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	<title>K-19 - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=K-19&amp;diff=362005&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Commonscat mit Helferlein hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-04-13T19:47:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commonscat mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wurgl/8Schwestern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wurgl/8Schwestern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Helferlein&lt;/a&gt; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt das sowjetische Atom-U-Boot; die Verfilmung des Unfalls der K-19 im Jahr 1961 von 2002 findet sich unter [[K-19 – Showdown in der Tiefe]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Schiff&lt;br /&gt;
| Schiffskategorie = Kriegsschiff&lt;br /&gt;
| Name = K-19&lt;br /&gt;
| Bild = K-19.jpg&lt;br /&gt;
| Bildtext = K-19 an der Oberfläche&lt;br /&gt;
|{{Infobox Schiff/Basis&lt;br /&gt;
 | AbJahr              = &lt;br /&gt;
 | Land                = {{SUN-SK}}&lt;br /&gt;
 | andere Schiffsnamen = &lt;br /&gt;
 | Schiffstyp          = [[U-Boot mit ballistischen Raketen]]&lt;br /&gt;
 | Schiffsklasse       = [[Projekt 658]]&lt;br /&gt;
 | Rufzeichen          = &lt;br /&gt;
 | Heimathafen         = &lt;br /&gt;
 | Eigner              = &lt;br /&gt;
 | Reederei            = &lt;br /&gt;
 | Bestellung          = &lt;br /&gt;
 | Bauwerft            = [[Sewmasch-Werft|Werft 402]], [[Sewerodwinsk]]&lt;br /&gt;
 | Baunr               = &lt;br /&gt;
 | Baukosten           = &lt;br /&gt;
 | Kiellegung          = 17. Oktober 1958&lt;br /&gt;
 | Stapellauf          = 17. Oktober 1959&lt;br /&gt;
 | Taufe               = &lt;br /&gt;
 | Übernahme           = &lt;br /&gt;
 | Indienststellung    = 12. November 1960&lt;br /&gt;
 | Reaktivierung       = &lt;br /&gt;
 | Außerdienststellung = &lt;br /&gt;
 | Streichung          = &lt;br /&gt;
 | Verbleib            = abgewrackt&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|{{Infobox Schiff/Daten&lt;br /&gt;
 | AbJahr      = &lt;br /&gt;
 | Länge       = 114,1&lt;br /&gt;
 | Lpp         = &lt;br /&gt;
 | KWL         = &lt;br /&gt;
 | Breite      = 9,2&lt;br /&gt;
 | Seitenhöhe  = ca. 12&lt;br /&gt;
 | Tiefgang    = 7,3&lt;br /&gt;
 | Verdrängung = 1961: 4.030 t&lt;br /&gt;
 | Vermessung  = &lt;br /&gt;
 | Besatzung   = 1961: 114 Mann&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|{{Infobox Schiff/Antrieb&lt;br /&gt;
 | AbJahr            = &lt;br /&gt;
 | Antrieb           = 2 × WM-A-[[Druckwasserreaktor]]en&lt;br /&gt;
 | Maschinenleistung = 2 × 70 [[Watt (Einheit)|Megawatt]]&lt;br /&gt;
 | Geschwindigkeit_M = &lt;br /&gt;
 | Propeller         = 2&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|{{Infobox Schiff/U-Boot&lt;br /&gt;
 | AbJahr            = &lt;br /&gt;
 | Aktionsradius     = &lt;br /&gt;
 | Einsatzdauer      = &lt;br /&gt;
 | Tauchzeit         = &lt;br /&gt;
 | Tiefe_Max         = 300&lt;br /&gt;
 | Tiefe_Norm        = 240&lt;br /&gt;
 | Tiefe_Z           = &lt;br /&gt;
 | Geschwindigkeit_A = 18&lt;br /&gt;
 | Geschwindigkeit_U = 26&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|{{Infobox Schiff/Militär&lt;br /&gt;
 | AbJahr     = &lt;br /&gt;
 | Bewaffnung = &lt;br /&gt;
* 4 [[Torpedorohr]]e Ø 533 mm&lt;br /&gt;
* 4 Torpedorohre Ø 400 mm&lt;br /&gt;
* 3 Startrohre für [[R-13 (Rakete)|R-13]] (1961)&lt;br /&gt;
