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	<title>Küchenlied - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T09:31:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=K%C3%BCchenlied&amp;diff=770747&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Klammern korrigiert</title>
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		<updated>2025-12-06T11:43:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Klammern korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Mit dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Küchenlied&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird gemeinhin eine Gruppe von Liedern [[volkslied]]haften Charakters oder Texten der [[Volkspoesie]] bezeichnet. Die meisten Lieder entstanden zwischen dem 19. Jahrhundert bis etwa Ende der 1920er Jahre. Die Wurzeln einiger Lieder lassen sich bis in die [[Goethezeit]] zurückverfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die als „Küchenlieder“ bezeichneten Werke sind dem [[Bänkelsang]] und der [[Moritat]] thematisch ähnlich. Während diese Liedgattungen jedoch eindeutig auf den öffentlichen Vortrag (z.&amp;amp;nbsp;B. auf [[Jahrmarkt|Jahrmärkten]] oder [[Straßenmusik|Straßen]]) hin konzipiert sind, wird bei Küchenliedern gemeinhin unterstellt, dass sie zumeist vom Personal [[Bürgertum|bürgerlicher]] Haushalte, also [[Dienstmädchen]], [[Mamsell]]en, [[Koch|Köchinnen]] usw. bei der Hausarbeit gesungen wurden – daher der Name &amp;#039;&amp;#039;Küchenlied&amp;#039;&amp;#039;. Tatsächlich entstammten die Lieder oft der bürgerlichen [[Salonmusik]], für die sie von oft zweit- oder drittrangigen Dichtern und Komponisten als [[Kunstlied]]er im romantisierenden Volkston verfasst worden waren. Aus diesem Grund, und weil die Lieder als [[Sentimentalität|sentimental]] und [[kitsch]]ig gelten, wurden die Lieder von der traditionellen Volksliedforschung kaum beachtet,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[Lutz Röhrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Vorwort.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Rolf Wilhelm Brednich]], Lutz Röhrich, [[Wolfgang Suppan]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Volksliedes. Band I: Die Gattungen des Volksliedes.&amp;#039;&amp;#039; Fink, München 1973, {{DNB|740341057}}, S. 12 ({{Google Buch|BuchID=0gfaAAAAMAAJ|Seite=12|Hervorhebung=Küchenlieder}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Gattungsbegriff taucht in der wissenschaftlichen Literatur fast nicht auf. Die Lieder sind meist in einem sentimentalen bis [[Larmoyanz|larmoyanten]] Grundton gehalten und handeln oft, aber nicht ausschließlich, von den Schicksalen von Frauen und jungen Mädchen, oft von betrogener Liebe, und dürften damit die unerfüllten Sehnsüchte aber auch Kümmernisse v.&amp;amp;nbsp;a. von Frauen im 19. Jahrhundert angesprochen haben. Da wissenschaftliche Untersuchungen zu diesen Liedern nicht vorliegen, muss die Frage, ob sie überhaupt ein sinnvoll abgrenzbares „[[Genre]]“ darstellen, vorläufig offenbleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Mariechen saß weinend im Garten]]&amp;#039;&amp;#039; (nach [[Joseph Christian von Zedlitz]],&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Christian Freiherr von Zedlitz: &amp;#039;&amp;#039;Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; Cotta, Stuttgart und Tübingen 1832, S. 56 f. ({{Google Buch|BuchID=ah0QAAAAYAAJ|Seite=56|Linktext=Digitalisat}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1831)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Sabinchen war ein Frauenzimmer]]&amp;#039;&amp;#039; (1849)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Holde Gärtnersfrau&amp;#039;&amp;#039; („[[Müde kehrt ein Wandersmann zurück]]“, 1836/1882)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Räuberbraut&amp;#039;&amp;#039; („In einem Städtchen, in einem stillen Tale“ (1803) / „An einem Bach, in einem tiefen Tale“ (1890) / „Nicht weit von hier, in einem tiefen Tale“ (1936))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
