<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=K%C3%B6lsche_Originale</id>
	<title>Kölsche Originale - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=K%C3%B6lsche_Originale"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=K%C3%B6lsche_Originale&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T16:44:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=K%C3%B6lsche_Originale&amp;diff=698129&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;YMS: Sprache</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=K%C3%B6lsche_Originale&amp;diff=698129&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-23T22:22:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kölsche Originale&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kölsch „Kölsche Orjenaale“) bezeichnet man in [[Köln]] historische [[Stadtoriginal|stadtbekannte Personen]], die durch ihre besonderen Fähigkeiten, Angewohnheiten, Fehler oder Schwächen in aller Munde waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kölsche Originale stammen meist aus dem 18. und 19. Jahrhundert, als [[Köln]] noch vergleichsweise überschaubar war. Obwohl sie teilweise schon mehr als ein Jahrhundert tot sind, leben die Originale in Erzählungen und Legenden weiter. Ihre Bilder und Namen zieren Biergläser und Bierdeckel, sind Blickfang für Geschäftsauslagen, dienen als Vorlagen für [[Karnevalsorden]], schmücken Häuserfronten oder treten als Puppen im Kölner [[Hänneschen-Theater]] auf. Als lebende Figuren tauchen sie in jedem Jahr im Kölner Straßenkarneval, auf Maskenbällen, [[Karnevalssitzung]]en und Kölner Heimatbühnen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tünnes und Schäl ==&lt;br /&gt;
[[Tünnes und Schäl]] sind zwei legendäre Figuren aus dem Hänneschen-Puppentheater der Stadt Köln. Es sind die einzigen fiktiven Personen, die im weitesten Sinne zu den Kölschen Originalen gezählt werden, da man ihnen zahlreiche kölsche Eigenarten zuschreibt. Tünnes (Kölscher Kosename für Anton) erscheint zumeist mit dem Kittel, der Mütze und den typischen [[Holzschuh|Holzklumpen]] der Arbeiter, hat jedoch mit Arbeit recht wenig im Sinn. Lieber frönt er dem Müßiggang und der Trunksucht. Schäl hingegen, der aufgrund seines ausgeprägten Silberblicks den Namen bekommen hat, spiegelt die Verschlagenheit im Kölner wider. Überall wird ein „Lappührchen“ (ein kleines Nebengeschäft) oder ein kleiner Schwarzhandel getrieben. Selten kommt einer der beiden alleine daher. So wie auch sonst im Leben die Faulheit und die Verschlagenheit, um mühelos durchs Leben zu kommen, zusammen gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bild:Auf dem Platz vor Groß Sankt Martin - Tünnes &amp;amp; Schäl - Köln - NRW P1010997.JPG|Tünnes und Schäl, als Denkmal in der Kölner Altstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orgels Palm ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Josef Palm.jpg|mini|hochkant|Johann Palm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Joseph Palm (1801–1882) war [[Husaren|Husar]], Militärinvalide und [[Drehorgel]]spieler. Um 1815 begann er eine Ausbildung als [[Vergolder]] und Lackierer und war anschließend in diesen Berufen tätig. 1820 wurde er zum [[1. Leib-Husaren-Regiment Nr. 1]], den „Schwarzen Husaren“ nach [[Danzig]] eingezogen. Nachdem er im Kampf verwundet wurde, kehrte er nach Köln zurück und erhielt eine Orgeldreher-Konzession. Beim Drehorgelspiel im Kölner Straßenleben trat er weiterhin im weißverschnürten [[Waffenrock]] der „schwarzen Husaren“ auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine Darbietungen war Palm im Kölner Straßenbild schließlich so bekannt, dass er später als Stadtoriginal bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Orgels Palm.jpg|Orgels Palm&amp;lt;ref name=&amp;quot;divertissementchen2005&amp;quot;&amp;gt;Foto aus dem &amp;#039;&amp;#039;Divertissementchen&amp;#039;&amp;#039; 2005 der Kölner Bühnenspielgemeinschaft &amp;#039;&amp;#039;[[Cäcilia Wolkenburg]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2025-09-07-Palm-4836.jpg|Relief des Orgels Palm in der Palmstraße 2–4&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fleuten Arnöldche ==&lt;br /&gt;