 | Panzerung  = &lt;br /&gt;
 | Sensoren   = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;K-19&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Sowjetunion|sowjetisches]] [[Atom-U-Boot]] des [[Projekt 658|Projekts 658]], das von der [[NATO]] als &amp;#039;&amp;#039;Hotel-Klasse&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde. Es war das U-Boot der sowjetischen Marine, das in seiner Bau- und späteren Dienstzeit lange Zeit den traurigen Rekord hielt, mehr Seeleute das Leben gekostet zu haben als jedes andere der Flotte, und das in Anspielung auf einen Störfall am 4. Juli 1961 den inoffiziellen Spitznamen „[[Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki|Hiroshima]]“ erhielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lenta&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K-19 hatte als erstes nuklear angetriebenes U-Boot der sowjetischen Marine ballistische [[Atomwaffe]]n an Bord. Die drei Raketen hatten eine Reichweite von 650 km und eine Sprengkraft von je 1,4 Megatonnen [[TNT-Äquivalent]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Boote des Projekts 658 waren seinerzeit von strategischer Bedeutung für die UdSSR, da sie Atomwaffen bis an die amerikanische Küste tragen konnten. [[Interkontinentalrakete]]n, die diese Ziele auch aus größerer Entfernung hätten erreichen können, waren zu dieser Zeit [[R-7#Einsatz als Interkontinentalrakete|noch nicht ausgereift]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bau und Testfahrten ==&lt;br /&gt;
K-19 wurde am 17. Oktober 1958 unter der Baunummer 901 von der [[Sewmasch-Werft|Werft Nummer 402]] in [[Sewerodwinsk]] auf Kiel gelegt. Bei Arbeiten an einem der Ballasttanks kam es zu einem Brand, bei dem drei Werftarbeiter starben. Mitte Oktober 1959 lief das U-Boot vom Stapel. Die [[Champagner]]flasche, die bei der Zeremonie an einer der Schrauben zerschellen sollte, rutschte ab und blieb unbeschädigt, weil sie von der Gummibeschichtung des Rumpfes abgebremst wurde. Anschließend wurde das Boot zahlreichen Tests unterzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während abschließender Tests im Januar 1960 kam es durch Bedienungsfehler zu Schäden am Reaktorsystem. Die Rohre, Ventile und Verschlüsse des Kühlsystems wurden dabei einem Druck von 40,4 [[Pascal (Einheit)|MPa]] (404 [[Bar (Einheit)|bar]]) ausgesetzt, was einer Überschreitung des zulässigen Drucks um 100 % entsprach.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Apalkow: &amp;#039;&amp;#039;U-Boote der Sowjetischen Marine 1945–1991, Teil 1.&amp;#039;&amp;#039; S. 166.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Besatzungsmitglied und der verantwortliche Ingenieur wurden nach der abschließenden Untersuchung ersetzt und der für die Übergabe verantwortliche Kommandant um einen Dienstgrad degradiert. Die Reparatur dauerte bis Juni 1960, dabei mussten der Reaktor geöffnet und die Brennstäbe entfernt werden, um die beschädigten Teile erreichen zu können. Beim Austausch der Teile wurden von einem Reparaturtrupp [[Käfer]] innerhalb der Reaktorkammer gefunden, die auf dem Graphitschmiermittel ausgebauter Bolzen herumliefen. Die genaue Art – und damit Informationen über ihre Lebensweise – konnte nicht bestimmt werden, da das Spezialinstitut auf die Anfrage nach Zusendung von Exemplaren keine Antwort schickte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deepstorm.ru/DeepStorm.files/45-92/nbrs/658/k19/k19.htm Einsatzgeschichte der K-19 auf