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	<title>Kölner Bauer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T17:27:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=K%C3%B6lner_Bauer&amp;diff=1341648&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Ergänze Kategorie:Arbeit in der Bildenden Kunst</title>
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		<updated>2024-12-29T16:03:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Arbeit_in_der_Bildenden_Kunst&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Arbeit in der Bildenden Kunst (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Arbeit in der Bildenden Kunst&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Kölner-Bauer-Eigelsteintor-b-111.jpg|mini|hochkant=1.30|Kölner Bauer an der Eigelsteintorburg]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kölner Bauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder auch der &amp;#039;&amp;#039;Kölsche Boor&amp;#039;&amp;#039; ist eine historische, der [[mittelalter]]lichen Geschichte der Stadt [[Köln]] entstammende Darstellung. Sie zeigt eine Person in [[Zeitgenosse|zeitgenössischer]] Kleidung, ausgerüstet mit den [[Attribut (Kunst)|Attributen]] ihres [[Bauernstand|Standes]], dem [[Dreschflegel]] und einer [[Sense (Werkzeug)|Sense]]. Die zusätzliche Ausstattung mit Stadtschlüsseln und einem mit dem [[Reichsadler]] gezierten [[Schild (Waffe)|Schild]] symbolisierte insgesamt die [[Landwirt|bäuerlichen]] Ursprünge der Stadt einschließlich der durch den Bauernstand mitgeprägten Rechtsordnung (Burgeding), die Bereitschaft zur Verteidigung derselben, sowie die Verbundenheit mit dem Reich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Entstehung der Symbolfigur des „Kölner Bauern“, der bis heute im [[Brauch]]tum des [[Kölner Karneval]]s als Mitglied des [[Kölner Dreigestirn#Kölner Bauer|Kölner Dreigestirns]] überdauerte, ist nicht eindeutig geklärt. &amp;#039;&amp;#039;[[Kolonat (Recht)|colonus]]&amp;#039;&amp;#039;, das mit dem Stadtnamen &amp;#039;&amp;#039;Colonia&amp;#039;&amp;#039; verwandt ist, bedeutet im Lateinischen ganz allgemein den Ackerbauern. Wahrscheinlich versinnbildlicht er in Verbindung mit den in zeitgenössischen Abbildungen gezeigten [[Symbol]]en die Verbundenheit von Stadt und [[Reichsstände|Ständen]] mit dem [[Heiliges Römisches Reich|Reich]]. Da Köln im [[Quaternionen der Reichsverfassung|Quaternionensystem]] mit den Städten [[Regensburg]], [[Konstanz]] und [[Salzburg]] zu den &amp;#039;&amp;#039;rustuci&amp;#039;&amp;#039;, den „Bauren(städten)“, gehörte, schrieb der Chronist [[Heinrich von Beeck]] auf das Titelbild seiner „Agrippina“: &amp;#039;&amp;#039;Collen, de hilligen Roymschen Richs gebuyr&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(gebuyr: [[mittelhochdeutsch]] für Bauernstand).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Robert Meier p. 7&amp;quot;&amp;gt;nach Robert Meier: in Quellen Kap. 7 „Der Kölner Bauer“, S. 91 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Titelbild der Agrippina und seine Symbolik ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Wappen-der-Reichsstadt-Köln.jpg|mini|hochkant|Kölner Bauer im Titelbild der „Agrippina“]]&lt;br /&gt;