Arnold Wenger (1836–1902) war [[Straßenmusiker]]. Er entlockte seiner [[Querflöte]] die herrlichsten Töne und Melodien. Der Beifall, der ihm in der elterlichen Gaststätte entgegenschlug, wenn er die Gäste mit seinem Flötenspiel unterhielt, brachte ihn auf die Idee, seinen Unterhalt mit der Musik zu bestreiten. Und so begann der behäbige, untersetzte Bursche mit dem runden, rosigen Gesicht, der Stulpnase, den vergnügt und lustig zwinkernden Schlitzaugen seine Karriere auf Kölns Straßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fleuten-Arnöldche, wie er bald genannt wurde, war immer mit sich und der Welt zufrieden. Er wurde zur kölnischen Volksfigur mit starken Anklängen an den mittelalterlichen Narren. Kein Künstler, kein geistvoller Witzling, sondern eben „nur“ ein Kölner Original, dessen naive, beschränkte Lebensart die Freude aller hervorrief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bild:Fleuten-Arnoeldche.jpg|Fleuten Arnöldche&amp;lt;ref name=&amp;quot;divertissementchen2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehrer Welsch ==&lt;br /&gt;
[[Heinrich Welsch (Pädagoge)|Heinrich Welsch]] (1848–1935) war Gründer und Direktor der ersten Hilfsschule in [[Köln-Kalk]]. Seine Verdienste bei der Förderung von geistig und körperlich behinderten Kindern sind anerkannt. Bekannt jedoch wurde Heinrich Welsch erst viele Jahre später, und zwar durch ein Lied, das 1938 anlässlich einer Feier der Karnevalsgesellschaft „Mer blieve zesamme“ von den „Drei Laachduve“ getextet und vertont wurde. Im Laufe der Kriegsjahre wurde der Text des Liedes leicht verändert, und Lehrer Welsch wurde im Lied von Kalk in die linksrheinische Kaygasse versetzt, weil es sich besser reimte („In d&amp;#039;r Kaygass Nummero Null“). So wurde dem Lehrer Welsch auf ungewöhnliche Weise bis in unsere Zeit ein Denkmal gesetzt (siehe [[De Vier Botze]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bild:Lehrer_Welsch.jpg|Lehrer Welsch&amp;lt;ref name=&amp;quot;divertissementchen2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maler Bock ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Heinrich Peter Bock.jpg|mini|100px|Heinrich Peter Bock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Peter Bock (1822–1878) sollte eigentlich das [[Fleischer|Metzgerhandwerk]] erlernen. Doch Heinrich hatte anderes im Sinn. In seiner bürgerlichen Umgebung wurde er schnell zur stadtbekannten Figur, die ständig ihren Wohnsitz wechselte. Bocks gestelzte Sprache sorgte für ständige Heiterkeit insbesondere bei den Marktfrauen, deren Star er war. Zu jedem Namenstag erschien Bock als Gratulant. In der rechten Hand einen selbst gepflückten Blumenstrauß, unter dem linken Arm eine Mappe, angeblich Zeichnungen und Bilder enthaltend, die niemals von jemandem gesehen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bild:Maler_Bock.jpg|Maler Bock&amp;lt;ref name=&amp;quot;divertissementchen2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Läsche Nas ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Brunnrn-Köln-Ehrenfeld-Läsche-Nas.JPG|mini|hochkant|Läsche-Nas-Brunnen, Köln-Ehrenfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Leonhard Lersch (1840–1887) war Metzger, [[Schauspieler]], [[Abdecker|Bezirksabdecker]], städtischer Hundefänger und [[Scharfrichter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein überdimensionales Riechorgan war das auffälligste Merkmal jenes Mannes, der ein kurzes, aber sehr bewegtes Leben führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Militärzeit und der Rückkehr aus dem [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] 1870–1871 visierte er eine neue Karriere bei der Polizei an. Der Einsatz als „Geheimer“ blieb bei den Ganoven nicht lange geheim. Ab 1875 steht er bei der Stadt Köln als Bezirksabdecker und ab 1878 als städtischer Hundefänger in den Lohnlisten. Seine neue Tätigkeit wird für den [[Kämmerer|Stadtkämmerer]] zum Erfolg, denn das [[Hundesteuer]]-Aufkommen stieg gewaltig. Den Hundebesitzern war Lerschs Treiben aber ein Dorn im Auge. 1885 übernahm Lersch noch das Amt eines Scharfrichters, brauchte es aber nie auszuüben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bild:Laesche_Nas.jpg|Läsche Nas&amp;lt;ref name=&amp;quot;divertissementchen2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fressklötsch ==&lt;br /&gt;
Johann Arnold Klütsch (1778–1845) war Althändler, [[Taxator]] der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der stämmigen Person werden Teufelskräfte nachgesagt. Sein unermesslicher Appetit und sein großer Durst müssen sagenhaft gewesen sein. Kölns Wirte übertrafen sich gegenseitig in den Schilderungen immer größerer Fress- und Saufgelage, zu denen er sich gerne überreden ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Name wurde über die Stadt hinaus bekannt und hat als Wort Eingang in einige Dialekte und die [[Rheinischer Regiolekt|Umgangssprache]] gefunden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.mitmachwoerterbuch.lvr.de/detailansicht.php?Artikel=Fresskl%F6tsch&amp;amp;Eintrag1=1485 |wayback=20070510134013 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2022-03-12 23:23:21 InternetArchiveBot }} am 20. Juli 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;. So bezeichnet man auf [[Kölsch (Sprache)|Kölsch]] einen maßlosen Esser als „&amp;#039;&amp;#039;ene Freßklötsch&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.koelnlexikon.mynetcologne.de/kdf.html am 20. Juli 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rheinisches Wörterbuch&amp;quot;&amp;gt;[[Rheinisches Wörterbuch]]. Josef Müller, Heinrich Dittmaier, Rudolf Schützeichel, Mattias Zender (Bearb. u. Hrsg.) 9 Bde. Bonn/Berlin 1928–1971.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Adam Wrede]]: Neuer kölnischer Sprachschatz, 12. Aufl. Greven, Köln, 1999, Bd. 1, S. 252, ISBN 3-7743-0243-X&amp;lt;/ref&amp;gt;, im [[Bönnsch]]en als „&amp;#039;&amp;#039;Frässklötsch&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bnlog.de/index.php/boennsch-fuer-beginner/ |wayback=20070629221650 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2022-03-12 23:23:21 InternetArchiveBot }} am 20. Juli 2007, zit. nach: Herbert Weffer: Bönnsches Wörterbuch&amp;lt;/ref&amp;gt;, im [[Öcher Platt|Aachener Dialekt]] als „&amp;#039;&amp;#039;Fressknütsch&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rheinisches Wörterbuch&amp;quot; /&amp;gt;. Möglicherweise wurde aber umgekehrt auch ein im [[Nordmittelfränkisch]]en ohnehin vorhandenes Wort zu seinem Spitznamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bild:Fresskloetsch.jpg|Fressklötsch&amp;lt;ref name=&amp;quot;divertissementchen2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schabaudewing ==&lt;br /&gt;
Doctor Melchior Bauduin (1797–1880) war [[Wundarzt]] und [[Geburtshilfe|Geburtshelfer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Name wird im Wortspiel mit [[Schnaps#Regionale Bezeichnungen|Schabau]] in Verbindung gebracht. Im Sommer wie Winter trug er einen weiten blauen Mantel mit mehreren übereinander liegenden Kragen. Man traf ihn nur mit Schirm und Hut, den er aber nie aufsetzte, an. Es war ihm verwehrt, ein Examen abzulegen, aber er betätigte sich dennoch als Arzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bild:Schabaudewing.jpg|Schabaudewing&amp;lt;ref name=&amp;quot;divertissementchen2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bolze Lott ==&lt;br /&gt;