deepstorm.ru, gesichtet am 21. Juni 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Testfahrten von insgesamt mehr als 1.000 [[Seemeile]]n kam es bei einem Tauchgang an die Belastungsgrenze von 300 Metern bei 280 Metern zu Undichtigkeiten an der Luke oberhalb des Reaktorraums, die sich beim Fortsetzen des Tauchgangs zu einem Wassereinbruch ausweiteten, so dass ein Manöver zum Notauftauchen eingeleitet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kapitän Zweiten Ranges|Kapitän 2. Ranges]] (Fregattenkapitän / Oberstleutnant) Nikolai Wladimirowitsch Satejew wurde zum Kommandanten von K-19 ernannt&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;wird gelegentlich auch als [[Kapitän Ersten Ranges|Kapitän 1.&amp;amp;nbsp;Ranges]] geführt, Zeitpunkte der einzelnen Beförderungen sind unklar.&amp;lt;/ref&amp;gt; und übernahm das Boot am 12. November 1960 vom Werftkommandanten. K-19 wurde am 16. November 1960 der [[Nordflotte]] zugewiesen. Im Dezember 1960 wurde eine Pumpe des Kühlwasserkreislaufs durch einen Schaden an einem [[Kugellager]] zerstört und die gesamte Pumpe musste ersetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Beladen des Bootes mit Raketen kam es 1961 zu einem weiteren Unfall, bei dem ein Matrose starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reaktorunfall ==&lt;br /&gt;
=== Hergang ===&lt;br /&gt;
Anfang Juli 1961 nahm K-19 an der Übung &amp;#039;&amp;#039;Polarkreis&amp;#039;&amp;#039; teil. Später stellte sich heraus, dass sich hier bereits eine kleine undichte Stelle innerhalb des primären Kühlwasserkreislaufs des zweiten Reaktors gebildet haben musste. Sie war innerhalb des Kreislaufs eines Drucksensors aufgetreten, so dass die Anzeige des Druckmessers keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen Zustand des Kühlsystems mehr zuließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Übung kam es am 4. Juli 1961, 70 [[Seemeile]]n von der Insel [[Jan Mayen]] entfernt, um 04:15&amp;amp;nbsp;Uhr an Bord zu einem [[Störfall]] am Reaktor, als das Leck im Primärkühlkreis zum Ausfall der Kühlung führte. Die [[Steuerstab|Steuerstäbe]] wurden abgesenkt und der Reaktor abgeschaltet. Die Kühlung, die jedoch weiterhin nötig war, um die [[Nachzerfallswärme]] abzuführen, konnte nicht mehr gewährleistet werden, da die Pumpen für die Zirkulation des Kühlmittels wegen des Druckabfalls im Kreislauf ausfielen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lenta&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://lenta.ru/articles/2006/02/01/k19/ |titel=К-19 – достойная награда спустя 45 лет |werk=lenta.ru |hrsg=lenta.ru |sprache=ru |abruf=2020-04-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Druck im Kühlkreislauf betrug zunächst rund 202&amp;amp;nbsp;bar, die Temperatur 300&amp;amp;nbsp;°C. Mit fallendem Druck erhöhte sich die Temperatur und das Kühlmittel begann zu sieden. Druck und Temperatur innerhalb des Reaktorraums erhöhten sich weiter, die Brennstäbe erreichten letztlich eine Temperatur von 800&amp;amp;nbsp;°C und es drohte eine [[Kernschmelze]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iaea.org/inis/collection/NCLCollectionStore/_Public/37/064/37064918.pdf Reistad und Ølgaard: &amp;#039;&amp;#039;Inventory and Source Term Evaluation of Russian Nuclear Power Plants for Marine Applications.