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	<title>Köhler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T22:13:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=K%C3%B6hler&amp;diff=115149&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Christoph Sager: /* Literatur */ ausführlichere Beschreibung als in der ersetzten Literaturstelle, die bereits als Einzelnachweis dient</title>
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		<updated>2026-01-15T18:29:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; ausführlichere Beschreibung als in der ersetzten Literaturstelle, die bereits als Einzelnachweis dient&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Weitere Bedeutungen sind unter &amp;#039;&amp;#039;[[Koehler]]&amp;#039;&amp;#039; zu finden.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Kohlenmeiler Hagen 2004.jpg|mini|Ein Köhler auf seinem [[Kohlenmeiler]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Köhlerei in Grünburg.jpg|mini|Köhlerei in [[Grünburg]] bei [[Steyrdurchbruch]] (Oberösterreich)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Köhler um 1930.jpg|alternativtext=Köhler im Pfälzerwald (um 1930)|mini|Köhler im [[Pfälzerwald]] (um 1930)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Köhler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kohler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kähler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kohlbrenner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt2004-04-22&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Markus Thomsen |Titel=Köhler: Die Arbeiter im Wald galten als gutgläubige Sonderlinge |Sammelwerk=Die Welt |Datum=2004-04-22 |Online=https://www.welt.de/print-welt/article308581/Koehler-Die-Arbeiter-im-Wald-galten-als-gutglaeubige-Sonderlinge.html |Abruf=2020-06-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine Berufsbezeichnung für Hersteller von [[Holzkohle]], die zu diesem Zweck Holz in einem [[Kohlenmeiler]] verschwelen. Ihr Handwerksbetrieb und ihre Tätigkeit werden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Köhlerei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Köhler aus Gebüg.jpg|mini|Köhler aus [[Gebüg]] (Pfalz) beim „abernten“ eines Kohlenmeilers (um 1954)]]&lt;br /&gt;
Die Köhlerei ist kein Ausbildungsberuf,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Markus Schleufe |url=https://www.zeit.de/karriere/beruf/2015-11/koehler-holzkohle-beruf/seite-2 |titel=Der Herr der Rauchzeichen |werk=[[Die Zeit]] |datum=2015-11-24 |abruf=2020-07-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; aber eine der ältesten Handwerkstechniken der Menschheit&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.europkoehler.com/koehlern_literatur.cfm&amp;lt;/ref&amp;gt;. In den 2000er Jahren hat man bei Ausgrabungen in der Nähe von [[Martigues]] (Südfrankreich) Köhlergruben von 40 bis 120 cm im Durchmesser gefunden, die aus dem 8. Jahrhundert vor Christus stammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles Schlosser |Titel=Le charbonnier, une longue histoire |Seiten=52}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erkenntnisse und Produkte aus der Köhlerei leisten bis heute einen wichtigen Beitrag für die Industrie, so wird von den Schwäbischen Hüttenwerken in Aalen Holzkohle für das Härten von Bremsscheiben von Autos verwendet, [[Daimler-Benz]] in Stuttgart nutzt die gleichmäßig langanhaltende Hitze zum Reparieren von Formen, in denen Motorblöcke gegossen werden und [[Weleda_(Unternehmen)|Weleda in Schwäbisch Gmünd]] stellt daraus Kohle-Compretten gegen Durchfall her.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Ilg, Der Spiegel |url=https://www.spiegel.de/karriere/kurioser-beruf-koehler-stellt-holzkohle-von-hand-her-a-914469.html |titel=Kurioser Beruf: Köhler stellt Holzkohle von Hand her - Der Spiegel - Job &amp;amp; Karriere |abruf=2020-06-29 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Aufgrund ihrer geschichtlichen und kulturellen Bedeutung wurden das Köhlerhandwerk und die Teerschwelerei im Dezember 2014 in das [[Bundesweites Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes|Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Deutschland]] durch die [[Kultusministerkonferenz]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Pressemitteilung der Kultusministerkonferenz vom 12. Dezember 2014: [https://www.kmk.org/de/presse/pressearchiv/mitteilung/27-kulturformen-ins-deutsche-verzeichnis-des-immateriellen-kulturerbes-aufgenommen.html 27 Kulturformen ins deutsche Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen] (abgerufen am 7. November 2020).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Technik ==&lt;br /&gt;