Die durch [[Heinrich von Beeck]] in den Jahren 1469 bis 1472 verfasste Kölner [[Chronik]] „Agrippina“ sollte die gesamte Geschichte der Stadt erfassen. Er endete jedoch mit seinem Werk in dem Jahr 1419. Das sich an anderen mittelalterlichen Universalchroniken orientierende Werk Beecks beginnt mit dem Vermerk im Vorwort: &amp;#039;&amp;#039;Agrippina ys dyt boich genant&amp;#039;&amp;#039; („Agrippina ist dieses Buch genannt“). Es unterteilt sich in drei Abschnitte. Der erste befasst sich mit der Geschichte der Könige und Kaiser, der zweite Abschnitt ist eine kurze Abhandlung zur [[Geschichte|Historie]] der Päpste. Der letzte widmet sich der Stadt Köln und ihren [[Liste der Erzbischöfe und Bischöfe von Köln|Erzbischöfen]]. Das mit etwa fünfzig Urkunden als [[Anhang]] abschließende Werk wurde vor dem Beginn der Texte mit einer ganzseitigen [[Illustration]], der Abbildung des &amp;#039;&amp;#039;Kölner Bauern&amp;#039;&amp;#039;, geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das für die Geschichte der Stadt so aufschlussreiche Werk Beecks ist nur in handschriftlichen Exemplaren vorhanden und befindet sich im [[Historisches Archiv der Stadt Köln|Historischen Archiv der Stadt Köln]].&lt;br /&gt;
Eines der Exemplare zeigt nachträgliche Vermerke. Es sind Notizen, die im 16. Jahrhundert entstanden, als diese Ausfertigung der „Agrippina“ im Besitz der [[Liste der Kölner Bürgermeister#Frühe Neuzeit|Kölner Bürgermeisterfamilie]] Sudermann war. Die Beecksche Chronik Agrippina wurde nach der Einführung des [[Buchdruck]]s durch die [[Koelhoffsche Chronik]] im Jahr 1499 überholt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Robert Meier p. 7&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sinnbild der Stadt ===&lt;br /&gt;
[[Motiv (Bildende Kunst)|Hauptmotiv]] der Agrippinaillustration ist der doppelköpfige [[Adler (Wappentier)|Reichsadler]], den sich Kaiser [[Sigismund (HRR)|Sigismund]] 1433 zum offiziellen Wappensymbol erwählte. Über dem Adler ist ein [[Kruzifix]] unter der darüber schwebenden [[Reichskrone]] abgebildet. In den Schwingen des Adlers ist beidseitig das städtische [[Heilige Drei Könige|Dreikronenwappen]] platziert, zwischen denen als Herzstück der Darstellung der „Kölner Boor“ eingearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Medaillons, die auf der Zeichnung der Agrippina Chronik den Adler umgeben, sind zwölf Namen von Herrschern angegeben, die als &amp;#039;&amp;#039;edel heren der stad von Collen&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden. Beeck benannte [[antike]] und nachantike, vor allem [[Karolinger|karolingische]] Herrscher, die teilweise zwar legendären Ursprungs waren, zu seiner Zeit jedoch als real angesehen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;nach Robert Meier: in „Der Kölner Bauer“, S. 91 mit Verweis auf HASTK, Chroniken und Darstellungen 20, folg. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Der Kölner Bauer ein Symbol des Rates und der Stadt&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Image:Köln-Entwurf-Rathaus-Renaissance-Laube.jpg| Kölner Bauer auf der Rathauslaube&lt;br /&gt;
 Image:Köln-Piazzetta-039.jpg|Rathaushalle, „Kölner Bauer“&lt;br /&gt;
 Image:Köln-Rathaus-Standbild-Kölscher-Boor.JPG|Das Original aus dem 19. Jahrhundert, Ausschnitt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauer und Ratsherren ===&lt;br /&gt;
Auf der im Stil der [[Renaissance]] dem Rathaus vorgesetzten Laube, die in den Jahren 1569–1573 nach den Plänen des Baumeisters [[Wilhelm Vernuken]] aus [[Kalkar]] am Niederrhein errichtet worden war, ließ der Rat auf deren Spitze als Ausdruck der Reichstreue Kölns die Statue des Kölner Bauern setzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Dietmar, Chronik Kölns, S. 168&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Fuchs, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 wurde die von [[Christian Mohr (Bildhauer)|Christian Mohr]] im Jahr 1885 ursprünglich für die [[Hahnentorburg]] geschaffene [[Skulptur]] eines „Kölschen Boors“ an der der Stadt zugewandten Seite der [[Eigelsteintorburg]] angebracht. Inzwischen wurde das Original der Arbeit durch eine Kopie ersetzt (1978) und ziert seit 1986 die „Piazetta“, die große Halle des [[Kölner Rathaus|Rathauses]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Zusammenhänge ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maskenzug-1825-Ausschnitt-B.jpg|mini|hochkant|Der Kölner Bauer im Maskenzug von 1825]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kölner-Bauer-Nordseite-J-v-Werth-Brunnen-Alter-Markt..JPG|mini|hochkant|Kölner Bauer von Wilhelm Albermann 1884]]&lt;br /&gt;