&amp;#039;&amp;#039; iaea.org, S. 12 und folgende, gesichtet am 20. Juni] (PDF-Datei; 563&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Es war der erste ernste Zwischenfall mit einem Kernreaktor auf See in der sowjetischen Marine;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Schaffung der nuklearen U-Boot-Flotte der Sowjetunion.&amp;#039;&amp;#039; S. 163.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Offiziere waren sich nicht sicher, was passieren würde und befürchteten im schlimmsten Fall gar eine [[Kernexplosion|nukleare Explosion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Marine konnte keine Unterstützung per Funk angefordert werden, da die Antenne für Langstreckenübertragungen defekt war und die verbliebene Antenne nur Übertragungen auf kurze Entfernungen zuließ.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lenta&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kühlkreisläufe der [[WM-Reaktor|WM-70-Reaktoren]] verfügten über keine Vorrichtungen oder Anschlüsse, um dem Primärkühlkreislauf von außen frisches Kühlwasser zuzuführen, deshalb mussten Techniker den Reaktorraum betreten und provisorisch eine Notkühlung anbringen. Um die Zeit, die der Zusammenbau der Rohrleitungen für dieses Kühlsystem in Anspruch nahm, zu nutzen, wollten die Techniker den Reaktor provisorisch mit Wasser aus einem Gummischlauch kühlen, den sie direkt an die Reservekühlpumpe anschlossen. Das kalte Wasser aus dem Schlauch traf auf das heiße Wasser im Reaktor und verursachte einen [[Siedeverzug|spontanen Verdampfungsprozess]], bei dem heißer Dampf und kontaminiertes Wasser in die Reaktorkammer geschleudert wurden. Der Schlauch wurde dabei zerstört und die [[Dosisleistung]] innerhalb der Kammer stieg beträchtlich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://korabley.net/news/proisshestvie_na_sovetskoi_podvodnoi_lodke_k_19/2009-07-17-302 Artikel &amp;#039;&amp;#039;Происшествие на советской подводной лодке «К-19»&amp;#039;&amp;#039; (russisch) auf korabley.net, gesichtet am 21. Juni 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Rohrleitung vorbereitet war, begann die Endmontage, während derer die Techniker hohen Dosen [[Ionisierende Strahlung|ionisierender Strahlung]] ausgesetzt waren. [[Leutnant zur See|Leutnant]] Boris Korchilow und acht weitere Seeleute arbeiteten insgesamt zwei Stunden im Reaktorraum, bis sie die Leitung für ein Notkühlsystem verschweißt hatten und die Temperatur im Reaktor zu sinken begann. Sechs der Männer starben innerhalb einer Woche an der [[Strahlenkrankheit]], zwei weitere nach vierzehn Tagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kapitän Satejew:&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert in &amp;#039;&amp;#039;Die Schaffung der nuklearen U-Boot-Flotte der Sowjetunion.&amp;#039;&amp;#039; S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Однако потерять несколько&lt;br /&gt;
человек или погибнуть экипажу — вот каков был мой выбор. […]&lt;br /&gt;
система сработала, экипаж и&lt;br /&gt;
лодка были спасены. Но какой ценой! […] страшно&lt;br /&gt;
было смотреть на ребят, они получили чудовищную дозу облучения. Лица изменились, не могли говорить, их рвало…&lt;br /&gt;