[[Bolze Lott|Scholastika Bolz]] (1825–1902) war Kääzemöhn (Kerzenverkäuferin), [[Schmuggel|Schmugglerin]] und Reisende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tochter eines [[Schauerleute|Rhingrollers]] wusste sie sich stets wort- und schlagkräftig zu behaupten. Nachdem sich ihr Lebensunterhalt nicht mehr als Kerzenmädchen bestreiten ließ, wurde sie Schmugglerin. Die damalige Mode mit weitaufgeblähten Röcken kam ihr dabei entgegen. Versuchte ein [[Zöllner (Beruf)|Zöllner]], dem Gesetz Genüge zu tun, bleute sie diesen ordentlich. Im Alter handelte sie in Wallfahrtsorten wieder mit Kerzen und [[Andachtsbildchen|Heiligenbildchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bild:Bolze_Lott.jpg|Bolze Lott&amp;lt;ref name=&amp;quot;divertissementchen2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzmann Streukooche ==&lt;br /&gt;
Johann Jakob Hehn (1863–1920) war städtischer [[Nachtwächter]] und königlich preußischer Polizeibeamter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der königlich preußische Polizeibeamte (vorher war er Nachtwächter) war bei allen sehr beliebt, besonders bei den Kindern. Als Nachtwächter bestand seine Aufgabe u.&amp;amp;nbsp;a. darin, die Bäckergesellen und -Lehrlinge in seinem Bezirk, dem Severinsviertel, nachts zu wecken. Dabei erfuhr ihm eines Nachts das Missgeschick, im Hausflur einer Bäckerei in einen Streuselkuchen (Kölsch: Streukooche) zu treten – dies brachte ihm seinen Spitznamen ein. Er hatte 3 Jungen und 2 Mädchen: Jakob, Lieschen, Hanni (Johannes), Röschen und Karl. Lieschen hatte eine Tochter, 5 Enkel und 5 Urenkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bild:Schutzmann Streukooche.jpg|Schutzmann Streukooche&amp;lt;ref name=&amp;quot;divertissementchen2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Böckderöck Wau-Wau ==&lt;br /&gt;
Anna Maria Zaudig (1803–1876)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schimpfen und Fluchen der gebückten, etwas verkommen aussehenden Frau über die im Käfig lebende Wachtel eines Nachbarn war im ganzen [[Veedel]] bekannt. Sie soll zu dem Vogel gesagt haben: „Dat ewije Pöcderöck mäht mich noch janz jeck.“ Daher bekam sie dann auch den Spottnamen „Pöckderöck“ oder „Böckderöck“. Auf der Straße neckten sie deshalb die Kinder mit dem Böckderöck-Ruf. Lief sie dann stockschwingend den Kindern nach, erscholl von anderen – als Antwort – ein lautes „Wau-Wau“. Verzweifelt versuchte sie, ihre Nerven mit Schnaps zu beruhigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bild:Boeckderoeck.jpg|Böckderöck&amp;lt;ref name=&amp;quot;divertissementchen2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bullewuh ==&lt;br /&gt;
Hieronymus Blau (1815–1884), städtischer Wegeaufseher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Anlagen am [[Eigelsteintorburg|Eigelsteintor]] und am [[Sicherheitshafen (Köln)|Sicherheitshafen]] (Türmchen) führte Hieronymus Blau die Aufsicht. Als „Dienstmütze“ trug er eine alte grüne Försterkappe, in seiner Hand hielt er stets seinen Stock, auf den er sich mitunter stützte, den er aber auch benutzte, um die Pänz (Kinder) zur Räson zu bringen. Der Bullewuh führte ein strenges Regiment: Wo er sich blicken ließ, riefen ihm die Kinder nach: „Bulle-Bullewuh – hau die Kinder nit esu!“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bild:Bullewuh.jpg|Bullewuh&amp;lt;ref name=&amp;quot;divertissementchen2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Meister Lupus ==&lt;br /&gt;
