof ==&lt;br /&gt;
[[Datei:KZ Neckargartach.jpg|mini|Mahnmal im KZ-Friedhof Neckargartach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|KZ-Friedhof Neckargartach}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort des Massengrabs wurde nach dem Kriegsende von engagierten Neckargartacher Bürgern als Ehrenfriedhof gestaltet. Zwei Gedenktafeln am Eingang und ein Mahnmal, das aus Trümmern der am 2. April 1945 gesprengten [[Neckargartacher Neckarbrücke]] errichtet wurde, erinnern an die verstorbenen KZ-Häftlinge.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://stadtarchiv.heilbronn.de/stadtgeschichte/geschichte-a-z/k/kz-neckargartach.html &amp;#039;&amp;#039;KZ Neckargartach&amp;#039;&amp;#039;] stadtarchiv.heilbronn.de, Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;KZ-Friedhof&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken und Gedenkstätte ==&lt;br /&gt;
Seit 1946 finden regelmäßig Gedenktage, meistens am 1. April, am KZ-Friedhof in Neckargartach statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Dokumentation des [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunks]] über den letzten Häftling von Dachau, aus dem Jahr 2022, wurde auf das Lager Neckargartach eingegangen. Der Protagonist des Films, Mieczyslaw Charecki, war dort Häftling und machte den Todesmarsch 1945 mit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ardmediathek.de/video/kontrovers/nummer-161-896-der-letzte-haeftling-von-dachau/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9XT046MzE1NTQ2ODA3ODEzX0YyMDIxV08wMjgxODdBMDpjaGFubmVsXzI4MTA3 |titel=Kontrovers: Nummer 161.896 - Der letzte Häftling von Dachau - hier anschauen |sprache=de |abruf=2025-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:3D-Modell KZ Neckargartach.jpg|mini|Während in diesem Modell die heute bestehenden Strukturen in 2D dargestellt sind, werden die Gebäude aus der Zeit des Konzentrationslagers in 3D hervorgehoben. Zu sehen sind unter anderem das Lagergelände und SS-Baracken. ]]&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 2023 gründete sich die „Initiative Gedenkstätte KZ Heilbronn-Neckargartach“, um an das Konzentrationslager in Heilbronn zu erinnern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rnz.de/region/sinsheim-kraichgau_artikel,-Heilbronn-KZ-Gedenkstaette-soll-aufgewertet-werden-_arid,1151801.html#google_vignette |titel=Heilbronn: KZ-Gedenkstätte soll aufgewertet werden |sprache=de |abruf=2024-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://meine.stimme.de/heilbronn/c-bildung-soziales/kz-heilbronn-neckargartach_a230437 |titel=KZ Heilbronn-Neckargartach |datum=2024-05-01 |sprache=de |abruf=2024-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist eine Abteilung der „Kulturschmiede“, einem Teil des „Arbeitskreis Heimat und Kultur Neckargartach e.V.“, eine eigene Website ist im Aufbau. Die Initiative wurde 2024 Mitglied im „[[Verbund der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler]]“ (VGKN) und bildet so das 16. Gedenkstätten-Mitglied. Ihre Arbeit umfasst Führungen, die Arbeit mit Schulklassen und Gespräche mit Nachfahren der Opfer. Außerdem öffnet sie jährlich am [[Tag des offenen Denkmals]] den KZ-Friedhof für interessierte Besucher.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.akhkn.de/2024/09/tag-der-offenen-tuer-2024/ |titel=Tag der offenen Tür 2024 – AKHKN e.V. – Kulturschmiede Neckargartach |datum=2024-10-04 |sprache=de-DE |abruf=2024-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gedenkstätte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Januar 2025 gab die Stadt Heilbronn in Zusammenarbeit mit der Initiative bekannt, starke bauliche Veränderungen im Gebiet des ehemaligen Lagergeländes und um den KZ-Friedhof herum vorzunehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stadt Heilbronn - Pressestelle |url=https://www.heilbronn.de/rathaus/aktuelles/details/artikel/gedenkkonzept-fuer-kz-neckargartach.html |titel=Gedenkkonzept für KZ Neckargartach |datum=2025-01-13 |sprache=de |abruf=2025-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:KZ-Gedenkstätte Neckargartach.jpg|mini|Elemente der KZ-Gedenkstätte Neckargartach am [[Tag des offenen Denkmals]] 2025]]&lt;br /&gt;