 |Sprache=ru&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Einige Männer zu verlieren – oder die gesamte Mannschaft – das war die Wahl, vor der ich stand. […] Das System funktionierte [wieder]. Mannschaft und Boot waren gerettet. Aber zu welchem Preis! […] Die Jungs sahen furchtbar aus, hatten eine monströse Überdosis Strahlung abbekommen. Die Gesichter verändert, konnten nicht mehr sprechen, übergaben sich …}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Leck waren weiterhin radioaktive [[Spaltprodukt]]e ausgetreten und in die Ventilation wie auch das [[Bilge]]nwasser gelangt, sodass das gesamte Boot [[Kontamination (Radioaktivität)|kontaminiert]] und die Besatzung einer hohen Strahlendosis ausgesetzt wurde. Die Notrufe von K-19 wurden schließlich von [[S-270]], einem dieselgetriebenen U-Boot der Nordflotte, aufgefangen, das ebenfalls an der Übung teilgenommen hatte. S-270 übernahm zunächst die schwerverletzten Seeleute von K-19: drei Männer der Reparatureinheit, die bereits bewegungsunfähig auf Tragen an Bord gebracht werden mussten, und acht weitere, die noch gehen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Fall, dass Schiffe der NATO versuchen sollten, K-19 zu übernehmen, hielt S-270 zwei Torpedos schussbereit, um K-19 bei Bedarf schnell versenken zu können. Drei Tage darauf wurde K-19 nach dem Zusammentreffen mit Überwasserschiffen der Flotte in den Heimathafen geschleppt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://k19.ru/2007/04/16/komandir-podlodki-s-270-kapitan-3-ranga-zh-sverbilov-o-tragedii-k-19-1961-goda/ |titel=Советская подводная лодка К-19 * Командир подлодки С-270 капитан 3 ранга Ж. Свербилов о трагедии К-19 1961 года |datum=2012-02-28 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120228111050/http://k19.ru/2007/04/16/komandir-podlodki-s-270-kapitan-3-ranga-zh-sverbilov-o-tragedii-k-19-1961-goda/ |archiv-datum=2012-02-28 |archiv-bot=2022-11-24 02:24:07 InternetArchiveBot |abruf=2020-04-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den nächsten zehn Jahren starben weitere siebzehn Besatzungsmitglieder an strahlungsbedingtem [[Krebs (Medizin)|Krebs]], später auch [[Wassili Alexandrowitsch Archipow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rezeption ===&lt;br /&gt;
Kapitän Satejew schlug Leutnant Korchilow [[postum]] für den Titel [[Held der Sowjetunion]] vor. Doch die Vergabe von hochrangigen Auszeichnungen an ihn und andere wurde mit der Begründung abgelehnt, dass auf diese Weise zu viel Aufmerksamkeit auf den als streng geheim eingestuften Vorfall gelenkt würde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Schaffung der nuklearen U-Boot-Flotte der Sowjetunion.&amp;#039;&amp;#039; S. 184.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Todesursachen, die man den Angehörigen der verstorbenen Männer mitteilte, beinhalteten dann auch keinen Hinweis auf die Strahlung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://k19.ru/2009/11/14/%D0%BF%D1%80%D0%B0%D0%B2%D0%B8%D1%82%D0%B5%D0%BB%D1%8C%D1%81%D1%82%D0%B2%D0%B5%D0%BD%D0%BD%D0%B0%D1%8F-%D0%B2%D0%B5%D1%80%D1%81%D0%B8%D1%8F-%D0%B3%D0%B8%D0%B1%D0%B5%D0%BB%D0%B8-%D0%BC%D0%B0%D1%82/ k19.ru, Dokumente mit falschen Todesursachen, gesichtet am 20. Juni 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber schon während der so genannten [[Tauwetter-Periode]] in der Sowjetunion gab es am Theater eine kritische Auseinandersetzung mit dem Störfall, den der kirgisische Autor [[Mar Baidschijew]] nach einem autobiographischen Erlebnis (Baidschijew selbst war an der Behebung des Atomunfalls des havarierten U-Boots beteiligt) im Theaterstück &amp;#039;&amp;#039;Duell&amp;#039;&amp;#039; 1966 zuerst in russischer und dann auch in kirgisischer Sprache niederschrieb. 