Die [[Maler]] und [[Kupferstecher (Beruf)|Kupferstecher]] des 17. und 18. Jahrhunderts verwandten bei ihren Abbildungen des „Kölner Bauern“ häufig die Bezeichnung „Kaiserlicher Bauer“, da Köln als [[freie Reichsstadt]] nur dem [[Kaiser]] [[untertan]] war, so noch in einer Darstellung von 1820. In dem „Verzeichnis der Figuren des großen Cöllnischen [[Kölner Rosenmontagszug|Maskenzuges]] 1825“ erscheint der Bauer als „Der Repräsentant der handfesten [[Kölner Bauerbänke|Bauerbänke]]“ mit den 1288 in der [[Schlacht von Worringen]] tapfer verteidigten Stadtschlüsseln und dem Dreschflegel, als Vorläufer des „Kölner Bauern“ in der [[Fünfte Jahreszeit|„Fünften Jahreszeit“]], dem Karneval. Ob die „Bauerbänker“ in der Worringer Schlacht mitkämpften, ist nicht belegt, jedoch wahrscheinlich. Die freien Kölner Bürger hatten sich im Kriegsfall zum Waffendienst zur Verfügung zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandlung der Bezeichnung zu „Cöllnischer Bauer“ findet sich auf einem Farbdruck des Zeichners „Levy Elkan“ aus dem Jahr 1847.&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Wrede, Band I, S. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch den Bildhauer [[Wilhelm Albermann]] wurde in den 1880er Jahren in das von ihm geschaffene Denkmal des [[Johann von Werth|Jan-von-Werth]]-Brunnens auf dem [[Alter Markt (Köln)|Alter Markt]] &amp;lt;!--wird nicht flektiert--&amp;gt; eine Figur des „Kölner Bauern“ integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kölner „Kriegswahrzeichen“ &amp;#039;&amp;#039;[[Dä kölsche Boor en Iser]]&amp;#039;&amp;#039; (eine [[Kriegsnagelungen|Kriegsnagelung]] aus dem Jahr 1915) stellt den Kölner Bauern dar. Heute befindet sich die Figur im Kölnischen Stadtmuseum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der historischen Straße, dem „[[Eigelstein (Köln)|Eigelstein]]“, auf dem eine der fünf &amp;#039;&amp;#039;Bauerbänke&amp;#039;&amp;#039; ihr „Gebuirhaus“ und Gerichtssitz hatten, erinnert mit ihrem Namen ein [[tradition]]elles Kölner Gasthaus an vergangene Zeiten. Es ist das Brauhaus [[Em kölsche Boor]], das selbst auf 250 Jahre Bestehen zurückblickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur/Quellen ==&lt;br /&gt;
* Robert Meier: in &amp;#039;&amp;#039;Quellen zur Geschichte der Stadt Köln&amp;#039;&amp;#039;, Band II. Spätes Mittelalter und Frühe Neuzeit. Förderverein Geschichte in Köln e. V., J. P. Bachem Verlag Köln, ISBN 3-7616-1285-0.&lt;br /&gt;
* [[Adam Wrede]]: &amp;#039;&amp;#039;Neuer Kölnischer Sprachschatz&amp;#039;&amp;#039;. 3 Bände A – Z, Greven Verlag, Köln, 9. Auflage 1984, ISBN 3-7743-0155-7.&lt;br /&gt;
* Carl Dietmar: &amp;#039;&amp;#039;Die Chronik Kölns&amp;#039;&amp;#039;, Chronik Verlag, Dortmund 1991, ISBN 3-611-00193-7.&lt;br /&gt;
* Peter Fuchs: &amp;#039;&amp;#039; Das Rathaus zu Köln&amp;#039;&amp;#039;, Greven Verlag, Köln 1973 – 15. Auflage 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kolner Bauer}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Köln im Mittelalter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fiktive Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrargeschichte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaft (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeit in der Bildenden Kunst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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