Seit dem [[Mittelalter]] wird Holzkohle in [[Meiler (Ofen)|Meilern]] hergestellt, zur [[Verhüttung|Eisenverhüttung]], aber auch für die Glasherstellung und die Verarbeitung von [[Edelmetall]]en. Mit der verstärkten Nutzung von [[Steinkohle]] ab dem 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ging die Köhlerei dann immer mehr zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1760 verbrauchte die Stadt [[Paris]] mit ca. 300.000 Einwohnern ca. 18.000 t Holzkohle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles Schlosser |Titel=Le charbonnier, une longue histoire |Seiten=89f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1787 verbrauchte die Firma [[De Dietrich]] zur Eisenherstellung und Verarbeitung 8.000 t Holzkohle und beschäftigte 140 Köhler, kaufte aber auch Holzkohle von freien Köhlern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles Schlosser |Titel=Le charbonnier, une longue histoire |Seiten=83}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kohlenmeiler}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Köhlerei Sosa.jpg|mini|Eine Köhlerei bei [[Sosa (Eibenstock)|Sosa]] ([[Erzgebirge]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:La course des charbonniers de Paris (une marche, février 1904).jpg|mini|Wettlauf der Köhler in Paris, Februar 1904]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa wird die nicht industrielle Köhlerei nur noch vereinzelt betrieben, Köhler im [[Hasselfelde]] (Harz)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.volksstimme.de/lokal/wernigerode/brauchtum-ein-altes-handwerk-lebt Ein altes Handwerk lebt], auf volksstimme.de, abgerufen am 7. November 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; oder in [[Heidenheim]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel&amp;quot; /&amp;gt; gehören wohl zu den letzten handwerklichen Köhlern in Deutschland. In den Gebieten um den [[Napf (Berg)|Napf]] in der [[Zentralschweiz]] produzieren circa fünfzehn Köhlerinnen und Köhler pro Jahr an die neunzig bis hundert Tonnen Holzkohle und bilden in Zentraleuropa die größte Ansammlung von Köhlern. Außerhalb Mittel- und Nordeuropas wird die Köhlerei weiterhin gewerblich betrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/weltbilder/videos/weltbilder2111.html |text=Smokey Mountain in Manila |wayback=20121029145716}}, abgerufen am 15. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur noch [[rudimentär]] in Europa, so in Rumänien,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.geo.de/geo-tv/2989-rtkl-die-letzten-koehler-von-rumaenien Die letzten Köhler von Rumänien, GEO-Reportage] vom 2. März 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; ansonsten in den tropischen Wäldern Südamerikas&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.greenpeace.de/themen/waelder/urwaelder_mittel_und_suedamerikas/artikel/die_industrialisierung_des_urwalds/ |text=Köhlercamps in Brasilien |wayback=20131113221923}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Afrikas.