1969 schuf dann der Autor [[Wassili Pawlowitsch Aksjonow]] eine eigene Fassung des Stückes, das in dieser Version zu den wenigen bekannten Werken der nichtoffiziellen Literatur der Sowjetunion gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;„Der Dichter Wassili Aksjonow“ Magisterarbeit von [[Herbert Gantschacher]] zur Erringung des akademischen Titels &amp;#039;&amp;#039;Magister Artium&amp;#039;&amp;#039; an der Hochschule, heute Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, Re/1653/1988, Juli 1988.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 kam der Film &amp;#039;&amp;#039;[[K-19 – Showdown in der Tiefe]] von&amp;#039;&amp;#039; [[Kathryn Bigelow]] in die Kinos, der die Ereignisse aufgreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michail Sergejewitsch Gorbatschow|Michail Gorbatschow]], ehemaliger Generalsekretär des Zentralkomitees, schlug die Besatzung von K-19 für den [[Friedensnobelpreis]] 2006 vor, da sie die Welt am 4. Juli 1961 vor einer furchtbaren Umweltkatastrophe bewahrt und einem möglichen Nuklearkonflikt zwischen der Sowjetunion und den USA verhindert hätten, da letztere eine Nuklearexplosion in der Nähe ihrer Marinebasis auf Jan Mayen als Angriff hätten werten können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lenta&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wiederherstellung ==&lt;br /&gt;
Nachdem das Boot am 7. Juli 1961 eingeschleppt worden war, wurde es zunächst nahe einer Basis der Nordflotte festgemacht. Im August wurde es an einen neuen Ankerplatz geschleppt, begann dann aber, mit dem Heck immer tiefer zu sacken, da sich im Inneren austretendes Wasser im hinteren Schiffsteil sammelte. Wieder mussten Arbeiter in das kontaminierte Innere klettern und den Schaden beheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1962 wurde K-19 in Sewerodwinsk eingedockt, um zum Projekt 658M (NATO-Bezeichnung: Hotel II) umgerüstet zu werden. Zunächst wurde die alte Reaktorabteilung aus dem Rumpf herausgetrennt und durch eine neue ersetzt. Das alte Abteil wurde 1965 nach dem Abschluss der Untersuchungen in der Nähe der Insel [[Nowaja Semlja]] versenkt. Die Brennstäbe befinden sich noch heute in den beiden Reaktoren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iaea.org/inis/collection/NCLCollectionStore/_Public/28/026/28026137.pdf P. L. Ølgaard: &amp;#039;&amp;#039;Accidents in Nuclear Ships.&amp;#039;&amp;#039; iaea.org, S. 13, abgerufen am 20. Juni 2021] (PDF-Datei; 1,07&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Sommer 2021 wurde der Container von der Spezialeinheit Centrospas des russischen Zivilschutzministeriums mittels eines Sonars in der Abrosimow-Bucht (falsch als Ambrosiew-Bucht bezeichnet) der Südinsel von Nowaja Semlja, am westlichsten Punkt der [[Karasee]], aufgespürt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://orf.at/#/stories/3227120/ ORF.at: Atomreaktor von U-Boot in Karasee in Russland entdeckt], 2. September 2021, abgerufen am 2. September 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tellerreport.com/news/2021-09-02-submarine-nuclear-reactor-container-found-in-the-kara-sea.ryGe60VRZF.html Teller Report: Submarine nuclear reactor container found in the Kara Sea], 2. September 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Boot konnte nach dem Umbau die moderneren [[R-21 (Rakete)|R-21]] Raketen einsetzen. Am 15. Oktober 1962 waren die Arbeiten abgeschlossen und K-19 wurde erneut zu Wasser gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. November 1969, nun unter dem Kommando von [[Kapitän