Cornelius Wolff (1802–1887), [[Schneider]]meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinen beiden Schwestern Johanna und Josephine bewohnte Cornelius Wolff das an der Ecke [[Appellhofplatz]] gelegene Haus Langgasse 18. Seine beiden Schwestern führten eine Kurzwarenhandlung, während Cornelius ein gefragter Schneider war. Gleich in seiner Nähe in der Schwalbengasse, betrieb die Familie Nelles das „Schnapskasino“. In dieser Gaststätte verkehrte der „Herr Kleiderkünstler Lupus“ ([[Lateinische Sprache|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;lupus&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Wolf&amp;#039;&amp;#039;) neben Angehörigen des Mittelstandes, Gelehrten, Malern, Juristen, Musikern, Beamten und Offizieren. Er leistete viele Beiträge zur Unterhaltung der Gäste, bis er genug vom [[Punsch]] hatte, den der Wirt selbst verfertigte. Freunde schickten ihn dann nach Hause, um ihn vor dem Gespött anderer Gäste zu bewahren. Am einfachsten war dies zu erreichen, wenn sie ihm erzählten, sie müssten über einen „Hoflieferantentitel“ für ihn beraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bild:Meister_Lupus.jpg|Meister Lupus&amp;lt;ref name=&amp;quot;divertissementchen2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 20. und 21. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Zumindest in Presseartikeln werden auch Personen der jüngeren Zeitgeschichte als Kölner Originale bezeichnet. Dies gilt beispielsweise für den Schauspieler [[Willy Millowitsch]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Willy Millowitsch – der ewige &amp;quot;kölsche Jung&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; in RP online am 8. Januar 2009, [https://rp-online.de/kultur/willy-millowitsch-der-ewige-koelsche-jung_aid-12427613 online], abgerufen am 15. April 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;, den Boxer [[Peter Müller (Boxer, 1927)|Peter Müller]] („Müllers Aap“)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Köln im Spiegel der Wochenschauen&amp;#039;&amp;#039; in: [[Köln im Film]], {{Webarchiv|url=http://www.koeln-im-film.de/wochenschauen.html |wayback=20160305093958 |text=online |archiv-bot=2022-03-12 23:23:21 InternetArchiveBot }}, abgerufen am 15. April 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Halbweltgrößen [[Anton Dumm]] („Dummse Tünn“) und [[Heinrich Schäfer (Zuhälter)|Heinrich Schäfer]] („Schäfers Nas“)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mit Schäfers Nas und Dummse Tünn&amp;#039;&amp;#039; in: [[Kölner Stadt-Anzeiger]] vom 28. August 2010, [https://www.ksta.de/kuhl-und-das-milieu-mit-schaefers-nas-und-dummse-tuenn-12315548 online], abgerufen am 15. April 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; oder den Gastwirt [[Lommerzheim|Hans Lommerzheim]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernd Imgrund]]: &amp;#039;&amp;#039;111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss&amp;#039;&amp;#039; 2008, Ort #61&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunstsammler [[Hermann Götting]] († 2004) wurde schon zu Lebzeiten aufgrund seiner extravaganten Erscheinung im Straßenbild zuweilen als Stadtoriginal bezeichnet, war damit selbst aber nicht einverstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelia Auschra: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Götting, Sammler Kölner Vergangenheit, 1939–2004&amp;#039;&amp;#039;, auf: www.koeln-magazin.info, {{Webarchiv|url=http://www.koeln-magazin.info/hermanngtting.html |wayback=20120419205954 |text=online}}, abgerufen am 26. März 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.koelner-karneval.info/KoelnerOriginale/Fleuten-Arnoeldche.html Informationen zum Fleuten-Arnöldche mit Originalbild]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Reinold Louis: Kölner Originale, 1997, Greven Verlag Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum (Köln)|Kolsche Originale]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtoriginal (Deutschland)|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;YMS</name></author>
	</entry>
</feed>