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;{{Webarchiv |url=http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=93032&amp;amp;bernr=04%2F |text=ÖKO-TEST im Juni 2009: Holzkohle aus Südamerika und Afrika |archive-is=20131106143119}}&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch bis ins 20. Jahrhundert benutzten Köhler in waldreichen Gegenden, wie im [[Harz (Mittelgebirge)|Harz]] und im [[Thüringer Wald]], [[Hillebille]]n (tönende Buchenholzbretter) als Alarm- und Informationsinstrument. An diese Zeiten erinnert noch heute der Name eines [[Bergrücken|Höhenzugs]] im Harz, der „Hillebille“ genannt wird. In der heutigen Zeit wird die Tradition dieses alten Handwerkes zum großen Teil von Vereinen aufrechterhalten, darunter der &amp;#039;&amp;#039;Europäische Köhlerverein&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Köhlerverein Glasofen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1960er-Jahre gab es im Schwarzwald noch zwei Köhler: einen bei [[Enzklösterle]], der die Pforzheimer Goldwarenindustrie belieferte, sowie einen am Langenbach in [[Untermünstertal]], dessen Abnehmer nahe gelegene Metallwarenfabriken waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfons Schäfer: Geschichte des Dorfes Todtnauberg - von der mittelalterlichen Bergbausiedlung zum modernen Kurort, Todtnauberg 1966, S. 38 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird die Holzkohle durch Holzverkohlung zunehmend industriell hergestellt. Die Produktion wird hauptsächlich von Chemiebetrieben wie etwa [[Degussa]], [[Bayer AG|Bayer]] und [[Hoechst]] betrieben. Um die Holzkohle geht es den Unternehmen dabei allerdings weniger. Interessanter für sie ist die Gewinnung chemischer Produkte, etwa [[Holzessig]], [[Holzgas]] und [[Teer]], die während des Verkohlens entstehen. Holzkohle selbst wird für [[Filtertechnik]] oder auch für die Schwarzpulverherstellung verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Leben der Köhler ===&lt;br /&gt;
Dieser Abschnitt beruht auf dem Buch von Georges Schlosser, welches die Köhler im Elsass und den umliegenden Gebieten sowie in Mitteleuropa beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das Leben der Köhler hat man erst genauere Aufzeichnungen seit dem 18. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles Schlosser |Titel=Le charbonnier, une longue histoire |Seiten=18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Köhler lebten in der Saison, von Frühjahr bis Herbst, im Wald bei ihren Meilern. Meist lebten sie in kleinen Gruppen von 3 bis 5 Männern,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles Schlosser |Titel=Le charbonnier, une longue histoire |Seiten=19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; selten zog auch die ganze Familie in den Wald.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles Schlosser |Titel=Le charbonnier, une longue histoire |Seiten=25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuerst bauten die Köhler ihre Unterkunft, meist eine runde Hütte aus mehrere Meter langen dünnen Bäumen, die an der Spitze zusammengebunden waren, ähnlich einem [[Tipi]]. Die Wände wurden mit Ästen, Blättern und Erde abgedichtet, oben blieb eine Öffnung, durch die der Rauch des Feuers abziehen konnte. Das Feuer wurde für die Bereitung der Speisen und zum Heizen benötigt. Gekocht wurde in einem eisernen Kessel mit 3 Beinen, der in der Glut stand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles Schlosser |Titel=Le charbonnier, une longue histoire |Seiten=24ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Hütte musste der Platz für den Meiler hergerichtet werden, einige Meter rund und eben. In hügeligem Gelände wurde er durch Aufschüttungen vergrößert. Man benutzte gerne alte Plätze, weil durch das Brennen der Boden karbonisiert war und dadurch die Qualität der Holzkohle besser wurde. Der Platz musste in der Nähe von Wasser und durfte nicht zu weit von einem Weg entfernt liegen. Das Wasser benötigten die Köhler für ihre Ernährung und zum Löschen des Meilers, der Abtransport der Holzkohle fiel leichter, wenn der Weg nicht weit war. Salzmann beschreibt 1782 die Werkzeuge der Köhler: die Krücke (Spitzhacke), die Kohlschaufel, der Kohlbesen, der Rechen mit den langen Zinken und der Rechen mit den kurzen Zinken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles Schlosser |Titel=Le charbonnier, une longue histoire |Seiten=46}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zinken des langen Rechens waren ca. 30 cm lang und verhinderten, dass die Holzkohle beim Auseinanderrechen des Meilers in kleine Stücke zerfällt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles Schlosser |Titel=Le charbonnier, une longue histoire |Seiten=47}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Köhler lebten sehr abgeschieden, sie freuten sich über zufälligen Besuch durch einen Jäger oder einen Bauern und boten ihm meist ihre Suppe zu essen an. Die Suppe war das Hauptnahrungsmittel, bestehend aus Wasser und Kartoffeln oder Brot, Brotscheiben mit Butter wurden in der Suppe eingeweicht. Das Lob dieser Suppe, das man häufig in Berichten findet, basiert wohl eher auf dem Hunger als auf dem Geschmack, die Köhler hatten weder Fleisch noch Gewürze, um die Suppe schmackhafter zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles Schlosser |Titel=Le charbonnier, une longue histoire |Seiten=24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Köhler und der Wald ===&lt;br /&gt;
Anfangs siedelten sich die Köhler im Wald an einem Platz nach ihrer Wahl an, später regelten die Waldbesitzer, überwiegend die Adligen, die Ansiedelung durch ihre Waldvögte, die vor allem darauf achteten, dass keine Feuer den Wald vernichteten. Man hat die Anzahl der Meiler bestimmt, entweder durch Begehung des Gebiets oder durch [[Lidar]]-Untersuchungen und festgestellt, dass meistens 20 bis 50 Meiler pro km² existierten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles Schlosser |Titel=Le charbonnier, une longue histoire |Seiten=36}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Forêt domanial d&amp;#039;Écouves im [[Département Orne]] (Frankreich) hat man 155 Meiler pro km² gezählt, dieser Wald ist dadurch verstrüppt. Die Köhler verwendeten überwiegend dünnes Holz, 6 bis 10 cm dick, die dickeren Stämme wurden als Feuerholz oder als Bauholz genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles Schlosser |Titel=Le charbonnier, une longue histoire |Seiten=42ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch konnte ein Stück Wald alle 20 bis 30 Jahre abgeerntet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technische Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert begann man, die Köhlerei wissenschaftlich zu untersuchen. Ab 1820 versuchten französische Wissenschaftler, den Prozess industriell durchzuführen. Die Ausbeute war besser, allerdings machten die Mehrerlöse die Mehrkosten für den Transport des Holzes in die Fabrik nicht wett. Weitere Untersuchungen ergaben, dass die Ausbeute stark vom Köhler abhing. 1872 wurde deshalb in Schweden die ersten Köhler-Ausbildungskurse abgehalten, um das Niveau allgemein zu erhöhen. Später experimentierte man mit Meilern mit Metall- oder Keramik-Verkleidung, mit wenig Erfolg. Bis zur großindustriellen Holzkohleproduktion im 20. Jahrhundert blieb der traditionelle Köhler konkurrenzfähig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles Schlosser |Titel=Le charbonnier, une longue histoire |Seiten=62f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Bewegungen ==&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert gab es politische Bewegungen, die sich auf die Köhler bezogen: die [[Charbonnerie]] in Frankreich und die [[Carbonari]] in Italien. Sie orientierten sich an den Geheimgesellschaften der [[Freimaurerei|Freimaurer]]. Sie kämpften gegen die [[Reaktion (Politik)|Reaktion]] und für die Freiheit, teilweise mit Gewalt. Sie wurden verboten und verfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich August Pierer |Titel=Carbonāri |Hrsg=Pierer’s Universal-Lexikon |Band=3 |Ort=Altenburg |Datum=1857 |Seiten=684}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltbeeinträchtigungen ==&lt;br /&gt;