Ersten Ranges|Kapitän 1. Ranges]] Schabanow, kam es um 7:13&amp;amp;nbsp;Uhr in der [[Barentssee]] in getauchtem Zustand auf etwa 60&amp;amp;nbsp;m Tiefe ohne Vorwarnung zu einer Kollision. K-19 war mit der Bugoberseite gegen das US-amerikanische U-Boot &amp;#039;&amp;#039;[[Gato (U-Boot, 1968)|Gato]]&amp;#039;&amp;#039; gestoßen, wurde nach unten gedrückt und begann unkontrolliert zu sinken. Nur ein [[Ausblasen]] aller Zellen brachte das Boot zurück an die Oberfläche. Die USS &amp;#039;&amp;#039;Gato&amp;#039;&amp;#039;, so wurde erst 1975 durch einen Artikel der [[The New York Times|New York Times]] bekannt, war mit einem Spionageauftrag innerhalb sowjetischer Hoheitsgewässer unterwegs, um sowjetische Flottenaktivitäten und Stützpunkte auszukundschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;Edward Offley: &amp;#039;&amp;#039;Scorpion down: sunk by the Soviets, buried by the Pentagon : The Untold Story of the USS Scorpion.&amp;#039;&amp;#039; S. 97, 98.&amp;lt;/ref&amp;gt; K-19 konnte aus eigener Kraft zur Basis zurückkehren, hatte aber Schäden am [[Vorschiff]] erlitten.&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert in &amp;#039;&amp;#039;Die Schaffung der nuklearen U-Boot-Flotte der Sowjetunion.&amp;#039;&amp;#039; S. 360, 361.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. Februar 1972 brach in 120&amp;amp;nbsp;m Tauchtiefe, 1.300 Kilometer nordöstlich von [[Neufundland]], in der Bilge von Abteilung&amp;amp;nbsp;9 ein Feuer aus, als aus einer undichten Leitung Hydrauliköl auf einen heißen Filter tropfte. Das Feuer griff auf die benachbarte Abteilung&amp;amp;nbsp;8 über, da Löschbemühungen wegen fehlerhafter Meldungen zu spät einsetzten. 28 Seeleute starben, zwölf weitere wurden in Abteilung&amp;amp;nbsp;10 eingeschlossen. Nach dem sofortigen Auftauchen waren auch die Reaktoren sofort heruntergefahren worden, aber einer der Hilfsdieselgeneratoren wurde durch Seewasser funktionsunfähig, während der andere nicht ansprang, so dass K-19 ohne Antrieb in schwerer See trieb. In einer sofort eingeleiteten Rettungsaktion liefen mehr als 30 Schiffe der sowjetischen Marine aus. Bis auf die Seeleute in Abteilung 10 wurden alle Männer von K-19 gerettet und das Boot eingeschleppt, jedoch starben zwei Besatzungsmitglieder von Rettungsschiffen im Sturm. Die zwölf Männer in Abteilung&amp;amp;nbsp;10 konnten erst 24 Tage später befreit werden, nachdem das Boot einen Hafen erreicht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 wurde K-19 erneut umgebaut. Diesmal wurde das Boot als Testträger für zukünftige Kommunikations- und Sensorsysteme umgerüstet und die Projektbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;658&amp;#039;&amp;#039; wurde auf &amp;#039;&amp;#039;658C&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: 658S) geändert.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Apalkow: &amp;#039;&amp;#039;Подводные лодки советского флота 1945–1991, том I.&amp;#039;&amp;#039; S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1982 kam es bei Wartungsarbeiten an einer der [[Batterie (Elektrotechnik)|Batterien]] zu einem Kurzschluss und einer [[Lichtbogen|Bogenentladung]], die einen Matrosen tödlich verletzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ende ==&lt;br /&gt;