Die KZ-Gedenkstätte Neckargartach wurde schließlich zur Gedenkfeier am 1. April 2026 offiziell eingeweiht, nachdem ein Jahr zuvor schon erste Elemente aufgestellt worden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stimme.de/heilbronn/stadt-heilbronn/neues-gedenkkonzept-fuer-ehemaliges-kz-in-neckargartach-art-5039676 |titel=Neues Gedenkkonzept für ehemaliges KZ in Neckargartach - STIMME.de |datum=2025-04-02 |sprache=de |abruf=2025-04-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das ehemalige Lagergelände wurde in Teilen durch rote Bodenmarkierungen wieder sichtbar gemacht und mit Cortenstahl-Wänden sowie einem 3D-Modell ergänzt. Am Aufgang zum KZ-Friedhof wurde ein Eingangsportal geschaffen und das Gebiet um den Friedhof selbst durch weitere Cortenstahl-Wände mit Zitaten von Zeitzeugen und einer gekiesten Fläche neu gestaltet. Des Weiteren wurden Zufahrten und bestehende Infrastruktur ausgebaut.  Das Stadtarchiv Heilbronn veröffentlichte eine Website, die genauer auf die Geschichte des Lagers und die Gedenkstätte eingeht. Sie ist durch die QR-Codes an den Informationswänden abrufbar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://kz-neckargartach.heilbronn.de/startseite.html |titel=Website KZ-Gedenkstätte Neckargartach |sprache=de-DE |abruf=2026-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
KZ-Gedenkstätte Neckargartach Überblick.jpg| Überblick über die Gedenkstätte mit Stacheldrahtzaun-Markierung&lt;br /&gt;
KZ-Gedenkstätte Heilbronn Neckargartach Plan.jpg| Tafel mit Grundriss des Lagers&lt;br /&gt;
KZ-Gedenkstätte Heilbronn Neckargartach Cortenwand.jpg| Cortenstahlwand auf rot markierter Fläche, die den Standort einer Baracke zeigt&lt;br /&gt;
KZ-Gedenkstätte Heilbronn Neckargartach Eingangsportal.jpg| Eingangsportal zum KZ-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Steinhilber]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Heilbronner Ehren- und Sonderfriedhöfe&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schwaben und Franken. Heimatgeschichtliche Beilage der Heilbronner Stimme&amp;#039;&amp;#039;, 6. Jahrgang, Nr. 11, 26. November 1960, S. 1–2.&lt;br /&gt;
* Heinz Risel: &amp;#039;&amp;#039;KZ in Heilbronn. Das SS-Arbeitslager Steinbock in Neckargartach. Augenzeugenberichte – Dokumente – Tatsachen mit Material über Kochendorf und Bad Rappenau&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag, Nordheim 1987, ISBN 3-9801585-0-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studienkreis Deutscher Widerstand.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 5/1, &amp;#039;&amp;#039;Baden-Württemberg I, Regierungsbezirke Karlsruhe und Stuttgart.&amp;#039;&amp;#039;) VAS, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-88864-032-6.&lt;br /&gt;
* [[Christhard Schrenk]]: &amp;#039;&amp;#039;Schatzkammer Salzbergwerk. Kulturgüter überdauern in Heilbronn und Kochendorf den Zweiten Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Heilbronn,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 8). Heilbronn 1997, ISBN 3-928990-61-6.&lt;br /&gt;
* Heinz Risel: &amp;#039;&amp;#039;Das Konzentrationslager Heilbronn-Neckargartach. Umrisse seiner Geschichte&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kleine Schriftenreihe des Archivs der Stadt Heilbronn,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 72). Heilbronn 2025, ISBN 978-3-940646-38-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://kz-neckargartach.heilbronn.de/startseite.html Website KZ-Gedenkstätte Neckargartach] erstellt vom Stadtarchiv Heilbronn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://stadtarchiv.heilbronn.de/stadtgeschichte/geschichte-a-z/k/kz-neckargartach.html KZ Neckargartach] stadtarchiv.heilbronn.de&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/neckargartach_kz_friedhof.htm KZ-Friedhof Neckargartach] alemannia-judaica.de&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.mahnung-gegen-rechts.de/pages/staedte/Heilbronn/pages/HeilbronnSalzbergwerk.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Barfuss ins Salzbergwerk&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20110719061016}} mahnung-gegen-rechts.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=49.175046 |EW=9.19842 |type=landmark |dim=2000 |region=DE-BW}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=4686365-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof|Neckargartach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:U-Verlagerung|Neckargartach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Heilbronn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Zwangsarbeitslager|Neckargartach]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Plipp13</name></author>
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