Mit dem Köhlereiprozess sind erhebliche Beeinträchtigungen von Luft und Boden verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Sager: &amp;#039;&amp;#039;Der Köhlereiprozess als Emissionsquelle im Wandel der Zeit&amp;#039;&amp;#039;.  [[Gefahrstoffe – Reinhaltung der Luft]], Band 75 (2015) 5, S. 181–182, {{ISSN|0949-8036}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ungefähr ein Drittel des Holztrockengewichts wird in Form von [[Pyrolyse]]produkten in die Atmosphäre emittiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Welling, Bernward Wosnitza: &amp;#039;&amp;#039;Meilerverfahren&amp;#039;&amp;#039;. in: [[Martin Kaltschmitt]], Hans Hartmann, Hermann Hofbauer: &amp;#039;&amp;#039;Energie aus Biomasse – Grundlagen, Techniken und Verfahren&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, Springer Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-540-85094-6, S. 691–694&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiterer Teil der Pyrolyseprodukte, die als Flüssigkeit anfallen, wie zum Beispiel [[Holzteer]], ist für [[Bodenkontamination|Bodenverunreinigungen]] verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Pflanzenkohle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helmut W. Rodenhausen: &amp;#039;&amp;#039;HOLZKOHLE – Vom schwarzen gold zur Glut im Grill&amp;#039;&amp;#039;. Haupt, Bern 2019. ISBN 978-3-258-60214-1&lt;br /&gt;
* Vincenz Dietrich: &amp;#039;&amp;#039;Das Ganze der Verkohlung in stehenden Meilern oder die sogenannte italienische Köhlerei, nach den 30jährigen praktischen Erfahrungen und Betriebsresultaten zu Hieflau und Obersteiermark bearbeitet&amp;#039;&amp;#039;. Kienrich, Graz 1847 ([https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0003/bsb00033133/images/ Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Karl Hasel]], [[Ekkehard Schwartz]]: &amp;#039;&amp;#039;Forstgeschichte. Ein Grundriss für Studium und Praxis&amp;#039;&amp;#039;. 2., aktualisierte Auflage. Kessel, Remagen 2002, ISBN 3-935638-26-4.&lt;br /&gt;
* Thomas Strauch: &amp;#039;&amp;#039;Von Köhlern, Rußbrennern und Harzsammlern – Historische Waldberufe rund um die Holzverwertung.&amp;#039;&amp;#039; Im Jahrbuch zum Bergmannskalender 2007, Seite 173 bis 180. Herausgegeben von der Deutschen Steinkohle AG.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Christoph Sager |Titel=Historie der Erzeugung von Karbonisaten |Hrsg=[[Peter Quicker]], Kathrin Weber |Sammelwerk=Biokohle |Verlag=Springer Fachmedien Wiesbaden |Ort=Wiesbaden |Datum=2016 |ISBN=978-3-658-03688-1 |DOI=10.1007/978-3-658-03689-8_1 |Seiten=7–11}}&lt;br /&gt;
* Charles Schlosser: &amp;#039;&amp;#039;Le charbonnier, une longue histoire&amp;#039;&amp;#039;, I. D. l’Édition, Bernardswiller, 2021, ISBN 978-2-36701-232-2&lt;br /&gt;
* Christian Gotthilf Salzmann: &amp;#039;&amp;#039;Unterhaltungen für Kinder und Kinderfreunde&amp;#039;&amp;#039;, Crusius, Leipzig, 1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Charcoal burning|Köhlerei}}&lt;br /&gt;
* [http://www.europkoehler.com/ Europäischer Köhlerverein]&lt;br /&gt;
* [http://www.heimat-pfalz.de/index.php/hans-wagners-naturseite/980-alte-waldberufe-der-koehler.html/ Das Köhlerhandwerk in der Pfalz]&lt;br /&gt;
* [[Michaela Vieser]], Irmela Schautz: [https://www.spiegel.de/wirtschaft/alte-berufe-koehler-schwelen-holz-zu-holzkohle-a-838718.html &amp;#039;&amp;#039;Ohne Köhler kein Fortschritt&amp;#039;&amp;#039;] auf [[Spiegel Online]] am 22. Juni 2012&lt;br /&gt;
* [https://www.koehlerei.ch/ Köhlerei im Entlebuch (Schweiz) UNESCO Biosphären Kulturerbe]&lt;br /&gt;
* [https://www.fotodok.swiss/wiki/Köhler Bilder der Köhlerei bei der Stiftung Fotodok]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=KiaO_tKEIGI &amp;#039;&amp;#039;Der Letzte seines Standes? – Der Köhler.&amp;#039;&amp;#039;] Bayerischer Rundfunk, 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Immaterielles Kulturerbe Deutschland}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7853288-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kohler}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handwerksberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzverschwelung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Holzberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beruf (Forstwirtschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Waldnutzung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immaterielles Kulturerbe (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forstwirtschaft und Holzeinschlag (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Christoph Sager</name></author>
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