K-19 wurde am 19. April 1990 der Reserveflotte zugeteilt und die Besatzung um mehr als die Hälfte reduziert. 1996 strich man sie aus der Schiffsliste der Marine und schleppte sie in eine Bucht, wo sie mit anderen Schiffen bis zum Abwracktermin verbleiben sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2002 wurde die Anfrage eines amerikanischen Filmteams, das K-19 für Dreharbeiten an dem [[K-19 - Showdown in der Tiefe|gleichnamigen Film]] nutzen wollte, abgelehnt. Das Boot wurde zwei Monate später zur Abwrackwerft &amp;#039;&amp;#039;Nerpa&amp;#039;&amp;#039; geschleppt, wo es ein letztes Mal von ehemaligen Besatzungsmitgliedern besucht wurde. 2003 wurde das Reaktorabteil aus dem Rumpf geschnitten, versiegelt und zur Zwischenlagerung in der [[Sajda-Bucht]] verankert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2008 wurden Pläne bekannt, den abgetrennten Turm des Bootes für ein Denkmal zu erhalten, das an die Opfer unter der ersten Mannschaft von K-19 erinnern sollte. Die Verschrottung des Rumpfes war 2009 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von U-Boot-Unglücken seit 1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege und Verweise ==&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;A&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Ю. В. Апальков: &amp;#039;&amp;#039;Подводные лодки советского флота 1945–1991, том I.&amp;#039;&amp;#039; (etwa: J. Apalkow: &amp;#039;&amp;#039;U-Boote der Sowjetischen Marine 1945–1991, Teil 1.&amp;#039;&amp;#039;) 2009, ISBN 978-5-903080-55-7 (russisch).&lt;br /&gt;
* Н. В. Усенко, П. Г. Котов, В. Г. Реданский, В. К. Куличков: &amp;#039;&amp;#039;Как создавался атомный подводный флот Советского Союза.&amp;#039;&amp;#039; (etwa: Usenko, Kotov, Redanski, Kulichkow: &amp;#039;&amp;#039;Die Schaffung der nuklearen U-Boot-Flotte der Sowjetunion).&amp;#039;&amp;#039; 2004, ISBN 5-89173-274-2.&lt;br /&gt;
* Ole Reistad, Povl L. Ølgaard: &amp;#039;&amp;#039;Inventory and Source Term Evaluation of Russian Nuclear Power Plants for Marine Applications.&amp;#039;&amp;#039; April 2006, ISBN 87-7893-201-7.&lt;br /&gt;
* Peter Huchthausen: &amp;#039;&amp;#039;K-19 und die Geschichte der russischen Atom-U-Boote.&amp;#039;&amp;#039; National Geographic, 2002, ISBN 3-934385-88-5.&lt;br /&gt;
* Pavel L. Podvig: &amp;#039;&amp;#039;Russian Strategic Nuclear Forces.&amp;#039;&amp;#039; The MIT Press, 2004, ISBN 978-0-262-66181-2.&lt;br /&gt;
* Edward Offley: &amp;#039;&amp;#039;Scorpion down: sunk by the Soviets, buried by the Pentagon: The Untold Story of the USS Scorpion.&amp;#039;&amp;#039; Basic Books, 2007, ISBN 978-0-465-05185-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
{{Commonscat|K-19 (submarine, 1959)|K-19}}&lt;br /&gt;
* [https://www.deepstorm.ru/DeepStorm.files/45-92/nbrs/658/k19/k19.htm Einsatzgeschichte der K-19 auf deepstorm.ru (russisch)]&lt;br /&gt;
* [http://old.lenta.ru/articles/2006/02/01/k19/ &amp;#039;&amp;#039;K-19 – eine würdige Auszeichnung 45 Jahre danach&amp;#039;&amp;#039;, 2. Januar 2006, lenta.ru (russisch)]&lt;br /&gt;
* [http://k19.ru/ k19.ru, private Internetseite mit Sammlungen von Aufsätzen und Artikeln zum Boot (russisch)]&lt;br /&gt;
* [https://www.welt.de/geschichte/article203543368/Havarie-Im-sowjetischen-U-Boot-K-19-drohte-eine-Kernschmelze.html An Bord des sowjetischen K-19 drohte eine Kernschmelze]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:K19}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel-Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nuklearunfall]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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