In den 1950er und 1960er Jahren führten die Publikationen des Rundfunkjournalisten [[Hartmann Goertz]] zu einer nostalgischen Popularitätswelle des Küchenlieds. Aus eigener Sammeltätigkeit sowie durch Zusendungen von Radiohörern resultierten in mehreren LP-&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lieder aus der Küche. Verklungene Melodien von Liebe und Leid.&amp;#039;&amp;#039; Polydor 45&amp;amp;nbsp;205 ([https://www.discogs.com/de/release/892813 Discogs]) und &amp;#039;&amp;#039;Lieder aus der Küche. 2. Folge&amp;#039;&amp;#039;, Polydor 45&amp;amp;nbsp;225, 1961 ([https://www.discogs.com/de/release/3928223 Discogs]).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Liederbuchveröffentlichungen, die allerdings keinen wissenschaftlichen Anspruch verfolgten, sondern eher von persönlichen Vorlieben der Sammler und Einsender geprägt waren. So enthalten die eher zufällig zu nennenden Sammlungen Balladen, Soldaten- und Seemannslieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vergleichbare Rezeptionswelle setzte etwas zeitversetzt in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] unter dem Schlagwort „Lieder der Mamsell“ ein. Auf ein von Horst Roatsch 1965 herausgegebenes Liederbuch folgten in den 1970er Jahren zwei LP-Veröffentlichungen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wenn die Blümlein draußen zittern – Küchenlieder.&amp;#039;&amp;#039; Amiga 8&amp;amp;nbsp;45&amp;amp;nbsp;167, 1979 ([https://www.discogs.com/de/release/2332672 Discogs]) und &amp;#039;&amp;#039;Still im Aug’ erglänzt die Träne – Küchenlieder.&amp;#039;&amp;#039; AMIGA – 8&amp;amp;nbsp;45&amp;amp;nbsp;210, 1981 ([https://www.discogs.com/de/release/1376737 Discogs]).&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Klappen- und Covertexten wurde regelmäßig das „unfreiwillig Komische“ des Liedguts hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Sammlungen ===&lt;br /&gt;
* Hartmann Goertz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lieder aus der Küche. Perlen vergessener Poesie.&amp;#039;&amp;#039; Ehrenwirth, München 1957.&lt;br /&gt;
* Hartmann Goertz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mariechen saß weinend im Garten.&amp;#039;&amp;#039; 171 Lieder aus der Küche gesammelt und in acht Kränze gebunden. Ehrenwirth, München 1963 ([http://d-nb.info/860725022/04 Inhaltsverzeichnis]).&lt;br /&gt;
* [[Ramona Leiß]], Walter Hansen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die schönsten Küchenlieder.&amp;#039;&amp;#039; Volkslieder und Volksballaden zum Singen, Tanzen und Musizieren. Nymphenburger, München 1995, ISBN 3-485-00737-4.&lt;br /&gt;
* Charly Ocasek, [[Klaus Schneider (Musiker)|Klaus Schneider]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mariechen saß weinend im Garten. Lieder der Mamsell.&amp;#039;&amp;#039; Eulenspiegel, Berlin 2001, ISBN 3-359-01425-1.&lt;br /&gt;
* [[Lukas Richter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mutter, der Mann mit dem Koks ist da. Berliner Gassenhauer – mit Noten.&amp;#039;&amp;#039; VEB Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1977. &lt;br /&gt;
* Horst Roatsch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lieder der Mamsell.&amp;#039;&amp;#039; Eulenspiegel, Berlin (DDR) 1965 (mit Schallplattenbeilage: &amp;#039;&amp;#039;[[Gisela May]] singt Lieder der Mamsell&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Harro Torneck, Hermann Mährlen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Volks- &amp;amp; Küchenlieder.&amp;#039;&amp;#039; Langen-Müller, München 1977, ISBN 3-7844-1660-8. Taschenbuchausgabe: Heyne, München 1980, ISBN 3-453-42071-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sekundärliteratur ===&lt;br /&gt;
* Peter Bernhardt: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zum sogenannten „Küchenlied“.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen, Wiss. Prüfungsamt, Schriftl. Hausarbeit f.d. Lehramt 1965, {{OCLC|46033073}}.&lt;br /&gt;
* Hans Norbert Fügen: &amp;#039;&amp;#039;Triviallyrik – Küchenlieder&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie]],&amp;#039;&amp;#039; Jg. 21, 1969, {{ISSN|0023-2653}}, S. 106–122.&lt;br /&gt;
* {{OeML|Küchenlied|Küchenlied|GH}}&lt;br /&gt;
* [[Otto Holzapfel]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon folkloristischer Begriffe und Theorien&amp;#039;&amp;#039; (= Studien zur Volksliedforschung 17). Lang, Bern u.&amp;amp;nbsp;a. 1996, ISBN 3-906755-33-9, S. 196.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Schenda]]: &amp;#039;&amp;#039;Noch einmal: Triviallyrik – Küchenlieder&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie]],&amp;#039;&amp;#039; Jg. 22, 1970, {{ISSN|0023-2653}}, S. 129–134.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://universal_lexikon.deacademic.com/263093/K%C3%BCchenlied Küchenlied] Universal-Lexikon 2012&lt;br /&gt;
* [http://www.volksliederarchiv.de/lexikon-837.html Volksliederarchiv]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4385842-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kuchenlied}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrische Form]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liedgattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Genre der traditionellen Musik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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